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Lexikon: Energie

Lexikon: Energie

16 Einträge in A.

  • Die Abnahmestelle ist der Punkt, an dem das Netz des lokalen Netzbetreibers endet und die Energie an den Stromkunden übergeben wird. Die Stromabnahme ist, je nach technischer Voraussetzung des Kunden, auf verschiedenen Spannungsebenen möglich.

  • Lat.: in sich aufnehmen. Abschwächung, die Licht erfährt, wenn es Material durchdringt.

     

  • Bei der Energieerzeugung wird Wärme freigesetzt, die als Abwärme bezeichnet wird. Diese wird z.B. zu Heizzwecken nahe gelegener Gebäude verwendet.

     

  • Maßeinheit für die elektrische Stromstärke (Einheitszeichen A).

  • Die physikalische Einheit der Elektrizitätsmenge bzw. der elektrischen Ladung, die aus Stromstärke und Zeit berechnet wird.

  • Der Annex B des Kyoto-Protokolls von 1997 listet alle Länder auf, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls konkrete Emissionsreduktionsverpflichtungen in der ersten Verpflichtungsperiode (2008-2012) übernommen haben. Auf der Liste stehen alle Annex I Länder plus Kroatien, Slowenien, Monaco und Liechtenstein, jedoch ohne Weißrussland und Türkei. Der Begriff "Annex B Länder" wird daher ebenfalls oft synonym mit "Industrieländer" benutzt.

  • Der Annex I der Klimarahmenkonvention von 1992 listet alle Länder auf, die im Rahmen der Klimarahmenkonvention die Selbstverpflichtung zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 übernommen haben. Auf der Liste stehen alle OECD-Länder (außer Korea und Mexiko) sowie alle osteuropäischen Länder (außer Jugoslawien und Albanien). Der Begriff "Annex I Länder" wird daher oft synonym mit "Industrieländer" benutzt.

  • Eine positiv geladene Elektrode.

  • Anschlussleistung ist die Summe der Nennleistungen aller beim Kunden vorhandenen elektrischen Verbrauchseinrichtungen.

     

  • Eingespeiste oder entnommene elektrische Energie.

  • Der Arbeitspreis ist der Preis für den verbrauchten Strom in Cent pro Kilowattstunde. Unterschieden wird zwischen Hoch- oder Normaltarif und dem deutlich günstigeren Niedrigtarif.

  • Das Atom besteht aus einem Atomkern und der Schale, die ihn umgibt. Innerhalb der Schale umkreisen die negativ geladenen Elektronen den Kern. Dieser beinhaltet positiv geladene Protonen sowie ungeladene Neutronen.

  • Der Ausstieg aus der Kernenergie beruht auf einer Vereinbarung zwischen der rot-grünen Bundesregierung und der Stromindustrie, die nach langwierigen Verhandlungen am 11. Juni 2001 im Berliner Kanzleramt unterzeichnet wurde. Das Papier mündete in einer Atomgesetznovelle, die der Bundestag im Dezember 2001 verabschiedete.

    Basierend auf der so genannten Regellaufzeit eines Atommeilers von 32 Jahren ist in einer "Restlaufzeit" festgelegt, wie lange jedes Kraftwerk noch Strom produzieren darf. Die Vereinbarung schloss den Bau neuer Reaktoren aus. Der anfallende Atommüll soll bis zum Bau eines Endlagers in Zwischenlagern bei den bestehenden Kernkraftwerken deponiert werden. Der Transport von abgebrannten Brennstäben zur Wiederaufbereitung war nur bis Mitte 2005 erlaubt.

    Eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung würde den Ausstieg rückgängig machen. Ohne Kernkraft seien eine sichere Energieversorgung und die Ziele des Klimaschutzes nicht zu erreichen, erklärte CSU-Chef Edmund Stoiber im Wahlkampf 2002.

  • Für deutsche Netzbetreiber bestand bis Ende 2006 die Möglichkeit, den Netzzugang für ausländische Stromanbieter zu unterbinden, wenn der Strommarkt in demjenigen Land nicht schon im gleichen Maße liberalisiert war wie in Deutschland.

  • DAdBlue:
    AdBlue ist der Handelsname einer qualitativ hochwertigen, standardisierten und synthetisch hergestellten wässrigen Harnstofflösung. Mit ihr werden bei der BLUETEC-Dieseltechnologie die Stickoxid-Emissionen reduziert. AdBlue ist unschädlich, farb- und geruchslos. In Fachsprache heißt die Technik Selective Catalytic Reaction-Technologie (SCR). (Siehe auch BLUETEC).

    Aufladung:
    Ein Verfahren zur Leistungssteigerung des Verbrennungsmotors oder zur Steigerung des Drehmoments. Dabei verdichtet eine zusätzliche Arbeitsmaschine (z. B. Kompressor, Turbolader) die für den Verbrennungsprozess benötigte Luft vor, sodass dem Motor eine größere Luftmasse zugeführt werden kann. Gleichzeitig kann die dem Motor zugeführte Kraftstoffmasse erhöht werden mit dem Ergebnis, dass Drehmoment und Leistung ansteigen. Auf diese Weise können ohne Leistungsverlust im Hubraum kleinere Motoren eingesetzt und so der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Dieses sogenannte Downsizing wird derzeit beispielsweise bereits im VW- Konzern genutzt (siehe Downsizing).

    BLUETEC:
    Eine von Mercedes-Benz entwickelte Technologie, die es dem Dieselmotor ermöglich, auch künftig strengste Abgas-Grenzwerte einhalten zu können. Es ist ein modulares Abgas-Reinigungssystem, das die Stickoxide um bis zu 80 Prozent reduziert. Stickoxide sind die einzige Abgas-Komponente, die heute bei Dieselmotoren konzeptbedingt noch über dem Wert von Benzinern liegt. Mercedes bietet die Technologie seit 2005 serienmäßig in Nutzfahrzeugen an. Seit Herbst 2006 gibt es die E-Klasse als BLUETEC-Auto in den USA. Noch in diesem Jahr bringt Mercedes-Benz die Technologie auch nach Europa. Die im Herbst 2006 mit VW und Audi gegründete BLUETEC-Allianz wurde jetzt vom Volkswagen-Konzern wieder aufgekündigt.

    BTL (Biomass-to-Liquid):
    Synthetische Kraftstoffe, zu deren Herstellung alle Arten von Biomasse als Ausgangsstoff genutzt werden können. Siehe �Synthetische Kraftstoffe�.

    DiesOtto:
    Der DiesOtto (auch Combined Combustion System oder Combined Combustion Engines) ist eine Kombination aus Diesel- und Ottomotor. Der DiesOtto vereint die Vorteile eines Diesels in Punkto Sparsamkeit und Drehmoment mit der Sauberkeit eines Benziners. Der DiesOtto ist zwar noch Zukunftsmusik, liegt aber nicht mehr so fern und hat Chancen zur Realisierung.

    Direkteinspritzung:
    Bei der Direkteinspritzung entsteht das Verbrennungsgemisch erst in den Brennräumen eines Diesel- oder Benzinermotors. Der Kraftstoff wird mit Hilfe eines Injektors mit hohem Druck in die Zylinder eingespritzt. Ziel der Direkteinspritzung ist, den Kraftstoffbedarf zu reduzieren.

    Downsizing:
    Bezeichnung für den Einsatz kleinerer Motoren, die durch Aufladung eine höhere Verdichtung und ein höheres Leistungsniveau erreichen.

    Ethanol:
    Durch Oxidation von Ethan entstehender Alkohol. Ethanol wird meist durch Gärung aus Naturprodukten gewonnen, kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Ethanol eignet sich grundsätzlich als Kraftstoffkomponente und wird in dieser Eigenschaft z.B. herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt (siehe Flex Fuel).

    EURO 4, EURO 5:
    Von der Europäischen Union (EU) festgelegte Abgasnormen für Motorfahrzeuge. Sie bestimmen Grenzwerte für die im Abgas enthaltenen Schadstoffe, Kohlenmonoxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, und Partikel (Diesel). Ab dem 1. September 2009 wird die derzeitige EURO-4-Norm durch die noch strengere EURO-5-Norm abgelöst.

    Flex Fuel:
    Flex-Fuel-Motoren können mit einem Kraftstoffgemisch aus Benzin und bis zu 85 Prozent Ethanol betrieben werden. Flex Fuel Fahrzeuge gibt es momentan vor allem in Brasilien, Schweden und den USA. Für die speziellen Anforderungen des Kraftstoffgemischs muss eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein.

  • Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden. Sie regelt die allgemeinen Bedingungen, zu denen Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) jedermann an ihr Versorgungsnetz anzuschließen und mit Strom (Niederspannung) zu allgemeinen Tarifpreisen zu versorgen haben.