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Strompreis | Strom Auskunft

Strompreis - Günstige Strompreise in Deutschland | Strom Auskunft

Die Strompreise steigen seit Jahren
Mit besonderer Regelmäßigkeit verkünden viele Energieversorger insbesondere zu Ende eines Jahres die Erhöhung ihrer Strompreise für das kommende Jahr. Und jedes Mal steht der Endverbraucher wieder vor der Frage: Was kann ich gegen die steigenden Kosten unternehmen? Und viele Verbraucher unternehmen dann leider wenig. Dabei kann man recht einfach auf zwei Weisen seine Energiekosten senken. Zum einen kann ich ein paar grundlegene Stromspartipps befolgen und zum anderen kann ich zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln.

Inzwischen gibt es in Deutschland über 800 verschiedene Stromanbieter und unzählige Strontarife – für einen Laien kaum zu durchschauen. Ebenso ist nur wenigen Verbrauchern bekannt, wie sich die Strompreise zusammensetzen und worauf der Anstieg zurückzuführen ist. StromAuskunft.de informiert Sie an dieser Stelle über die Zusammensetzung des Strompreises und die Preisentwicklung der letzten Jahre.

Zusammensetzung des Strompreises für private Haushalte
Es sind verschiedene Faktoren, die über die Höhe des Strompreises entscheiden. Den größten Posten stellen hierbei die Kosten für Erzeugung und Vertrieb des Stroms. Diese Erzeugungskosten hängen hauptsächlich vom Kraftwerktyp und den eingesetzten Energieträgern ab. So liegen z.B. die Erzeugungskosten von Strom aus Wasserkraft mit ca. 10 Cent / kWh deutlich über denen für Strom aus Braun- oder Steinkohle mit ca. 3 Cent /kWh (Quelle:Studie des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung Stuttgart, 2008).

Als weitere Bestandteile des Strompreises fallen vor allem die jeweiligen Netzkosten sowie Strom- und Mehrwertsteuern ins Gewicht. Darüber hinaus werden auch die vom Energieunternehmen zu tragenden Umlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bzw. dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bei der Festsetzung des Preises mit eingerechnet. Die ebenfalls verbindlichen Konzessionsabgaben,  also die Kosten, welche ein Energieversorger für die Verlegung von Leitungen an die betreffende Gemeinde zahlen muss, nehmen einen nicht geringen Teil ein und werden beim Strompreis ebenso berücksichtigt.

Entwicklung des Strompreises in Deutschland
Die Strompreise sind in den letzten 20 Jahren stark angestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von rund 3900 kWh im Jahr haben sich die Kosten in diesem Zeitraum um fast 60 Prozent erhöht (Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnung). Die monatliche Belastung eines Drei-Personen-Haushaltes liegt aktuell bei rund 68 Euro. Im Jahre 2000 waren es nur ca. 40 Euro (Quelle: Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft).

Gegner der Ökostrom-Entwicklung erklären den rasanten Anstieg der Strompreise gerne als direkte Auswirkung des im Jahr 2000 verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Hiernach werden Betreiber von Wind-, Solarstrom- und Biomasseanlagen besonders gefördert. Sicherlich sind diese Vergütungszahlungen nicht unbedeutend bei der drastischen Preisentwicklung – der Sündenbock für horrende Stromkosten sind sie jedoch nicht wie die Grafik zeigt.

Der Strompreis ist unter anderem abhängig von der jeweiligen Einkaufstrategie des Betreibers. Hier ist nicht allein der aktuelle Strompreis an der Strombörse entscheidend. Ein Großteil der Energie wird über Direktverträge zwischen Produzent und Anbieter verhandelt. Hieraus wird deutlich, dass die Börsenpreise für Strom nur indirekt mit dem Strompreis der Endverbraucher zusammen hängen. Des Weiteren sind auch Produktionskosten und die Qualität der Kraftwerke und Netze für den Handelspreis entscheidend. Diese Abhängigkeiten sind für den Endverbraucher meist kaum zu durchschauen.

Was können wir tun?
Der einzelne Kunde kann nur schwer Einfluss auf den Strompreis nehmen. Wenn aber viele Verbraucher den Stromanbieter wechseln, dann können Verbraucher durch diese Markt- und Wettbewerbsmechanismen direkten Einfluss auf den Strompreis nehmen. Seit der Liberalisierung können Kunden bequem Stromtarife im Internet vergleichen, zwischen zahlreichen Stromanbietern wählen und den günstigsten Tarif für ihre persönliche Haushaltssituation bestimmen. Verbraucherzentralen, Verbände und Politiker rufen zu dieser aktiven Beteiligung und zu einem Wechsel der Energieanbieter auf. Hierdurch wird nicht nur der Energiemarkt transparenter. Auch wird der Wettbewerb unter den Stromanbietern gefördert, was sich wiederum positiv auf die Preise der Endverbraucher auswirkt.

 


Strompreise - Konzerne kassieren

Und wohin fließen all die Fantastilliarden? Seitens der betreffenden Stromanbieter wurde verlautet, gestiegene Beschaffungskosten sowie Mehrbelastungen im Zuge des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) seien Schuld an der Preistreiberei. Nun ja, die Großhandelspreise auf dem Strommarkt sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken – woher also die höheren Beschaffungskosten? Und Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag und Ex-NRW-Umweltministerin, nennt den Verweis auf Belastungen durch das EEG “unverschämt”.

Aber es gibt auch löbliche Ausnahmen. Denn einige Stromversorger zeigen, dass es anders geht und senken zum Jahreswechsel ihre Preise. Vorreiter ist der bayrische Anbieter N-ergie, der ab Januar 2010 durchschnittlich 7,7 Prozent weniger kassiert. Was bleibt also als Tipp? Natürlich: Wechseln, Wechseln, Wechseln!!!


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