Newsletter Juni 2010

Newsletter Juni 2010

Sehr geehrter Kunde,

wussten Sie, dass Verbraucher in Deutschland die zweithöchsten Strompreise der EU bezahlen? Oder dass der Strom in Ostdeutschland deutlich teuer ist als im Westen? Trotzdem sollen die Preise weiter steigen. Viele Anbieter wollen diese Erhöhungen nun mit verbesserten Serviceleistungen ausgleichen. Wir haben Ihnen in dieser Ausgabe von Stromaktuell nähere Informationen zu diesen Themen zusammengefasst.

Viel Spaß beim Sparen!

Dr. Jörg Heidjann, Herausgeber Stromaktuell

Strompreise in Europa | Strompreis in Deutschland auf Spitzenplatz

Deutschland hat die zweithöchsten Strompreise in der Europäischen Union. Lediglich in Dänemark zahlen die Verbraucher noch mehr für ihren Strom. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

In Länder wie Lettland, Estland, Litauen und Griechenland hingegen kostet die Kilowattstunde weniger als die Hälfte des deutschen Durchschnittspreises (7,31 ? 7,01 Cent/kWh im Vergleich zu 18,32 Cent/kWh).

Trotzdem wollen allein in Nordrhein-Westfalen 107 von 119 Stromanbietern im nächsten Jahr ihre Preise erhöhen. Die entsprechenden Anträge liegen schon beim Wirtschaftsministerium in Düsseldorf, das den Vorhaben zustimmen muss.

Verbraucher sollten also nach dem in ihrer Region günstigsten Stromanbieter suchen, um so wenigstens einen Teil der Kostensteigerung abzufangen.

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Service| Stromanbieter rücken Service stärker in den Kundenfokus

In Deutschland bemühen sich inzwischen ca. 1.100 Stromanbieter um die Gunst der Kunden. Der zunehmende Wettbewerb und die steigende Zahl wechselwilliger Privatkunden setzen die Energieversorger stark unter Druck. Laut der Studie "Branchenkompass 2010 Energieversorger" wollen drei von vier Anbietern kurzfristig reagieren und ihre Serviceleistungen merklich verbessern. Bislang beziehen zwar immer noch ca. 90% der Verbraucher Strom vom örtlichen Grundversorger, aber laut der Prognose des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung wird die Wechselbereitschaft zunehmen.

Für die Energieversorger wird es in den kommenden Jahren also vor allem darum gehen, Bestandskunden erfolgreich an sich zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Dies kann nur über eine Verbesserung der Serviceleistungen erfolgen. Noch wickeln die meisten Stromanbieter einen Großteil ihrer Kundenkommunikation über das Telefon ab. Onlineangebote hingegen sind bei vielen Energieversorgern - insbesondere im Vergleich zu anderen Dienstleistern wie z.B. Banken - weniger entwickelt. Doch immer mehr Kunden wünschen sich eine unkomplizierte Abwicklung ihrer Wünsche über das Internet. Für die Stromanbieter wird es in Zukunft also vor allem darum gehen, die Kommunikationskanäle weiter auszubauen.

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Strompreisgefälle| Strom in Ostdeutschland teurer

Die Preisunterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern sind in vielen Bereichen nachweisbar. Während sich Kosten und Löhne in vielen Bereichen langsam angleichen, zahlen Verbraucher in Ostdeutschland bis zu 46 % mehr für Strom als im Westen.

Teuerster Grundversorger ist momentan der Anbieter TW Delitzsch in Sachen. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 5.000 kWh zahlen Verbraucher hier jährlich bis zu 453 Euro mehr als beim derzeit günstigsten Grundversorger, dem GW Stockstadt in Bayern.

Prüfen Sie daher, mit welchem Stromversorger Sie bares Geld sparen können. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt auch Ökostrom-Tarife, denn diese können inzwischen durchaus mit konventionellen Stromanbietern mithalten.

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