Thin Clients – Nicht nur Platzwunder
21. Februar 2008 von admin
Als Thin Clients bezeichnet man hierzulande hauptsächlich abgespeckte Compüterchen, deren einzige Fähigkeit darin besteht, mit einem größeren Computer, zumeist einem Terminal Server Kontakt aufzunehmen. Diese Technik setzt sich insbesondere da mit steigender Geschwindigkeit fort, wo zentrale Datenhaltung die übergeordnete Rolle spielt, beispielsweise in der Steuerberatungsbranche.Software wird einmalig auf dem Server installiert, die einzelnen Arbeitsplätze rufen sie auf dem Server auf. Die technischen Vorteile liegen auf der Hand. Die Wartung findet zentral an einem Gerät statt. Dies betrifft neben der Anwendungssoftware natürlich auch die Betriebssystemtechnik, sowie den gesamten Bereich der Sicherheit, wie Virenscanning etc.
Die Kosten für die einzelnen Arbeitsplätze gehen nach unten, weil keine leistungsfähigen Maschinen mehr erforderlich sind, sondern im Grunde nur entfernte Bildschirme mit geringstmöglicher Eigenintelligenz. Insgesamt, je nach Zahl der Arbeitsplätze, eine gewaltige Kostenersparnis.
Nun gibt es für die umweltbewussten Firmenlenker und IT-Entscheider ein weiteres Argument zum Umstieg auf Thin Clients. Die Zeitschrift iX aus dem Heiseverlag hat sich für ihre aktuelle Ausgabe nämlich die Mühe gemacht, einmal den Energieverbrauch der Clients ins Verhältnis zu setzen zu dem Verbrauch handelsüblicher Desktop-PC.
Sicherlich wird man das Ergebnis nicht als bahnbrechende Überraschung bezeichnen wollen. Mit ein wenig Nachdenken hätte jedem klar werden können, dass ein Netzteil, welches in der Größe lediglich ein Drittel der Größe eines anderen und dabei einen relativ leistungsschwachen Computer zu versorgen hat, aller Voraussicht nach auch weniger Strom verbrauchen wird. Dennoch darf man nun mit Freude den angetretenen Beweis diesbezüglich zur Kenntnis nehmen.
Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass Thin Clients lediglich zwischen 5 und 25 Watt Leistung aufnehmen, während größere Geräte schnell zwischen 60 und 120 Watt liegen. Rechnet man die Werte nun auf angenommene Betriebszeiten eines Büroalltags hoch, stellt man fest, dass ein Thin Client im Schnitt deutlich weniger als die Hälfte der Stromkosten eines größeren Gerätes verursacht.
Schon bei zehn Geräten sind demnach Einsparungen im dreistelligen Bereich möglich. Na, wenn das nicht mal ein echter Stromspartipp ist!
[Fotoquelle: © S. Hofschlaeger / PIXELIO]
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