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Archiv des Tags ‘ITER’

ITER ein Milliardengrab?

Mittwoch, den 9. Juni 2010

Wir hatten schon mehrfach das Thema: Fusionsenergie wäre eine Möglichkeit, riesige Mengen Energie zu erzeugen. Aber ITER wird immer teurer und die Kassen sind klamm. Jetzt sollen Gelder aus der EU fließen.

Finanzlücke bei Iter soll aus europäischem Haushalt gedeckt werden

Wie die Bundesregierung bekannt gibt:
Die Finanzierungslücke beim geplanten Forschungsreaktor Iter soll aus dem europäischen Haushalt gedeckt werden. Das gab die Bundesregierung in der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Forschung am Mittwochvormittag bekannt.

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In dem geplanten Reaktor, der in internationaler Zusammenarbeit im französischen Cadarache gebaut werden soll, soll die Energieerzeugung durch Kernfusion erforscht werden. An dem Projekt sind neben der Europäischen Union auch weitere Staaten wie China, Japan, die USA und Russland beteiligt.

In den vergangenen Wochen seien ”erhebliche Kostensteigerungen“ bei dem Projekt bekannt geworden, sagte die Bundesregierung. Der Anteil der Europäer sei von 2,7 Milliarden Euro auf jetzt voraussichtlich 7,2 Milliarden Euro gestiegen. Auf Drängen der Bundesregierung sei deshalb eine Task Force auf EU-Ebene eingerichtet worden, die unter anderem Vorschläge zur Finanzierung vorlegen solle. Die EU-Kommission sei außerdem aufgefordert worden, Vorschläge zu Kosteneinsparungen und zur Finanzierung der Mehrkosten aus dem EU-Haushalt vorzulegen. Die Europäische Kommission werde innerhalb von vier Wochen einen Finanzierungsvorschlag vorlegen, erklärte die Bundesregierung.

Auch beim Management von Iter sollen Veränderungen vorgenommen werden. Die Bundesregierung hat eine grundlegende Neuausrichtung der Kostensteuerung europäischer Forschungsprojekte gefordert. Die Gesamtkosten für den Forschungsreaktor sollen künftig begrenzt werden; Mehrkosten müssten dann beim Projekt eingespart werden.

Linktipps:

Foto © Gerd Kebschull

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Fusionsenergie – Kommen wir ohne diese Technologie aus?

Montag, den 5. April 2010

Wir haben uns auf Stromauskunft schon sehr lange mit diesem Thema beschäftigt. Ein Beitrag im aktueller Focus (14/2010) des Plasmaphysikers Günther Hasinger greift diese hochkomplexe Technologie auf. Gibt es eine Stromversorgung ohne Fusionsenergie?

Der weltweite Strombedarf wird sich bis 2050 verdreifachen

Um diese gewaltigen Strommengen zu produzieren, muss die Frage erlaubt sein: Reicht das Konzept “Ausbau der Erneuerbarer Energien”? Professor Hasinger stellt fest: “Mit keiner heute bekannten Technik wird sich jedoch der prognostizierte Bedarf alleine decken lassen. Fusionsenergie […] verspricht gegenüber den bekannten Energiequellen so große Vorteile, dass sich alle Anstrengungen lohnen, um sie zu nutzen.”*

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Vulkanausbruch 1986 Ätna

Der Weg zum ersten Fusionsreaktor ist steinig und teuer. JET und ITER sind die ersten Schritte auf dem Weg. Die Forschung wird Milliarden verschlingen und bislang gibt es keine konkreten Prognosen, ab wann Strom aus Fusionsenergie endlich verfügbar sein wird.

135 Millionen bringt die Bundesregierung jährlich auf, um an diesen Thema weiter zu forschen. Zu wenig, um das Thema schnell voranzutreiben. Die Stromerzeuger halten sich bei diesen Projekte vornehm zurück. Obwohl “hohe Renditen winken”, so Hasinger.
* Quelle: Focus 14/2010

Linktipps:

Bild: Vulkanausbruch 1986 Ätna
Foto Pixelio | Helga Hauke

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Kernfusionsreaktor ITER

Donnerstag, den 4. Februar 2010

Wie der Bundestag berichtet, sorgt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, über die Kostenentwicklung bei dem zukunftsträchtigen Projekt ITER.

Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER

(c) PixelioBerlin | Die Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER, insbesondere der europäische Anteil an den Gesamtkosten, ist Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/467). Danach gebe es  “erhebliche Kostensteigerungen“ bei dem Projekt, die allerdings nicht alle Vertragspartner gleichermaßen betreffen würden. Vor diesem Hintergrund erkundigt sich die Fraktion unter anderem nach den Kostensteigerungen für die EU, die dadurch entstehende Belastung für den Bundeshaushalt und welche Kostengrenze von Deutschland für eine Zustimmung eingebracht wird.

Linktipps:

Foto (c) Pixelio | Daniel GastKernfusionsreaktor ITER
Wie der Bundestag berichtet, sorgt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, über die Kostenentwicklung bei zukunftsträchtigen Projekt ITER.
Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/SPL/CHE) Die Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER, insbesondere der europäische Anteil an den Gesamtkosten, ist Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/467 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/005/1700582.pdf). Danach gebe es “erhebliche Kostensteigerungen“ bei dem Projekt, die allerdings nicht alle Vertragspartner gleichermaßen betreffen würden. Vor diesem Hintergrund erkundigt sich die Fraktion unter anderem nach den Kostensteigerungen für die EU, die dadurch entstehende Belastung für den Bundeshaushalt und welche Kostengrenze von Deutschland für eine Zustimmung eingebracht wird.
Linktipps:
Fusionsenergie der Schlüssel zur Problemlösung? http://www.stromauskunft.de/blog/?p=23
Weitere Energienachrichten auf Stromauskunft.de http://www.stromauskunft.de/de/html/service/energienachrichten.htmlKernfusionsreaktor ITER
Wie der Bundestag berichtet, sorgt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, über die Kostenentwicklung bei zukunftsträchtigen Projekt ITER.
Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/SPL/CHE) Die Kostenentwicklung für den Kernfusionsreaktor ITER, insbesondere der europäische Anteil an den Gesamtkosten, ist Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/467 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/005/1700582.pdf). Danach gebe es “erhebliche Kostensteigerungen“ bei dem Projekt, die allerdings nicht alle Vertragspartner gleichermaßen betreffen würden. Vor diesem Hintergrund erkundigt sich die Fraktion unter anderem nach den Kostensteigerungen für die EU, die dadurch entstehende Belastung für den Bundeshaushalt und welche Kostengrenze von Deutschland für eine Zustimmung eingebracht wird.
Linktipps:
Fusionsenergie der Schlüssel zur Problemlösung? http://www.stromauskunft.de/blog/?p=23
Weitere Energienachrichten auf Stromauskunft.de http://www.stromauskunft.de/de/html/service/energienachrichten.html

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TV-Tipp

Montag, den 7. September 2009

“Abenteuer Wissen” beschäftigt sich mit dem Thema Fusionsenergie. Forscher versuche das Thema Kernfusion anzugreifen. Das ZDF in aufwändigen Animationen wie ITER aussehen soll.

Energie im Überfluss – Das Sonnenexperiment

  • “Abenteuer Wissen”:  ZDF-Wissenschaftsmagazin in HD-Format

Energie im Überfluss aus einem Rohstoff, der nichts kostet, ohne Nebenwirkungen für die Umwelt. Geht das? Dieser Frage geht das ZDF-Magazin “Abenteuer Wissen” am Mittwoch, 9. September 2009, um 0.00 Uhr nach. Die Sendung wird im hochauflösenden HD-Format ausgestrahlt.

Ein Menschheitstraum könnte wahr werden, wenn gelingt, woran Forscher in aller Welt arbeiten: Die Kernfusion. Es ist die größte technische Herausforderung aller Zeiten. Das Vorbild: Die Sonne. Aufgelöste Atome – gefangen in magnetischen Käfigen. Nie zuvor musste der Mensch solch gewaltige Kräfte bändigen. Mathematisch ist das alles längst berechnet, seit 50 Jahren suchen Wissenschaftler nach der praktischen Umsetzung. Das faszinierende an der Kernfusion: Als Rohstoff braucht man nur Deuterium und Lithium. Deuterium ist im Wasser enthalten, die Weltvorräte von Lithium würden ausreichen, um den Weltenergiebedarf über mehr als ein Jahrtausend zu decken.

Karsten Schwanke moderiert die ZDF-Sendung im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald. “Wendelstein-7X” haben die Wissenschaftler ihr Projekt geheimnisvoll genannt. Das Grund- problem der Kernfusion: Man muss zunächst enorme Energie in den Prozess stecken, um dann mit einer noch immensen Ausbeute belohnt zu werden.

Das wohl ambitionierteste Kernfusionsprojekt aller Zeiten wird an der französischen Mittelmeerküste entstehen: 33 Nationen beteiligen sich an ITER, dem “Internationalen thermonuklearen experimentellen Reaktor”. Noch ist ITER eine riesige Baustelle.

Zum ersten Mal zeigt das ZDF in aufwändigen Animationen wie ITER aussehen soll. Das Abenteuer-Wissen-Team durfte exklusiv das Treffen der Spitzenwissenschaftler aus aller Welt im südfranzösischen Cadarache begleiten.

Amerikanische Fusionsforscher haben einen anderen Weg eingeschlagen, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen und scheinen schon einen Schritt weiter zu sein. Sie setzen auf gigantische Laser. Aber haben sie wirklich nur die zivile Nutzung im Sinn? Schon im kalten Krieg wurde im kalifornischen Livermore für das Militär an Wasserstoffbomben geforscht. Und auch ein halbes Jahrhundert danach beschäftigen sich hier noch immer Wissenschaftler mit hoch geheimer und extrem gefährlicher Waffentechnologie für die Kriege der Zukunft.

Linktipp:

Foto ©  ZDF und Lars Schwellnuss

  • In Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern wird der Stellerator zusammengebaut. In seinem Innern wird das Experiment zur Kernfusion stattfinden.
  • Auf riesigen Flächen im südfranzösischen Cadarache soll die internationale Fusionstestanlage ITER entstehen.

» TV-Tipp

Fusionsenergie der Schlüssel zur Problemlösung?

Sonntag, den 24. Februar 2008

Vor vielen Jahren habe ich mal etwas zum Thema Wasserstoffbombe gelesen. Die Energie, die dort freigesetzt wird, ist einfach gigantisch. Damals hieß es, dass diese Technologie auch für die Energieversorgung benutzt werden könnte. Nur wüsste man noch nicht, wie man diese riesigen, sich plötzlich entfaltenden Energiemengen, bändigen könnte.

Wie funktioniert das?

Ich bin kein Physiker. Aber soviel habe ich verstanden, dass zum Zünden einer Wasserstoffbombe riesige Mengen Energie benötigt werden. Daher hat man damals eine herkömmliche Atombombe (Fusionssprengsatz) benutzt. Auch für den zivilen Einsatz – jetzt nicht als Bombe, sondern als Energieerzeuger, benötigt man den gleichen Ansatz. 

Auf der Homepage der Europäischen Union werden sehr schön die Vorteile dieser „Spitzentechnologie“ beschrieben, als da sind: Brennstoffressourcen reichlich vorhanden, der „Abfall“ ist Helium und nicht radioaktiv, keine Treibhausgasemissionen usw. Die Zahl ist beeindruckend: In einer Sekunde werden 16 Megawatt Fusionsstrom erzeugt.

Über 2000 Wissenschaftler arbeiten in 30 Labors in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union an dieser Technologie. ITER – auf Lateinisch „der Weg“ – wird der nächste Schritt sein. Mit ITER soll überprüft werden, ob diese Technologie irgendwann serienreif ist. Als Zeitansatz gehen die Wissenschaftler von etwa 50 Jahren aus. Ab etwa 2030 könnte man mit dieser Technologie rechnen. Ein spannendes Thema. Die Lösung aller unserer Energieprobleme? 

Links

» Fusionsenergie der Schlüssel zur Problemlösung?