Erstes Wellenkraftwerk in Großbritannien
Dienstag, den 18. Mai 2010Energie ist wertvoll. Das Meer gibt diese Energie in großen Mengen ab. Nur wie kann man diese Energie sinnvoll nutzen? Antwort auf die komplexe Frage soll das neue Wellenkraftwerk geben, das 750 Kilowatt leistet.
European Marine Energy Center startet das erste Wellenkraftwerk
E.ON hat heute in Schottland ihr erstes Wellenkraftwerk vorgestellt. Das Kraftwerk setzt die Wellenbewegungen über ein hydraulisches System in Strom um. Noch in diesem Jahr wird die 750-Kilowatt-Anlage im “European Marine Energy Center” in Orkney, nördlich der schottischen Küste, in einer realistischen Meeresumgebung getestet werden.
![]()
Mit der Aufnahme des Testbetriebs des Pelamis P2 Wave Energy Converter leistet E.ON einen wichtigen Beitrag zur künftigen Nutzung des enormen Potenzials von Meerestechnologien in der Stromerzeugung.
“Bei Meerestechnologien zur Stromerzeugung steht die Industrie noch ganz am Anfang der Lernkurve, jedoch bergen Kraftwerke im Meer ein enormes Potenzial für die künftige Energieversorgung. Bei E.ON wollen wir uns frühzeitig dieser Technologie zuwenden und in ihre Entwicklung investieren, die in der Zukunft möglicherweise eine ähnlich wichtige Rolle spielen wird”, so Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender von E.ON Climate & Renewables.
Der Pelamis Wave Energy Converter ist 180 Meter lang und wiegt ca. 1.500 Tonnen. Die Konstruktion liegt nicht starr im Ozean, sondern passt sich den Wellenbewegungen an.
Eine Animation in Sendequalität, die die Funktionsweise des Kraftwerks veranschaulicht, kann unter: http://www.eon-uk.com/media abgerufen werden.
Linktipps:
- Meeresströmungstechnologie – Strom für die Zukunft
- Aktion Klimaschützer auf Stromauskunft.de
- Günstige Stromanbieter
Foto © Pixelio.de | Rainer Sturm, Foto RWE 19.05.2010


Nach aktuellen Informationen des Verbraucherportals Verivox erhöhen im März bundesweit 51
Anfang September hatte das OVG Münster den Bau des Kohlekraftwerks Datteln gestoppt. Grund: Das milliardenschwere Projekt des Energieriesen E.ON steht im Widerspruch zur Klimapolitik Nordrhein-Westfalens. Um den Kraftwerksbau allen Unkenrufen zum Trotz doch noch zu ermöglichen, wollen die Regierungsfraktionen CDU und FDP nun kurzerhand sämtliche klimapolitischen Ziele NRWs aus dem “Gesetz zur Landesentwicklung” tilgen. Spitzenidee! Ich empfehle zusätzlich, Stoppschilder aus dem Verkehrsrecht zu streichen, weil selbige das Porsche-Fahren entspaßen, sowie einige Schlüsselszenen der Bibel umzutexten, damit die Leute gefälligst auch an Ostern zur Arbeit erscheinen. Um das nochmal klar auszudrücken: Hier werden nicht nur landespolitische Langzeitinteressen, sondern auch globale Klimanotwendigkeiten zu Gunsten eines einzelnen Unternehmens durch den Wolf gedreht. Der Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe, Gerd Rosenkranz, nennt das eine “Renaissance der Kumpanei” zwischen Wirtschaft und Politik – und das ist noch milde ausgedrückt.
Das größte Monoblock-Steinkohlekraftwerk Europas im westfälischen Datteln ereilte Anfang September ein zukunftsweisendes Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster. Erstmals wurde die Baugenehmigung für ein Kohlekraftwerk eng an Fragen des Klimaschutzes geknüpft. Ergebnis: Die Richter befanden den Kraftwerksbau für unvereinbar mit dem klimapolitischen Entwicklungsplan des Landes NRW. Hinzu kommt eine Reihe gravierender Planungsfehler hinsichtlich Lage und Gefährdungspotenzial, von denen jeder einzelne bereits den nun erfolgten Baustopp erzwungen hätte.