stromblog

Stromtarife, Stromanbieter, Nachrichten, Spartipps und mehr

Archiv des Tags ‘Bundesumweltministerium’

Aus für Kraft-Wärme-Kopplung?

Montag, den 18. Januar 2010

Wie die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mitteilt, plant die Bundesregierung das Aus für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Umweltministerium plant Aus für die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung

379143_R_by_Daniel-Pfeiffenberger_pixelio_640x853Anlässlich des geplanten Stopps des Impulsprogramms zur Förderung von KWK-Anlagen erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:

“Das Bundesumweltministerium bestätigt in der Antwort auf unsere Anfrage Überlegungen, die wichtigste Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu streichen. Damit ist nicht nur die Förderung der Fotovoltaik ins Visier von Kürzungen der Bundesregierung gekommen.

Das widerspricht allen bisherigen Zielen der Energiepolitik: Nach den Meseberger Beschlüssen der Bundesregierung von 2007 soll der Anteil der hocheffizienten und klimaschonenden KWK an der Stromerzeugung von derzeit etwa 10 Prozent bis 2020 auf 25 Prozent gesteigert werden. Es ist politisch unumstritten, dass Deutschland ohne den massiven Ausbau der KWK seine Klimaschutzziele kaum wird einhalten können. Kleine KWK-Anlagen, die gleichzeitig den Strom- und Wärmebedarf von Gebäuden decken können, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Doch der Ausbau der KWK wird ohne eine gezielte Förderung nicht zu erreichen sein.

Und nun plant der zuständige Bundesumweltminister Röttgen das Förderprogramm, nachdem es gerade erste Erfolge gebracht hat, gleich wieder zu streichen. Damit erweist Röttgen nicht nur dem Klimaschutz einen Bärendienst, sondern gefährdet die Arbeitsplätze in einer Branche, deren Entwicklung gerade Fahrt aufgenommen hat.

Die scheinbar grünen Aussagen von Röttgen wie etwa “Denn die notwendige ökonomische Modernisierung Deutschlands ist ohne Umwelt- und Klimaschutz undenkbar” passen nicht zu einem Stopp der KWK-Förderung. Wer solche Sätze sagt, sollte auch danach handeln und nicht einem zukunftsträchtigen Bereich der Energiewirtschaft das vorzeitige Aus verordnen.”

Linktipps:

Foto: Das Kraftwerk steht in Wolfsburg und gehören dem VW-Konzern, beliefern aber auch Die Stadt Wolfsburg mit Energie und Fernwärme
Foto © Pixelio | Daniel Pfeiffenberger

» Aus für Kraft-Wärme-Kopplung?

Atomlobby und Umweltpolitik

Montag, den 28. Dezember 2009

Ob legitim oder nicht – Querverbindungen zwischen Politik und Wirtschaft sind allgegenwärtig. Nicht selten finden sich Ex- wie Noch-Politiker in den Aufsichtsräten und Beratungsgremien diverser Konzerne wieder und ehemalige Management-Eliten in führenden parteipolitischen Ämtern. Ein aktueller Fall ist die umstrittene Personalie für die Leitung der Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium.

Ex-E.ON-Manager wird Chef für Reaktorsicherheit

tommySDie Biographie von Gerald Hennenhöfer ist ein Paradebeispiel für munteres Ämter-Hopping. Von 1994 bis 1998 hatte der Mann schon einmal die Leitung der Abteilung für Reaktorsicherheit inne – übrigens unter der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel. Die Ära Helmut Kohl fand ihr Ende und Hennenhöfer einen neuen Job beim Energieriesen E.ON. Für selbigen handelte er als Generalbevollmächtigter den Atomausstiegsvertrag mit der rot-grünen Bundesregierung aus. Seit 2004 war Hennenhöfer als Anwalt für eine Kanzlei tätig, die unter anderem den Betreiber des umstrittenen Atommülllagers Asse vertrat. Und nun holt Bundesumweltminister Norbert Röttgen den ehemaligen Atom-Lobbyisten zurück ins alte Boot – sein Sessel dürfte noch warm sein.

Dass man hier den Bock zum Gärtner macht, ist einerseits wahr, andererseits etwas kurzsichtig. Denn möglicherweise will die aktuelle Bundesregierung ja genau den Garten haben, den Hennenhöfer ihr nun zurechtbuddeln wird. Sein Amt gilt als Schlüsselposten für sämtliche Berührungspunkte mit der Atomwirtschaft – vor allem hinsichtlich der anstehenden Verhandlungen über die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke. Positiv ausgedrückt könnte man sagen: Der Mann kennt beide Seiten. Gehandelt hat er allerdings immer nur für die eine. Während sich Opposition und Umweltverbände bereits auf dem Kriegspfad befinden, zeigt sich das Deutsche Atomforum zur Personalie kommentarlos zugeknöpft. Die Hände reibt man sich wohl lieber im stillen Kämmerlein.

Foto © Pixelio, tommyS

» Atomlobby und Umweltpolitik

Mitmachen – Energiesparmeister küren

Freitag, den 17. April 2009

Die Gewinner des Energiesparmeister-Wettbewerbs von “ZDF.umwelt”, Bundesumweltministerium und Klimaschutzkampagne stehen fest. Eine Jury hat die zehn besten Schulprojekte gekürt, die das Thema Energiesparen und Klimaschutz besonders innovativ und kreativ umgesetzt haben.

Start des Online-Votings für Platz eins

“ZDF.umwelt” sendet live aus “Gold-Schule”

Wald, HolzDer Wettbewerb ist noch nicht zu Ende: Nun sind die ZDF-Zuschauer aufgerufen, bis zum 27. April 2009 per Mausklick unter »www.energiesparmeister.de dasjenige Projekt auszuwählen, dem ihrer Meinung nach die “Goldmedaille” gebührt.

Die Gewinner des Wettbewerbs 2009 sind: die Schillerschule aus 79618 Rheinfelden und die Sophie-Scholl-Schule aus 72108 Rottenburg (beide Baden-Württemberg), aus Bayern das Dientzenhofer-Gymnasium aus 96052 Bamberg, das Gymnasium Neutraubling  aus 93073 Neutraubling und die Mathilde-Eller-Schule aus 80469 München; die Käthe-Kollwitz-Schule aus 30655 Hannover (Niedersachsen), die Emilie-Heyermann-Schule aus 53115 Bonn und das Steinhagener Gymnasium aus 33803 Steinhagen (beide Nordrhein-Westfalen); das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium aus Königs Wusterhausen in Brandenburg und die Gerhart-Hauptmann-Schule aus 06571 Roßleben in Thüringen.

Die zehn Energiesparmeister erhalten jeweils 5 000 Euro, eine Videokamera inklusive Schnittprogramm zur fortlaufenden Dokumentation ihrer Projekte sowie eine Projektpatenschaft mit renommierten Wirtschaftsunternehmen. Aus der “Gold-Schule”, die beim Online-Voting der Zuschauer auf Platz eins landet, wird “ZDF.umwelt” am Sonntag, 10. Mai 2009, 13.30 Uhr, eine Live-Sendung übertragen, in der auch über die anderen “Energiesparmeister 2009″ und ihre Projekte berichtet wird. Auch für die Teilnehmer am Online-Voting gibt es etwas zu gewinnen: Jeder, der seine Stimme abgibt, hat die Chance, eines von vier Fahrrädern sowie andere tolle Preise zu gewinnen.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb von “ZDF.umwelt“, Bundesumweltministerium und Klimaschutzkampagne fand bereits zum fünften Mal statt. Erstmals richtete sich der Fokus in diesem Jahr auf Energiesparprojekte an Schulen. Der Wettbewerb wurde kürzlich von der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” mit dem Status “offizielles Dekadenprojekt” ausgezeichnet.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Gewinnerschulen und ihren Projekten, zu den Patenfirmen und zur Abstimmung sind unter www.energiesparmeister.de abrufbar.

Foto © Pixelio | karl-heinz-liebisch

» Mitmachen – Energiesparmeister küren