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Mit Geothermie in die Zukunft?

Montag, den 17. Januar 2011

Klimafreundliche Energieversorgung ist ein wichtiges Thema, dass bei Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ganz oben auf der Agenda steht.

In Potsdam und Cottbus wird klimafreundliche Energieversorgung erforscht

  • Staatssekretär Braun: “Mit dem Netzwerk GeoEn bündeln wir hervorragende regionale Kompetenzen in Geowissenschaften und Energieforschung”

Bei der Suche nach umwelt- und klimaschonenden Konzepten der Energiegewinnung spielen auch heimische Georessourcen eine wichtige Rolle. Der brandenburgische Forschungsverbund GeoEn entwickelt insbesondere Technologien, um Geothermie und unkonventionelle Erdgasvorkommen zu erschließen und CO2 aus fossilen Kraftwerken abzuscheiden, zu transportieren und zu speichern (CCS-Technologie).
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Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Helge Braun, überreichte den Bescheid für die zweite Förderphase von GeoEn in Höhe von 5,77 Millionen Euro. Zuwendungsempfänger sind das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und die Universität Potsdam.

dr-helge-braun-200x168“GeoEn bündelt die hervorragenden Kompetenzen dieser drei großen Forschungseinrichtungen in den Geowissenschaften und der Energieforschung. Mit dem zweiten Förderbescheid stellt das BMBF den weiteren Ausbau von GeoEn zu einem leistungsfähigen regionalen Forschungsnetzwerk sicher”, sagte Braun in Cottbus. “Für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist es eine Kernaufgabe der nächsten Jahrzehnte, die Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die Klimaschutzverpflichtungen zu erfüllen. Politik und Wirtschaft brauchen die Ergebnisse der Wissenschaftler als Grundlage für ausreichende Handlungsoptionen. Dafür bauen wir in Deutschland entsprechende Forschungsstandorte auf”, betonte der Staatssekretär.

Weitere Informationen unter:

Foto © Ich, Pixelio.de | BMBF

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LEDs sind IN – Besser noch OLEDs

Donnerstag, den 9. September 2010

Glühlampen waren bislang die klassischen Leuchtmittel, zumindest in den eigenen vier Wänden. Glühlampen haben aber erhebliche Nachteile: Sie erzeugen zu viel Wärme, das heißt, die verbrauchen zu viel Energie. LEDs sind die Zukunft.

Das aus für die Glühlampe

Während klassische Glühlampen gerade nach und nach hier zu Lande aus den Wohnzimmern verschwinden, vermelden Forscher einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur Beleuchtung der Zukunft. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist es Wissenschaftlern der Philips Technologie GmbH in Aachen und der Technischen Universität Braunschweig gemeinsam gelungen, die weltweit erste mit Wechselstrom betriebene OLED-Leuchte zu entwickeln.

LEDs am Auto

Einsatz der LEDs in der Automobilindustrie

“Das ist ein ganz wichtiger Schritt – hin zu einer effizienteren Stromnutzung und hin zu dem Licht der Zukunft”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin. “Politik und Wirtschaft haben gemeinsam einen wichtigen Fortschritt erzielt.”

Organische LEDs, sogenannte OLEDs, sind Kunststofffolien, die leuchten, wenn sie unter Strom gesetzt werden. Sie konnten bisher nur durch Gleichstrom angesteuert werden, was für die Nutzung eine komplexe Vorschalt- und Regelungstechnik erforderlich macht. Durch die Neuentwicklungen der Forscher aus Aachen und Braunschweig können OLEDs zukünftig einfach und unkompliziert an die 220V-Netzversorgung im Haushalt angeschlossen werden.

Der Bedarf an neuartigen energiesparenden Beleuchtungstechniken wächst rasant. Gefragt sind Leuchtmittel, die wenig Energie und Ressourcen brauchen und umweltfreundlich sind. 20 Prozent der elektrischen Energie werden heute weltweit für Beleuchtungszwecke aufgewendet. Der Einsatz innovativer Festkörperlichtquellen, die um ein Vielfaches effizienter sind als Glühlampen, verspricht hier ein enormes Einsparpotenzial.

Foto Pixelio | Hartmut910

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Wettbewerb: Energie für Ideen

Freitag, den 4. Juni 2010

Deutschland ist ein Technologiestandort. Deshalb ist es wichtig, junge Forscher zu fördern. Wo gibt es Chancen für Deutschland, neue Ressource  zu erschließen? Natürlich im Energiebereich.

BMBF zeichnet Gewinner “Energie für Ideen” aus

  • Projekte werden mit je 10.000 Euro gefördert

Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs für Studierende “Energie für Ideen” stehen fest: Eine siebenköpfige, unabhängige Jury von Wissenschaftlern und Kommunikationsprofis hat die dreizehn besten Projektideen zur Vermittlung der Energieforschung ausgewählt.

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Gesucht wurden im Wissenschaftsjahr Energie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) exzellente Ideen von Studierenden, die Kindern und Jugendlichen verständlich machen, worum es bei der Energieforschung geht und was jeder für die Zukunft der Energie tun kann. Die nun ausgezeichneten Projektideen erhalten für die Realisierung der Projekte im Wissenschaftsjahr Energie jeweils 10.000 Euro.

“Die Spannbreite der beteiligten Unis und Fachhochschulen macht deutlich, Energie ist ein Thema das bewegt und uns alle angeht” sagt Bundesbildungsministerin Annette Schavan. “Die jungen Forscherinnen und Wissenschaftler stellen sich der Verantwortung. Sie wissen, dass auch sie gefragt sind, wenn es um die Zukunft der Energie geht.” Eingegangen sind Ideen aus allen Fächern und Disziplinen: Von der Elektrotechnik über Meteorologie und Klimatologie, von Soziologie und Produkt Design bis hin zu Jura. Zu den Gewinnern zählen unter anderem eine Klimakonferenz in Flensburg, der Bau einer Kleinstbiogasanlage mitten in Berlin, “Power Pflänzchen”, die Kinder das Thema Bioenergie mit allen ihren Sinnen erleben lassen, und eine Schnitzeljagd mit GPS-Geräten, die Jugendliche an Energie-Orte in Jena führt.

Mit dem seit 2007 in die Wissenschaftsjahre integrierten Wettbewerb für Studierende möchte das BMBF den direkten Dialog zwischen Hochschulen und der Öffentlichkeit zusätzlich stärken. Der Wettbewerb “Energie für Ideen” ist Teil des Wissenschaftsjahres 2010. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung der Energieforschung für die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung.

Linktipp:

Logo © BMBF

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ENERGETIKA 2010 – Mit Onlinespiel Energie sparen lernen

Mittwoch, den 26. Mai 2010

Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Jugendliche sensibilisieren, sorgfältig mit den Ressourcen umgehen. Eine pfiffige Idee ist der Einsatz eines Onlinespiels.

Energiemix der Zukunft gesucht!

Das Online-Spiel ENERGETIKA 2010 vermittelt Jugendlichen im Wissenschaftsjahr Energie spielerisch Zugang zur Energieforschung. Die Energieversorgung eines Landes endlich einmal selbst gestalten?

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Jetzt geht das – mit dem Online-Spiel Energetika 2010. Jugendliche ab 14 Jahren stehen vor der Herausforderung, die Stromversorgung in dem fiktiven Land Energetika bis 2050 sicherzustellen. Dafür gilt es, Kraftwerke zu bauen, Speicheranlagen zu planen und neue Technologien zu entwickeln. Doch nicht nur technisches Know-how, auch strategisches Geschick und nachhaltiges Denken sind gefragt, um die Bürger zufrieden zustellen, die Umwelt zu schonen und die wirtschaftliche Kraft des Landes zu erhalten.

100506_E2010_TAO_LogoPrintforWebDas Spiel ist eingebettet in ein Online-Portal, das Wissenswertes über technische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge der Energieversorgung bereit stellt. Außerdem können sich die Jugendlichen über die vielfältigen Berufsperspektiven, Ausbildungsmöglichkeiten und Forschungsaktivitäten in der Energiebranche informieren.

Energetika 2010 macht auf eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam: Wie können Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenarbeiten, um die Energieversorgung sicherzustellen? Erfinder des Online-Spiels ist die Stuttgarter Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung Dialogik GmbH. Sie hat die Parameter, die dem Spiel zugrunde liegen, entwickelt. Die Universität Stuttgart, das Forschungszentrum Jülich, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie andere Wissenschaftseinrichtungen waren an der Entwicklung beteiligt.

Das Online-Spiel Energetika 2010 ist eines von zahlreichen Angeboten im Wissenschaftsjahr Energie. Wie das Energiequiz oder die Energieroute der Museen soll es dazu beitragen, die öffentliche Diskussion über Energiethemen anzuregen und vor allem Kinder und Jugendliche für Forschung zu begeistern. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) darüber hinaus die Bedeutung der Wissenschaft für die dauerhafte, nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung veranschaulichen.

Linktipps:

Foto / Logo © DIALOGIK

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Hamburg und PETRA III

Montag, den 16. November 2009

Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitteilt, erhalten Forscherinnen und Forscher aus aller Welt in Hamburg ein neues Forschungsgerät der Superlative: Auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – einem Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft – ist am Montag die modernste Ringbeschleuniger-basierte Synchrotronstrahlungsquelle der Welt feierlich eingeweiht worden.

Startschuss für modernste Synchrotronstrahlungsquelle der Welt

Hamburg, Foto Kebschull

Hamburg, Foto Kebschull

Wissenschaftler erhoffen sich mit PETRA III grundlegend neue Einsichten in die Struktur der Materie. “Die Anlage bietet der Wissenschaft hier am Standort Hamburg einzigartige Perspektiven”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan zur Eröffnung. Die Ministerin würdigte die Leistung des Projektteams um Prof. Edgar Weckert, DESY-Direktor für die Forschung mit Photonen: “PETRA III wird nach knapp zweieinhalb Jahren Umbauzeit innerhalb des Kosten- und Zeitplans eingeweiht. Das ist vorbildlich. Ich bin sehr gespannt darauf, was Sie mit dem Röntgenlicht von PETRA III herausfinden werden.”

PETRA III eröffnet völlig neue Perspektiven, insbesondere im Bereich der Strukturbiologie, also zum Beispiel bei der Erforschung des Aufbaus von Eiweißmolekülen. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt der diesjährige Chemie-Nobelpreis, der zu einem Drittel Prof. Ada Yonath zuerkannt wurde, die von 1986 bis 2004 am PETRA III-Vorgänger DORIS III auf dem DESY-Campus die Struktur von Ribosomen entschlüsselt hat. “Ich begrüße die Pläne, in unmittelbarer Nachbarschaft zu PETRA III ein Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) aufzubauen”, sagte Ministerin Schavan. “Denn die Zusammenarbeit von Physikern, Biologen und Infektionsforschern bietet große Chancen für wichtige medizinische Anwendungen.”

“Mit PETRA III nehmen wir bei DESY die weltbeste Synchrotronstrahlungsquelle ihrer Art in Betrieb”, so Prof. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums. “Die hochenergetischen haarfeinen Röntgenstrahlen von PETRA III werden es Wissenschaftlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen ermöglichen, gestochen scharfe Bilder von Nano- und Biomaterialien zu erhalten, eine unabdingbare Voraussetzung für die Medikamente und Hochleistungsmaterialien von morgen.”

Linktipp:

Foto (c) Gerd Kebschull

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Grün erzeugt Strom

Montag, den 10. August 2009

Ministerin Schavan zeichnet 15 Gewinner des internationalen BMBF-Umwelt- technologiewettbewerbs aus. Sie sind die ersten “Grünen Talente”.

“Grüne Talente” aus aller Welt forschen für die Umwelt

(c) PixelioJuliana Aristéia de Lima und Zhou Minghua können sich “Green Talent” nennen. Beide haben zusammen mit weiteren internationalen Nachwuchswissenschaftlern den Umwelttechnologiewettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und richtet sich an herausragende wissenschaftliche Talente aus der Umwelttechnologie. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Forschungsarbeiten, die nachhaltig zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, schwindenden Energieressourcen und massiver Umweltverschmutzung beitragen können. Eine namhaft besetzte Expertenjury wählte insgesamt 15 Preisträger aus, die Ende August zu einem einwöchigen Wissenschaftsforum nach Deutschland eingeladen werden.

Dr. Aristéia de Lima forscht in Brasilien an Biopolymeren als Kunststoffersatz. Prof. Zhou hat sich bereits über 15 Verfahren patentieren lasse und untersucht in China, wie Abwasser zur  Energiegewinnung verwendet werden kann. Die beiden sind zwei von insgesamt 156 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 43 Ländern, die sich um einen der 15 Plätze beworben haben.

“Wir freuen uns über die hochqualifizierten Bewerbungen, die uns aus der ganzen Welt erreicht haben. Die positive Resonanz zeigt uns, dass international eine große Aufmerksamkeit für den Umwelttechnologiestandort Deutschland besteht. Durch den Wettbewerb “Green Talents” können wir dazu beitragen, dass zukunftsweisende Umwelttechnologien schneller auf den Weg gebracht werden”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Schirmherrin von “Green Talents”. “Gemeinsam Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen, ist das Leitmotiv dieses Wettbewerbs.”

Deutschland ist weltweit einer der führenden Umwelttechnologiestandorte. Anfang September besuchen die “Green Talents” deutsche Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen und lernen Vorzeigeprojekte aus unterschiedlichen Technologiefeldern kennen. Die Forumswoche endet mit einem Symposium, auf dem die “Green Talents” mit deutschen Nachwuchswissenschaftlern zusammentreffen. Jurymitglied Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), sagte: “Die Innovationskraft junger Wissenschaftler ist die Grundvoraussetzung für die Dritte Industrielle Revolution, die heute vor uns liegt. Dafür brauchen wir allen frischen Rückenwind, den wir bekommen können.”

Linktipp:

Foto Pixelio | Markus Kraft

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Gründungsveranstaltung zum Climate Service Center

Samstag, den 4. Juli 2009

Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer eröffnet Gründungsveranstaltung zum Climate Service Center. Ergebnisse der Klimaforscher sollen in Hamburg für Nutzer aufbereitet werden.

Lücke zwischen Klimawissenschaft und Nutzern der Klimaforschung

Das Wissen über den Klimawandel wird immer umfangreicher. Den Überblick zu behalten, und das Wissen richtig zu interpretieren wird für Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft deshalb zunehmend schwieriger. Hier soll nun ein neues Zentrum die bislang oft vorhandene Lücke zwischen Klimawissenschaft und den Nutzern der Klimaforschung schließen: das Climate Service Center (CSC). Zur Gründungsveranstaltung des CSC kamen am Donnerstag in Hamburg rund 400 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. “Von den Klimaforschern erhalten wir die klare Botschaft: Es gibt keine Zeit zu verlieren. Angesichts der Komplexität der Klimawissenschaft gibt es einen erheblichen Beratungsbedarf”, sagte Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Eröffnung der Tagung. “Sie sollen diesen wichtigen Transfer von Klimawissen zu den Nutzern des Wissens leisten. Ihre Aufgabe ist es, die Erkenntnisse der Klimaforschung für Entscheider aufzuarbeiten. Wir brauchen aussagekräftige Grundlagen für Entscheidungen in ganz unterschiedlichen Bereichen.”

Der Klimawandel stellt viele Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor völlig neue und oft gewaltige Herausforderungen: So benötigen Versicherer und Kreditinstitute beispielsweise bei der Übernahme von Risiken belastbare Informationen aus der Klimaforschung, die bei einer Kreditvergabe oder beim Abschluss einer Versicherung berücksichtigt werden müssen. Landwirte und Unternehmer müssen möglichst früh die Erkenntnisse aus der Klimaforschung in ihre Geschäftspolitik einbeziehen. Schließlich sind auch Politiker darauf angewiesen, dass das Wissen über den Klimawandel für sie so aufbereitet wird, dass sie es rechtzeitig für wichtige Weichenstellungen nutzen können.

Foto Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Energieeffiziente Stadt

Freitag, den 8. Mai 2009

Wettbewerb “Energieeffiziente Stadt” geht in die entscheidende Runde. Eine Stadt hat unzählige Möglichkeiten, Energie zu sparen. Diese simple Erkenntnis ist Ausgangspunkt für den Wettbewerb “Energieeffiziente Stadt” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der jetzt in die entscheidende Runde geht.

Meyer-Krahmer: “Welche Städte sparen am besten Energie?”

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Technologien und welche innovativen Dienstleistungen beim Energiesparen am meisten bringen. “Wir betrachten die Stadt als ein Gesamtsystem, das seinen Energieverbrauch auf vielen Wegen deutlich senken kann”, sagte Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer am Donnerstag in Hamburg, als er bei einem Kick-off-Meeting die zweite Phase des Wettbewerbs startete.

“Der Wettbewerb ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Und er ist ein sehr gutes Beispiel für die Hightech-Strategie, bei der die Umsetzung von Forschungsergebnissen und Innovationen im Mittelpunkt stehen.”

In der ersten Phase Ende vergangenen Jahres bewertete ein Expertengremium mehr als 70 Projektanträge. 15 Projekte wurden ausgewählt, die sich in Hamburg vorstellen. Die Wissenschaftler erhalten nun die Möglichkeit, ihre Konzepte weiter auszuarbeiten. Zu den Finalisten gehören große Städte wie Hamburg, mittelgroße wie Landau in der Pfalz und sehr kleine wie Göda in Sachsen. “Alle Finalisten zeichnen sich durch klare Merkmale aus”, sagte Meyer-Krahmer. “Sie fassen die Stadt als ein Gesamtsystem auf und haben innovative Ideen vorgelegt. Zudem sind die Konzepte nachhaltig angelegt, lassen sich gut umsetzen und auch auf andere Kommunen übertragen.”

Ein besonderer Aspekt des Wettbewerbs ist die Verbindung von Dienstleistung mit technologischen Entwicklungen als Forschungsgegenstand. Hiermit beschreitet das BMBF in seiner Forschungsförderung neue Wege. “Noch viel zu selten werden Dienstleistungen im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungen oder fachlichen Forschungsfragen als Forschungsgegenstand untersucht. Das wollen wir ändern”, sagte der Staatssekretär. Der Wettbewerb ist zugleich ein Pilotvorhaben für eine neue Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, mit der Dienstleistungsforschung stärker in andere Forschungsfelder einbezogen werden soll.

Für die zweite Phase des Wettbewerbs gibt das BMBF drei Millionen Euro aus. Im nächsten Jahr – nach Abschluss dieser Phase – werden aus den 15 jetzt geförderten Projekten drei bis fünf als Wettbewerbs-Gewinner für die Umsetzung ausgewählt.

Folgende Projekte gehen in die zweite Runde:

  • Historische Stadt Aachen – E³: Energieeinsparung 0 Energieeffizienz 0 Erneuerbare Energien
  • AGFW | Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. (Duisburg/Leipzig)
  • Wege in die energieeffiziente urbane Moderne – Entwicklung eines akteursorientierten kommunalen Energiemanagementsystems in Delitzsch
  • Energie- und Klimaschutzkonzept “Rheinknievillage” (Düsseldorf)
  • Klima-Initiative Essen
  • ENSO Energie Sachsen Ost AG (Göda)
  • Energieeffiziente Stadt, der Hamburger Weg: Ambitionierter Klimaschutz bei komplexen Entscheidungsstrukturen
  • Projektkonsortium Landau in der Pfalz
  • Im Osten geht die Sonne auf! Energie-räumliches Konzept für den Leipziger Osten
  • Magdeburg: EnergieEffiziente Stadt – Modellstadt für Erneuerbare Energien
  • Offene Innovationsprozesse für die energieeffiziente Stadt 2020+ (OFFIES 2020+), München
  • Energieeffizientes Oldenburg – Gemeinsam fit für die Stadt von Übermorgen
  • Energieeffiziente Stadt Schwäbisch Gmünd 2020
  • Stadt mit Energie-Effizienz  – SEE Stuttgart
  • Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Stadt Wolfhagen

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Foto Earth Hour“ 2009 “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”, Hamburg

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Energiesparen in Kommunen

Sonntag, den 4. Mai 2008

Wer etwas für den Klimaschutz tun will, der muss vor allem effizient mit Energie umgehen. Und was für jeden einzelnen ein Thema ist, das gilt auch für jede Stadt und jede Kommune.

Staatssekretär Meyer-Krahmer stellt eine neue Förderinitiative vor

Meyer-KrahmerUm Städten und Kommunen zu helfen, ihr Energiesystem zu analysieren und Energiesparpotenziale zu erkennen und besser als bisher auszunutzen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderinitiative “Wettbewerb Energieeffiziente Stadt” gestartet. Die teilnehmenden Städte sollen Strategien entwickeln, wie sie ihren Energiebedarf drastisch senken können – ausgerichtet an den Klimaschutzzielen der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 den Kohlendioxid-Ausstoß um 40 Prozent zu senken.

“Es ist eine große und spannende Herausforderung für die teilnehmenden Planungsexperten und Forscherteams, den Energiebedarf einer ganzen Stadt deutlich zu senken”, sagte Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer vor kurzem in Berlin. “Unkonventionelle Ideen und das Entwickeln kreativer Vorstellungen von der Umgestaltung einer ‘normalen’ in eine energieeffiziente Stadt sind dabei ausdrücklich erwünscht.” Innovative Strategien, neue Technologien und das Entwickeln neuer Dienstleistungen für mehr Energieeffizienz sind nach den Worten des Staatsekretärs für ein erfolgreiches Abschneiden im Wettbewerb entscheidend. Die geförderten Projekte sollten dementsprechend einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der die Stadt als zusammenhängendes Energiesystem in den Blick nimmt. Der Vernetzung zwischen unterschiedlichen Energieverbrauchsbereichen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Der Wettbewerb wird sich in unterschiedliche Phasen gliedern. Zunächst werden aus den einzureichenden Ideenskizzen 10 bis 15 ausgewählt, aus denen Konzepte und Modelle für die Umsetzung erstellt werden. Das Erarbeiten dieser Konzepte soll mit bis zu 200.000 Euro pro Projekt gefördert werden. Nach Abschluss dieser Konzeptphase werden aus den Umsetzungskonzepten drei bis fünf Gewinner ausgewählt. Deren Konzepte werden mit einer Fördersumme von jeweils bis zu 1 Million Euro pro Jahr über drei bis fünf Jahre verwirklicht. Erste Ergebnisse des Wettbewerbs wird das BMBF im Juli 2009 vorstellen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bmbf.de oder auf www.energieforschung-bmbf.de

Quelle: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

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