Earth Day am 22. April
22. April 2009 von Gerd KebschullDer Zukunftsrat Hamburg plädiert mit zahlreichen Forderungen an die Politik für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort. Eine umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie soll das Vorgehen steuern und messen. Damit wird auch ein Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit geleistet. Privat kann jeder einzelne durch das persönliche Konsumverhalten zur Nachhaltigkeit beitragen: „Klug kaufen, um die Erde zu schützen.“
Global denken, lokal handeln – auch in Hamburg!
“Tag der Erde”am 22. April 2009
Der Earth Day findet alljährlich am 22. April weltweit in über 150 Ländern statt. Das Earth Day-Motto, “Global denken, lokal handeln”, soll deutlich machen, dass es hier nicht nur um das heutige Wohlbefinden der Menschen geht. Gesunde Erde heißt gesunde Umwelt und lebenswerter Ort für die Zukunft. Dies bedeutet eine Verwirklichung der Visionen des UN-Erdgipfels in Rio 1992 in den Städten und Gemeinden, am Wohnort.
Den Initiatoren des Earth Day geht es darum, weltweit die Ziele der Agenda 21 von Rio zu realisieren. Mit demselben Ziel arbeitet der Zukunftsrat Hamburg unter dem Motto „Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können, überall auf der Welt“. Der Zukunftsrat Hamburg plädiert speziell für die Metropolregion Hamburg mit zahlreichen Forderungen an die Politik für eine nachhaltige Entwicklung. Dazu gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Ausgleich des sozialen Ungleichgewichtes in der Stadt, die Abwägung ökonomischer, ökologischer und sozialer Interessen in der Flächennutzung und Stadtplanung etc. Jedes Jahr misst der Zukunftsrat Hamburg anhand von Indikatoren (Hamburger Entwicklungsindikatoren Zukunftsfähigkeit – HEINZ), ob die Stadt sich in punkto Nachhaltigkeit verbessert oder verschlechtert hat.
Aktuell arbeitet der Zukunftsrat Hamburg dafür, dass die im Koalitionsvertrag angekündigte lokale Nachhaltigkeitsstrategie möglichst breit, verbindlich und ergebnisorientiert angelegt wird. Neben lokalen Fragen mit ausschließlichem Stadtbezug sollte eine Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie einen Beitrag zu einer globalen Nachhaltigkeit leisten. Eine solche Strategie muss aber Steuerungsinstrumente und Umsetzungsmaßnahmen - z.B. finanzielle Anreize, gesetzliche Regelungen etc. – nicht nur benennen, sondern auch einsetzen und ihre Wirkung überprüfen. Verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung einer solchen Nachhaltigkeitsstrategie sind vor allem Politik und Verwaltung, aber auch die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft. „Daher ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Agenda 21 fordert eine „Konsultation“ zwischen Staat und BürgerInnen zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene“, stellt der Zukunftsrat Hamburg fest.
Der Earth Day will aber auch Mut machen zum privaten Handeln. Unter dem Motto „Klug kaufen, um die Erde zu schützen“ ruft er auf, bewusst und nachhaltig zu konsumieren. Dazu gehören natürlich Energie sparen, die Entscheidung für fair gehandelte und Bio-Produkte genauso wie schadstoffarme Mobilität oder der Verzicht auf Wegwerfprodukte.
Unter dem Motto „Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken“ setzt sich der Zukunftsrat Hamburg dafür ein, beim Einkauf auf Produkte aus der Region zu achten. Gerade in einer Zeit der Globalen Wirtschaftskrise besinnen sich viele VerbraucherInnen auf den heimischen Markt, nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch beim Tourismus und Handwerk, im Energie-, Kunst- und Kulturbereich. Damit helfen sie, Transportwege zu vermeiden, neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Regionale Betriebe können die lokale Nachhaltigkeit in vielfältiger Weise fördern: z.B. durch den Erhalt von Kulturlandschaft mit den dort heimischen Pflanzensorten oder Tierrassen, durch die Vermittlung von Wissen über lokale Traditionen und gesunde Ernährung. Regionalität bedeutet, nachbarschaftliche Beziehungen zu stärken, für einander und die gemeinsame Umwelt Verantwortung zu übernehmen.
Foto Pixelio | Rainer Sturm
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Tags: Earth Day, Zukunftsrat Hamburg