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Bundeskanzlerin Angela Merkel in Lingen

29. August 2010 von Gerd Kebschull

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht auf ihrer Energie-Reise die „Atom-Stadt“ Lingen und die Medien (z.B. der Stern) springen dankbar mit auf den Zug. Worüber sollte man sonst in diesem Sommerloch berichten? Aber das Thema ist schon wichtig: Gibt es einen Ausstieg aus dem Ausstieg?

Atom-Dilemma: Wie geht es weiter mit der Atom-Politik?

Die Stadt Lingen an der Ems schreit hurra, denn natürlich wollen die Kommunen weiter an der Stromerzeugung mit verdienen.  Ärgerlich ist, dass der Steuerzahler, also wir alle, für die Erforschung der Energie zahlen und natürlich auch für die Altlasten aufkommen müssen (s.a. Asse auf Stromauskunft.de/blog).  Die Stromerzeuger drohen schon: Dann wird die Energie halt teurer.

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Die Bundesregierung versucht natürlich über die Brennelemetesteuer (wie auch immer das am Ende heißen wird), Geld in den Bundeshaushalt zu schaufeln. Die Stromerzeuger wollen lieber, dass dieses Geld, wenn es schon von ihnen „abgepresst“ wird, in „Erneuerbare Energien“ (EN) fließen soll. Kluger Schachzug, denn schon längst haben die Energieriesen erkannt, dass man auch hier Geld verdienen kann. Das Geld fließt also über einen Zwischenstopp zu den Stromerzeugern zurück.

Während der Michel sich noch die Augen reibt, wer letztlich hier das Rennen macht, habe die Stromgiganten das Geld schon wieder eingesackt.

Angela Merkel hat sogar meine Heimatgemeinde Emsbüren besucht. Die Emsflower stand auf dem Programm. Dort werden im großen Stil Blumen und Gartenpflanzen produziert. Im Frühstücksfernsehen hat der Emsflower-Chef  Bennie Kuipers sein neues Kraftwerk vorgestellt. Die Gewächshäuser werden mit eigener Biowärme und mit einem Naturholzkraftwerk beheizt. Als Energieträger werden Holzschnittabfällen aus der Umgebung eingesetzt. Eine kluge Lösung, die zur Nachahmung  anregt.

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Foto © Pixelio | Bernd Boscolo

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Eine Reaktion zu “Bundeskanzlerin Angela Merkel in Lingen”

  1. Gerd Kebschull

    Wie WELT heute berichtet, dauert der Ausstieg aus dem Ausstieg zehn bis 15 Jahre. Wenn man A. Merkel glauben darf…

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