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Ärger in Asse

16. September 2008 von Gerd Kebschull

Wenn es nicht so traurig wäre, würde man Asse als Posse abtun. Irgendwie hat man verstanden: Ohne Atomenergie geht es nicht – oder, wir müssten den Kalender 100 Jahre zurückstellen. Aber wenn schon Atomstrom – dann richtig. Dann sollen die Politiker der Atomenergiewirtschaft klare Vorgaben machen. Nicht nur Abzocken – und am Ende zahlt wieder der Kunde, der Bürger.

Sondersitzung zu Missständen wegen Atommülllager Asse II

Berlin: (hib/VOM) Die Missstände im Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) sind Anlass einer gemeinsamen Sondersitzung des Ausschusses Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie des Ausschusses für Bildung, Forschung und Folgentechnikabschätzung am Dienstag, dem 16. September.

(c) Pixelio

Beantragt hat die Sitzung die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Ob die um 14 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses beginnende Sitzung öffentlich ist, soll zu Beginn der Sitzung entschieden werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) wollen den Angeordneten über Hintergründe und Konsequenzen des Statusberichts des niedersächsischen Ministeriums Umwelt und Klimaschutz informieren. In dem ehemaligen Salzbergwerk lagern seit 1967 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll. Weil seit Jahren Salzwasser in den Stollen einbricht (ist ja normal in einem Salzbergwerk, Anmerkung der Redaktion), gilt es als einsturzgefährdet. Zudem wurde darin im Juni dieses Jahres radioaktiv kontaminierte Salzlauge entdeckt. Unklar ist, wie lange das Atommülllager noch sicher betrieben werden kann. In einem Statusbericht vom 2. September dieses Jahres hatte das niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz bestätigt, dass im Stollen kein hochradioaktiver Abfall lagert. Das Ministerium habe jedoch erstmals im Juni 2006 von den kontaminierten Laugen und erst im Juni dieses Jahres erfahren, dass spezifische Grenzwerte überschritten wurden (das Auto wird alle zwei Jahre vom Tüv geprüft, ein Endlager wie oft?, Anmerkung der Redaktion).

Quelle: Deutscher Bundestag :: Foto: Pixelio | Olaf Schneider

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Gerd Kebschull bloggt für StromAuskunft seit dem Jahr 2006. Du kannst Ihm auch auf Google+ folgen.

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Eine Reaktion zu “Ärger in Asse”

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