Kampf der Sparlampen

Die Glühlampe ist tot, es lebe die… ja, was eigentlich? Lange Zeit galt die Kompaktleuchtstofflampe – im Volksmund auch Energiesparlampe genannt – als der designierte Nachfolger der vom Aussterben bedrohten Glühfunzel. Mittlerweile kennt der Markt allerdings Alternativen. Und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Stiftung Warentest vergleicht Beleuchtungssysteme

Thorben WengertDie Energiesparlampe hat seit ihrer schritt- aber eben auch zwangsweisen Einführung schon so manchen kritischen Bugtreffer einstecken müssen. Wurden zu Beginn des Glühlampenausstiegs noch hitzige Debatten über Preis und Lichtqualität der alternativen Stromsparer geführt, befinden wir uns nunmehr tief im Sumpf der Quecksilber-Diskussion. Energiesparlampen vergiften Mensch und Umwelt, sagen die Kritiker, die Hersteller halten eine niedrige Konzentration und weitestgehende Bruchsicherheit der Leuchten dagegen. Wie auch immer, Recht hat letztlich der Kunde – und der kann mittlerweile mehr als nur ein Produkt kaufen. Deshalb hat die Stiftung Warentest im jüngsten Sparlampen-Vergleich (Ausgabe 03/2011) auch gleich drei Beleuchtungssysteme gegeneinander antreten lassen. Ring frei für: Energiesparlampen vs. LED-Leuchten vs. Halogenglühlampen.

Der Halogentechnik erteilten die Tester eine überdeutliche Abfuhr – die zwei geprüften Leuchten kamen nicht über die Endnoten “ausreichend” und “mangelhaft” hinaus. Grund: Der Stromverbrauch ist so hoch, dass man hier kaum von energiesparend sprechen kann. Im Vergleich zu wirklich effizienten Sparlampen ziehen die Halogenmodelle rund dreimal so viel Saft. Einziger Vorteil dieses Systems ist die hervorragende Farbechtheit des Lichts. Wer also seinen Rembrandt stilgerecht ausleuchten möchte, greift zu, alle anderen lieber nicht. Die Stärken der klassischen Energiesparlampe liegen laut Stiftung Warentest im günstigsten Preis und in der besten Helligkeit. In Sachen Farbechtheit lässt die Kompaktleuchtstofflampe allerdings Federn. Als bestbewertete Energiesparlampe erhielt eine Leuchte von Osram die Endnote 2,0. Der Testsieg ging, nicht zum ersten Mal, an die LED-Technik. Zwei Modelle der Hersteller Toshiba und Philips wurden mit der Gesamtnote 1,6 gekrönt, weil sie die beste Mischung aus Energieeffizienz und Lichtqualität boten. Zudem zeichnen sich LED-Lampen gemeinhin durch die im Vergleich zu anderen Systemen verlässlichste Schaltfestigkeit aus.

Ein Wort noch zum Preis. Wer denkt, die Testsieger in den Kategorien Energiesparlampe (Osram Dulux Superstar Mini Ball für 11 Euro) und LED-Leuchte (Toshiba E-Core für 15 Euro) seien bereits unverschämt teuer, der lese jetzt besser nicht weiter. Denn die zweitplatzierte LED-Lampe Philips Econic kostet satte 59 Euro. Stromspareffekt und Langlebigkeit hin oder her – bei solchen Preisen gehen definitiv die Lichter aus.

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

Über den Author

Björn Katz ist Nachrichten-Redakteur und Blog-Autor. Er schreibt seit 2008 für StromAuskunft.

Kommentare

  1. Jana meint

    Natürlich schreckt ein hoher Preis erstmal ab, jedoch sparen Energiesparlampen ja eben auch enorm viel Strom und damit Geld ein. Daher sollte man doch lieber mal eine langfristige Investition machen und damit auf nachhaltige Art und Weise Geld sparen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *