Stromversorger: Höhere Erlöse
Montag, den 3. Januar 2011… titelt die Bild-Zeitung. Dazu passt dann noch: 2011 weniger Netto für alle. Wer denkt, im nächsten Jahr könnten wir bei den Stromkosten einmal die Preisspirale nach unten drehen, hat sich getäuscht.
So zocken uns die Strom-Multis ab
Schreibt die Bild-Zeitung. Die Grünen erklären uns: Stromkonzerne kassieren lieber als zu sparen.
Preispolitik der Stromkonzerne stößt auf wachsende Kritik. Haben wir eine Chance uns zu wehren? Wie heute (ZDF) in der Sendung am 28.12.2010 berichtete, wurden zwei Milliarden Euro “zu viel” abgerechnet.
Die ZDF Sendung Heute rät den Stromanbieter zu wechseln. Was dabei zu beachten gibt, haben wir bei uns im Blog schon oft beschrieben. Wichtig ist es, den richtigen neuen Stromanbieter zu finden. Gute Tipps gibt es auch von Wechslern im Stromforum.
Die Verbraucherzentralen empfehlen zu diesem Thema auf ihrer Homepage einige Stromrechner, unter anderem auch den von stromauskunft.de.
Aigner: Strompreise vergleichen und Anbieter wechseln
- Neue kostenlose Service-Karte des Bundesministeriums gibt Verbrauchern wichtige Hinweise und Tipps für den Anbieterwechsel
Zahlreiche Strom- und Gaslieferanten haben angekündigt, die Preise zum Jahreswechsel zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund rät Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner den Kundinnen und Kunden, Preise und Vertragsbedingungen genau zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. „Es gibt knapp 900 Stromanbieter – und viele davon halten ihre Preise stabil. Mehrere Gasversorger wollen ihre Preise sogar senken. Verschiedene Internetportale, die Verbraucherzentralen oder die Stiftung Warentest helfen den Verbrauchern, die Preise zu vergleichen“, betonte Aigner in Berlin.
Weitere Tipps finden sich auf der neuen Checkkarte des Bundesverbraucherministeriums zum Strom- und Gasanbieterwechsel. Die Karte kann kostenlos ausgedruckt und herunter geladen werden auf der Internetseite www.bmelv.de
Foto © S. Hofschlaeger / PIXELIO
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden Anfang der Woche mitteilte, haben deutsche Haushalte ihren privaten CO2-Ausstoß im zurückliegenden Jahrzehnt deutlich gesenkt. So hat jeder Bundesbürger im letzten Jahr durchschnittlich 7,5 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet – und damit eine halbe Tonne weniger als noch zum Milleniums-Beginn. In die CO2-Bilanz jedes Einzelnen fließen dabei nicht nur die persönlichen Verbrauchswerte in Sachen Strom, Heizenergie und Benzin ein, sondern auch die Menge an Kohlendioxid, die anfällt, wenn sonstige Waren und Güter produziert und konsumiert werden. So setzten deutsche Haushalte in 2009 insgesamt 618 Millionen Tonnen CO2 frei, aber nur ein knappes Drittel davon wurde direkt, beispielsweise beim Heizen oder Autofahren, ausgestoßen. Ganze zwei Drittel fielen durch die Herstellung von Gütern an, die private Haushalte konsumieren. Und dies, aufgrund der globalen Märkte, auch zu einem bedeutenden Teil im Ausland. Nichtsdestotrotz: Anno 2000 belasteten die deutschen Haushalte das
Bis zuletzt hatte die versammelte Atomgegnerschaft Mann und Maus aufgeboten, um Christian Wulff mit allen argumentativen Mitteln von der Gesetzesunterzeichnung abzubringen. Das Wort “verfassungswidrig” beherrschte sämtliche Proteste – und so wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Aber konnte man wirklich ernsthaft damit rechnen, dass der Bundespräsident einem Gesetz der eigenen Partei seine Unterschrift verweigert? Eher nicht. Wo Gauck und vielleicht sogar Köhler zumindest noch kurz die Hand gezittert hätte, bleibt Wulff mit Sicherheit auf Kurs, das wusste man. Also ließ das Präsidialamt am gestrigen Mittwoch feierlich verlauten, der Bundespräsident habe “nach intensiver und sorgfältiger Prüfung” keine verfassungsrechtlichen Einwände gegen das Gesetz. Genau genommen hat Wulff vier Gesetzesentwürfe unterzeichnet. Neben der Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Meiler um durchschnittlich zwölf Jahre umfasst das Paket auch die neue Atomsteuer, den Fonds zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie die weitere Erkundung des Salzstocks Gorleben in Sachen Endlagersuche. Trotz allen Triumphs dürften die Atomkonzerne vor allem bezüglich der finanziellen Neuregelungen wenigstens ein kleines Tränchen verdrückt haben. Bis 2016 sollen sie nämlich im Rahmen der Atomsteuer 2,3 Milliarden Euro pro Jahr an die Staatskasse löhnen. Hinzu kommen jährlich 1,4 Milliarden für den neuen Ökoenergiefonds, in den nach dem Auslaufen der Steuer 2017 nochmals bis zu 15 Milliarden fließen sollen. Alles in allem will die Bundesregierung aus den längeren Laufzeiten rund 30 Milliarden Euro und damit bis zu 50 Prozent der erwarteten Zusatzgewinne abschöpfen. Goodbye, billiger Atomstrom.


Die von allen Verbrauchern – egal ob 
Der aktuellen Forderung der EU-Kommision, die Subventionen für den hiesigen Steinkohlenbergbau bereits binnen vier Jahren einzustellen, wollen sich deutsche Politiker auf breiter Front widersetzen. So sprach sich am vergangenen Freitag der Bundesrat klar gegen ein vorgezogenes Ende der Kohleförderung aus. Das ursprüngliche Ausstiegsdatum 2018 war zwischen dem Bund, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sowie der Gewerkschaft IG BCE und der Kohle-Stiftung RAG vereinbart worden. Speziell die steinkohlefördernden Bundesländer fühlen sich von der EU vor unvollendete Tatsachen gestellt und kritisieren ein frühes Ende der Kohlesubventionen als sozial unverträglich. Sowohl Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) als auch Hannelore Kraft (SPD), Landeschefin in NRW, setzen sich vehement für ein Festhalten am ursprünglichen Zeitplan ein. “Es geht um die Glaubwürdigkeit der Politik und um Verlässlichkeit. Darauf verlassen sich die Menschen, die im Bergbau arbeiten, die vom Bergbau leben”, warnt Kraft und prophezeit für den Fall des Förderungsausstiegs 2014 massive betriebsbedingte Kündigungen. Rückenwind erhält man dabei auch von höchster Stelle, denn Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits angekündigt “auf allen Kanälen” gegen die Zielsetzung der EU-Kommission kämpfen zu wollen.