stromblog

Stromtarife, Stromanbieter, Nachrichten, Spartipps und mehr

Archiv der Kategorie ‘News‘

Sturm gegen das Energiekonzept

Mittwoch, den 8. September 2010

Beim dem verabschiedeten Energiekonzept gibt es scheinbar nur Verlierer. Für die einen ist die Laufzeitverlängerung nicht lang genug, die anderen fürchten um ihre Investitionen. Gehen die Erneuerbaren Energien sprichwörtlich den Bach herunter?

Atomdeal macht Energiekonzept zur Farce

  • Erneuerbaren-Branche fürchtet Investitionseinbruch

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert das beschlossene Modell zur Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke scharf. „Nun ist die Katze aus dem Sack, die Atommeiler sollen bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben, als im Atomkonsens von 2000 festgelegt. Damit wird das lang angekündigte Energiekonzept der Bundesregierung endgültig zur Farce“, urteilt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Atomlobby habe sich mit ihren dreisten Forderungen auf ganzer Linie durchgesetzt. „Mit ihrer Klientelpolitik für die vier großen Stromkonzerne gefährdet Angela Merkel zukunftsweisende Milliardeninvestitionen in Erneuerbare Energien. Das Nachsehen haben alle diejenigen, die ernsthaft an einem zukunftsfähigen Energiesystem arbeiten.“

Windrad Sonnenuntergang (c) Pixelio

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann: „Mit dieser Entscheidung zementiert die Bundesregierung nicht nur erneut das Oligopol der Stromkonzerne. Sie zwingt die vier großen Konzerne durch die zusätzliche Abgaben in ihre eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren. Damit verhindert die schwarz-gelbe Koalition bewusst für weitere Jahrzehnte einen fairen Wettbewerb auf dem Strommarkt.”

Verlierer sind die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Aber auch viele kleine Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen und Kommunen. Allein im Jahr 2009 trugen die Erneuerbaren in Höhe von 6,7 Milliarden Euro zur kommunalen Wertschöpfung bei.

Der BEE appelliert daher erneut an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, sich diesem energiepolitischen Irrweg nicht anzuschließen und stattdessen weiter auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu setzen.

Foto © Pixelio | Andrea Kusajda

» Sturm gegen das Energiekonzept

Zwölf zusätzliche Jahre Atomkraft

Montag, den 6. September 2010

Noch in der vergangenen Nacht haben sich die Spitzen der Regierungskoalition auf eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke von im Schnitt zwölf Jahren geeinigt. Damit ist die bis dato geltende Atomausstiegsvereinbarung endgültig gekippt.

Regierung beschließt neues Atomkonzept

Bernd BoscoloDie Vertreter von Union und FDP einigten sich gestern nach mehrstündigen Verhandlungen im Kanzleramt auf eine gestaffelte Laufzeitverlängerung. Ältere Meiler sollen demnach acht Jahre, jüngere Reaktoren bis zu 14 Jahre länger als ursprünglich geplant am Netz bleiben. Im Gegenzug werden die Kraftwerksbetreiber eine Brennelementesteuer von jährlich 2,3 Milliarden Euro sowie einen Sonderbeitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien entrichten. Die Besteuerung der Atomkonzerne ist allerdings auf sechs Jahre befristet, womit die Hälfte der veranschlagten Laufzeitverlängerung praktisch als Reingewinn zu Buche schlägt. Experten zufolge erwirtschaftet ein abgeschriebenes Atomkraftwerk zwischen ein und zwei Millionen Euro pro Tag. Insgesamt rechnet die Bundesregierung mit Einnahmen in Höhe von 15 Milliarden Euro durch die verlängerten Laufzeiten.

Der vorläufige Ausstieg aus dem Atomausstieg ist damit zwar beschlossen, aber noch lange nicht rechtskräftig. Der übliche Ablauf sieht in einem nächsten Schritt eigentlich die Zustimmung des Bundesrates vor. Da dieser aber nicht länger in schwarz-gelber Hand liegt und das neue Atomkonzept daher nicht mehrheitsfähig ist, plant die Regierung die Länderkammer in dieser Sache zu umgehen. Ob dies rechtlich möglich ist, darüber scheiden sich derzeit die Geister. Vertreter von SPD und Grünen haben bereits gestern eine etwaige Klage beim Bundesverfassungsgericht angekündigt, sollte Schwarz-Gelb die verlängerten Laufzeiten am Bundesrat vorbeischleusen wollen.

Foto © Pixelio, Bernd Boscolo

» Zwölf zusätzliche Jahre Atomkraft

Neue Fernseher auf der IFA

Mittwoch, den 1. September 2010

Wie WISO in der aktuellen Ausgabe vom Montag berichtet, können die bunten, neuen Fernseher meist recht sparsam betrieben werden. Oft ist aber der Satelliten-Receiver dann der Stromfresser. Noch vor der Internationalen Funkausstellung (IFA, 03.-08. September in Berlin) versucht man die “alten” Geräte an den Mann zu bringen.

Die heimlichen Stromfresser

Die IFA in Berlin wird wie jedes Jahr ein großes Spektakel sein. Für uns Verbraucher eine wichtige Messe, auch wenn wir nicht live vor Ort sind. Denn hier werden die neuen Trends und Geräte präsentiert.

IFA-Logo_540

IFA, Messe BerlinNatürlich nimmt das neue IPhone mit seinen Apps einen besonderen Stellenwert ein. In der IFA iZone in Halle 15.1/16 präsentieren Software- und App-Hersteller ihre neuen Produkte und Innovationen für diesen neuen Markt.
Die neuen Notebooks (z.B. Acer Aspire One D260) sollen mit einer Laufzeit von bis zu acht Stunden einen ganzen Arbeitstag durchhalten. Die neue bunte Welt der LED-Displays punkten mit einem Stromverbrauch von weniger als einem Watt im Standby-Betrieb.

Wer sich also jetzt ein neues Elektrogerät zulegen will, sollte aufpassen, dass man keinen stromfressenden Ladenhüter kauft.

Foto © Pressefotos IFA Berlin
Miss IFA begrüßt Kinderliebling „Bob der Baumeister“ (Super RTL/Halle 7.2a), Marie Sann, die berühmte Manga-Zeichnerin sowie Cosplayerin (Young IFA/Halle 7.2c) und den Zauberer Cody Stone (Super RTL/Halle 7.2a), bei der IFA Auftakt Pressekonferenz.

» Neue Fernseher auf der IFA

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Lingen

Sonntag, den 29. August 2010

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht auf ihrer Energie-Reise die „Atom-Stadt“ Lingen und die Medien (z.B. der Stern) springen dankbar mit auf den Zug. Worüber sollte man sonst in diesem Sommerloch berichten? Aber das Thema ist schon wichtig: Gibt es einen Ausstieg aus dem Ausstieg?

Atom-Dilemma: Wie geht es weiter mit der Atom-Politik?

Die Stadt Lingen an der Ems schreit hurra, denn natürlich wollen die Kommunen weiter an der Stromerzeugung mit verdienen.  Ärgerlich ist, dass der Steuerzahler, also wir alle, für die Erforschung der Energie zahlen und natürlich auch für die Altlasten aufkommen müssen (s.a. Asse auf Stromauskunft.de/blog).  Die Stromerzeuger drohen schon: Dann wird die Energie halt teurer.

300404_R_by_Bernd-Boscolo_pixelio_540
Die Bundesregierung versucht natürlich über die Brennelemetesteuer (wie auch immer das am Ende heißen wird), Geld in den Bundeshaushalt zu schaufeln. Die Stromerzeuger wollen lieber, dass dieses Geld, wenn es schon von ihnen „abgepresst“ wird, in „Erneuerbare Energien“ (EN) fließen soll. Kluger Schachzug, denn schon längst haben die Energieriesen erkannt, dass man auch hier Geld verdienen kann. Das Geld fließt also über einen Zwischenstopp zu den Stromerzeugern zurück.

Während der Michel sich noch die Augen reibt, wer letztlich hier das Rennen macht, habe die Stromgiganten das Geld schon wieder eingesackt.

Angela Merkel hat sogar meine Heimatgemeinde Emsbüren besucht. Die Emsflower stand auf dem Programm. Dort werden im großen Stil Blumen und Gartenpflanzen produziert. Im Frühstücksfernsehen hat der Emsflower-Chef  Bennie Kuipers sein neues Kraftwerk vorgestellt. Die Gewächshäuser werden mit eigener Biowärme und mit einem Naturholzkraftwerk beheizt. Als Energieträger werden Holzschnittabfällen aus der Umgebung eingesetzt. Eine kluge Lösung, die zur Nachahmung  anregt.

Linktipps:

Foto © Pixelio | Bernd Boscolo

» Bundeskanzlerin Angela Merkel in Lingen

Vortrag – Geht uns das Wasser aus?

Donnerstag, den 19. August 2010

Sauberes Trinkwasser ist für uns selbstverständlich. Wir öffnen einfach den Wasserhahn und können auf große Mengen Trinkwasserzugreifen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, wird uns zurzeit über die Medien in Pakistan gezeigt. Klima, Energie und Wasser habe eine hohe Affinität.

Klima, Strom Wasser

Vortrag von Prof. Dr. Markus Quante

„Geht uns das Wasser aus? Über die Verfügbarkeit der wichtigsten Naturressource und ihre wechselseitige Abhängigkeit vom Klima“, am
Dienstag, den 07.9.2010, um 19 Uhr, im Rudolf-Steiner-Haus (Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg).
Der Eintritt ist frei.

Wasser eine der wichtigsten Naturressource

Klima und Wasser sind auf der Erde untrennbar miteinander verbunden. Der fortschreitende Klimawandel wird zu weiteren Veränderungen im globalen Wasserkreislauf führen, die regionalhöchst unterschiedlich ausgeprägt sein werden.

474106_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio_540

In der Tendenz zeichnet sich eine Verschärfung der Situation ab für Regionen, die auch jetzt schon unter Wasserknappheit leiden. Die Verfügbarkeit von sauberem Wasser ist eine essentielle Lebensgrundlage für uns Menschen, aber weltweit leben eine Milliarde Menschen gänzlich ohne Zugang zu sauberem Wasser und bis zu 2,6 Milliarden Menschen ohne ausreichendes Sanitärwasser. Erst jetzt – 60 Jahre nach der Deklaration der Menschenrechte – hat Ende Juli die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution zum Recht auf sauberes Wasser und sanitärere Grundversorgung angenommen.

Mit dem Klimawandel einhergehende prognostizierte Veränderungen betreffen auch die Intensität und Dauer von Dürreperioden. Aber zu viel Wasser zur falschen Zeit kann für ganze Regionen ebenfalls katastrophale Folgen haben, wie es jüngst in Pakistan zu sehen war. Der Vortrag wird die Rolle des Wassers im Klimasystem beleuchten und die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die zukünftige Verfügbarkeit von Süßwasser vor dem Hintergrund verschiedener sozioökonomischer Szenarien darlegen.

Foto © Pixelio | Rainer Sturm

» Vortrag – Geht uns das Wasser aus?

Strom und Geld fließt reichlich

Montag, den 16. August 2010

Die Wirtschaft zieht an und alle freuen sich. Natürlich wird auch wieder mehr Strom benötigt, dass treibt leider den Preis hoch. Der “normale” Verbraucher kann sich nicht wehren. Doch! Man könnte mal prüfen, wie teuer der Strom bei anderen Anbietern ist.

RWE bestätigt die Prognose für 2010

  • Betriebliches Ergebnis steigt in den ersten sechs Monaten um 21 %
  • Nachhaltiges Nettoergebnis im ersten Halbjahr um 23 % erhöht

RWE ist im ersten Halbjahr 2010 auf Erfolgskurs geblieben und steuert zum Jahresende auf ein erfreuliches Ergebnis zu. Das betriebliche Ergebnis stieg in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf knapp 5 Mrd. Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis – maßgeblich für die Dividende – erhöhte sich um 23 % auf 2,7 Mrd. Euro.

Strom- und Gasabsatz deutlich gestiegen

Der Außenabsatz von Strom und Gas hat sich im Halbjahres-Vergleich erhöht. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf die Erstkonsolidierung von Essent zurückzuführen. Der Stromabsatz des RWE-Konzerns stieg um 8 % auf 155,3 Mrd. kWh, der Gasabsatz um 37 % auf 230,8 Mrd. kWh.

473224_R_K_B_by_Marko-Greitschus_pixelio_537

2,5 Mrd. Euro in Sachanlagen investiert

RWE hat seine Investitionen in Sachanlagen um 17% auf 2,5 Mrd. Euro gesteigert. Sachinvestitionen fließen derzeit in großem Maße in den Ausbau von CO2-armer Erzeugungskapazität in den Kernmärkten und erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt Wind und Biomasse. RWE Dea wird in den kommenden zwei Jahrzehnten 3,6 Mrd. US-$ in neue Gasfelder vor der Mittelmeer-Küste Ägyptens investieren. Dies ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von RWE Dea. Die Produktion soll 2014 anlaufen.

Ausblick 2010

Die wirtschaftliche Erholung dürfte sich auch im laufenden Jahr weiter festigen. Der Konzern rechnet mit Zuwächsen beim Absatz in allen RWE-Strom- und Gasmärkten. Vor diesem Hintergrund hält RWE an der Prognose für 2010 fest.

Linktipps:

Foto © Pixelio | Marko Greitschus

» Strom und Geld fließt reichlich

E-Roller-Test – Wie weit reicht der Strom?

Sonntag, den 8. August 2010

Mit einem Elektroroller zur Schule zu fahren, ist nicht nur cool sondern entlastet auch das Schüler-Konto. Denn den Strom holt man sich ja “kostenlos” aus der Garagensteckdose.

Der ADAC hat getestet – Licht und Schatten

InnoScooter EM 2500-Lithium _(c)_presse289Mit einem Elektroroller unterwegs zu sein, ist kein preiswertes Vergnügen. Immerhin müssen erst einmal zwischen 1780,- (ELBIKE, 01 Modell 2010) und 2995 Euro (e-sprit Silenzo) auf den Tisch des Hauses gelegt werden. Das TopModel InnoScooter EM 2500-Lithium kostet sogar 3690 Euro. Aber dann ist man preiswert unterwegs, denn “getankt” wird immer an der heimischen Steckdose. Den Strom zahlen ja Papa und Mama. Die Ladezeiten betragen zwischen nur drei Stunden (Reichweite etwa 21 Kilometer) bis zwölf Stunden für etwa 60 Kilometer.

Der ADAC hat durchweg mindestens befriedigende Noten vergeben können. Er bemängelte aber, dass zwischen der Angabe des Herstellers für die Reichweite und der tatsächlich zurückgelegten Strecke eine große Diskrepanz herrscht.

Um dieses chice Gefährt bewegen zu können, muss der Pilot mindestens 16 Jahre alt sein und den Führerschein der Klasse M besitzen. Fünf der getesteten E-Roller sind sogar Zweisitzer. Damit kann man dann lautlos seine Freundin nach Hause bringen, die Eltern werden nicht aufgeweckt, falls man zeitlich nicht ganz so im grünen Bereich sein sollte.

Linktipps:

Foto (c) InnoScooter

» E-Roller-Test – Wie weit reicht der Strom?

TV: ZDF-”Länderspiegel-Reportage”

Dienstag, den 20. Juli 2010

Jeder ärgert sich über die zu hohen Energiepreise. Man ist den Stromanbietern hilflos ausgesetzt. Nicht wenn man Selbstversorger ist. Kann man sich unabhängig machen von den Energieriesen? Dieser interessanten Frage ist die Serie ZDF-”Länderspiegel-Reportage” nachgegangen.

Energie Do-it-yourself

  • Bürger nehmen Energieversorgung selbst in die Hand
  • ZDF-”Länderspiegel” berichtet über Initiativen ganzer Gemeinden

IMG_6191_Windrad_Kebschull_479x640Während die Politik in diesem Sommer über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken streitet, schaffen die Deutschen Fakten mit ihrer ganz privaten Energiewende. Die ZDF-”Länderspiegel” -Reportage “Sonne, Wind und Biogas – Wie die Deutschen die Energiewende anpacken” am Samstag, 24. Juli 2010, 17.20 Uhr, berichtet über Initiativen von Aachen bis Görlitz, von Flensburg bis Garmisch. Wissenschaftler sprechen von einer “Volksbewegung Energie”. Allen Projekten ist gemeinsam: Die Bürger wollen umweltfreundliche Energiequellen nutzen und selbst über ihre Vorhaben entscheiden. Und: Die neue Energie muss sich rechnen – über kurz oder lang.

Die “Länderspiegel”-Reporter Isabelle Tümena, Martin Cordes, Jo Schück und Cornelia Donath haben die neuen Energie-Macher in ganz Deutschland besucht. Im hessischen Burgjoß besuchen sie eine Gemeinde, die sich ganz in Eigenregie ein Fernwärmenetz mit einem gemeinsamen Holzhackschnitzelwerk baut. Der Frisör im Ort hatte die Idee und konnte seine Mitbürger von den Vorteilen überzeugen.

Auf Pellworm stellt sich eine ganze Nordseeinsel den neuen Energiezeiten – inklusive Urlaubern, die ganz entspannt das Öko-Ferienziel genießen. Das “Länderspiegel”-Team trifft Bürger, die sich ihren eigenen Windpark gekauft haben oder in Großstädten zusammen mit anderen an ihrem energiesparenden Traum vom Wohnen bauen.

In Brandenburg begegnen die Reporter einem Unternehmer, der neue Arbeitsplätze geschaffen hat, indem er erneuerbares Energieholz anbaut und verarbeitet. In Bayern erleben sie ein ganzes Dorf im Solarboom. Neben Solarverein und Mini-Wasserkraftwerk steht dort auch ein privates “Solarkraftwerk”: ein Haus mit riesigen Solarkollektoren, das sich mit der Sonne mitdreht.

Foto (c) Gerd Kebschull

» TV: ZDF-”Länderspiegel-Reportage”

Politik will Atomprofite

Dienstag, den 20. Juli 2010

Als wäre die Diskussion um verlängerte AKW-Laufzeiten längst zu Ende geführt, kreisen die politischen Geier schon jetzt wild um ihren Teil der möglichen Zusatzprofite. Ob per Brennelementesteuer, Laufzeit-Auktion oder irgendeiner anders gearteten Regelung – Fakt ist: Man will Geld sehen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat nun Forderungen erhoben, die der Atomindustrie einen gewaltigen Schrecken durch die Glieder fahren lassen dürften.

Brüderle fordert die Hälfte der Zusatzgewinne

Bernd BoscoloIm Falle einer politischen Einigung auf verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke, wolle man mindestens die Hälfte der zusätzlichen Profite von staatlicher Seite abschöpfen, wird Brüderle im Handelsblatt zitiert. Wie man das rechtlich handhabe, sei nachrangig, werde aber derzeit sorgfältig geprüft. Wir haben im Stromblog bereits zu den möglichen Modellen Brennelementesteuer und Atom-Auktion berichtet, Rainer Brüderle spricht darüber hinaus von Stiftungen oder Fonds, über die eine Abschöpfung der AKW-Zusatzgewinne geregelt werden könne. Mit den Einnahmen wolle man den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen sowie in Energieforschung und verbesserte Speichertechnologien investieren. Aber auch die Verbraucher sollen laut Wirtschaftsminister Brüderle vom Atomgeld profitieren: “Die Entlastung der Stromkunden ist ein wichtiger Aspekt.” So gut sich das auf den ersten Blick liest – zum einen glaubt schon lange niemand mehr an die Mär vom billigen Atomstrom und zum anderen werden die eingestrichenen AKW-Profite wohl in erster Linie dazu dienen, den maroden Staatshaushalt zu sanieren. An die Zukunft wird später gedacht.

Traurig ist, aus welcher Perspektive die Diskussion um etwaige Laufzeitverlängerungen derzeit geführt wird. Im Brechtschen Sinne: “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.” Und wenn die Zukunft der Atomkraft nur noch im Wirtschafts- und Finanzministerium statt im Umweltressort ausgehandelt wird, dann weiß man, dass der Kern der Sache verloren gegangen ist.

Foto © Pixelio, Bernd Boscolo

» Politik will Atomprofite

3,6 Milliarden US-Dollar für Gas-Projekt

Montag, den 19. Juli 2010

RWE Dea steht vor großen Investitionen. 3,6 Milliarden US-Dollar werden in die Hand genommen, um mit einem Gas-Projekt Geld zu verdienen.

RWE Dea investiert 3,6 Milliarden US-Dollar in Gas-Projekt in Ägypten

  • Vertrag zu Feldesentwicklungsprojekt West Nile Delta unterzeichnet
  • Größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens

RWE Dea wird 3,6 Milliarden US-Dollar in die Feldesentwicklung der Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep Water investieren – die größte Einzelinvestition des Upstream-Unternehmens bisher. Gemeinsam mit dem äygptischen Ölminister Sameh Fahmy, der ägyptischen Staatsgesellschaft EGPC und dem Betriebsführer BP unterzeichnete RWE Dea in Kairo die entsprechenden Verträge, die zuvor vom Kabinett und dem ägyptischen Parlament genehmigt worden waren.

436719_R_B_by_Cisco-Ripac_pixelio_540

Mit Reserven von mehr als 50 Mrd. Kubikmetern Erdgas (RWE Dea-Anteil) zählen die Felder der Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep Water zu den größten im Portfolio von RWE Dea. RWE Dea wird als Partner mit eigenem Know-how und Experten das Projekt aktiv unterstützen.

Gasfund in North Idgu

Gasfund in North Idgu

Die Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep Water liegen im offshore-Bereich des West Nile Delta rund 40 Kilometer vor der ägyptischen Küste. North Alexandria schließt das Raven-Erdgasfeld mit ein, das sich bis in die Konzession West Mediterranean Deep Water ausdehnt und im Hochtemperatur- und Hochdruckbereich liegt. Die Feldesentwicklung erfordert daher hohe Investitionen und den Einsatz neuester Technologien unter Berücksichtigung höchster Sicherheits- und Umweltstandards.

RWE Dea bzw. ihre Vorgängerorganisation ist bereits seit 1974 im Upstream-Bereich in Ägypten engagiert und produziert als Betriebsführer seit fast drei Jahrzehnten Öl im Golf von Suez. Derzeit hält RWE Dea in Ägypten 13 onshore und offshore Konzessionen mit einer anteiligen Gesamtfläche von über 13.300 Quadratkilometern.

Foto © Pixelio | Cisco Ripac| (c) RWE

» 3,6 Milliarden US-Dollar für Gas-Projekt

Pages: Prev 1 2 3 ...7 8 9 10 11 12 13 ...27 28 29 Next