stromblog

Stromtarife, Stromanbieter, Nachrichten, Spartipps und mehr

Archiv der Kategorie ‘Forschung, Technik‘

TV-Tipp

Montag, den 7. September 2009

“Abenteuer Wissen” beschäftigt sich mit dem Thema Fusionsenergie. Forscher versuche das Thema Kernfusion anzugreifen. Das ZDF in aufwändigen Animationen wie ITER aussehen soll.

Energie im Überfluss – Das Sonnenexperiment

  • “Abenteuer Wissen”:  ZDF-Wissenschaftsmagazin in HD-Format

Energie im Überfluss aus einem Rohstoff, der nichts kostet, ohne Nebenwirkungen für die Umwelt. Geht das? Dieser Frage geht das ZDF-Magazin “Abenteuer Wissen” am Mittwoch, 9. September 2009, um 0.00 Uhr nach. Die Sendung wird im hochauflösenden HD-Format ausgestrahlt.

Ein Menschheitstraum könnte wahr werden, wenn gelingt, woran Forscher in aller Welt arbeiten: Die Kernfusion. Es ist die größte technische Herausforderung aller Zeiten. Das Vorbild: Die Sonne. Aufgelöste Atome – gefangen in magnetischen Käfigen. Nie zuvor musste der Mensch solch gewaltige Kräfte bändigen. Mathematisch ist das alles längst berechnet, seit 50 Jahren suchen Wissenschaftler nach der praktischen Umsetzung. Das faszinierende an der Kernfusion: Als Rohstoff braucht man nur Deuterium und Lithium. Deuterium ist im Wasser enthalten, die Weltvorräte von Lithium würden ausreichen, um den Weltenergiebedarf über mehr als ein Jahrtausend zu decken.

Karsten Schwanke moderiert die ZDF-Sendung im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald. “Wendelstein-7X” haben die Wissenschaftler ihr Projekt geheimnisvoll genannt. Das Grund- problem der Kernfusion: Man muss zunächst enorme Energie in den Prozess stecken, um dann mit einer noch immensen Ausbeute belohnt zu werden.

Das wohl ambitionierteste Kernfusionsprojekt aller Zeiten wird an der französischen Mittelmeerküste entstehen: 33 Nationen beteiligen sich an ITER, dem “Internationalen thermonuklearen experimentellen Reaktor”. Noch ist ITER eine riesige Baustelle.

Zum ersten Mal zeigt das ZDF in aufwändigen Animationen wie ITER aussehen soll. Das Abenteuer-Wissen-Team durfte exklusiv das Treffen der Spitzenwissenschaftler aus aller Welt im südfranzösischen Cadarache begleiten.

Amerikanische Fusionsforscher haben einen anderen Weg eingeschlagen, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen und scheinen schon einen Schritt weiter zu sein. Sie setzen auf gigantische Laser. Aber haben sie wirklich nur die zivile Nutzung im Sinn? Schon im kalten Krieg wurde im kalifornischen Livermore für das Militär an Wasserstoffbomben geforscht. Und auch ein halbes Jahrhundert danach beschäftigen sich hier noch immer Wissenschaftler mit hoch geheimer und extrem gefährlicher Waffentechnologie für die Kriege der Zukunft.

Linktipp:

Foto ©  ZDF und Lars Schwellnuss

  • In Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern wird der Stellerator zusammengebaut. In seinem Innern wird das Experiment zur Kernfusion stattfinden.
  • Auf riesigen Flächen im südfranzösischen Cadarache soll die internationale Fusionstestanlage ITER entstehen.

» TV-Tipp

TU Warschau gewinnt den „Ecomagination Challenge Award“

Samstag, den 29. August 2009

Polnische Studenten aus Warschau zeigen, wie sie ihren Universitätscampus mit einem selbst erzeugenden Kraft-Wärme-Kopplungssystem grüner machen.

Sieg mit einem Kraft-Wärme-Kopplungssystem

Das Thema war: „Wie kannst du deinen Campus grüner machen?”. Das Team KNEPW, das aus Studenten der Technischen Universität Warschau in Polen besteht, wurde aus drei Finalisten-Teams der diesjährigen „Ecomagination Challenge“ für sein selbsterzeugendes Kraft-Wärme-Kopplungssystem (KWK) ausgewählt. Das Siegerprojekt hat das Potenzial die neue Energiepolitik in Polen zu unterstützen.

Als Gewinner erhält die Technische Universität Warschau bis zu 25.000 Euro für die Umsetzung des Projekts. Das Team INSA Lyon von der Universität Lyon in Frankreich erzielte den zweiten Platz, Großbritannien wurde Dritter.

„Für unser Team war die „Ecomagination Challenge“ von GE eine einzigartige Gelegenheit, unser eigenes Ingenieurs-Projekt durchzuführen – nicht nur als reine Übung, sondern in dem Wissen, dass es tatsächlich umgesetzt werden könnte. Unser Ziel war es, ein finanziell realisierbares Konzept zu entwickeln.  Wir glauben außerdem, dass ein Kraftwerk an unserer Fakultät sowohl für Lehrer als auch für Studenten nützlich sein wird. Jetzt, wo wir die Challenge gewonnen haben, hoffen wir, die Ergebnisse unserer Arbeit in Wirklichkeit zu sehen – das wünscht sich wahrscheinlich jeder Ingenieur”, erklärte Adam Rajewski, stellvertretender Leiter des Gewinnerteams KNEPW von der Technischen Universität Warschau.

Die „Ecomagination Challenge“ ist ein Wettbewerb zur Technologieentwicklung, der sich darauf konzentriert, durch die tatsächliche Umsetzung neu entwickelter Projekte von europäischen Ingenieursstudenten die Energieeffizienz und Emissionsreduzierung voranzutreiben. Die Teilnehmer hatten bis zum 1. Mai 2009 Zeit, um ihre Projekte einzureichen, deren Ziel es war, innovative und bahn brechende Ideen zu entwickeln, die aus ökologischer Sicht positive Auswirkungen auf den Universitätscampus haben. Dieses Jahr wurden 32 Projekte eingereicht.

Linktipp:

» TU Warschau gewinnt den „Ecomagination Challenge Award“

Biogas in der Landwirtschaft

Dienstag, den 25. August 2009

Biogas kann ein neues Standbein für die Landwirtschaft werden. Biogas könnte auch benutzt werden, um Wasserstoff zu erzeugen, der dann ein eMobil antreibt. Damit würde sich der Kreis schließen.

KTBL/FNR-Kongress in Weimar (15. und 16. September 2009

GasAuskunftAuf dieser gemeinsamen Veranstaltung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) und des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V. (KTBL) werden Fachleute aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis vorstellen sowie einen Einblick in die Fortschritte und Entwicklungspotenziale der Biogaserzeugung und -nutzung geben.

Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung sind u.a. die Rohstoffbereitstellung und Gärrestnutzung, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Stand und Perspektiven der Anlagentechnik sowie umweltrelevante Aspekte der Biogasnutzung. Begleitend dazu werden aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen einer Posterausstellung vorgestellt und die Möglichkeit zur Besichtigung einer Biogasanlage geboten.

Der von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) als ideellem Partner unterstützte Kongress wendet sich vornehmlich an Vertreter aus Beratung, Planung, Wissenschaft, Verwaltung und Politik und auch an Biogasanlagenbetreiber und die, die es werden wollen.

Das aktuelle Programm, die Online-Anmeldung und weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter: www.fnr.de/biogaskongress.

» Biogas in der Landwirtschaft

Solarziegel liefert Strom und Wärme

Dienstag, den 18. August 2009

Neben Energie auch ein ästhetischer Gewinn

Strom auf dem eigenen Dach zu produzieren, diesen Wunsch habe viele Häuslerbauern. Ein Solardach empfinden viele Hausbesitzer aber eher als “unchic”. Abhilfe schafft hier der Solarziegel.

Weltneuheit – Panotron-Solarenergiesystem

(c) PixelioMittels einem konventionellen Tonziegeldach Solarenergie gewinnen – diesen Wunsch stilbewusster Hausbesitzer und Architekten erfüllt der neu entwickelte Solarziegel der Berner Panotron AG. Das Panotron-Solarenergiesystem kann gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Damit ist es weltweit das einzige mit Tonziegeln arbeitende Hybrid-System.

Auf die flachen Tonfalzziegel werden leistungsfähige, monokristalline Photovoltaikmodule eingerastet. Als Unterkonstruktion dient eine speziell entwickelte Aluminiumschiene, in der Wasser, Strom und Daten transportiert werden. Aus der Fussgängerperspektive betrachtet bleibt die Solaranlage fast unsichtbar.

Jürg Schwarzenbach, Geschäftsführer der Panotron AG, erläutert die Unternehmensphilosophie so: „Panotron ist die schönste Art, umweltfreundliche Energie zu gewinnen“. Damit macht die Unternehmung ein einzigartiges Angebot für Hauseigentümer, die neben Umweltbewusstsein auch einen hohen gestalterischen Anspruch an ihr Haus haben.

Der Clou: Mit dem System lassen sich in Zukunft auch denkmalgeschützte Altbauten und Gebäude in Baugebieten mit Planungspflicht unauffällig mit einer Solaranlage ausrüsten.

„Wir sind überzeugt, mit dem System die ideale Unterstützung der Heizungs und Warmwasserproduktion zu erreichen“, sagt Martin Bieri, der Erfinder des Systems und Technischer Direktor der Panotron AG. Damit eignet sich das System besonders gut für den Neubau nach Minergie Standard mit Niedrigtemperatur-Heizsystemen, z. B. Fussbodenheizungen, wie auch für Umbauten.

„Der Energie-Ertrag soll den Bedarf eines Vierpersonenhaushalts decken“, erklärt Jürg Schwarzenbach. Werte aus der Praxis liefert in Kürze das Testdach auf dem Gelände der Ziegelei Rapperswil / Bern. Die Ziegelei Louis Gasser AG in Rapperswil / Bern gehört zu den Initianten des Systems und produziert den dazu passenden Dachziegel.

Am 1. September stellt das Unternehmen aus Kirchberg den Solarziegel der Öffentlichkeit vor. Der Prototyp wird dann erstmals auf einem Testdach im Betrieb zu sehen sein. Die Serienproduktion erfolgt im Frühjahr 2010. Technische Informationen über den Solarziegel stehen bereits auf www.panotron.com zur Verfügung.

Linktipps:

Foto pixelio | Rainer Sturm

» Solarziegel liefert Strom und Wärme

Grün erzeugt Strom

Montag, den 10. August 2009

Ministerin Schavan zeichnet 15 Gewinner des internationalen BMBF-Umwelt- technologiewettbewerbs aus. Sie sind die ersten “Grünen Talente”.

“Grüne Talente” aus aller Welt forschen für die Umwelt

(c) PixelioJuliana Aristéia de Lima und Zhou Minghua können sich “Green Talent” nennen. Beide haben zusammen mit weiteren internationalen Nachwuchswissenschaftlern den Umwelttechnologiewettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und richtet sich an herausragende wissenschaftliche Talente aus der Umwelttechnologie. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Forschungsarbeiten, die nachhaltig zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, schwindenden Energieressourcen und massiver Umweltverschmutzung beitragen können. Eine namhaft besetzte Expertenjury wählte insgesamt 15 Preisträger aus, die Ende August zu einem einwöchigen Wissenschaftsforum nach Deutschland eingeladen werden.

Dr. Aristéia de Lima forscht in Brasilien an Biopolymeren als Kunststoffersatz. Prof. Zhou hat sich bereits über 15 Verfahren patentieren lasse und untersucht in China, wie Abwasser zur  Energiegewinnung verwendet werden kann. Die beiden sind zwei von insgesamt 156 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 43 Ländern, die sich um einen der 15 Plätze beworben haben.

“Wir freuen uns über die hochqualifizierten Bewerbungen, die uns aus der ganzen Welt erreicht haben. Die positive Resonanz zeigt uns, dass international eine große Aufmerksamkeit für den Umwelttechnologiestandort Deutschland besteht. Durch den Wettbewerb “Green Talents” können wir dazu beitragen, dass zukunftsweisende Umwelttechnologien schneller auf den Weg gebracht werden”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Schirmherrin von “Green Talents”. “Gemeinsam Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen, ist das Leitmotiv dieses Wettbewerbs.”

Deutschland ist weltweit einer der führenden Umwelttechnologiestandorte. Anfang September besuchen die “Green Talents” deutsche Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen und lernen Vorzeigeprojekte aus unterschiedlichen Technologiefeldern kennen. Die Forumswoche endet mit einem Symposium, auf dem die “Green Talents” mit deutschen Nachwuchswissenschaftlern zusammentreffen. Jurymitglied Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), sagte: “Die Innovationskraft junger Wissenschaftler ist die Grundvoraussetzung für die Dritte Industrielle Revolution, die heute vor uns liegt. Dafür brauchen wir allen frischen Rückenwind, den wir bekommen können.”

Linktipp:

Foto Pixelio | Markus Kraft

» Grün erzeugt Strom

Sauber in the City

Donnerstag, den 30. Juli 2009

Mit der Übergabe von 15 Elektrofahrzeugen des Typs MINI E und der offiziellen Inbetriebnahme einer Doppel-Stromtankstelle im Innenhof des Deutschen Museums ist heute der Startschuss für ein zukunftsweisendes Pilotprojekt in München gefallen.

MINI E schafft eine Strecke von 250 Kilometern

Mit diesem Vorhaben wollen die BMW Group und der Energieversorger E.ON gemeinsam die Weiterentwicklung der Elektromobilität vorantreiben. Die BMW Group stellt dem Energieversorger 15 Elektroautos des Typs MINI E zur Verfügung. E.ON hat im Münchner Stadtgebiet ein Netz von Ladestationen aufgebaut, die zur Versorgung der Fahrzeuge mit vorzugsweise regenerativ erzeugtem Strom dienen.

Der MINI E wird von einem Elektromotor mit einer Leistung von 150 kW/204 PS und einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern angetrieben. Seine Energie bezieht er aus modernen, speziell für den Einsatz im Automobil entwickelten Lithium-Ionen-Akkus, die dem MINI E eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern ermöglichen. Neben den Ladesäulen auf der Museumsinsel stehen den Fahrzeugnutzern noch 13 weitere Stromtankstellen in München zur Verfügung. Damit entsteht in der bayerischen Landeshauptstadt erstmals eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Startschuss für emissionsfreie Mobilität

„Wir geben heute den Startschuss für emissionsfreie Mobilität auf den Straßen Münchens“, erklärte Dr. Klaus Draeger, Mitglied des Vorstands der  BMW AG für Forschung und Entwicklung, im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Museumsinsel. „In München werden 15 MINI E für den Feldversuch mit E.ON bereitgestellt. Weltweit werden in den kommenden Monaten mehr als 600 Kunden Erfahrungen mit dem MINI E im ganz normalen Alltag sammeln können. Diese Erkenntnisse fließen in Serienprojekte bei der BMW Group ein. Neuen Technologien zum Durchbruch verhelfen können wir aber nur gemeinsam mit unseren Partnern. Und auch der Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe.“

Foto © BMW AG

» Sauber in the City

Biogas Energieträger der Zukunft?

Donnerstag, den 30. Juli 2009

Auf dem KTBL/FNR Biogas-Kongress (15./16. September 2009) in Weimar wird das Thema Biogas diskutiert. Kann Biogas ein Energieträger für die Zukunft sein oder nur ein kleines Segment, um unseren Energiebedarf zu decken.

Biogas-Kongress

Biogas hat sich in den letzten Jahren als ein Energieträger der Zukunft etabliert – mehr als 4.000 realisierte Anlagen in Deutschland zeugen davon.

Biogasanlage

Neben der klassischen Konversion des Biogases zu Strom und Wärme in KWK-Prozessen erweitern andere Technologien die Verwertungspfade von Biogas: ob in Brennstoffzellen, als Kraftstoff in Kraftfahrzeugen oder als Erdgassubstitut bei der Einspeisung in das Erdgasnetz. Neben diesen erweiterten Einsatzbereichen haben gestiegene Umweltanforderungen und ökonomische Rahmenbedingungen der Rohstoffmärkte dazu geführt, dass die Anforderungen an die Biogaserzeugung und -nutzung stark gestiegen sind:

Biogasanlagen müssen effizient und mit hohem technischen Qualitätsstandard betrieben werden. Ertragssicherheit ist unerlässlich, gesetzliche Regelungen und Rahmenbedingungen haben sich zugunsten von Betriebssicherheit und Ansprüchen der Umweltverträglichkeit verschärft.

  • Wie lässt sich die Biologie im Fermenter optimal steuern?
  • Wie lassen sich Energiepflanzen ökologisch verträglich anbauen? Welchen Einfluss hat die Biomasselogistik auf die Ökonomie?

Diese und noch weitere Fragen rund um die Biogaserzeugung und –nutzung werden bei dem FNR/KTBL-Kongress aufgegriffen und zeigen den Stand, die Perspektiven und das Entwicklungspotenzial der Biogaserzeugung in der Landwirtschaft auf.

Weiter Informationen und Anmeldung gibt es unter »http://www.fnr.de/biogaskongress/

Linktipps:

Foto © Pixelio | JuwelTop

» Biogas Energieträger der Zukunft?

Tanken Sie Strom?

Mittwoch, den 15. Juli 2009

War diese Frage vor Jahren eher eine Scherzfrage, so wird die Vision von den Elektromobilen immer mehr Wirklichkeit. Hatte der Kollege von Auto-Motor-Sport in einem Beitrag noch berichtet, wie er sich mühselig von einer Steckdose zur andere gehangelt hat, so wird mit der Verbesserung der Infrastruktur auch ein Weg von Flensburg nach München möglich.

RWE stellt „Tankstelle der Zukunft“ vor

  • Elektro-Mobilität bringt Erneuerbare Energien auf die Straße
  • Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur

RWE präsentiert in Berlin die „Tankstelle der Zukunft“. Dort fließt aber weder Super noch Diesel, sondern Strom. „Wir wollen, dass die Elektro-Mobilität in der Mitte der Gesellschaft ankommt“, sagte Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstand der RWE AG, bei der Vorstellung im Sony Center am Potsdamer Platz. Partner des Projekts sind der Automobilclub ADAC, der Autovermieter Sixt, Siemens und Deutschlands größter Parkraumanbieter APCOA. Gemeinsam schicken sie die Elektro-Tankstelle in den kommenden Wochen auf Roadshow durch sieben deutsche Großstädte.

Umweltfreundliche und kostengünstige Mobilität

„Es geht nicht allein darum, Benzin durch Strom zu ersetzen. Es geht drum, die Erneuerbaren Energien auf die Straße zu bringen“, beschreibt Rolf Martin Schmitz die Vision der Elektro-Mobilität. Jede neue Windenergieanlage und jede neue Solarenergieanlage verbessern die Klimabilanz des Elektro-Autos, da sie sauberen Strom ins Netz einspeisen. Schon heute – mit dem aktuellen Strommix (s.a. »Stromauskunft.de) in Deutschland – fahren Elektro-Autos klimaschonender als jeder Benziner.

Flächendeckende Infrastruktur

Die RWE-Experten gehen davon aus, dass schon 2020 auf Deutschlands Straßen bis zu 2,5 Millionen Elektro-Autos fahren werden. Diese müssen natürlich Strom tanken. In Berlin hat RWE bereits 56 Ladepunkte für Elektro-Autos aufgestellt, bis Mitte 2010 sollen es 500 sein. Strom zu tanken dauert einige Stunden. Daher errichtet RWE diese Ladepunkte vor allem dort, wo Autos ohnehin parken: zum Beispiel in den Parkhäusern des Projekt-Partners APCOA. „Wir glauben an die Zukunft des Elektro-Autos. Die Kooperation mit RWE ist für uns ein Projekt mit großer Signalwirkung,“ sagte  Thomas Veith, Geschäftsführer der APCOA Autoparking GmbH, beim Auftakt der Roadshow.

Stationen der Roadshow:

  • Berlin (Sony Center am Potsdamer Platz), 15.Juli bis 19. Juli 2009
  • Dortmund/Essen  30. Juli bis 08. August 2009
  • Düsseldorf 14. August bis 19. August 2009
  • Hamburg  27. August bis 2. September 2009
  • Frankfurt a.M. (Agora-Fläche auf der IAA), 10. bis 27. September 2009
  • München  8. bis 14. Oktober 2009
  • Mainz  22. bis 28. Oktober 2009

Die Standplätze sind abrufbar unter »www.rwe-mobility.com

Linktipps:

Foto (c) RWE

» Tanken Sie Strom?

Wärmepumpen: Ja, nein oder vielleicht?

Montag, den 13. Juli 2009

(c) PixelioDie Bundesregierung empfiehlt Wärmepumpen, warnt aber gleichzeitig davor, dass man bei einer Preiserhöhung sich dem örtlichen Lieferanten kaum „ausliefert“. Macht das Sinn?

Regierung empfiehlt Wärmepumpen

Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung hält den Einsatz von hoch effizienten Wärmepumpensystemen für sinnvoll. Trotz der zunehmenden Zahl dieser Systeme sei kurz- und mittelfristig ein zusätzlicher Bedarf an Kraftwerkskapazitäten eher unwahrscheinlich, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (»16/13354) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (»16/13239). Es gebe aber so gut wie keinen Wettbewerb, so dass Bezieher von “Wärmespeicherstrom” kaum die Möglichkeit hätten, den Stromlieferanten zu wechseln. Somit könnten sich die Kunden auch nicht den Preiserhöhungen der örtlichen Lieferanten entziehen, schreibt die Bundesregierung.

Foto Pixelio | Daniel Gast

» Wärmepumpen: Ja, nein oder vielleicht?

Pages: Prev 1 2 3