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Monatsarchiv für Oktober 2011

Solarthermie Kraftwerk Andasol 3

Montag, den 3. Oktober 2011

Ein Konsortium aus fünf deutschen Unternehmen hat heute in der spanischen Provinz Granada das solarthermische Kraftwerk Andasol 3 feierlich eingeweiht.

Deutsches Konsortium weiht Solarthermiekraftwerk Andasol 3 feierlich ein

  • Größter Solarenergiestandort Europas am Netz
  • Andasol-Kraftwerke liefern Strom für eine halbe Million Menschen
  • Speichertechnologie macht Stromversorgung auch nachts möglich

Mit der Fertigstellung des dritten Kraftwerkskomplexes von Andasol auf einer Fläche von rund zwei Quadratkilometern ist im südspanischen Andalusien der größte Solarenergiestandort in Europa entstanden.

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An der Einweihungsfeier des Kraftwerks nahmen neben der andalusischen Generalsekretärin für Industrie und Energie, Isabel De Haro Aramberri, Vorstandsmitglieder der an Andasol 3 beteiligten Unternehmen Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie, Ferrostaal und Solar Millennium teil.

Mit der Errichtung von Andasol 3 wurde Mitte 2008 begonnen. Andalusien eignet sich aufgrund seiner hohen direkten Einstrahlung von Sonnenenergie wie kaum ein anderer Standort in Europa für die Solarthermie. Planmäßig wurde das Kraftwerk im Sommer dieses Jahres mit einer installierten Leistung von 50 Megawatt fertig gestellt. Derzeit läuft es im Testbetrieb, bevor es in den kommenden Wochen den kommerziellen Betrieb aufnehmen wird. Dann wird Andasol 3 jährlich rund 165 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und circa 150.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu einem modernen Steinkohlekraftwerk einsparen. Insgesamt können die drei nahezu baugleichen Andasol-Kraftwerke rund eine halbe Million Menschen mit Strom aus Sonnenenergie versorgen.

Das Kraftwerk Andasol 3 besteht aus rund 205.000 Parabolspiegeln, die das Sonnenlicht auffangen. Diese riesigen gewölbten Spiegel bündeln die Hitze der Sonnenenergie und übertragen sie auf eine Wärmeträgerflüssigkeit. Über Wärmetauscher wird die thermische Energie schließlich auf einen Wasser- bzw. Dampfkreislauf abgegeben. Wie in einem konventionellen Kraftwerk treibt dieser Dampf eine Turbine an. Der daran angeschlossene Generator erzeugt Strom.

Durch den Einsatz eines thermischen Speichers kann der tagsüber erzeugte Strom planbar bereitgestellt werden. Der Speicher fasst bis zu 30.000 Tonnen eines speziellen Salzgemisches. Seine Speicherkapazität reicht für über acht Stunden aus. Damit kann Andasol 3 auch nach Sonnenuntergang zuverlässig Strom erzeugen und ins Netz einspeisen. Zur Errichtung des Kraftwerks waren zu Spitzenzeiten bis zu 600 Menschen auf der Baustelle beschäftigt. Rund 50 Arbeitsplätze werden dauerhaft für Betrieb und Wartung der Anlage entstehen.

Zur Realisierung von Andasol 3 wurde von den beteiligten Unternehmen die Projektgesellschaft Marquesado Solar S.L. gegründet. An dieser Gesellschaft sind die Stadtwerke München mit 48,9 Prozent beteiligt, RWE Innogy und RheinEnergie über eine gemeinsame Vorschaltgesellschaft mit zusammen 25,1 Prozent (RWE Innogy: 51 Prozent; RheinEnergie: 49 Prozent). Je 13 Prozent werden von der Ferranda GmbH (Ferrostaal) und der Andasol Kraftwerks GmbH (Solar Millennium) gehalten.

Foto © RWE

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