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Monatsarchiv für Oktober 2011

Solarpark Ammerland größtes Solarkraftwerk

Montag, den 31. Oktober 2011

Q-Cells und Module24 liefern Q.SMART Module für weltweit größtes CIGS-Dünnschicht-Solarkraftwerk von GP JOULE. Der Ministerpräsident von Niedersachsen McAllister eröffnet Solarpark. Auf einer Fläche von etwa 80 Fußballfeldern wird im Solarpark Ammerland künftig Strom für mehr als 6.000 Haushalte erzeugt.

200.000 CIGS-Dünnschicht Q.SMART Module für Solarpark Ammerland

  • Solarkraftwerk entstand in Rekordzeit von achteinhalb Wochen

Die Q-Cells SE, eines der weltweit führenden Solarunternehmen, hat rund 200.000 Q.SMART CIGS-Dünnschicht-Solarmodule an das nordfriesische Solarunternehmen GP Joule verkauft.

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Daraus hat GP Joule, Generalunternehmer und kaufmännischer Projektentwickler, in einer Rekordzeit von nur achteinhalb Wochen das größte Solarkraftwerk im Bereich der CIGS-Dünnschichttechnologie der Welt errichtet. Das Projekt wurde vom Stuttgarter Projektentwickler Martin Bucher entwickelt. Die Auswahl der Premium-Produkte von Q-Cells sowie aller beteiligten Unternehmen erfolgte über die Firma Module24. Q-Cells leistete während der Installation technische Unterstützung.

Das Kraftwerk wurde auf einer 57 ha großen Fläche eines ehemaligen militärischen Fliegerhorstes in Wiefelstede, Landkreis Ammerland errichtet. Mit einer Gesamtkapazität von über 20,8 MWp liefert der Solarpark Ammerland den Strom-Jahresbedarf für mehr als 6.000 Haushalte und reduziert durch die Produktion von klimafreundlichem Solarstrom den Ausstoß von CO2 um etwa 11.800 Tonnen jährlich.

Linktipps:

  • Eröffnung Solarkraftwerk Ammerland auf Ndr.de
  • Weitere Beiträge zum Thema Solarstrom

Foto © Q-Cells

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Fritz WLan Repeater 300E – Fritz!App

Sonntag, den 30. Oktober 2011

Das Thema Repeater hatten wir schon einmal auf stromauskunft.de/blog. Nun wollen wir den Fritz!WLAN Repeater 300E vorstellen.

Internet auch durch dicke Wände und im Garten

Da auch die Smartphones via WLan (WiFi) auf das Internet zugreifen, wird es immer wichtiger, auch überall im Haus ein WLan-Signal zu empfangen. Ist das Signal im Haus an bestimmten Orten zu schwach z.B. bei Betondecken, hilft ein Repeater.
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Der Repeater ist schnell installiert. Hat man eine Fritz!Box mit einem WLan-Taster, dann kann über diesen die Verbindung hergestellt werden. Vor der Installation / Einrichtung ist es immer sinnvoll unter avm.de die neueste Software als Download zu sichern.

Den Browser (z.B. Internet Explorer oder Firefox) starten, fritz.repeater eingeben und dann nicht die Einrichtung durchführen, sondern über “Inhalt – System – Firmenware-Update” und über die Registerkarte “Firmenware-Datei” das Tastenfeld “Durchsuchen” anklicken. Dann die .image-Datei laden. Nicht irritieren lassen. Beim Einrichtungsassistenten wird fälschlich von Fritz!Box gesprochen. Gemeint ist natürlich der Repeater.

Man kann auch das Installationsprogramm benutzen, das AVM kostenlos zum Download anbietet. Start unter www.avm.de/repeater

Fritz!App

Fritz-AppÜbrigens kann man über das kostenlose Fritz!App auch via IPhone ins Festnetz telefonieren. Praktisch, weil man im Handy alle Telefonnummer gespeichert hat. Leider gibt es da, trotz guter WLan-Verbindung, manchmal beim Telefonieren einen Aussetzer. Ich hoffe, dass AVM da noch einmal nachbessert.

Tipp: Neue Hardware, z.B. die Fritz!Box 7390 bekommt man für “kleines Geld” bei einem DSL-Neuanschluss. Auch, wenn die Vertragsfrist des alten DSL-Vertrags abgelaufen ist, kann man für unter 40 Euro neue Hardware bekommen. Man muss nur hartnäckig sein!

Fazit

Eine starke Hardware, die die WLan-Erreichbarkeit wesentlich erhöht. Sinnvoll ist es daher, über Nacht die Fritz!Box und den Repeater “ruhen” zu lassen. Über das Telefon, mit der Tastenkombination #96*1*, kann man das WLan jederzeit wieder einschalten.

Linktipps:

Screenshot Fritz!App, Foto © AVM

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Uni Kassel untersucht Biogasausbau-Szenarien

Freitag, den 28. Oktober 2011

Die Universität Kassel hat ein Simulationsmodell entwickelt, mit dem sich verschiedene Biogas-Ausbaupfade unter den Aspekten Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz vergleichen lassen.

Uni Kassel entwickelt Simulationsmodell für den Vergleich von Biogasausbau-Szenarien

  • Flexible Biogasproduktion ist schon heute möglich und sinnvoll

In dem Simulationsmodell untersuchten die Wissenschaftler auch, in welcher Form die Biogasproduktion am besten in die Gesamtstruktur der hiesigen Energieversorgung zu integrieren ist. Ergebnisse sind: Zentrale Biogasanlagen können unter bestimmten Voraussetzungen effizienter, wirtschaftlicher und klimafreundlicher arbeiten als dezentrale Anlagen. Auch mit den heutigen vornehmlich dezentralen Anlagen im mittleren Leistungsbereich ist eine flexible Stromproduktion möglich und sinnvoll.

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Gefördert wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Mit Hilfe des Modells wurden drei Haupt-Ausbaupfade einander gegenüber gestellt:

  • „Status Quo“: Die heutige durchschnittliche Anlagenleistung von 343 kWel bleibt auch beim Ausbau bestehen
  • A: Der Anlagenausbau erfolgt ausschließlich mit zentralen 2-MWel-Anlagen
  • B: Beim Ausbau kommen nur dezentrale 150 kWel-Hofanlagen zum Einsatz

Wichtige Ergebnisse der Simulationen zur Biogas-Eingliederung in die Gesamtenergieversorgung waren:

  • Erfolgt die Energieerzeugung aus Biogas so wie derzeit, also nicht an tages- und jahreszeitliche Nachfrageschwankungen angepasst, wird Grundlast erzeugt. Damit könnten etwa sechs abgeschaltete Kernkraftwerke ersetzt werden.
  • Mit dem heutigen Biogas-Anlagenpark ist es bereits möglich, flexibel Mittellast zu erzeugen. Damit käme eine gezielte Substitution von Kohlekraftwerken in Frage, diese Option hätte hohe CO2-Einsparungen zur Folge.

In Regionen mit vielen Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen könnten Biogasanlagen zum Ausgleich dieser stark schwankenden Energieerzeuger eingesetzt werden. In der Folge würde Grundlast durch ein regeneratives Kombikraftwerk erzeugt, die CO2-Einsparungen wären jedoch geringer als beim Ersatz von Kohlekraft.

Linktipps:

Foto © Pixelio.de | JuwelTop

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Erdgasnetz als Stromspeicher

Dienstag, den 25. Oktober 2011

Damit die deutsche Energiewende gelingen kann, gelten zwei Voraussetzungen als unbedingt erforderlich: Die hiesigen Netze müssen ausgebaut werden, um den im Norden der Republik erzeugten Windstrom gen Süden zu transportieren, und die Möglichkeiten zur Stromspeicherung müssen erweitert werden, um den schwankenden Ertrag aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Lösung für Letzteres könnte die Nutzung des Erdgasnetzes sein.

Aus Ökostrom wird regeneratives Gas

539517_R_K_B_by_Henrik Gerold Vogel_pixelio.deDie Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht derzeit gemeinsam mit Experten aus Forschung und Wirtschaft, inwiefern das Erdgasnetz als Speicherlösung für erneuerbaren Strom genutzt werden kann. Der Bedarf ist unumstritten, den der Ausbau regenerativer Energien wie Wind und Sonne schreitet unaufhaltsam voran. Der negative Nebeneffekt sind steigende Schwankungen im Stromangebot, die die Erforschung und baldige Realisierung von Speichertechnologien erforderlich machen. Die Idee: Zu Zeiten hoher Erträge soll überschüssiger Strom künftig im Erdgasnetz gespeichert werden. Dafür muss der gewonnene Ökostrom zunächst zur Wasserstoffproduktion genutzt werden. Der Wasserstoff kann anschließend direkt oder weiterverarbeitet als synthetisches Methangas in das Erdgasnetz eingespeist und dort langfristig gespeichert werden. Bei Bedarf kann auf diese regenerativ erzeugten Gasreserven zurückgegriffen werden. Entweder könnten sie in Zeiten von Stromengpässen erneut verstromt oder auch direkt zur Wärmeversorgung oder als Kraftstoff genutzt werden.

Bislang ist der maximale Anteil von Wasserstoff im Erdgasnetz auf fünf Prozent begrenzt. Es wird allerdings aktuell geprüft, inwieweit diese Quote gesteigert werden kann. Synthetisches Methangas hingegen unterliegt keinen Grenzwerten und könnte schon jetzt in erheblichen Mengen eingespeist werden. Das deutsche Erdgasnetz bietet für sich genommen bereits eine große Speicherkapazität. Durch bestehende und künftig zugebaute Erdgasspeicher könnte diese noch weiter erhöht werden. Nach Erkenntnissen der dena birgt der Energieträger Gas auf diese Weise ein aussichtsreiches Potenzial, um die Integration erneuerbaren Stroms zu erleichtern – eines stellen die Experten jedoch klar: Den viel diskutierten Stromnetzausbau in Deutschland kann auch diese Technologie nicht ersetzen.

Foto © Pixelio, Henrik Gerold Vogel

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Verbraucherfreundliche Stromrechnung

Dienstag, den 18. Oktober 2011

Infolge einer Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) müssen Strom- und Gasrechnungen künftig deutlich mehr und vor allem verständlichere Informationen enthalten, um letztlich verbraucherfreundlicher zu werden. Höchste Zeit, denn eine Umfrage des Bundes der Energieverbraucher zeigt, dass rund die Hälfte der Stromkunden bei der jährlichen Endabrechnung keinen Durchblick hat.

Stromversorger zu mehr Informationen verpflichtet

352300_R_B_by_Andreas Morlok_pixelio.deDie Novelle des EnWG sieht bereits jetzt ein deutliches Informationsplus für alle Strom- und Gasrechnungen vor. So müssen beispielsweise die Vertragsdauer, die Kündigungsfrist sowie die nächstmögliche Kündigungsmöglichkeit ab sofort auf der Jahresrechnung vermerkt sein. Ab Februar nächsten Jahres folgen weitere Pflichtangaben. Künftig müssen die Stromanbieter grafisch darstellen, inwieweit sich der eigene Verbrauch vom Konsumverhalten anderer Kunden mit vergleichbaren Gegebenheiten unterscheidet. Damit sollte jeder Endverbraucher auf einen Blick erkennen können, wie sparsam bzw. verschwenderisch im eigenen Haushalt mit Energie umgegangen wird. Darüber hinaus muss die jährliche Stromrechnung künftig spätestens sechs Wochen nach Ende des Abrechnungszeitraums zugestellt werden. Die Verbraucher können ab nächstem Jahr außerdem frei wählen, ob sie statt der jährlichen eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Abrechnung erhalten möchten. Bei intelligenten Stromzählern ist dieser Service kostenfrei. Befindet sich ein herkömmlicher Stromzähler im Haushalt, darf der Versorger allerdings ein zusätzliches Entgelt für Abrechnungen in kürzeren Intervallen erheben.

Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher, begrüßt die neue Informationspflicht und denkt noch einen Schritt weiter: “Die neuen Regelungen des EnWG zu Stromrechnungen kommen den Bedürfnissen der Verbraucher entgegen. Die Bundesnetzagentur sollte den Unternehmen genauere Vorgaben für eine bundesweit einheitliche Gestaltung der Rechnungen machen. Zu solchen Vorgaben ist die Netzagentur aufgrund der neuen gesetzlichen Regelung auch durchaus berechtigt.” Laut Umfrage des Verbandes halten 51 Prozent der Stromkunden ihre bisherige Rechnung für schwer verständlich. Mehr als 80 Prozent der Befragten wünschen sich in Zukunft eine aufgeschlüsselte Detailübersicht sowie einen direkten Überblick zu Gesamtverbrauch und Endpreis auf der ersten Seite. Die Befragung ergab außerdem, dass rund die Hälfte der Verbraucher eine Abrechnung in kürzeren Intervallen als nur einmal pro Jahr für sinnvoll hält.

Foto © Pixelio, Andreas Morlok

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Stromanbieter Wechsel – Darauf kommt es an

Mittwoch, den 12. Oktober 2011

Interview mit Dr. Jörg Heidjann von StromAuskunft.de

Wie viel lässt sich denn mit einem Wechsel des Anbieters tatsächlich sparen?

Dr. Jörg Heidjann

Dr. Jörg Heidjann

Die mögliche Ersparnis bei einem Stromanbieterwechsel hängt von Ihrem jetzigen Tarif sowie von Ihrem Jahresverbrauch ab. Wenn Sie z.B. noch nie Ihren Anbieter gewechselt haben und somit den in der Regel teuren Grundtarif Ihres lokalen Versorgers beziehen, dann sind für eine Familie schnell mal 500 Euro Ersparnis pro Jahr drin.

Die größte Sorge der Verbraucher ist oft noch – es geht etwas schief und man sitzt im Dunkeln. Begründet?

Nein, der Stromanbieter Wechsel ist einfach und ohne jegliches Risiko möglich. Wenn Sie sich für einen neuen Stromanbieter entschieden haben, dann übernimmt dieser die lückenlose Stromversorgung. Der Stromzähler muss nicht ausgetauscht werden und es werden auch keine neuen Leitungen gelegt. Es gibt kein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen. Das ist gesetzlich garantiert.

Worauf sollte man bei Preisvergleichen denn achten? Der billigste Anbieter steht ja immer ganz oben. Den kann man doch gleich nehmen?

Im Prinzip ist das richtig. Wir empfehlen jedoch, die Tarife genau zu vergleichen und die vorhandenen Filterfunktionen in unserem Tarifrechner zu nutzen.  Achten Sie z.B. auf eine nicht zu lange Vertragslaufzeit und auf eine kurze Kündigungsfrist.  Je kürzer, desto besser. Dann sollten Sie Tarife mit hohen Vorauszahlungen, hohen Kautionen sowie Festpreisangebote meiden.

Nicht erst seit dem beschlossenen Atomausstieg steht Ökostrom immer höher im Kurs. Hier hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass der oft deutlich teurer ist. Was sind Ihre Erfahrungen?

In der Tat wechseln immer mehr Verbraucher zu einem Ökostrom Anbieter. Und die sind in der Regel nicht teurer, als der jetzige Anbieter. Viele Verbraucher sparen durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter sogar noch Geld, insbesondere natürlich die Estwechsler, d.h. diejenigen, die in den teureren Tarifen Ihres lokalen Versorgers stecken.

Wir empfehlen unseren Kunden ganz klar einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Denn damit sorgen sie nicht nur für mehr Wettbewerb im Strommarkt, sondern leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie geht das? Worauf kommt es an?

Für einen Strompreisvergleich benötigen Sie lediglich Ihren Jahresverbrauch und Ihre Postleitzahl. Bei der Auswahl des richtigen Tarifes geben wir folgende Empfehlungen:

-       Die Vertragslaufzeit sollte nicht zu lang sein. Als Faustformel kann man sich hier 1 Jahr merken.

-       Für die Kündigungsfrist gilt: Je kürzer, desto besser.

-       Tarife mit hohen Vorrauszahlungen, hohen Kautionen sowie Festpreisangebote sollten gemieden werden.

-       Der Stromtarif sollte regelmäßig, mindestens 1 mal pro Jahr überprüft werden. Dazu bieten wir bei StromAuskunft.de z.B. unseren kostenlosen Service, den „StromSheriff“ an.

Unser Tipp:

Überprüfen Sie jetzt Ihren Stromtarif mit dem kostenlosen Stromrechner von StromAuskunft.de

P.S. Hören Sie sich auch den Radiobeitrag zum Thema Strompreise und Stromanbieterwechsel an.


» Stromanbieter Wechsel – Darauf kommt es an

China: Saubere Supermacht?

Dienstag, den 11. Oktober 2011

Bereits die Verleihung des Alternativen Nobelpreises 2011 an den chinesischen Solarunternehmer Huang Ming macht deutlich, wie stark sich die fernöstliche Wirtschaftsmacht derzeit in Sachen alternativer Energieerzeugung zeigt. Laut UN-Berichten investiert aktuell keine Nation der Welt mehr in erneuerbare Energien als China.

Zwischen Solarparadies und Klimakiller

482449_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deInnerhalb der letzten sechs Jahre hat China seine Erzeugungskapazitäten an Wind- und Solarenergie von Jahr zu Jahr verdoppeln können. Zudem ist das Land mittlerweile Weltmarktführer bei der Produktion von Sonnenkollektoren, die vor allem in den globalen Export gehen. Ausschlaggebend für Chinas rasante Entwicklung alternativer Energieformen sind in erster Linie zwei Faktoren. Zum einen hat man Umwelttechnologien als lukrativen Zukunftsmarkt entdeckt, der massive ökonomische Potenziale birgt. Zum anderen hat China gar keine andere Wahl. Der stetig steigende Energiebedarf im bevölkerungsreichsten Land der Erde macht die Nutzung regenerativer Quellen, auch hinsichtlich des massiven wirtschaftlichen Aufschwungs, zum unbedingten Muss.

Aber: Noch kann Chinas Energiewende dem eigenen Wirtschaftswachstum nicht standhalten. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich der chinesische CO2-Ausstoß verdoppelt – kein anderes Land heizt die Erderwärmung derzeit stärker an. Die Pro-Kopf-Emissionen Chinas sind erstmals auf das Niveau der etablierten Industrienationen geklettert, was auch in der Landflucht und dem explosiven Wachstum der energieintensiven Städte begründet liegt. Chinas größte Umweltsünde bildet nach wie vor die Kohle. Trotz des hohen Engagements bei erneuerbaren Energien stützt sich das Land zu zwei Dritteln auf seine klimaschädlichen Kohlekraftwerke. Da aber auch die fossilen Brennstoffe dem enormen Energiebedarf nicht länger gewachsen sind, besteht der unbedingte Zwang zu neuen Strategien. Neben der staatlichen Förderung alternativer Erzeugungsformen will China deshalb vor allem die eigene Energieeffizienz steigern und damit den letztlichen Verbrauch signifikant mindern. Ob dies gelingen kann, steht allerdings in den Sternen, denn der Energiehunger in der “Fabrik der Welt” wächst weitaus rasanter als die Möglichkeiten zu einer nachhaltigen Versorgung.

Foto © Pixelio, Gerd Altmann

» China: Saubere Supermacht?

Klimaschutz-Ausstellung und Energiesparberatung

Dienstag, den 11. Oktober 2011

Vom Mitte Oktober bis Mitte Dezember wird in den Rathäusern von neun schwäbischen Voralbgemeinden bei Göppingen die Ausstellung „Klimaschutz aktuell“ der Landesenergieagentur KEA gezeigt. Eine Aktion, mit Vorbild-Charakter. Eine gute Idee, die Schule machen sollte.

Neun Voralbgemeinden informieren Mitarbeiter und Bürger

  • Aktivitäten sind Teil des kommunalen Energiemanagements. Landesenergieagentur KEA begleitet Verbund-Projekt.

Die Ausstellung ist Teil des gemeinsamen kommunalen Energiemanagements. Ziel ist eine Senkung des Energieverbrauchs der kommunalen Liegenschaften um zehn Prozent – ohne Investitionen in die Technik vorzunehmen. Die öffentliche Ausstellung richtet sich vor allem an die Mitarbeiter der Verwaltung.

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In jeder Gemeinde ist die Ausstellung eine Woche lang zu sehen. Jeweils am Dienstagvormittag von 10 bis 12 Uhr ist auch eine persönliche Beratung durch einen Energieexperten möglich. Zu den neun Voralbgemeinden gehören Aichelberg, Bad Boll, Dürnau, Eschenbach, Gammelshausen, Hattenhofen, Heiningen, Schlierbach und Zell unter Aichelberg.

signet_klima_200x200Bereits im Februar dieses Jahres haben die Verwaltungsmitarbeiter und Hausmeister in einem Energiesparseminar Verhaltenstipps gelernt, die die Energiekosten mindern und trotzdem nicht zu Komforteinbußen führen. Dazu gehören beispielsweise

  • richtiges Lüften,
  • die Handhabung der Thermostatventile,
  • die Regulierung der Raumtemperatur,
  • die Minderung der Standby-Verluste und die Senkung des Wasserverbrauchs.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Nach Projektende soll das Energiemanagement durch die Gemeinden eigenständig weitergeführt werden.

Über die KEA

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH ist die Energieagentur des Landes. Aufgabe der KEA ist die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik in Baden-Württemberg: Sie berät Ministerien, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen bei Energieeinsparung, rationeller Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Baden-Württemberg. Der Sitz der KEA ist in Karlsruhe.

Foto © Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

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Offshore-Windpark „Gwynt y Môr”

Samstag, den 8. Oktober 2011

Was vielleicht vor vier oder fünf Jahren keiner vermutet hat: Mit Wind ist gut Geld zu verdienen. Dass haben auch die Stromversorger erkannt. Genug Geld ist in den “Kriegskassen” vorhanden, um dieses lukrative Geschäft voranzutreiben.

Innogy baut Offshore-Windpark „Gwynt y Môr” von Liverpool aus

  • Pachtverträge mit Schiffswerft Cammell Laird geschlossen
  • Basishafen für RWE Innogys Installationsschiff „Friedrich Ernestine“
  • Betriebsbasis für „Gwynt y Môr” wird ab 2014 der Hafen von Mostyn in Wales

seabreeze-1_(c)_RWE_1024RWE Innogy hat Verträge zur Nutzung von Hafenflächen in Birkenhead bei Liverpool unterzeichnet. RWE Innogy wird das Areal ab Oktober dieses Jahres als Basishafen für die Errichtung des Offshore-Windparks Gwynt y Môr (walisisch: Wind im Meer) nutzen.

Die zwischen RWE npower renewables und der Schiffswerft Cammell Laird geschlossenen Pachtverträge sehen eine Laufzeit von drei Jahren vor. Das angemietete Hafengelände umfasst eine Fläche von rund 14 Hektar und eine benachbarte Kaje von 230 Meter Länge am Westufer der Mündung des Flusses Mersey. Von hier aus sollen in den kommenden Monaten die Fundamente für insgesamt 160 Windturbinen der 3,6 Megawattklasse vormontiert, verladen und zur Windparkfläche in der Liverpool Bay rund 18 Kilometer vor der walisischen Küste transportiert werden.

RWE Innogy errichtet den Windpark Gwynt y Môr mit ihrem eigenen Offshore-Installationsschiff „Friedrich Ernestine“. Der Windpark Gwynt y Môr ist derzeit eines der größten Offshore-Windprojekte der Welt. Im Jahr 2014 soll das Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 576 Megawatt (MW) in Betrieb gehen. An dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr sind neben RWE Innogy (60 Prozent) auch die Stadtwerke München (30 Prozent) und Siemens (10 Prozent) beteiligt.

Für die Errichtung von Gwynt y Môr wird das Offshore-Installationsschiff jeweils bis zu drei der sog. Monopile-Fundamente (Pfahl-Fundamente) samt Übergangsstücke (engl. transition piece) transportieren und in Wassertiefen zwischen 12 und 28 Metern installieren. Jedes dieser Fundamente ist zwischen 50 bis 70 Meter lang und wiegt bis zu 700 Tonnen. Danach erfolgt der Aufbau der eigentlichen Windkraftanlagen mit Turmsegmenten, Maschinenhaus und Rotorstern. Bis zu sechs komplette Turbinensätze der 3,6 Megawattanlage kann das Installationsschiff jeweils transportieren und errichten.

Für den Bau ihrer Offshore-Windparks betreibt RWE Innogy über ihre Logistiktocher, die RWE OLC GmbH, zwei der weltweit größten Installationsschiffe. Satellitengesteuert können diese Schiffe zentimetergenau für die Bauarbeiten auf See fixiert werden und in Wassertiefen von über 40 Meter arbeiten.

Derzeit baut RWE Innogy alleine oder mit Partnern Offshore-Windkraftwerke in Europa mit einer installierten Leistung von 1.000 MW. Bis 2014 will das Unternehmen Genehmigungen für weitere Offshore-Windprojekte im Umfang von 5.000 MW vorliegen haben.

Foto © RWE

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Die Jagd nach dem Gas

Donnerstag, den 6. Oktober 2011

Explodierende Ölpreise, Atomausstieg, Kohlekritik, Energiewende – das sind die Schlagwörter unserer Zeit. Und dennoch ist ein fossiler Rohstoff beliebter denn je: das Gas. Auf dem gesamten Globus ist ein nie gekannter Run auf neue Quellen und Fördermethoden losgebrochen, um auch die verborgensten Reserven nutzbar zu machen.

Wunderressource “Unkonventionelles Gas”

387813_R_K_B_by_Katja Neubauer_pixelio.deGanz abgesehen seinem hiesigen Nummer-1-Status als Heizenergieträger hat Erdgas mittlerweile auch den Stellenwert inne, der der Atomkraft nie hätte zugeschrieben werden dürfen: Es ist Brückentechnologie. Solange Benzinmotoren zu schmutzig und Elektroautos zu unausgereift sind, erscheinen gasbetriebene Fahrzeuge als Königswegs. Und solange die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu sehr schwankt, sollen flexibel regelbare Gaskraftwerke als sauberste Variante fossiler Verbrennung die Versorgung sichern. Nichtsdestotrotz bleibt Erdgas eine endliche Ressource.

Wie das Umweltmagazin zeo2 in seiner Herbstausgabe berichtet, lautet das Zauberwort deshalb “Unkonventionelles Gas”. Als solches werden Reserven in den Poren harter Gesteinsschichten bezeichnet, die noch bis vor Kurzem als unförderbar galten. Schätzungen zufolge übertreffen die weltweiten Vorräte an unkonventionellem Gas die konventionellen um ein Vielfaches. In den USA stammt bereits jetzt mehr als die Hälfte des geförderten Erdgases aus unkonventionellen Quellen, vor allem aus Schiefergas. Damit ist das Land inzwischen fast unabhängig von Gasimporten und sogar zum Nettoexporteur geworden. Auch hierzulande werden größere Vorkommen an unkonventionellem Gas vermutet. Doch trotz aller Euphorie ist die Fördermethode, das sogenannte “Fracking”, mehr als umstritten. Hierbei werden Chemikalien in eine Tiefbohrung eingepresst, um künstliche Risse im gashaltigen Gestein zu erzeugen. Die möglichen ökologischen Folgen sind bislang weitestgehend unerforscht, Umweltverbände und Bürgerinitiativen laufen jedoch bereits Sturm gegen das brachiale Verfahren. Sie befürchten verseuchtes Grundwasser und Ewigkeitsschäden in der Erdkruste.

Foto © Pixelio, Katja Neubauer

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