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Monatsarchiv für August 2011

Umweltschutz und Nachhaltigkeit – Gemeinsam und aktiv!

Dienstag, den 30. August 2011

Vermehrt verbreitet sich der Gedanke, dass zum Schutz des Klimas jeder Einzelne aktiv beitragen kann. Neben diversen individuellen Projekten, die sich mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, gibt es inzwischen auch vermehrt Organisationen, die sich mit dem Thema beschäftigen und sich zum Ziel gesetzt haben, Menschen dazu anzuregen nachhaltig zu leben, zu konsumieren und zu handeln. Dabei wird besonders der Multimediabereich verstärkt genutzt.

Multimedial das Klima schützen

save our nature

Die Vorteile der Nutzung des Multimediabereichs macht sich auch die
save our nature foundation, die erste Umwelt-Medien-Stiftung weltweit, zu
Nutzen und initiiert verschiedene Projekte in diesem Bereich, um so ein
Bewusstsein für die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit
natürlichen Ressourcen unserer Erde zu schaffen, eine breite
Öffentlichkeit zu erreichen und zum Handeln anzuregen.

Dabei handelt es sich um Filme und Internetprojekte, die Umweltschutz,
Nachhaltigkeit und ethischen Konsum thematisch aufgreifen und durch
die Vermittlung von Wissen für diese Themen sensibilisieren. Im
Speziellen wird etwa die Produktion von Dokumentationen, wie z.B. zum
Thema Fairtrade und nachhaltigem Konsum in Afrika, iniitiert. Um
möglichst früh ein Umweltbewusstsein auch bei Kindern zu wecken,
werden einige Filmprojekte speziell auf Schulen und andere interessierte
Bildungseinrichtungen zugeschnitten. Die Stiftung save our nature ist
unter anderem auch Initiator der Umwelt Community savemynature.com,
die Wissen über Umweltthemen verbreiten und zum aktiven Austausch,
zur Diskussion und zum Handeln anregen soll.

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Ende der 60-Watt-Glühlampe

Dienstag, den 30. August 2011

Noch genau zwei Tage, dann tritt die nächste Stufe des gesetzlichen Glühlampenausstiegs in Kraft. Und diese Schwelle wird für viele Verbraucher wohl deutlicher zu spüren sein, als die vorherigen. Denn mit der klassischen 60-Watt-Glühlampe wird zum 1. September ein in zahlreichen Haushalten äußerst beliebtes Leuchtmittel vom Markt verschwinden.

Tipps zum Lampentausch

367960_R_by_Rike_pixelio.deEnergiesparlampen und LEDs sind die geläufigsten Alternativen zur herkömmlichen Glühbirne. Durch diese energieeffizienten Lampen lassen sich laut Angaben der Deutschen Energie-Agentur die Stromkosten in Sachen Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Über ihre gesamte Lebensdauer spart eine 11-Watt-Energiesparlampe gegenüber der 60-Watt-Birne bis zu 120 Euro ein. Zudem verfügen Energiesparlampen in der Regel über eine Betriebsdauer von etwa 10.000 Stunden – und brennen damit rund zehnmal länger als herkömmliche Glühlampen. Der zunächst höhere Anschaffungspreis sollte langfristig also in eine klare Kostenersparnis münden.

Bei den neuen, energieeffizienten Leuchtmitteln ist der Lichtstrom, angegeben in Lumen (lm), ein entscheidender Faktor. Dieser sollte, im Gegensatz zur unbedingt niedrigeren Watt-Zahl, in etwa dem Wert der ausgetauschten Glühlampe entsprechen, um auch weiterhin die gleiche Helligkeit zu erzielen. Die jeweilige Lumen-Zahl einer Lampe ist auf der Verpackung angegeben. Energiesparlampen sind mittlerweile in nahezu allen erdenklichen Farben und Formen erhältlich. Die meisten Verbraucher bevorzugen im eigenen Haushalt eine eher warme Lichtfarbe. Diese wird am ehesten durch Lampen mit einer Farbtemperatur von 2.700 Kelvin oder weniger gewährleistet.

LEDs zeichnen sich, ebenso wie Energiesparlampen, durch einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer aus. Sie sind bislang allerdings noch deutlich hochpreisiger und eignen sich eher als Ersatz für Glühlampen mit niedriger Wattzahl. Als weitere Alternative werden oftmals auch Halogenlampen genannt. Diese verfügen gegenüber Energiesparlampen und LEDs allerdings über eine verkürzte Lebensdauer sowie über einen deutlich höheren Stromverbrauch. Wichtig: Unter den energiesparenden Leuchtmitteln verschiedener Hersteller gibt es durchaus Qualitätsunterschiede. Verbraucher können sich beim Lampenkauf am auf der Packung abgedruckten EU-Label orientieren. Bei Energiesparlampen und LEDs sollte dies in der Regel die Effizienzklasse A aufweisen, Halogenlampen erreichen im besten Fall die Klasse C.

Foto © Pixelio, Rike

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Umwelthauptstadt-Dialog „Masterplan Klimaschutz“

Mittwoch, den 24. August 2011

Meckern kann jeder. Mitgestalten auch, wenn er sich für eine umweltfreundliche Zukunft interessiert. Wer Lust, Zeit und Ideen hat, sollte sich beim Umwelthauptstadt-Dialog anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

4. Umwelthauptstadt-Dialog

  • Beim 4. Umwelthauptstadt-Dialog am 1. September sind Ideen für eine umweltfreundliche Zukunft gefragt – von Bürgern, Politikern und Experten

Hamburg, Foto Kebschull

Mitmachen, mitreden, mitgestalten: Mit welchen konkreten Maßnahmen lassen sich Hamburgs Klimaschutz-Ziele bis 2050 erreichen? Das ist die zentrale Frage des ‚Masterplans Klimaschutz‘. Jetzt kann bei diesem hochwichtigen Thema jeder Einfluss nehmen und beim vierten Umwelthauptstadt-Dialog am 1. September 2011 auf Kampnagel eigene Ideen einbringen sowie sich über den aktuellen Stand des Masterplans informieren.

Als Stadt am Wasser ist Hamburg vom Klima ganz besonders abhängig, und als Großstadt ist sie weltweit gesehen für fast 80 Prozent des globalen Treibhauseffektes mitverantwortlich. Erneuerbare Energien, die energetische Sanierung von Gebäuden, eine effizientere Mobilität – mit einem Mix aus verschiedenen Maßnahmen soll der Ausstoß von Kohlendioxid in Hamburg bis 2050 gegenüber 1990 um 80 Prozent reduziert werden.

Alle Mitbürger sind herzlich eingeladen, sich beim nächsten Umwelthauptstadt-Dialog „2050 beginnt jetzt – Der Hamburger Masterplan Klimaschutz“ mit eigenen Ideen einzubringen oder aktuelle Maßnahmen des Klimaschutzes mit Experten und Politik zu diskutieren.

Die Teilnahme an allen Umwelthauptstadt-Dialogen ist kostenfrei. Zur besseren Organisation wird um eine Anmeldung gebeten:

Foto (c) Redaktionsbüro Kebschull

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Flucht vor hohen Strompreisen

Dienstag, den 23. August 2011

Das Projekt deutsche Energiewende ist kaum laut ausgeprochen, da geht das Gezeter über zu hohe Strompreise bereits los. Allerdings nicht von Seiten der privaten Verbraucher – selbige hatten in zahlreichen Umfragen deutlich zum Ausdruck gebracht, ein Plus an Ökostrom finanziell unterstützen zu wollen. Vielmehr ist es die deutsche Wirtschaft, die laut über eine Flucht in energetisch günstigere Länder nachdenkt.

Unternehmen drohen mit Abwanderung

522162_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deMit Marijn Dekkers vom Chemie-Konzern Bayer und Robert Hoffmann vom Telekommunikations-Unternehmen 1&1 hatten unlängst gleich zwei Konzernspitzen namhafter deutscher Firmen im Interview mit der Wirtschaftswoche über zu hohe Strompreise am Standort Deutschland geklagt. Die hiesigen Energiekosten lägen bereits jetzt EU-weit an der Spitze, von Billigstromländern in Asien ganz zu schweigen. Bayer beschäftigt in Deutschland derzeit noch mehr als 36.000 Mitarbeiter, der Schwerpunkt von Neuinvestitionen, so Konzernchef Dekkers, sei aber mittlerweile nach China verlagert worden. Deutschland verliere aufrund der hohen Strompreise als Produktionsstandort für die Chemieindustrie zunehmend an Attraktivität. 1&1-Chef Hoffmann drückt es gegenüber der Wirtschaftswoche so aus: “In Sachen Datenschutz und Datensicherheit ist Deutschland ein Top-Standort, aber leider nicht beim Strom.” Sein Unternehmen beziehe ausschließlich Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken, müsse aber trotzdem die EEG-Umlage zahlen. Hoffmann: “Wir subventionieren damit den Bau von Solardächern. Somit zahlen wir doppelt.” Deshalb denke man nun über alternative Standorte ohne Stromzusatzkosten nach.

Es ist mal wieder die leidige Diskussion um die ach so hohen Produktionskosten. Und sie ist beliebig austauschbar. Egal, ob es um Löhne, Steuern oder, wie in der aktuellen Debatte, um Energiekosten geht – die Unternehmen deuten jedes Mal drohend mit dem Zeigefinger Richtung Fernost. Aber natürlich bietet der Wirtschaftsstandort Deutschland auch unschätzbare Vorteile: Gut ausgebildete Arbeitskräfte, hohe technologische Standards und eine funktionierende Infrastruktur. Hinzu kommt von nun an auch der Faktor Energiewende und damit die Orientierung hin zu einer ökologisch nachhaltigeren Zukunft. Und Wirtschaftsunternehmen sind als entscheidende Akteure innerhalb der Gesellschaft in der dringenden Pflicht, diese auch finanziell mitzugestalten.

Foto © Pixelio, Gerd Altmann

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Forschungsschiff SONNE

Sonntag, den 21. August 2011

Klimaschutz geht uns alle an. Das Klima wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, unter anderen von den Weltmeeren. Daher ist es wichtig, das Thema Meeresforschung mit einem modernen Forschungsschiff voranzutreiben.

Start frei für das neue Forschungsschiff SONNE

  • Bundesministerin Annette Schavan unterzeichnet Bau- und Bereederungsvertrag / Impuls für Meeresforschung und deutsche maritime Wirtschaft

sonne_web1_(c)_meyer-werft_kleinBundesforschungsministerin Annette Schavan hat auf der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde zusammen mit der niedersächsischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka den Vertrag zum Bau und zur Bereederung des neuen Tiefseeforschungsschiffes SONNE unterzeichnet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung setzt damit die Erneuerung der deutschen Forschungsflotte fort. “Die deutsche Meeresforschung kann sich freuen”, sagte Schavan. Das neue Schiff soll 2015 das aus der Fahrt gehende 36 Jahre alte Tiefseeforschungsschiff SONNE ablösen.

Auftragnehmer ist die Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co. KG, ein Konsortium bestehend aus der Meyer Werft (Papenburg) und der Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen), das sich in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren gegen starke Konkurrenz durchgesetzt hat. Das Schiff wird auf der Neptun Werft in Warnemünde gebaut, einem Schwesterunternehmen der Meyer Werft. Der Heimathafen des neuen Tiefseeforschungsschiffes wird Wilhelmshaven sein.

Gemeinsam mit den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen hatte Ministerin Schavan im Jahr 2008 den Nachfolgebau vereinbart. Auch der Wissenschaftsrat hatte dies empfohlen. Die Kosten in Höhe von 124,4 Millionen Euro übernimmt das BMBF zu 90 Prozent, die Küstenländer investieren zusammen 10 Prozent. Davon trägt Niedersachsen gut die Hälfte.

Haupteinsatzgebiete des neuen Schiffes werden der Indische und Pazifische Ozean sein. Beide Weltmeere haben einen großen Einfluss auf das Weltklima, weshalb ihre Erforschung immer wichtiger wird. Die SONNE wird aber auch dazu beitragen, andere wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Fragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich der Versorgung mit marinen Rohstoffen und des Eingreifens des Menschen in die Ökosysteme. Das neue Forschungsschiff wird energieeffizient und damit besonders umweltfreundlich sein.

Linktipp:

Foto © RF Forschungsschiffahrt GmbH | Meyer Werft

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Brennstoffzellen-Busse mit Hybridtechnik in Hamburg

Samstag, den 20. August 2011

Mit dem Thema Elektromobilität haben wir uns hier im Blog schon häufig beschäftigt. Brennstoffzellentechnik, das heißt der Einsatz von Wasserstoff ist eine weitere Option, sich emissionslos zu bewegen. Das Konzept Wasserstoffbus überzeugt. Leider sind die Anschaffungskosten für die neuen Fahrzeuge sehr hoch.

Brennstoffzellen-Busse mit Hybridtechnik in Hamburg auf Linie

  • Vier Citaro FuelCELL-Hybrid für Hamburger Hochbahn
  • Elektrisch, Leise, Schadstofffrei
  • Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid

Stuttgart/Hamburg – Flüsterleise und ohne Schadstoffe kommt der Bus der Zukunft in Hamburg an. Die Hamburger Hochbahn AG hat im Rahmen des deutschen Förderprojekts „NaBuZ demo“ (Nachhaltiges Bussystem der Zukunft – Demonstration) vier Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid angeschafft.Weitere drei sollen im nächsten Jahr folgen.

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Gegenüber den Brennstoffzellen-Omnibussen, die ab dem Jahr 2003 in Hamburg in der Erprobung waren, hat der neue Citaro FuelCELL-Hybrid wesentliche Neuerungen aufzubieten: Hybridisierung mit Energierückgewinnung und Speicherung in Lithium-Ionen-Batterien, leistungsstarke Elektromotoren mit 120 kW Dauerleistung in den Radnaben, elektrifizierte Nebenaggregate und weiterentwickelte Brennstoffzellen. Diese sollen eine auf mindestens sechs Jahre oder 12 000 Betriebsstunden vergrößerte Dauerhaltbarkeit erreichen.

Dank der verbesserten Brennstoffzellenkomponenten und der Hybridisierung mit Lithium-Ionen-Batterien spart der neue Citaro FuelCELL-Hybrid im Vergleich zur Vorgängergeneration fast 50 Prozent Wasserstoff. Deshalb konnte die Anzahl der Tanks gegenüber den in Hamburg früher erprobten Brennstoffzellenbussen von neun auf sieben Behälter mit zusammen 35 kg Wasserstoff reduziert werden. Die Reichweite des Brennstoffzellenbusses beträgt rund 250 Kilometer. Zudem ist das Antriebssystem mit den Brennstoffzellen nahezu wartungsfrei und sehr langlebig. Mit diesen vielfältigen technischen Fortschritten kommen rein elektrische Omnibusse mit Brennstoffzellen als Energieerzeuger der Serienreife einen deutlichen Schritt näher.

Mit dem Engagement im NaBuZ demo-Projekt und im CHIC-Projekt knüpft Daimler Buses an die erfolgreichen CUTE- und HyFLEET:CUTE Projekte der Europäischen Union an, die von 2003 bis 2009 durchgeführt wurden. Insgesamt haben sich dabei 36 Mercedes-Benz Citaro mit Brennstoffzellenantrieb der zweiten Generation in zwölf Verkehrsbetrieben auf drei Kontinenten bestens bewährt. Mit mehr als 140 000 Betriebsstunden und über 2,2 Millionen Kilometern Laufleistung haben Mercedes-Benz Busse die Praxistauglichkeit des umweltverträglichen Brennstoffzellenantriebs nachgewiesen.

Foto © Daimler AG

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Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe 2011

Donnerstag, den 18. August 2011

Für viele Menschen ist es ein Unding, Lebensmittel anzubauen, um daraus Energie herzustellen. Ich meine, besser Anbaufläche sinnvoll nutzen, als das die Bauern Geld für “Brachlandschaft” bekommen.

FNR schätzt Anbau auf 2,3 Millionen Hektar

FNR510_Grafik_Anbau_2011_1024Zur Ernte 2011 wachsen Energie- und Industriepflanzen auf 2.282.500 Hektar, schätzt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Dies entspricht etwa 19 Prozent der Ackerfläche Deutschlands und einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um gut 150.000 Hektar. Energiepflanzen stehen derzeit auf 1,96 Millionen Hektar. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Anbau von Biogaskulturen um 150.000 und der für Bioethanol um etwa 10.000 Hektar erweitert. Raps für Biodiesel und reines Pflanzenöl als Kraftstoff belegten hingegen etwa 30.000 Hektar weniger als in 2010. Der Flächenbedarf von Industriepflanzen blieb wie auch in den Vorjahren relativ konstant.

Auch wenn der Anbau für Biokraftstoffe leicht zurückging, bleibt der Raps die wichtigste Energie- und Industriepflanze in Deutschland. Einen deutlichen Anstieg verzeichnen Kulturen, die für die Biogas-Erzeugung zum Einsatz kommen. Mais und Getreide stellen hier den Löwenanteil, jedoch finden neue, zum Teil noch in Erprobung befindliche Pflanzen wie z. B. Hirsearten oder Durchwachsene Silphie wachsendes Interesse.

Der landwirtschaftliche Anbau von festen Brennstoffen nimmt 2011 ebenfalls zu. Angebaut werden bisher noch auf einem geringen Niveau vor allem schnell wachsende Baumarten wie Pappeln, Weiden und Robinien zur Erzeugung von Agrarholz sowie das Schilfgras Miscanthus.

Der Anbau von Industriepflanzen für chemisch-technische Zwecke bleibt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant, wobei Faserpflanzen wie Hanf und Flachs kaum noch nennenswert zu Buche schlagen.

Linktipps:

Grafik © FNR

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Wie wichtig ist Wasserstoff?

Mittwoch, den 17. August 2011

Eins ist sicher: Eine unserer wichtigsten Energiequellen Öl ist endlich. Daher ist es sinnvoll sich nach weiteren Optionen umzusehen. Wasserstoff wäre eine Möglichkeit.

Wasserstoff sichert Zukunft der Energieversorgung und Mobilität

  • Ergebnis des Experten-Workshops “Regelenergie” in Darmstadt: Wasserstoff ist idealer Energiespeicher und -träger in der Energiewende
  • Mit Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff dient als Zwischenspeicher
  • In Wasserstoff gespeicherte Energie kann mittels Brennstoffzelle emissionsfrei in Fahrzeugen genutzt werden
  • Unternehmen in Hessen bieten interessante Ansätze und Lösungen, insbesondere um die Netze stabil zu halten

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Die Referenten des heute vom Hessischen Umweltministerium und der Wasserstoff- und Bennstoffzelleninitiative Hessen (H2BZ) veranstalteten Workshops “Regelenergie – Lösungsansätze mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie” waren sich am Ende einig: Wasserstoff ist ein idealer Energieträger und –speicher für die gerade anlaufende Energiewende und für die Zukunft der Mobilität.

Prof. Dr. Birgit Scheppat, Leiterin des Wasserstoff- und Brennstoffzellenlabors der Hochschule Rhein-Main und stellvertretende Vorsitzende der H2BZ-Initiative Hessen, stellte bereits in ihrer Keynote fest: “Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Die elektrische Energie soll zu 30 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen und gleichzeitig sind alle Atomkraftwerke abgeschaltet. Kann es überhaupt gelingen, wenn die heutigen Netze nicht dafür vorgesehen sind? Der Ausbau neuer Stromtrassen auf sich warten lässt? Es gibt bereits Lösungen und eine der vielversprechend: Zwischenspeicherung der fluktuierenden Stromquellen in Wasserstoff. Wieso Wasserstoff? Er ist klimaneutral, seit mehr als hundert Jahren im Einsatz – sicher, zuverlässig und in großer Menge speicherbar.

Roland Käppner von Siemens ist überzeugt, dass Wasserstoff “die einzige Option für größere und über längere Zeitperioden zu speichernde Energiemengen” ist. Und weiter: “Hochdynamische Elektrolysesysteme zur Wasserstofferzeugung lassen sich als flexible Regellast einsetzen, insbesondere dort, wo man Wasserstoff am Ende stofflich nutzt oder in einer anderen Energieform ausspeichert.” Dem pflichtete Reinhold Wurster von der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik bei: “Die Speicherung von großen Strommengen über zwei oder drei Tage hinaus ist nur mittels Wasserstoff in Salzkavernen möglich – das zeigt die jahrzehntelang geübte Praxis dieses Verfahrens. Die profitabelste Verwendung so gespeicherten Wasserstoffs ist die Nutzung in Brennstoffzellenfahrzeugen.” Damit würde Wasserstoff zum idealen Energieträger für emissionsfreie Mobilität.

Linktipps:

Screenshot (c) H2BZ-Hessen

» Wie wichtig ist Wasserstoff?

Renaissance der Kohlekraft

Dienstag, den 16. August 2011

Vor diesem Szenario hatten Umwelt- und Energieexperten bereits seit Beginn der Atomdiskussion in Deutschland gewarnt: Man dürfe den Ausstieg aus der Kernenergie nicht mit einem Plus an Kohlekraft bewältigen. Doch nun verdichten sich die Anzeichen, dass genau dies geschehen könnte, denn die Bundesnetzagentur dringt aktuell auf den außerplanmäßigen Weiterbetrieb von vier veralteten Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen.

Laufzeitverlängerung für Kohlekraftwerke in NRW

485116_R_K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.deLaut Medienberichten hat die Bundesnetzagentur die nordrhein-westfälische Landesregierung aufgefordert, die in 2012 geplante Stilllegung von vier Kohlekraftwerken aufzuschieben. Konkret geht es um drei Blöcke in Datteln und eine Anlage in Herne – allesamt bereits seit mehr als 40 Jahren in Betrieb. Die Begründung ist nicht schwer zu erraten: Man befürchtet aufgrund der schwindenden Atomkraft mögliche Stromengpässe. Dies betreffe vor allem die Bereiche Fernwärme und Bahnstrom. Die NRW-Landesregierung ist nach eigenen Aussagen grundsätzlich gesprächsbereit und erwägt gar einen “geduldeten” Weiterbetrieb der Altanlagen. Kraftwerksbetreiber E.ON hat indes schon mal vorsorglich Klage gegen die ursprünglich geplante Stilllegung eingereicht. Wohl auch, weil sich im Fall Datteln noch immer ein umstrittener Kraftwerksneubau in der Schwebe befindet, den man in der Gunst der Stunde nun gerichtlich durchdrücken will.

Erinnert sich noch jemand an die hiesige Energiediskussion vor Fukushima? Die deutschen Atomkraftwerke sollten damals lustig weiterlaufen, weil sie als sicher und sauber galten. Das globale Klima war in aller Munde, und der Staatsfeind Nummer eins hieß CO2. Selbiges wird bis heute unvermindert aus den Schloten der Kohlekraftwerke geblasen, weil eine simple Werteverschiebung stattgefunden hat. Im Licht der monströsen Risikotechnologie Kernkraft wirkt die Kohle zwar immer noch schmutzig, aber eben nicht lebensbedrohlich. Zwar hatten zahlreiche Politiker, Umweltverbände und Energieexperten frühzeitig vor einer drohenden Renaissance der Kohlekraft im Zuge des Atomausstiegs gewarnt. Aber seien wir ehrlich: Der Klimakiller Kohle steht seit den Ereignissen in Japan völlig außerhalb der öffentlichen Debatte. Windparks und Solardächer werden ausgiebig gefeiert, dabei vergessen viele, dass die Kohlekraft noch immer unangefochten an der Spitze der deutschen Energieerzeugung steht.

Foto © Pixelio, Dieter Schütz

» Renaissance der Kohlekraft

Infopavillon in der Umwelthauptstadt Hamburg

Donnerstag, den 11. August 2011

Wer Zeit und Lust hat, sich in Hamburg um das Thema Umwelt zu kümmern, sollte den Infopavillon besuchen. Noch heute (11.08.) gibt es die Ausstellung “Biologische Vielfalt – Es geht uns alle an” zu sehen. Nette Idee: Vom 15. bis 31. August erhält jeder zehnte Besucher des Umwelthauptstadt-Infopavillons das Buch „So grün ist Hamburg“. Der Eintritt ist frei.

„Aktion Europa“ zu Gast in der Umwelthauptstadt

  • Die Informationstour “Biologische Vielfalt – Es geht uns alle an” ist heute und morgen vor dem Infopavillon am Hauptbahnhof zu sehen.

Wir treffen in unserem täglichen Leben ständig Entscheidungen, die direkt oder indirekt Einfluss auf unsere Umwelt und die Artenvielfalt haben. Die Ausstellung “Biologische Vielfalt – Es geht uns alle an”, die am 10. und 11. August vor dem Infopavillon der Umwelthauptstadt zu sehen ist, möchte das Bewusstsein stärken für genau diese Zusammenhänge der biologischen Vielfalt.

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20 Schautafeln erklären anschaulich, was biologische Vielfalt eigentlich bedeutet, nämlich nicht nur Artenvielfalt und ökologische Lebensräume, sondern auch Basis für unseren Alltag. Denn die biologische Vielfalt versorgt uns mit Nahrung, Arzneimitteln und Textilien. Die Ausstellung zeigt, dass deshalb auch der Schutz der Biodiversität kein Luxusproblem ist, sondern elementarer Bestandteil für unsere Lebensgrundlage. Wie Lebensräume miteinander verbunden sind und wie vielfältig die Natur in Europa ist, zeigt ein Film in eindrucksvollen Bildern. Der Besucher lernt, welchen Einfluss jeder Einzelne nehmen kann und welche Maßnahmen die Europäische Union ergreift, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Zudem kommen Spatz, Eiche, Thunfisch, Apfel, Eichhörnchen und Frosch zu Wort.

Die Informationstour ist ein Projekt der „aktion europa“, in der sich Bundesregierung, Europäisches Parlament und Europäische Kommission zusammengeschlossen haben. Die Ausstellung tourt im Juli und August durch alle Bundesländer und macht anlässlich des Umwelthauptstadtjahres auch in Hamburg Halt.

Zum Ende der Sommerpause hält der Infopavillon zudem eine kleine Überraschung bereit: vom 15. bis 31. August erhält jeder zehnte Besucher des Umwelthauptstadt-Infopavillons das Buch „So grün ist Hamburg“. Das Buch stellt Hamburgs Naturschutzgebiete vor.

Adresse: Glockengießerwall 4, 20095 Hamburg (zwischen Kunsthalle u. Hauptbahnhof)
Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 20:00 Uhr; Der Eintritt ist kostenfrei.

Screenshot © Umwelthauptstadt Hamburg

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