stromblog

Stromtarife, Stromanbieter, Nachrichten, Spartipps und mehr

Monatsarchiv für April 2011

Ökostrom-Label mit grüner Garantie

Dienstag, den 26. April 2011

Im Zuge der aktuellen Atomdiskussion verzeichnen viele Energieversorger eine drastisch erhöhte Nachfrage nach Ökostromtarifen. Mehr und mehr Verbraucher stellen bewusst den Umweltgedanken über einen möglichst günstigen Strompreis. Aber: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Wer in Sachen Nachhaltigkeit sicher gehen will, sollte in jedem Fall auf entsprechende Zertifikate achten.

Auf die Verpackung kommt es an

Robert MelzerGrundsätzlich müssen Verbraucher für den Bezug von Ökostrom noch immer tiefer in die Tasche greifen als bei günstigen Tarifen auf Basis konventioneller Erzeugung. Allerdings schrumpfen die Preisunterschiede zusehends, so dass Ökostrom oftmals schon heute günstiger zu beziehen ist als zum Beipiel die generell teuren Tarife der Grundversorgung. Wer aus ebendieser zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt, kann durchaus spürbar sparen. Für viele Verbraucher ist diese Diskussion allerdings längst nicht mehr entscheidend – sie sind bereit, einen höheren Preis für sauber erzeugten Strom zu zahlen. Wie sauber ist aber ein bestimmter Ökostromtarif? An dieser Stelle gehen die Definitionen nämlich aufgrund mangelnder gesetzlicher Vorgaben deutlich auseinander. Manche Versorger deklarieren auschließlich die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen als Ökostrom, andere fassen darunter beispielsweise auch Energieprodukte aus Kraft-Wärme-Kopplung, die zwar ressourcenschonend aber eben nicht rein regenerativ angelegt ist. Und für den harten Kern ist Ökostrom nur dann wirklich öko, wenn die erzielten Gewinne auch in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden. Auf dieses Kriterium sollten Verbraucher stets achten, sofern sie mit ihrem grün gemeinten Strompreis nicht letztenendes den Bau neuer Kohlekraftwerke finanzieren möchten.

Ökostrom-Label, die strenge Richtlinien nicht nur bei der Erzeugung, sondern auch im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften der Energieversorger ansetzen, sind das ok-power-Label, das Grüner Strom Label sowie TÜV-Zertifikate. Diese drei Gütesiegel garantieren eine ausschließlich regenerative Stromerzeugung sowie die Reinvestition der Gewinne in erneuerbare Energien. Eine explizite Warnung sprechen Verbraucherschützer und Energieexperten in Bezug auf RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) aus. Diese ermöglichen es Versorgern, konventionelle Stromprodukte durch den Kauf von Zertifikaten in Ökostrom umzudeklarieren. Verbraucher, die den Gütesiegel-Dschungel umgehen und in jedem Fall auf Nummer sicher gehen wollen, sollten auf einen Anbieter zurückgreifen, der ausschließlich Ökostrom vertreibt. Hier ist nachhaltiges Wirtschaften schon im Ansatz garantiert.

Foto © Pixelio, Robert Melzer

» Ökostrom-Label mit grüner Garantie

Kampf der Sparlampen

Donnerstag, den 21. April 2011

Die Glühlampe ist tot, es lebe die… ja, was eigentlich? Lange Zeit galt die Kompaktleuchtstofflampe – im Volksmund auch Energiesparlampe genannt – als der designierte Nachfolger der vom Aussterben bedrohten Glühfunzel. Mittlerweile kennt der Markt allerdings Alternativen. Und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Stiftung Warentest vergleicht Beleuchtungssysteme

Thorben WengertDie Energiesparlampe hat seit ihrer schritt- aber eben auch zwangsweisen Einführung schon so manchen kritischen Bugtreffer einstecken müssen. Wurden zu Beginn des Glühlampenausstiegs noch hitzige Debatten über Preis und Lichtqualität der alternativen Stromsparer geführt, befinden wir uns nunmehr tief im Sumpf der Quecksilber-Diskussion. Energiesparlampen vergiften Mensch und Umwelt, sagen die Kritiker, die Hersteller halten eine niedrige Konzentration und weitestgehende Bruchsicherheit der Leuchten dagegen. Wie auch immer, Recht hat letztlich der Kunde – und der kann mittlerweile mehr als nur ein Produkt kaufen. Deshalb hat die Stiftung Warentest im jüngsten Sparlampen-Vergleich (Ausgabe 03/2011) auch gleich drei Beleuchtungssysteme gegeneinander antreten lassen. Ring frei für: Energiesparlampen vs. LED-Leuchten vs. Halogenglühlampen.

Der Halogentechnik erteilten die Tester eine überdeutliche Abfuhr – die zwei geprüften Leuchten kamen nicht über die Endnoten “ausreichend” und “mangelhaft” hinaus. Grund: Der Stromverbrauch ist so hoch, dass man hier kaum von energiesparend sprechen kann. Im Vergleich zu wirklich effizienten Sparlampen ziehen die Halogenmodelle rund dreimal so viel Saft. Einziger Vorteil dieses Systems ist die hervorragende Farbechtheit des Lichts. Wer also seinen Rembrandt stilgerecht ausleuchten möchte, greift zu, alle anderen lieber nicht. Die Stärken der klassischen Energiesparlampe liegen laut Stiftung Warentest im günstigsten Preis und in der besten Helligkeit. In Sachen Farbechtheit lässt die Kompaktleuchtstofflampe allerdings Federn. Als bestbewertete Energiesparlampe erhielt eine Leuchte von Osram die Endnote 2,0. Der Testsieg ging, nicht zum ersten Mal, an die LED-Technik. Zwei Modelle der Hersteller Toshiba und Philips wurden mit der Gesamtnote 1,6 gekrönt, weil sie die beste Mischung aus Energieeffizienz und Lichtqualität boten. Zudem zeichnen sich LED-Lampen gemeinhin durch die im Vergleich zu anderen Systemen verlässlichste Schaltfestigkeit aus.

Ein Wort noch zum Preis. Wer denkt, die Testsieger in den Kategorien Energiesparlampe (Osram Dulux Superstar Mini Ball für 11 Euro) und LED-Leuchte (Toshiba E-Core für 15 Euro) seien bereits unverschämt teuer, der lese jetzt besser nicht weiter. Denn die zweitplatzierte LED-Lampe Philips Econic kostet satte 59 Euro. Stromspareffekt und Langlebigkeit hin oder her – bei solchen Preisen gehen definitiv die Lichter aus.

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

» Kampf der Sparlampen

Bikemania: E-Bikes in the City

Samstag, den 16. April 2011

Tu was für die Umwelt, tu was für die Figur! So könnte man die Bikemania auf den Punkt bringen. E-Bikes sind absolut trendy. Vereinbaren sie doch Umwelt und Fahrspaß ideal.

RWE-E-Bikes On Tour 2011 startet am 18. April

  • Deutlicher Zuwachs an E-Fahrrädern in Deutschland

rwe-bike-350RWE Deutschland setzt die bereits im Jahr 2010 äußerst erfolgreiche E-Bike-Aktion in diesem Jahr fort. Mit einem Sponsoring vergibt RWE Deutschland 500 Exemplare der pfiffigen Räder erstmals an seine kommunalen Partner. Darüber hinaus besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich kostenlos bis zu zehn Bikes für einen Tag auszuleihen, Transport inklusive.

Die Fahrradbranche boomt, auch der Absatz von E-Bikes ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen: Während 2010 in Deutschland ca. 200.000 E-Bikes einen Käufer fanden, wird der Marktanteil der E-Bikes bis 2018 – so der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) – bei ca. 15 Prozent liegen. In Anbetracht der Benzinpreisentwicklung amortisiert sich der Anschaffungspreis für E-Fahrräder von 2000 – 3000 Euro relativ schnell. Auch für Berufspendler sind die elektrischen Fahrräder eine überaus interessante und kostengünstige Alternative zum Auto.

Linktipps:

Foto © RWE

» Bikemania: E-Bikes in the City

Girls’ Day: Technik mit Energie

Freitag, den 15. April 2011

Technik kann interessant und spannend sein: 450 Mädchen übernahmen am Girls’ Day das Regiment in den Ausbildungszentren von RWE Power im Revier.

Bundesweiten Girls´ Day zeigt Chancen im Technikbereich

girls-day-rwe_350x233Technik ist wichtig und interessant: Diese Erkenntnis nahmen mehr als 450  junge Damen mit, die gestern (14. April 2011) am bundesweiten Girls´ Day die vier Ausbildungszentren der RWE Power in Grefrath, Gustorf, Niederaußem und Weisweiler besuchten. Die Schülerinnen ab der fünften Klasse erhielten Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten in attraktiven gewerblich-technischen Berufen wie zum Beispiel Industriemechanikerin, Elektronikerin für Betriebstechnik oder Mechatronikerin. Betreut wurden die jungen Mädchen von Ausbildern und Auszubildenden der RWE Power, die zu allen Fragen rund um das Thema Ausbildung Rede und Antwort standen.

Neben Informationen gab es praktische Übungen und natürlich reichlich Gelegenheit zu schauen, mitzumachen, auszuprobieren und selbst zu erfahren, wie spannend solche Berufsbilder sind.

Und genau hier liegt die Intention des Girls’ Day. Er will Interesse für technische Berufe wecken und damit das Spektrum bei der Berufswahl erweitern. Und die Kommentare der Girls’ Day-Teilnehmerinnen zeigen, wie überrascht sie von der Attraktivität der Berufsbilder sind, wie viel Spaß ihnen die Beschäftigung mit Technik macht.

Junge Menschen für das Berufsleben fit zu machen hat für RWE Power im rheinischen Revier Tradition. Seit vielen Jahrzehnten ist das Unternehmen ein zuverlässiger Ausbildungspartner in der Region. Die Palette der Ausbildungsberufe reicht dabei vom Industriemechaniker/in bis hin zum Kaufmann/-frau für Bürokommunikation. Weitere Informationen zu diesen Angeboten sind im Internet unter www.schule-mit-power.de zu finden.

Foto © RWE

» Girls’ Day: Technik mit Energie

Amsterdam jetzt mit eMobilen

Freitag, den 15. April 2011

Die Fahrradstadt Amsterdam will demnächst mit eMobilen unterwegs sein. Die Vorrausetzungen werden durch über 100 Ladestationen geschaffen.

RWE rüstet Amsterdam mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aus

  • Stadt Amsterdam vergibt Großauftrag für flächendeckende Ladeinfrastruktur
  • Lieferung von zunächst 125 Ladesäulen

mobility_540x393_(c)-rweDer niederländische Energieversorger Essent, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der RWE AG, hat von der Stadt Amsterdam den Auftrag zur Lieferung und Installation von mindestens 125 Ladesäulen erhalten. Die Lieferung kann bis zu 750 Ladepunkte umfassen. Die ersten Ladepunkte werden noch in der ersten Jahreshälfte installiert.

Die Stadt Amsterdam plant bis 2015 mit 10.000 Elektrofahrzeugen und verfolgt damit ehrgeizige Umweltschutzziele. In Amsterdam stehen bereits heute ca. 100 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Damit ist Amsterdam bei der Einführung der Elektromobilität einer der Schrittmacher in Europa.

RWE liefert europaweit intelligente Ladeinfrastruktur-Systemlösungen für Elektrofahrzeuge. Schon jetzt betreibt RWE in 14 europäischen Ländern mehr als 800 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Kunden von RWE in den jeweiligen Ländern sind vor allem Städte und Kommunen, Energieversorger sowie Flottenbetreiber.

ToppLinks:

Grafik © RWE-Mobility

» Amsterdam jetzt mit eMobilen

CCS-Gesetzentwurf beschlossen

Freitag, den 15. April 2011

Am vergangenen Mittwoch hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für die Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von CO2 beschlossen. Das sogenannte CCS-Gesetz soll noch im kommenden Herbst in Kraft treten und damit erste Modellprojekte in Deutschland ermöglichen. Umweltverbände laufen bereits seit langem Sturm gegen die umstrittene Technologie.

Diskussion um CO2-Speicherung

Kurt F. DomnikDie CCS-Technologie (Carbon Dioxide Capture and Storage) soll der Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 dienen, welches beim Betrieb von Kohlekraftwerken anfällt. Das klimaschädliche Gas wird dabei in tiefe Gesteinsschichten verpresst, um nicht in die Atmosphäre zu gelangen. Befürworter des Prinzips sind der Auffassung, dass CCS die Klimafolgen der Kohlekraft abmildern und damit einen entscheidenden Beitrag zu einer CO2-ärmeren Energieversorgung leisten könne. Die CCS-Gegner – und dazu zählen sämtliche Umweltverbände des Landes sowie zahlreiche Bürgerinitiativen – betonen vor allem zwei entscheidende Negativaspekte der Technologie. Zum einen berge CCS ein unkalkulierbares Risikopotenzial, vor allem hinsichtlich der Dichtigkeit von CO2-Lagern sowie in Bezug auf eine mögliche Trinkwassergefährdung. Zum anderen sei die Verpressung von CO2 lediglich ein Vorwand, um in Deutschland auch langfristig an der klimaschädlichen Kohlekraft festzuhalten. In diesem Sinne würde die CCS-Technologie den Ausbau erneuerbarer Energien klar konterkarieren. Immerhin: Der beschlossene Gesetzentwurf sieht eine Klausel vor, die es den Bundesländern ermöglicht, konkrete Gebiete als CO2-Lager auszuweisen oder auch kategorisch abzulehnen.

Man könnte durchaus sagen, dass die Bundesregierung einen nicht ganz unklugen Zeitpunkt gewählt hat, um das schon seit langem umstrittene CCS-Gesetz endgültig auf den Weg zu bringen. Möglicherweise stand hier der Gedanke Pate, dass das Schreckgespenst Atomenergie der Diskussion um eine Technologie, die der Kohlekraft zusätzliche Jahrzehnte bescheren könnte, die Schärfe nimmt. So gesehen könnte Fukushima nicht nur grüne Wahlsiege, sondern auch neue Kohlekraftwerke ins Land zaubern. Und genau hier liegt der fatale Fehler. Indem man die eine Risikotechnologie gegen die nächste tauscht und sicherheitsgefährdenden Atomstrom durch klimakillenden Kohlestrom ersetzt, treibt man schlicht den Teufel mit dem Beelzebub aus.

Foto © Pixelio, Kurt F. Domnik

» CCS-Gesetzentwurf beschlossen

Raus aus der Atomkraft mit Gas?

Dienstag, den 12. April 2011

Die immer wieder neuen erschreckenden Meldungen aus Japan machen eins deutlich: Raus aus der Atomkraft. Aber reichen alternative Energien wie Wind oder Wasserkraft. Ergänzend könnte auch aus Gas zugegriffen werden. Hier kommt HighTech aus Deutschland zum Tragen.

Neues Kraftwerk in Frankreich mit Gas-und-Dampfturbinentechnologie eingeweiht

  • Kraftwerk Montoir de Bretagne von GDF SUEZ erzeugt 435 Megawatt Strom
  • Erste Anwendung einer 9FB Gasturbine von GE in Frankreich
  • Gaskraftwerk liefert zuverlässig, effizient und flexibel Strom

Ein neues Kraftwerk mit der fortschrittlichen Gas-und-Dampfturbinentechnologie von GE (NYSE: GE) wurde vor wenigen Tagen in Montoir de Bretagne in der Region Loire-Atlantique (Westfrankreich) offiziell eingeweiht. Mit einer Leistung von 435 Megawatt erzeugt es genug Strom für ca. 450.000 französische Haushalte.

gas-Turbine-ge-2011-540

Eigentümer und Betreiber ist GDF SUEZ, ein französischer, multinationaler Energieversorger, der nun zusätzlichen Strom in die Südbretagne liefern kann, insbesondere in Zeiten hoher Nachfrage wie während der Wintermonate. An der offiziellen Einweihung des neuen Werks nahmen Gérard Mestrallet, CEO von GDF Suez, weitere Führungskräfte von GDF SUEZ und GE, sowie Vertreter lokaler Behörden teil.

Das neue Kraftwerk basiert auf der 109FB Gas- und Dampfturbinentechnologie von GE, die aus einer Gasturbine vom Typ 9FB, einer hocheffizienten und fortschrittlichen (HEAT™)-Dampfturbine und entsprechenden Generatoren besteht. Die 9FB gehört zu den weltweit modernsten, luftgekühlten 50-Hertz-Gasturbinen und ist das größte Mitglied der Familie der F-Klasse-Gasturbinen von GE. Sowohl die 9FB wie auch die Dampfturbine bieten maximale Effizienz und Leistung.

Foto © 2011 GE

» Raus aus der Atomkraft mit Gas?

Atomausstieg bis 2015?

Dienstag, den 12. April 2011

Dass sich Deutschland in absehbarer Zeit von der Atomkraft verabschieden wird, scheint festzustehen. Die Frage ist nur: Wann genau? Die Mehrheit der öffentlichen Statements pendelt sich irgendwo um das Jahr 2020 ein, während die Atomwirtschaft und Teile der Regierung eher Richtung 2025 deuten. Eine neue Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace stellt hingegen eine sehr viel schnellere Machbarkeit in Aussicht. Demnach soll der vollständige Atomausstieg bereits bis 2015 möglich sein.

Greenpeace berechnet Zeitplan

Gerd AltmannLaut Greenpeace-Berechnungen, die auf der Basis aktueller Kraftwerksplanungen des Bundesverbandes der Energiewirtschaft vorgenommen wurden, wäre ein Atomausstieg bis 2015 machbar, ohne dass dadurch negative Auswirkungen in Sachen Versorgungssicherheit, Klimaschutz oder Energiekosten entstehen würden. Die sieben ältesten AKW sowie der Pannenmeiler Krümmel könnten laut Greenpeace abgeschaltet bleiben und der Reaktor Neckarwestheim 2 noch in diesem Jahr stillgelegt werden. Zwischen 2012 und 2015 könnten dann pro Jahr zwei weitere Meiler vom Netz gehen, so dass der Atomausstieg bereits in vier Jahren vollendet wäre. Dies sei möglich, so Greenpeace, weil bereits im derzeitigen Kraftwerkspark klare Überkapazitäten bestehen und sich zudem mehr als 50 neue Kraftwerke in Bau oder Planung befinden.

Insgesamt müssten für die 17 deutschen Kernkraftwerke Erzeugungskapazitäten von 21.000 Megawatt ersetzt werden. Laut Greenpeace-Berechnungen könnte dies auch ohne zusätzliche Stromimporte bis 2015 geleistet werden. Der Ersatz-Strom soll dabei überwiegend aus geplanten oder sich bereits im Bau befindlichen Gaskraftwerken, Wind- und Solaranlagen bezogen werden, denn ab 2013, so die Umweltorganisation, könne zusätzlich mit der Abschaltung alter Kohlekraftwerke begonnen werden. Zwar gehen in diesem und dem nächsten Jahr vier neue Kohlekraftwerke ans deutsche Netz, allerdings spielt diese klimaschädliche Technologie als Ersatz für die Atomkraft in den Greenpeace-Berechnungen keine Rolle. Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling: “Eine Laufzeitverkürzung von Atomkraftwerken kann den Klimaschutz befördern, wenn dadurch Investitionen in Erneuerbare, in Effizienz und in neue Gaskraftwerke wie Kraft-Wärme-Kopplung ausgelöst werden. Zusätzliche Kohlekraftkraftwerke werden nicht gebraucht und würden das Klimaproblem verschärfen.”

Foto © Pixelio, Gerd Altmann

» Atomausstieg bis 2015?

“Zug der Ideen“ in Hamburg

Mittwoch, den 6. April 2011

Visionäre Umweltprojekte brauchen wir, um die Umweltprobleme zu lösen. Lösungsansätze werden im “Zug der Ideen“ vorgestellt.

Umwelthauptstadt auf Tour: „Zug der Ideen“ bringt Stadtvisionen nach Europa

Der “Zug der Ideen“ beginnt seine Europareise. Erste Station des rollenden Botschafters ist der Bahnhof Hamburg-Altona. Dort haben Besucher vom 15. bis zum 21. April die Gelegenheit, in den sechs Waggons des Zuges die visionärsten Umweltprojekte aus ganz Europa zu erkunden.

img_1381_hamburg_550

Die interaktive Ausstellung “Visionen für Städte der Zukunft” der Umwelthauptstadt Hamburg macht anschließend in weiteren 17 Metropolen Halt, darunter Kopenhagen, Brüssel und Barcelona. Noch bevor der Zug am Nachmittag für die ersten Besucher in Hamburg öffnet, möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, die Ausstellung zu erleben. Wir laden deshalb zur feierlichen Einweihung mit EU-Umweltkommissar Janez Potočnik, der Zweiten Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeld, der Umweltsenatorin Jutta Blankau sowie dem Hamburger Schauspieler und Zugpaten Peter Lohmeyer.

Der Zug der Ideen war im Wettbewerb um den Titel Umwelthauptstadt Europas 2011 mitentscheidend. Hamburgs Aufgabe ist es, Vorbild zu sein und den städtischen Umweltschutz lokal, national und international voranzutreiben. Im Rahmen der Pressekonferenz geht es deshalb neben Details zur Ausstellung um die Rolle des Zuges als europäischer Botschafter.

Foto © Redaktionsbüro Kebschull

» “Zug der Ideen“ in Hamburg

“Die Klimaschützer” für EU-Award nominiert

Dienstag, den 5. April 2011

Die StromAuskunft-Kampagne “Die Klimaschützer” ist für den von der EU ausgeschriebenen “Sustainable Energy Europe Award 2011″ nominiert. Die auf soziale Vernetzung und Verbraucheraufklärung abzielende Initiative hat durch ihre konstant wachsende Anhängerschaft europaweites Interesse geweckt. Neben vier weiteren Nominierten aus Spanien, Irland und Deutschland gehen “Die Klimaschützer” in der Award-Kategorie “Communicating” ins Rennen.

Europäisches Lob für Klimaschutz-Kampagne von StromAuskunft

signet_klima_200x200Der “Sustainable Energy Europe Award” zeichnet Initiativen aus, die mit ihrer Arbeit und ihren Ideen die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz unterstützen, fördern und publik machen. Der Award wird in sechs Unterkategorien vergeben: Communicating, Consuming, Learning, Living, Producing und Travelling. “Die Klimaschützer” ist eine von fünf nominierten Kampagnen in der Kategorie “Communicating”. Am 12. April 2011 werden die Gewinner im Rahmen der “EU Sustainable Energy Week” in Brüssel bekanntgegeben. Bereits die Nominierung für einen europaweiten Wettbewerb von hohem öffentlichen Interesse ist eine große Auszeichnung für “Die Klimaschützer” und bestätigt die Ideen und Ziele der Initiative.

Zur Kampagne: “Die Klimaschützer” ist eine Initiative des unabhängigen Verbraucherportals StromAuskunft in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur widjet GmbH. Ziel der Kampagne ist es, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz durch Aufklärung und soziale Vernetzung zu leisten. Die Initiative möchte Nutzer von Social Networks für das Thema Klimaschutz sensibilisieren und gleichzeitig Verbraucher für einen Umstieg auf Ökostrom gewinnen. Das Herzstück von “Die Klimaschützer” ist ein Widget mit integrierter CO2-Uhr, die das mögliche CO2-Einsparpotenzial visualisiert, welches durch die Nutzung von Ökostrom erreicht werden könnte. Das Widget kann ganz einfach in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Myspace oder auch auf persönlichen Websites platziert werden. Je mehr Nutzer die CO2-Uhr einbinden, desto schneller läuft sie. Mit jedem zuvor festgelegten Etappenziel an visualisierter CO2-Ersparnis verlost StromAuskunft unter den Teilnehmern attraktive Gewinne. Unterstützt wird die Kampagne von einer Reihe nachhaltig orientierter Unternehmen und Organisationen. Initiator von “Die Klimaschützer” ist StromAuskunft-Gründer Dr. Jörg Heidjann.

Bis Ende 2010 hat die Kampagnen-Uhr bereits mehr als 200.000 Tonnen an eingespartem CO2 visualisiert – dies entspricht in etwa den jährlichen Emissionen einer Kleinstadt. Zudem zählen mittlerweile rund 10.000 Nutzer von sozialen Netzwerken zu den Fans von “Die Klimaschützer”. Alle wichtigen Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

» “Die Klimaschützer” für EU-Award nominiert