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Monatsarchiv für Dezember 2010

Gemeinsam zur Nachhaltigkeit

Donnerstag, den 16. Dezember 2010

Klimaschutz ist die größte umweltpolitische Herausforderung der heutigen Zeit.  Um eine Klimakatastrophe zu verhindern müssen die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen, besonders das CO2, weltweit drastisch gesenkt werden.  Dazu schließen sich immer mehr Menschen zusammen, die im Kleinen wie im Großen an den Stellschrauben der Nachhaltigkeit drehen und dabei merken, dass jeder etwas bewegen kann.

„Utopisten“ auf dem Vormarsch

Utopia

Das etwas getan werden muss, um sich dem Klimawandel entgegenzustellen, darüber ist man sich inzwischen weltweit einig. So fand gerade erst im mexikanischen Cancún die UN-Klimakonferenz statt, an der 92 Nationen teilnahmen und auf der im letzten Moment doch noch einige Beschlüsse zum Schutz des Klimas festgelegt werden konnten. Aber nicht nur auf politischer Ebene tut sich etwas, auch das Bewusstsein, dass jeder Einzelne etwas zum Schutz des Klimas beitragen kann verbreitet sich weiter. So finden sich immer mehr Menschen in verschiedenen Gruppen und Netzwerken zusammen, die sich einer nachhaltigen Lebensführung verschreiben und  Möglichkeiten des Klimaschutzes rege diskutieren.
Im Bereich des strategischen Konsums und eines nachhaltigen Lebensstils hat sich im deutschsprachigen Raum Utopia mit mehr als mehr als 70.000 registrierten Mitgliedern zu der mit Abstand größte Community entwickelt. Utopia gibt Verbrauchern Information und Orientierung und hilft ihnen, ihr Leben nachhaltiger zu gestalten.  Die Community will so dazu beitragen, dass Millionen Menschen ihr Konsumverhalten und ihren Lebensstil nachhaltig  verändern. Außerdem wird ein  starker Impuls in Richtung Unternehmen gesetzt, so dass diese erkennen, dass es richtig und wichtig ist, ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig zu handeln und verbindliche Nachhaltigkeitsziele für sich anzuerkennen.
Utopia informiert neben einigen anderen Themenfeldern natürlich auch über den Bereich Energie und Klima und gibt z.B. nützliche Tipps zum richtigen Heizen. Außerdem diskutieren Mitglieder in mehreren Gruppen über Themen wie z.B. Ökostrom und Erneuerbare Energien.

» Gemeinsam zur Nachhaltigkeit

Haushalte senken CO2-Ausstoß

Donnerstag, den 16. Dezember 2010

Wenn, wie kürzlich im mexikanischen Cancún, die großen Entscheidungsträger dieser Welt über künftige Strategien im Umgang mit dem Klimawandel beraten, beschleicht einen als Otto Normalverbraucher schnell das Gefühl der Machtlosigkeit. Dabei sind es gerade private Haushalte, die über einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Und dieser Trend scheint sich hierzulande durchzusetzen.

Bürger verbessern Klimabilanz

Günter HavlenaWie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden Anfang der Woche mitteilte, haben deutsche Haushalte ihren privaten CO2-Ausstoß im zurückliegenden Jahrzehnt deutlich gesenkt. So hat jeder Bundesbürger im letzten Jahr durchschnittlich 7,5 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet – und damit eine halbe Tonne weniger als noch zum Milleniums-Beginn. In die CO2-Bilanz jedes Einzelnen fließen dabei nicht nur die persönlichen Verbrauchswerte in Sachen Strom, Heizenergie und Benzin ein, sondern auch die Menge an Kohlendioxid, die anfällt, wenn sonstige Waren und Güter produziert und konsumiert werden. So setzten deutsche Haushalte in 2009 insgesamt 618 Millionen Tonnen CO2 frei, aber nur ein knappes Drittel davon wurde direkt, beispielsweise beim Heizen oder Autofahren, ausgestoßen. Ganze zwei Drittel fielen durch die Herstellung von Gütern an, die private Haushalte konsumieren. Und dies, aufgrund der globalen Märkte, auch zu einem bedeutenden Teil im Ausland. Nichtsdestotrotz: Anno 2000 belasteten die deutschen Haushalte das Klima noch mit insgesamt 654 Tonnen CO2 – ein positiver Trend ist also deutlich spürbar. Dazu trägt insbesondere der in diesem Jahrzehnt von 6,4 auf 16,3 Prozent gestiegene Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bei. Diesbezüglich verbessert Ökostrom die Klimabilanz nicht nur als privater Stromtarif – rund die Hälfte der für die Produktion von Konsumgütern anfallenden CO2-Emissionen stammt aus der Stromerzeugung.

Ein kleines Aber birgt der Trend zu weniger Kohlendioxid dennoch. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sei vor allem der wachsende Anteil an Erdgasheizungen und Dieselautos für die verbesserte Bilanz verantwortlich. Nun sind Diesel und Erdgas aber nicht gerade die Ökoenergien, auf denen unsere Zukunft gründen soll.

Foto © Pixelio, Günter Havlena

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Kritik an steigenden Strompreisen

Mittwoch, den 15. Dezember 2010

Wie der Bundestag berichtet, kritisiert der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth die steigenden Strompreise. Die Kilowattstunde würde sich wegen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zwar um 1,5 Cent pro Kilowattstunde verteuern, der günstige Stromeinkauf an der Strombörse würde aber nicht an den Kunden weitergegeben.

Strompreise müssten wegen der langfristigen Lieferverträge sinken

Nach Ansicht von Matthias Kurth, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, sind die steigenden Strompreise nicht hauptsächlich auf steigende Umlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückzuführen.

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Das sagte Kurth in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie am Mittwochmorgen. In der Sitzung wurden mehrere Gutachten der Bundesnetzagentur und der Monopolkommission beraten, die sich unter anderem mit Wettbewerb auf den Märkten für Strom, Wasser, Telekommunikation und Post befassten (17/2600). Diese wurden ebenso zur Kenntnis genommen wie mehrere EU-Dokumente, darunter ein Vorschlag für eine Verordnung über die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit.

Bundesnetzagentur-Präsident Kurth sagte, dass die EEG-Umlage ab Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde auf 3,5 Cent je Kilowattstunde steigen würde. Trotzdem sei es nicht gerechtfertigt, wenn die Stromversorger diesen Anstieg an die Endkunden weitergeben würden. Durch die steigende Menge an erneuerbarer Energie würden die Strompreise bei langfristigen Lieferverträgen sinken. So hätten die Preise an der Strombörse im Jahr 2010 zwischen 5 und 7 Cent je Kilowattstunde betragen. 2008 hätten diese Preise in der Spitze bei 13 Cent je Kilowattstunde gelegen. Deshalb sieht Kurth bei den Energieversorgern eine ausreichende Marge, um die Strompreise trotz Erhöhung der EEG-Umlage stabil zu halten. Aber auch die Verbraucher könnten durch einen Vertrags- oder Versorgerwechsel für billigere Strompreise sorgen.

Linktipps:

Foto © Rainer Sturm | pixelio.de

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Windparks und Pumpspeicherkraftwerke

Freitag, den 10. Dezember 2010

Überall wo Platz ist kann man einen Windpark einrichten. Was liegt näher, als dazu auch Brachland von ehemaligen Zechengebieten zu benutzen. Pumpspeicherkraftwerke solle die überschüssige Energie intelligent speichern.

RWE und RAG planen Windparks und Pumpspeicherkraftwerke auf Halden

  • Letter of Intent unterzeichnet
  • Exklusive Zusammenarbeit vereinbart
  • Pilotprojekt zur Nutzung von Halden für die intelligente Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien gestartet

Die RAG Montan Immobilien und RWE Innogy, beide mit Sitz in Essen, haben eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet. Sie sieht vor, eine Kohlehalde als Standort für ein Kombikraftwerk aus Pumpspeicher und Windkraft zu entwickeln. Dies wird voraussichtlich auf der Halde Sundern nahe Hamm-Pelkum geschehen.

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Ziel ist es, die wirtschaftliche und technische Machbarkeit dieses integrativen Energiekonzeptes zu prüfen, welches auf Basis von Wind und Wasser Strom bedarfsgerecht, also auch 24 Stunden am Tag, zur Verfügung stellen kann. Bei positiver Prüfung könnte die Detailplanung bereits 2011 beginnen. Sofern sich herausstellt, dass auch an weiteren Haldenstandorten in NRW vergleichbare integrative Energiekonzepte entwickelt werden können, wollen RAG und RWE auch diese gemeinsam realisieren.

Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy:
„Wir brauchen dringend intelligente Konzepte, um die natürlichen Schwankungen der Windenergie auszugleichen. Ansonsten stoßen wir mit dem Wachstum der Erneuerbaren bald an unsere natürlichen Grenzen.“

Bei dem geplanten Kombikraftwerk soll der Windstrom in Zeiten hohen Windaufkommens das Wasser des Pumpspeicherkraftwerkes von einem tiefliegenden See in einen See auf der rund 50 Meter hohen Abraumhalde pumpen. In Zeiten hoher Stromnachfrage wird das Wasser über eine Turbine, welche Strom erzeugt, wieder in den unteren See abgelassen. Das Speicherseevolumen soll voraussichtlich 600.000 Kubikmeter umfassen. Das entspricht etwa dem Speichervolumen von rund 75.000 Autobatterien (Mittelklasse). Das Pumpspeicherkraftwerk soll insgesamt eine Leistung von 15 bis 20 Megawatt bereitstellen.

Foto (c) RWE

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Atomgesetz abgesegnet

Donnerstag, den 9. Dezember 2010

Seit gestern ist es also offiziell: Bundespräsident Christian Wulff hat das umstrittene Gesetzespaket der Regierungskoalition inklusive längerer Laufzeiten für Kernkraftwerke unterschrieben. Damit stehen der Bundesrepublik rund zwölf zusätzliche Jahre Atomkraft ins Haus. Wahrscheinlich…

Bundespräsident unterzeichnet schwarz-gelbes Energie- und Klimakonzept

Rolf von MelisBis zuletzt hatte die versammelte Atomgegnerschaft Mann und Maus aufgeboten, um Christian Wulff mit allen argumentativen Mitteln von der Gesetzesunterzeichnung abzubringen. Das Wort “verfassungswidrig” beherrschte sämtliche Proteste – und so wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Aber konnte man wirklich ernsthaft damit rechnen, dass der Bundespräsident einem Gesetz der eigenen Partei seine Unterschrift verweigert? Eher nicht. Wo Gauck und vielleicht sogar Köhler zumindest noch kurz die Hand gezittert hätte, bleibt Wulff mit Sicherheit auf Kurs, das wusste man. Also ließ das Präsidialamt am gestrigen Mittwoch feierlich verlauten, der Bundespräsident habe “nach intensiver und sorgfältiger Prüfung” keine verfassungsrechtlichen Einwände gegen das Gesetz. Genau genommen hat Wulff vier Gesetzesentwürfe unterzeichnet. Neben der Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Meiler um durchschnittlich zwölf Jahre umfasst das Paket auch die neue Atomsteuer, den Fonds zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie die weitere Erkundung des Salzstocks Gorleben in Sachen Endlagersuche. Trotz allen Triumphs dürften die Atomkonzerne vor allem bezüglich der finanziellen Neuregelungen wenigstens ein kleines Tränchen verdrückt haben. Bis 2016 sollen sie nämlich im Rahmen der Atomsteuer 2,3 Milliarden Euro pro Jahr an die Staatskasse löhnen. Hinzu kommen jährlich 1,4 Milliarden für den neuen Ökoenergiefonds, in den nach dem Auslaufen der Steuer 2017 nochmals bis zu 15 Milliarden fließen sollen. Alles in allem will die Bundesregierung aus den längeren Laufzeiten rund 30 Milliarden Euro und damit bis zu 50 Prozent der erwarteten Zusatzgewinne abschöpfen. Goodbye, billiger Atomstrom.

Die SPD-regierten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Bremen und Berlin hatten bereits vor Wulffs Gesetzesunterzeichnung angekündigt, Anfang nächsten Jahres eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einzubringen. Streitpunkt ist das Umschiffen des Bundesrates, in dem das schwarz-gelbe Atomgesetz keine Mehrheit gefunden hätte. Sollte sich der ganze Popanz letztenendes tatsächlich als verfassungswidrig erweisen, spräche dies nicht nur Bände über unfähige Polit-Tricksereien – wir hätten auch den zweiten, großen Präsidentenwitz binnen eines Jahres.

Foto © Pixelio, Rolf von Melis

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Hochleistungs-LED-Lampen sparen bares Geld

Mittwoch, den 8. Dezember 2010

Dass ein modernes Krankenhaus viel Strom verbraucht, leuchtet im wahrsten Sinne des Wortes ein. Aber dass 20 Prozent der Energie nur für die Beleuchtung “verschwendet” wird, bedeutet, dass dort erhebliches Einsparpotenzial vorhanden ist.

Asklepios Klinik Barmbek: Neues Licht für den Klimaschutz

  • Hamburger Krankenhaus und Philips starten neue Energiesparinitiative

Elektrische Beleuchtung verbraucht ein Fünftel des weltweit produzierten Stroms und trägt so erheblich zur globalen Erwärmung bei. Ein großer Teil dieses Energieverbrauchs ließe sich durch den konsequenten Einsatz moderner energieeffizienter Beleuchtungstechnik vermeiden.

Hochleistungs-LED-Lampen: Sieht chic aus und spart Energie

Hochleistungs-LED-Lampen: Sieht chic aus und spart Energie

Krankenhäuser spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, schließlich verbraucht eine große Klinik in etwa so viel Strom wie eine Kleinstadt, davon 20 Prozent für die künstliche Beleuchtung. Nachdem die Asklepios Klinik Barmbek bereits vor zwei Jahren mit dem Kompletttausch ihrer Leuchtstofflampen gegen effizientere Modelle ein weithin beachtetes Zeichen gesetzt hat, baut sie nun mit dem konsequenten Ersatz der bisherigen Kompaktleuchtstofflampen und Halogenbeleuchtung durch neu entwickelte, extrem sparsame und langlebige Hochleistungs-LED-Lampen von Philips ihre Vorreiterrolle bei effektiven Energiesparmaßnahmen weiter aus.

Linktipps:

Foto © Phillips

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Untersuchungsausschuss Gorleben

Freitag, den 3. Dezember 2010

Die Bundesregierung hat sich flott für die Laufzeitverlängerung der AKWs ausgesprochen. Jetzt steht nur noch das leidige Problem für die Endlagerung an. Immer, wenn die Politik nicht weiter weiß, soll es ein Untersuchungsausschuss richten.

Ex-Innenminister Baum sagte aus

  • Es gab einen starken gemeinsamen Willen, die Endlagerfrage zu lösen

Wie der Bundestag berichtete, vernahm der Gorleben-Untersuchungsausschuss am Donnerstag (02.12.2010) in einer öffentlichen Anhörung zwei weitere Zeugen. Unter dem Vorsitz von Maria Flachsbarth (CDU/CSU) befragten die Abgeordneten den früheren Bundesinnenminister Gerhart Rudolf Baum (FDP) sowie den früheren Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium, Dr. Horst Glatzel.
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Baum war in der Regierungszeit von Bundeskanzler Helmut Schmidt von 1978 bis 1982 Innenminister. In seiner Eingangserklärung sagte er, dass man damals die Kernenergie auf den Weg gebracht habe ohne eine klare Entsorgungsvorsorge zu haben Deshalb sei innerhalb der politischen Parteien die Entscheidung gefallen, dass dies nicht so weitergehen könne. Baum betonte: ”Der Konsens betraf nicht nur Regierung und Parteien und Opposition mit Nuancen…, sondern er betraf auch die Länder.“

Baum führte weiter aus, dass der Salzstock in Gorleben untersucht worden sei, dass aber auch von anderen Salzstöcken die Rede gewesen sei. ”Der Bund war interessiert, auch parallel andere Salzstöcke in Niedersachsen zu erkunden. das hat aber die niedersächsische Landesregierung abgelehnt, die ansonsten sehr kooperativ gewesen ist.“

Zweiter Zeuge war der frühere Ministerialdirektor im Umweltministerium, Horst Glatzel. Der 71jährige Jurist ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er berichtete, dass in den 70er Jahren die Bundesrepublik der Kerntechnik aufgeschlossen gegenüber stand und dass es einen Konsens über die Einrichtung eines Endlagers gab. In der Frage, welches Medium dafür geeignet sei, sei die Entscheidung schnell für einen Salzstock gefallen, so Glatzel. Der Vorschlag ”Gorleben“ sei dann vom Land Niedersachsen gekommen. ”Man wusste aber nicht, ob Gorleben geeignet oder nicht geeignet ist“, sagte Glatzel vor dem Untersuchungsausschuss. Doch hieß es, dass das Erkundigungsrisiko nicht sehr hoch sei. ”Man ging davon aus, dass Salzstock für die Lagerung geeignet seien würde.“

Fazit: Wo sind die Lösungsansätze für diese Problematik? Hat die Opposition eine Lösung parat? Vielleicht sollte man den Müll einfach “zum Mond schießen”. Kostet zwar eine Menge Geld, aber wir haben es ja – Stichwort: Finanzkrise!

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Foto © Pixelio.de | Tim Reinhart

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Elektroautos ein gutes Geschäft?

Mittwoch, den 1. Dezember 2010

Ob die Elektroautos für die Hersteller ein gutes Geschäft wird, bleibt abzuwarten. Die Stromerzeuger auf jeden Fall “wittern” bereits Gewinne. Eine Million Elektrofahrzeuge könnten schon mit Strom versorgt werden.

Das Stromnetz ist schon heute für eine Million Elektrofahrzeuge bereit

  • Smart Grid als sinnvoller Entwicklungsschritt
  • Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität legt Zwischenbericht vor

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, ist aus Sicht der Stromversorgung problemlos möglich.

Audi Concept e-tron auf dem Audi-Stand, IAA 2009 in Frankfurt

Audi Concept e-tron auf dem Audi-Stand, IAA 2009 in Frankfurt

Mit dem zukünftigen Ausbau der Netze zum Smart Grid ergeben sich neue Perspektiven wie der Einsatz der Fahrzeuge zum Lastausgleich und die bessere Integration grünen Stroms. Mit Hilfe von intelligenten Stromzählern könnten die Batterien der Elektroautos gezielt geladen werden, wenn mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung steht als in dem Moment benötigt wird, beispielsweise in windreichen Nächten. Die Versorgung der Fahrzeuge mit grünem Strom ist durch den geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien gedeckt. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse im Zwischenbericht der Arbeitsgruppe Lade-Infrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität, die zum 30. November 2010 der Bundesregierung übergeben wurden.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erwarten einen raschen technischen Fortschritt bei der Lade-Infrastruktur. Fahrzeuge können künftig schneller und komfortabler geladen werden. Bis 2020 könnten sowohl kabelloses induktives Laden als auch das Aufladen mit Gleichstrom bei höherer Spannung und Stromstärke den Ladekomfort erhöhen und die Ladedauer reduzieren. Die Akzeptanz der Elektromobilität und ihre Nutzungsmöglichkeiten werden damit zunehmen.

Linktipps:

Foto © Redaktionsbüro Kebschull IAA 2009 in Frankfurt

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