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Monatsarchiv für April 2010

Offshore-Windpark alpha ventus

Mittwoch, den 28. April 2010

Gestern ging es durch alle Medien. Sogar die Tagesschau hatte einen exklusiven Bericht über dieses Thema. Aber unsere Leser wusste es bereits, weil wir schon oft das Thema auf der Agenda.

Deutschlands erster Offshore-Windpark alpha ventus wurde feierlich eröffnet

Gemeinsam eröffneten gestern Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und die Vorstandsvorsitzenden von EWE, Dr. Werner Brinker, E.ON, Dr. Wulf Bernotat sowie Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, im Rahmen einer Festveranstaltung in Norddeich Deutschlands ersten Offshore Windpark.

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Dr. Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender E.ON; Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen; Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender EWE; Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe

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Alpha ventus ist der erste Hochsee-Windpark seiner Art in deutschen Hoheitsgewässern. Er markiert den Beginn einer neuen Ära der umweltfreundlichen Stromgewinnung in Deutschland – fernab der Küsten in der offenen See, in großen Wassertiefen und unter Einsatz modernster Technik. Gebaut wurde alpha ventus 45 Kilometer vor der Küste der Insel Borkum von einem gemeinsamen Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall Europe, die hierfür die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro aufgewendet haben. Neben der reinen Stromgewinnung dient alpha ventus auch als Testfeld für Forschungsprojekte in Sachen Naturschutz, die vom Bundesumweltministerium gefördert werden. Der Windpark wird zudem wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den Einsatz und die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie liefern.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung von alpha ventus sagt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Die Nutzung der Windenergie wird die zentrale Rolle im Energiemix der Zukunft spielen. Offshore-Windparks sind dabei eine entscheidende Größe. Unser Ziel ist eine installierte Offshore-Leistung von 25.000 MW bis zum Jahr 2030.

Der Betrieb von alpha ventus kann auch im Internet verfolgt werden. Von der Forschungsplattform FINO1 aus zeigt eine Webcam direkt auf den Windpark. Sie finden den Link auf die Webcam unter www.alpha-ventus.de.

Linktipps:

Fotos © alpha ventus 2010, Fotograf: Mathias Ibeler

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Repeater erhöhen die Reichweite eines WLan

Mittwoch, den 28. April 2010

… verbrauchen aber zusätzlich Strom. Vielleicht denken Sie: WLan brauche ich nicht. Hat man aber einmal den Vorteil entdeckt, mal gemütlich mit dem Notebook im Wohnzimmer zu surfen, möchte man diesen Service nicht mehr missen.

WLan hat seine Grenzen – Mit dem Repeater kommt man weiter

Mit DSL hat in vielen Haushalten auch WLan (kabelloses Internet) Einzug gehalten. Die DSL-/WLan-Box steht häufig im Arbeitszimmer und das befindet sich im ungünstigsten Fall im Keller. Bis ins Parterre schafft man es oft noch, das Signal zu empfangen, aber die Kinder – ein Stockwerk höher – gehen leer aus.

Mit der Software das "feintuning"

Mit der Software das "Feintuning"

FRITZ!WLAN Repeater N/G

Abhilfe schafft hier entweder ein zusätzlicher Router oder ein sogenannter Repeater, z.B. der Fritz!WLAN Repeater N/G von AVM. Wichtig: Auch, wenn Hard- und Software nagelneu sind, sollte man vorher prüfen, ob es nicht schon ein Software-Update gibt, das kostenlos im Internet angeboten wird. Der Repeater sorgt also ohne „Kabelsalat“ auch auf der Terrasse für ein vernünftiges Signal. So kann man während der Fußball-WM schnell mal zwischendurch in Erfahrung bringen, wie viele Tore Gerd Müller in der Saison 71/72 erzielte.

Der Fritz!WLAN Repeater N/G von AVM hat eine energiesparende Funktion. Das Gerät benötigt eine elektrische Leistung von etwa 3,1 bis 3,9 Watt. Die Nachtschaltung schaltet das Gerät beispielsweise von 22 bis 6 Uhr automatisch aus. Natürlich kann man den Repeater auch bequem aus der Steckdose ziehen und ihn dann nur aktivieren, wenn man ein stabiles Signal auf der Terrasse benötigt.

Linktipps:

Foto © AVM, ScreenShot Software Fritz!Repeater

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Menschenkette gegen Laufzeitverlängerung

Donnerstag, den 22. April 2010

Kommt der Atomausstieg – oder nicht? Dieses Thema hatten wir ja schon wiederholt in diesem Blog behandelt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ruft auf, sich an einer Menschenkette zur Verhinderung der Laufzeitverlängerung zu beteiligen.

BEE ruft zur Teilnahme an Menschenkette auf

Der BEE ruft alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Erneuerbaren Energien auf, sich am kommenden Samstag (24.04. 2010) in die Anti-Atom-Menschenkette zwischen Brunsbüttel und Krümmel einzureihen. Denn mit der von der Bundesregierung geplanten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vergrößern sich nach Ansicht der Branche der Erneuerbaren nicht nur ungelöste Probleme der Atommüllentsorgung und bestehende Sicherheitsrisiken. Die zusätzlichen Atom-Kapazitäten würden außerdem den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv bremsen.

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“Längere Laufzeiten für Kernkraftwerke blockieren den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Denn diese Kraftwerke sind ebenso wenig wie große Kohlemeiler kompa­tibel mit den Erfordernissen der Erneuerbaren Energien, die schnelle und umfassende Regelbarkeit der übrigen Kraftwerke verlangen“, erklärt BEE-Präsident Dietmar Schütz, “ein dauerhafter Mix von alten und neuen Technologien, wie ihn die großen Energieversorger und Teile der Politik propagierten, sei daher realitätsfern und energiepolitisch unsinnig.”

Linktipps:

Foto Pixelio | Stephanie Hofschlaeger

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Zünglein an der Waage

Donnerstag, den 22. April 2010

Die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen werfen bereits seit Wochen, wenn nicht Monaten lange Schatten voraus. Spitzenpolitiker aller Parteien betreiben ein derart aufgeblasenes Wahlkampf-Theater, wie man es sonst nur auf Bundesebene zu sehen bekommt. Aber kein Wunder, schließlich wird die künftige Regierung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes einen nicht unerheblichen Einfluss auf Berlin haben. Zum Beispiel bei der Frage: Atomausstieg, ja oder nein?

NRW-Wahl entscheidet über Atomausstieg

Dieter SchützBei den Wahlen in Nordrhein-Westfalen geht es nicht allein um landespolitische Belange – die ohne Frage schon wichtig genug sind. Nein, NRW entscheidet auch über die vorläufige Mehrheit im Bundesrat. Und ebendieser muss das derzeitige Bestreben der Bundesregierung zum Ausstieg aus dem Atomausstieg letztlich durchwinken. Bliebe es wie bisher bei einer schwarz-gelben Koalition unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, könnte wohl schnell ein Haken an die Sache gemacht werden. Die aktuellen Umfragewerte singen allerdings andere Lieder. Demnach hat die CDU mit kräftigen Einbußen zu rechnen und die FDP muss gar um ihren Einzug ins Düsseldorfer Parlament bibbern. Da auch der seit Langem leckgeschlagene Kahn der SPD noch immer vor sich hinschaukelt, könnten letztenendes die Grünen das Zünglein an der Waage sein. Mit der Linken will keiner – aber das hatten wir ja schonmal weiter südlich. Erinnern Sie sich noch an den Namen Ypsilanti? Egal, jedenfalls pfeifen die nordrhein-westfälischen Spatzen derzeit aus vollen Schnäbeln “Schwarz-Grün” von den Dächern. Und CDU wie Grüne könnten sich das nach eigenen Aussagen auch durchaus vorstellen. Nun hat aber die Berliner Chefetage der Grünen die Gunst der Stunde genutzt und angekündigt, nur dann mit der CDU in NRW koalieren zu wollen, wenn es bei der bisherigen Atomausstiegsvereinbarung bliebe. Mit anderen Worten: Man will im Falle des Falles Jürgen Rüttgers dazu zwingen, im Bundesrat gegen den Willen seiner Partei längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verhindern. Wers glaubt…

Also, wie war das jetzt nochmal mit den Koalitionen und dem Atomausstieg? Schwarz-Gelb: Nein. Rot-Grün: Ja. Schwarz-Grün: Jein. Tja, bleibt spannend.

Foto © Pixelio, Dieter Schütz

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Die Nutzung von Bioenergie ausbauen

Dienstag, den 20. April 2010

Nur wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin: Ganz so einfach kann man es sich bei Biogas und Bioenergie nicht machen. Beim Thema Bioenergie gibt es aber noch ein Menge “Spielraum”. Ein Runder Tisch soll Möglichkeiten aufzeichnen.

Runder Tisch Bioenergie

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Julia Klöckner

Unter Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, fand heute der „Runde Tisch Bioenergie“ statt. Die Bundesregierung hat sich ehrgeizige energie- und klimapolitische Ziele gesteckt. „Unter den erneuerbaren Energien leistet insbesondere die Bioenergie einen erheblichen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele“, sagte Klöckner in Berlin.

Inhalt der Aussprache bei dem Branchentreffen mit Verbänden und Institutionen war

  • das neue Energiekonzept der Bundesregierung,
  • die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes EEG 2012 und
  • die Weiterentwicklung bzw. die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Biogas.

Die Energieversorgung und die Energiemärkte stehen vor großen Veränderungen und Herausforderungen. „Die Nutzung fossiler Energieressourcen soll weiter reduziert und die Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen stärker ausgebaut werden. Die vorhandenen erneuerbaren Potenziale sind so effizient wie möglich zu nutzen. Vor allem bei der Bioenergie gibt es noch erhebliche Möglichkeiten zur Effizienzverbesserung. Zudem muss die Energie von morgen für die Energieverbraucher bezahlbar bleiben. Nahrungsmittelerzeugung, Energie vom Acker und Naturschutz müssen in der Balance bleiben“, sagte Klöckner.

Im Ergebnis der Diskussion wurde deutlich, dass Bioenergie auch zukünftig eine wesentliche Rolle im Energiemix Deutschlands spielen muss. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse unter Wahrung verlässlicher Anreize für den weiteren Ausbau der Bioenergie schnellstmöglich novelliert werden, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern. Bei Biogas sollten die Bedingungen der Direkteinspeisung in das Erdgasnetz verbessert werden. Die Ergebnisse des Runden Tisches Bioenergie werden in die weiteren Beratungen der Bundesregierung eingebracht.

Linktipps:

Foto © Julia Klöckner, Quelle: Bundesregierung / Kugler

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“Gemetzel” gegen Solarbranche

Montag, den 19. April 2010

Das Thema Solarkürzung erhitzt weiterhin die Gemüter aus Wirtschaft und Politik: Das Umweltmagazin zeo2 veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender des bekanntesten deutschen Solarenergiekonzerns SolarWorld. Asbeck spricht angesichts der anstehenden Förderkürzungen von einem “Gemetzel” gegen die deutsche Photovoltaik-Industrie, das “nur die Besten überleben”.

SolarWorld-Chef warnt vor Kürzungen

Klaus-Uwe GerhardtNach einem im vergangenen Monat erfolgten Beschluss der Koalitionsfraktionen soll die im Erneuerbare Energien Gesetz geregelte Vergütung von Solarstromanlagen bis zum Frühjahr 2011 in zwei Schritten um bis zu 33 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus soll die Förderung der besonders ertragreichen Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen ganz entfallen. SolarWorld-Chef Frank Asbeck warnt im Interview mit zeo2 vor einem “Gemetzel” gegen die Branche: “Die Absenkung ist zu massiv, und sie kommt zu früh. Das überleben nur die Besten, in Deutschland kostet das vermutlich 20.000 Arbeitsplätze.” Dies sei “katastrophal, ausgerechnet jetzt, wo wir kurz davor sind, Netz-Parität zu erreichen.” Der eigentliche Boom der Solarenergie stehe erst bevor, wenn in Deutschland 2013 ebendiese Netzparität erreicht sei. Solarstrom vom eigenen Dach würde dann preislich auf einem Niveau mit dem konventionellen Saft aus der Steckdose liegen. Asbeck: “Dann wird sich der Markt verzehnfachen. Nach 2013 werden mit Solaranlagen in OECD-Ländern mehr als 200 Milliarden Dollar im Jahr umgesetzt.” Den Zeitpunkt der Förderkürzungen seitens der Bundesregierung als schlechtes Timing zu bezeichnen, ist also noch maßlos untertrieben.

Foto © Pixelio, Klaus-Uwe Gerhardt

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Die Zukunft ist erneuerbar

Donnerstag, den 15. April 2010

Nie wurden die Debatten zwischen Befürwortern der konservativen Stromversorgung und Verfechtern der Energiewende so hitzig geführt wie derzeit. Egal ob Atomausstieg, Kohlekraftwerke, Solarstromförderung oder EEG – allerortens scheiden immer neue Streitthemen die Geister. Nun kommt erstmals eine unter Beteiligung deutscher und europäischer Stromkonzerne und Netzbetreiber erstellte Studie zu dem Ergebnis, dass Europa bis 2050 vollständig mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann.

Studie stützt Ökostrom

Thorben WengertDie vor wenigen Tagen in Brüssel präsentierte Untersuchung “Roadmap 2050: A practical guide to a prosperous, low-carbon Europe” zeigt darüber hinaus, dass der Weg in eine klimaneutrale Stromversorgung nicht merklich teurer sein wird als die Fortführung konservativer Energieerzeugung, die vor allem auf klimaschädlichen fossilen Brennstoffen und hoch riskanter Atomenergie gründet. Zudem würde eine europaweit vernetzte, klimaneutrale Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien Haushalte und Industrie ebenso verlässlich mit Elektrizität beliefern wie das derzeitige System. Dazu der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Rainer Baake: “Die in der aktuellen deutschen Diskussion ständig wiederholte Behauptung, erneuerbare Energien seien sündhaft teuer und nicht in der Lage eine verlässliche Vollversorgung mit Strom sicherzustellen, erweist sich als interessengeleitete Angstkampagne. Es gibt keine Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen hochriskant und teuer: Vielmehr können wir binnen einer Generation in Europa eine klimaneutrale und risikoarme Stromversorgung aufbauen. Die Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist realistisch, sicher und bezahlbar.”

Ausgangspunkt der Studie sind im Übrigen bereits heute existierende Technologien – zusätzliche und absehbare Durchbrüche der nahen Zukunft wurden in der Untersuchung absichtlich nicht berücksichtigt, um ihre Stichhaltigkeit nicht zu gefährden. Unter diesen Bedingungen müssen für eine Vollversorgung Europas mit Ökostrom 15 Prozent Strom aus solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika importiert werden – DESERTEC lässt grüßen. Alles andere ist lediglich eine Frage des Ausbaus bereits bestehender Möglichkeiten zu regenerativer Energieerzeugung. Und das ist letztlich eine rein politische Angelegenheit.

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

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Alpha Ventus – Strom aus dem Norden

Mittwoch, den 14. April 2010

Über den Windpark Alpha Ventus haben wir schon im November 2008 berichtet. Heute hat das Morgenmagazin live von einer Plattform aus berichtet.

Windige Unabhängigkeit

In der Serie “Watt nu” besucht das Morgenmagazin eine Woche lang die Nordsee und berichtet live über die aktuellen Themen und Probleme. Heute wurde das Projekt “Alpha Ventus” vorgestellt.

Alpha Ventus | Blick auf den Windpark alpha ventus

Alpha Ventus | Blick auf den Windpark alpha ventus

Eigentlich sind Voraussetzungen für Windenergie dort optimal: Viel Wind, kaum Störungen für die Menschen. Dennoch müssen viele Dinge beachtet werden, beispielsweise wie gehen die Vögel mit dieser neue Situation um?

Alternative Energien zu nutzen, ist ein Schritt zur Unabhängigkeit von Atom, Gas und Import von “fremden” Strom. Das Klima zu schützen durch den klugen Umgang mit der Energie sollte weiterhin für uns ein wichtiges Ziel sein.

Linktipp auf Stromauskunft.de/blog:

Foto © Alpha Ventus | Blick auf den Windpark alpha ventus. Foto: DOTI 2009 / Matthias Ibeler

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Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Montag, den 12. April 2010

Wie der Bundestag berichtet, geht es in der nächsten Woche in einer Anhörung zum Änderungsentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wie bereits berichtet (Erneuerbare Energien im Haushalt),  soll die Vergütung ab 1. Juli 2010 um 16 Prozent gesenkt werden.

Anhörung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Berlin | Der Änderungsentwurf der Koalition zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) (17/1147) ist Thema einer Anhörung, die der Umweltausschuss am Mittwoch, den 21. April 2010, von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr veranstaltet.

(c) Pixelio

(c) Pixelio

Mit dem Gesetz wollen CDU/CSU und FDP die Überförderung bei der Erzeugung von Strom aus Solaranlagen abbauen. Der Entwurf sieht vor, die Vergütung für Solaranlagen zum 1. Juli 2010 einmalig um 16 Prozent zu senken. Bei Anlagen auf Freiflächen soll die Absenkung 15 Prozent betragen. Strom aus Anlagen auf ehemaligen Ackerflächen soll grundsätzlich nicht mehr vergütet werden, wenn die Anlage nach dem 30. Juni 2010 in Betrieb genommen wurde.

Für die Beantwortung der Fragen der Abgeordneten sind folgende Sachverständige geladen: Dr. Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Frank Peter, Prognos AG, Dr. Peter Weiss, Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V., Prof. Eicke R. Weber, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Dr. Aribert Peters, Bund der Energieverbraucher e.V, Philippe Welter, PHOTON Europe GmbH, Angelika Thomas, IG-Metall Vorstand, Dr. Wolfgang Seeliger, Landesbank Baden-Württemberg.

Die Anhörung findet statt im Marie-Elisabeth-Lüders Haus (MELH), Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1 / Schiffbauerdamm, Sitzungssaal 3.101 (Anhörungssaal).

Foto © Pixelio.de | Olaf Schneider

Nachtrag:

Es ist eine öffentliche Anhörung. Wenn Sie an der öffentlichen Anhörung interessiert sind, können Sie sich bei Nennung ihres Namens und Geburtsdatums beim Ausschuss anmelden: umweltausschuss@bundestag.de. Bringen Sie bitte Ihren Personalausweis mit.

» Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Netzverkauf

Montag, den 12. April 2010

Ein mitentscheidender Faktor, der einem gänzlich freien Strommarkt noch immer im Wege steht, sind die leidigen Netznutzungsgebühren. Denn bundesweit tätige Anbieter müssen ihre Preise nach wie vor an der Tatsache orientieren, dass sie auf dem Weg zum Endkunden fremde Stromautobahnen kostenpflichtig befahren. Ein Umstand, den die Politik mit der Gründung einer unabhängigen Netzagentur nur allzu gern beheben möchte. Nun tut sich allerdings ein neuer Trend auf: Die großen Energiekonzerne veräußern nach und nach ihre Netze an ausländische Firmen.

Vattenfall verkauft Stromnetz ins Ausland

KladuNach E.ON ist Vattenfall der zweite deutsche Energieriese, der sein Übertragungsnetz an ausländische Investoren abtritt. In diesem Fall übernehmen der belgische Netzbetreiber Elia sowie der australische Fonds IFM die 9.600 Kilometer langen Leitungen im Nordosten Deutschlands und Hamburg. Der Verkauf ist durchaus als Reaktion auf zunehmenden Druck seitens der EU-Kommission zu bewerten, die im Hinblick auf einen faireren Wettbewerb die Netze aus den Konzernen herausgelöst sehen möchte. Nach dem Willen der Bundesregierung hätten E.ON, Vattenfall und Co. ihre Netze allerdings an eine mögliche Deutsche Netz AG übertragen sollen. Dieses Projekt scheint nun mit dem Verkauf an private Firmen vom Tisch zu sein.

Für die betroffenen 19 Millionen Verbraucher ändert sich durch den neuen Netzbetrieb zunächst mal nichts. Die Durchleitungsgebühren bleiben und werden nach wie vor durch staatliche Regulierung gedeckelt. Auf diese Weise verbessert sich zwar die Wettbewerbssituation für überregionale Stromanbieter, weil sie nicht mehr in die Tasche ihrer mächtigen Konkurrenten wirtschaften müssen – der Kunde gewinnt jedoch nichts. Dies hätte unter einer unabhängigen Netzagentur wohl anders ausgesehen. Andererseits deutet sich mit der Internationalisierung der Netze möglicherweise eine europaweite Lösung an. Vielleicht wird unser Strom also irgendwann durch ein vereintes EU-Netz fließen.

Foto © Pixelio, Kladu

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