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Monatsarchiv für März 2010

Smart Grid – Energieverbrauch intelligent reduzieren

Dienstag, den 30. März 2010

Über SmartGrid haben wir bereits berichtet. Jetzt wird diese Technik auch in Deutschland eingesetzt. 33.000 Einwohner in Erding haben ihren Energieverbrauch jetzt im Griff.

Vollintegriertes Smart Metering hält den Energieverbrauch in Schach

Die etwa. 33.000 Einwohner von Erding werden bald Nutzen ziehen können aus der GE Smart Grid Technologie, um ihren Energie- und Wasserverbrauch besser steuern zu können. Die Stadtwerke Erding nimmt gerade eine umwälzende Pilotinstallation vor, bei der den Kunden umfassend die Daten über ihren Verbrauch von Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme zur Verfügung gestellt werden.

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Stadtwerke wie in Erding sind Teil eines Trends der Rekommunalisierung von wichtiger Infrastruktur einer Stadt, bei der Städte bzw. Stadtwerke wieder ganz oder zum großen Anteil den Besitz und Betrieb der Infrastruktur für Energie- und Wasserversorgung, Fernwärme und eventuell Telekommunikation und Transport übernehmen.

„Wir entwickeln gerade ein komplettes Bild unserer Energie- und Resourcennutzung, damit wir als Versorger und Nutzer eine höhere Effizienz erzielen.“ sagte Walter Huber, Geschäftsführer der Stadtwerke Erding. „Was wir aus dem Piloten lernen, hilft uns eine effektive und zeitnahe Planung durchzuführen, um z.B. den CO2-Ausstoß zu minimieren, ohne dass große Einschnitte bei der Nutzung gemacht werden müssen.“

Die intelligenten Zähler sind mittels eines Datenkonzentrators an ein zentrales Datenbanksystem angeschlossen, das die Datenerfassung und Auswertung übernimmt und die Informationen für die Verbrauchsoptierung bereitstellt. Die bereits gewonnen und über 2010 hinaus erfassten Daten werden in die Planung weiterer Schritte eingehen.

Linktipps:

Foto © Pixelio.de | Cisco Ripac

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Sündenbock EEG

Montag, den 29. März 2010

Anlässlich der jüngsten Strompreiserhöhungen in 2010 verwiesen viele Versorger auf angebliche Mehrbelastungen durch das Erneuerbare Energien Gesetz. Aber ist der politisch gesteuerte Klimaschutz wirklich Schuld an teurem Strom?

Erneuerbare Energien als Preistreiber?

Thorben WengertDer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bewertet die Debatte um vermeintlich steigende Strompreise durch den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien als verfehlt und interessengeleitet. Und das nicht nur, weil die zunehmende Nutzung regenerativer Quellen politisch gewollt und notwendig ist. “Selbst wenn durch den Ausbau der Erneuerbaren die EEG-Umlage in den nächsten Jahren weiter ansteigen sollte, sagt das noch lange nichts über die Strompreisentwicklung aus und schon gar nichts über die Kosten für unsere Energieversorgung”, meint BEE-Präsident Dietmar Schütz. Im Gegenteil: Die Erneuerbaren hätten an der Strombörse einen eindeutig kostensenkenden Effekt. Immer dann, wenn die Einspeisung besonders hoch sei, sänken an der Leipziger EEX die Preise. Abgesehen davon verhindern erneuerbare Energien Jahr für Jahr Millionen Tonnen CO2 und damit externe Kosten für Klima- und Umweltschäden in Milliardenhöhe.

Die Höhe der EEG-Umlage berechnet sich wiefolgt: Je niedriger der Strompreis an der Börse, desto höher die Umlage, die sich aus der Differenz der fixen Vergütung für regenerativen Strom und dem an der Börse erzielten Erlös für die produzierten Kilowattstunden ergibt. Eine höhere Umlage muss daher keinesfalls automatische Strompreiserhöhungen nach sich ziehen, wenn auf der anderen Seite die Börsenpreise sinken. BEE-Präsident Schütz dazu: “Viele Versorger haben ihre Preise zu Jahresbeginn erhöht und wieder mal den Erneuerbaren den schwarzen Peter zugeschoben. Die um ein Cent höhere EEG-Umlage sei schuld. Dabei sind die Einkaufspreise für Strom an der Börse von 2008 auf 2009 von durchschnittlich 6,6 auf 3,9 Cent pro kWh – also um 2,7 Cent – gefallen. Darauf, dass diese Vorteile an die Kunden weitergegeben werden, warten die Verbraucher seit langem vergeblich.”

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

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Gaspreisbindung fällt – Gibt es Geld zurück?

Freitag, den 26. März 2010

Im Medienwald rauscht es und auch wir kommen mit einem “Doppelbericht” nicht an dem Thema vorbei. Und das ist gut so. Denn vielleicht gibt es ja auch einmal eine gute Nachricht vom Gasversorger. Nicht: Sie haben Post – sondern: Sie bekommen Geld.

BGH-Urteil löst den Gaspreis vom Ölpreis

302852_R_K_by_Ernst-Rose_pixelio_Gas_640x854Wie auf Tagesschau.de ausführlich erklärt wird, bleibt es weiter ungewiss, ob der Gaspreis durch dieses Urteil sinken wird. Aber es führt zu mehr Wettbewerb. Die Gasanbieter und die Stromanbieter müssen sich etwas einfallen lassen, um den Kunden “bei der Stange” zu halten.

Ob der einzelne Verbraucher Geld zurückbekommt, ist ungewiss. Häufig kann man aber mit einer netten Anfrage und gegebenenfalls einer Drohung (Kündigung – Gasanbieterwechsel schon einiges erreichen. Falls ein Kunde bereits einen Einspruch gegen die Gasrechnung schriftlich eingelegt hat, gibt es Hoffnung auf eine Rückerstattung. Musterbriefe gibt es bei den Verbraucherzentralen.

Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal über einen Gasanbieterwechsel nachzudenken, denn das erhöht auf jeden Fall den Druck auf die Gasversorger.

Foto © Pixelio.de | Ernst Rose

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Freie Gaspreise

Mittwoch, den 24. März 2010

Die Koppelung von Öl- und Gaspreis ist ein seit den 1960er Jahren existierender Wirtschafts-Dinosaurier. Oder besser: war. Denn ab sofort sind Öl und Gas preislich voneinander zu trennen – dies hat der Bundesgerichtshof heute in einem Grundsatzurteil entschieden.

Bundesgerichtshof kippt Ölpreisbindung

Thorben WengertAls Begründung für das Unterbinden der Ölpreisbindung wurde verlautet, dass die Energieversorger mit der automatischen Koppelung beider Preise zusätzliche Gewinne erzielen, die in dieser Form eine unangemessene Benachteiligung der Kunden darstellen. Kurz gesagt: Die Ölpreisbindung war längst nicht mehr marktgerecht und zeitgemäß, ihre Abschaffung überfällig. Über Jahrzehnte hinweg konnten die Energieversorger auch bei sinkenden Beschaffungskosten mit einem einfachen Fingerzeig auf den Ölkurs hohe Gaspreise festschreiben – und dies obwohl beide Energieträger jeweils eigenen Marktbedingungen unterliegen. Die Ölpreisbindung hatte darüber hinaus zur Folge, dass sich auf dem Gasmarkt bis dato kein zufriedenstellender Wettbewerb entwickeln konnte. Im Gegensatz zum sehr viel offeneren Strommarkt mit seinen zahlreichen Anbietern und Tarifen wurde der Gaspreis bisher weniger durch Konkurrenz als vielmehr vom Öl bestimmt. Auch dies bezogen die Richter in ihre Entscheidung ein.

Das BGH-Urteil bezieht sich auf Klagen von Verbrauchern gegen Gaspreisklauseln in den Verträgen bestimmter Versorger. Da solche Klauseln äußerst verbreitet sind, ist durch das Urteil mit weitreichenden Konsequenzen zu rechnen. Gaskunden mit ähnlichen Vertragsklauseln erhalten allerdings keine automatische Rückerstattung, sondern müssen sich mit ihrem konkreten Versorger auseinandersetzen und gegebenenfalls selbst gerichtlich vorgehen. Bei künftigen Gaslieferungsverträgen sind derartige Klauseln aber in jedem Fall nichtig. Ob und wie sich die Gaspreise durch ihre Entkoppelung vom Öl in Zukunft nach unten bewegen werden und ob der Gasmarkt dadurch nun erblühen kann, bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit empfehlen wir: Vergleichen und Sparen!

Foto © Pixelio, Thorben Wengert

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Zuschuss für hocheffiziente Haushaltsgeräte

Mittwoch, den 24. März 2010

Wie der Bundestag mitteilt, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Zuschüsse für effektive Haushaltsgeräte. Durch diese Maßnahmen soll der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden.

3 Milliarden Euro für energetische Gebäudesanierungen

222365_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio_427x640Berlin | Bundesregierung soll einen Entwurf für ein Energieeffizienzgesetz vorlegen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in einem Antrag (17/1027), als Ziel solle die Verdoppelung der Energieproduktivität und eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 20 Prozent bis 2020 vorgesehen werden.

Energielieferanten sollten über eine Energieeinsparquote verpflichtet werden, regelmäßig Energiesparmaßnahmen bei ihren Kunden durchzuführen. Dadurch müsse mindestens 1 Prozent des Absatzes an Gas, Strom, Fernwärme und anderen Energieträgern pro Jahr eingespart werden.

Die Bundesregierung wird außerdem aufgefordert, einen Energiesparfonds einzurichten. Mit einem Volumen von 3 Milliarden Euro soll der Fonds dafür sorgen, dass energetische Gebäudesanierungen besonders in Mietwohnungsgebäuden in benachteiligten Stadtteilen durchgeführt und ineffektive Stromheizungen ausgetauscht werden. Für Haushalte soll es eine zertifizierte Energieberatung geben.

Finanzschwache Haushalte sollen einen Zuschuss für den Austausch alter Haushalts-Elektronikgeräte durch neue hocheffiziente Geräte erhalten. Der Bund soll außerdem sicherstellen, dass bei seinen eigenen Beschaffungen nur die energieeffizienteste Technik herangezogen wird.

Wie die Fraktion weiter schreibt, gibt es zwar seit 20 Jahren Kampagnen zum Energiesparen. Doch der Stromverbrauch sei weiter gestiegen, weil immer mehr stromverschwendende Geräte auf den Markt gekommen seien. Der Wärmebedarf sei zwar seit dem Jahr 2000 um 10 Prozent gesunken, doch lägen riesige Einsparpotenziale brach. Und nur 12 Prozent der Heizungen in Deutschland seien auf dem Stand der Technik. Da der Anteil des Verkehrs am Energieverbrauch in Deutschland von 1990 bis 2008 von 25 auf 30 Prozent gestiegen sei, sei auch eine Steigerung der Energieeffizienz des Verkehrs dringend geboten.

Die Bundesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, die EU-Richtlinie über ”Energieeffizienz und Energiedienstleistungen“ umzusetzen. Sonst drohe die Durchführung eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens. Außerdem gehe wertvolle Zeit für den Klimaschutz verloren. Durch mehr Energieeffizienz könnten in Deutschland bis 2020 260.000 neue Jobs geschaffen werden, zitiert die Fraktion aus einem Papier des Bundesumweltministeriums.

Quelle Deutscher Bundestag
Foto © Pixelio | RainerSturm

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Klärtechnik auf der IFAT ENTSORGA 2010

Dienstag, den 23. März 2010

Intelligent Technik hilft in allen Bereich Strom zu sparen – und das heißt Kosten zu reduzieren. Ein Beispiel dazu: Deutsche Kläranlagen verbrauchen die komplette Jahresstromproduktion, welches ein modernes Kohlekraftwerk erzeugt.

Stromsparen beim Pumpen und Belüften

  • Aussteller der Weltleitmesse IFAT ENTSORGA bieten dazu energieeffiziente Komponenten, moderne Überwachungs- und Steuerungslösungen sowie kompetente Beratungsleistungen an.
  • Großes Stromsparpotential bei der Belüftung, Umwälzung und Förderung von Abwasser

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In Deutschland gibt es rund 10.000 kommunale Kläranlagen. Nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA, Dessau) benötigen sie jährlich fast 4.400 Gigawattstunden Strom, was der Jahresleistung eines modernen Kohlekraftwerks entspricht. Die Behörde schätzt, dass etwa 20 Prozent dieser Energie eingespart werden kann ‑ durch effizientere Belüftung, verbesserte Steuerung der Aggregate sowie den Einsatz von Motoren und Pumpen der höchsten Energieeffizienzklasse.

„Bei der Belüftung gibt es bei allen Einzelkomponenten Einsparmöglichkeiten – vom Verdichter über die Verteilung bis hin zu den Belüftungselementen selbst“, weiß Dr. Gerhard Seibert-Erling, Niederlassungsleiter des auf Energieoptimierung, Elektro-, Maschinen- und Verfahrenstechnik, spezialisierten Beratungsunternehmens John Becker Ingenieure (Kerpen). „Die jährlichen Stromkosten eines Verdichters im Dauerbetrieb sind bei den heutigen Strompreisen oft höher als die Anschaffungskosten“, rechnet Dr. Seibert-Erling vor. „Es lohnt sich also, bei der Beschaffung eines Aggregates die Verbrauchswerte zu einem wesentlichen Punkt der Kaufentscheidung zu machen.“

Linktipps:

Foto IFAT – AlexSchelbert.de

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Thin-film-Solartechnologie

Montag, den 22. März 2010

Es geht um einen Technologievorsprung. Wer baut das effizienteste, kostengünstigste Solarmodul? Wer kann es rechtzeitig auf dem Markt bringen? GE verkündete, dass es seine Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen auf die thin-film (Dünnschicht) Photovoltaiktechnologie konzentriert.

Zunehmende Investitionen in viel versprechende thin-film Photovoltaiktechnologie

Dabei arbeitet das Unternehmen mit PrimeStar Solar Inc. zusammen, der Start-Up-Firma, deren Hauptinvestor GE ist.  In enger Kooperation mit Technologie-Experten von PrimeStar bringt das Unternehmen die Kompetenz seiner vier Global Research-Betriebe ein, um alle Herausforderungen zu bewältigen, die bei der Markteinführung eines neuen Produkts entstehen.
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„Nach Durchführung einer umfassenden Studie des PV-Markts haben wir beschlossen, dass die thin-film Technologie der optimale Weg für GE ist”, erklärte Danielle Merfeld, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Solarenergie bei GE.  „Insbesondere die CdTe-Technologie von PrimeStar verfügt über ein großes Potential.“

GE ist international aufgestellt. Das Team in München (Deutschland), dem Herzen der globalen Solarindustrie, setzt Innen- und Außenanlagen der Weltklasse zum Test von Solarsystemen ein, in denen es die Leistung der fertigen Module erforscht, um Energieverlustmechanismen und Verpackungsprobleme zu identifizieren und zu bewältigen.

Linktipps:

Foto © GE Energy

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Kernkraft-Forschung

Montag, den 22. März 2010

Wie der Verband der Großkraftwerks-Betreiber PowerTech aktuell meldet, intensivieren die vier deutschen Atom-Riesen derzeit ihre Forschungsbemühungen in Sachen Kernkraft. Ein Zeichen im Hinblick auf mögliche Laufzeitverlängerungen für AKW?

Atomkonzerne kooperieren mit Universitäten

N.SchmitzDie deutschen AKW-Betreiber E.ON Kernkraft, RWE Power, EnBW Kernkraft und Vattenfall Europe Nuclear Energy haben kürzlich zukunftsweisende Kooperations-Abkommen mit verschiedenen Forschungseinrichtungen geschlossen. Die Konzerne wollen damit ihre Aktivitäten zum Erhalt und Ausbau der kerntechnischen Kompetenzen an Forschungseinrichtungen und Hochschulen intensivieren. Für die Bereiche Simulationsmethoden, Neutronik, Thermohydraulik, Werkstoffverhalten und Analyse internationaler Forschungen wurden entsprechende Partner ausgewählt und Projekte initiiert. An zunächst drei Forschungseinrichtungen – dem Karlsruher Institut für Technologie, der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart sowie dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf – werden insgesamt acht Forschungsprojekte innerhalb des neu aufgelegten Programms gefördert. Die betreffenden Einrichtungen sollen direkte Fragestellungen zu in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken bearbeiten.

Die auftraggebenden Unternehmen kalkulieren mit Projektlaufzeiten zwischen vorerst drei bis fünf Jahren und die Fördersumme hierfür beträgt zunächst rund 6,5 Millionen Euro. Ohne hier gleich über verschwörerische Hinterzimmer-Mauscheleien zu orakeln, könnte dies ein zartes Zeichen dafür sein, dass die Atomkonzerne Deutschlands tendenziell mit längeren Laufzeiten für ihre Reaktoren rechnen. Wer wills ihnen beim aktuellen politischen Trend verdenken?

Foto © Pixelio, N. Schmitz

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Earth Hour – Licht aus, Klimaschutz an!

Freitag, den 19. März 2010

Am 27. März 2010 um 20.30 Uhr – Werden Sie Teil einer weltweiten Bewegung!

Klimaschutzaktion – Mitmachen und Vorbild sein

Earth Hour_350x170Mitmachen lohnt sich: Die größten Klimaschutzaktion, die es je gab! Schalten Sie am Samstag, den 27. März 2010 um 20.30 Uhr gemeinsam mit Hunderten Millionen Menschen in tausenden Städten weltweit für 60 Minuten die Lichter aus, um zu zeigen, dass es uns Ernst ist mit dem Klimaschutz.

Wie der WWF mitteilt:

“… findet „Earth Hour“ bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr haben mehrere hundert Millionen Menschen aus aller Welt die Lichter ausgeschaltet. Weltberühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris oder das Vogelnest-Stadium in Peking standen im Dunkeln. Dieses Jahr wollen schon elf deutsche Städte mitmachen wie Berlin, München, Tübingen oder Aschaffenburg.”

WWF Deutschland ist eine Stiftung für den Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Umwelt, wwf.de.

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Linktipps:

Logo © wwf.de, Foto (1) “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”, Hamburg

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Anti-Atomkraft-Allianz

Dienstag, den 16. März 2010

Deutschlands Stadtwerke kommen sich derzeit mächtig verschaukelt vor. Denn viele von ihnen hatten sich als Stromerzeuger angesichts des 2002 unter der Regierung Schröder vereinbarten Atomausstiegs auf veränderte Marktbedingungen eingestellt. Aufgrund der nun im Raum stehenden Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke drohen viele Investitionen allerdings im Nichts zu verpuffen.

Stadtwerke contra Laufzeitverlängerungen

Kurt MichelRund 150 kommunale Versorger haben sich aktuell zu einer Art Anti-Atomkraft-Allianz zusammengeschlossen, um gleichermaßen der Bundesregierung wie auch den vier Energieriesen Deutschlands Paroli zu bieten. Das Stadtwerke-Bündnis fordert ein Festhalten am Atomausstieg und prangert Wettbewerbsverzerrung durch längere AKW-Laufzeiten an. Selbige würden nämlich den Betreiberkonzernen milliardenschwere Zusatzgewinne bescheren, während die Stadtwerke, die in Sachen Energieerzeugung längst neue Wege beschreiten, auf dem Trockenen sitzen. Viele kommunale Versorger haben seit dem Atomkonsens vor acht Jahren in klimafreundliche Kraftwerkstechnologien investiert und drohen der Politik nun mit dem Stopp selbiger. Und genau das wäre ein empfindlicher Tiefschlag auf dem Weg zur langfristig geplanten dezentralen Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energien. Zwei Forderungen stehen seitens der Stadtwerke im Raum. Erstens: Man will bei den Verhandlungen über künftige AKW-Laufzeiten mit am runden Tisch sitzen. Und Zweitens: Entweder die Bundesregierung hält am beschlossenen Atomausstieg fest, oder sie legt im Gegenzug veraltete Kohlekraftwerke still, um das Marktgleichgewicht zu erhalten.

Die Atomausstiegs-Debatte ist ja keine rein wirtschaftliche, sondern hat vor allem auch eine grundlegend struktur-politische Dimension. Ein so tiefgreifender Beschluss darf nicht von Legislaturperiode zu Legislaturperiode neu verhandelt werden. Dies konterkariert nicht nur die Planungssicherheit der Energieerzeuger, sondern untergräbt auch den Willen des Wählers. Es gibt viele unumstößliche politische Paradigmen in diesem Land – und der Atomausstieg hätte dazu zählen sollen.

Foto © Pixelio, Kurt Michel

» Anti-Atomkraft-Allianz

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