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Monatsarchiv für Dezember 2009

Grüne deutsche Wirtschaft

Montag, den 7. Dezember 2009

In Zeiten, da sich die Staatschefs dieser Welt für einen dringend nötigen Klimakonsens nicht gerade mit Ruhm bekleckern, machen ausgerechnet deutsche Wirtschaftseliten Schlagzeilen in Sachen Nachhaltigkeit. Sogenannte Green Buildings schießen wie Pilze aus dem Boden – zum Beispiel bei der Deutschen Bank.

Unternehmen als Klimaschützer

terramaraAls 2006 verlautet wurde, dass die Firmenzentrale der Deutschen Bank in Downtown Mainhattan nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen entspricht, stand man vor der Wahl: Abrissbirne oder Millionensanierung. Letzteres wurde beschlossen und zwar in exemplarisch nachhaltigem Sinne. Nur ein paar Beispiele: Fahrstühle, die im laufenden Betrieb Energie erzeugen, mit aufgefangenem Regenwasser gespülte Toiletten, als Wärmespeicher genutzte Betonmassen und vieles mehr. Als “Green Towers” soll der Doppelturm in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres neugeboren werden und rund 3.000 Deutschbänkern ein klimafreundliches Dach über dem Kopf bieten. So mancher Anleger murrt zwar angesichts der Höhe der Investitionen, aber zumindest lässt sich sagen: Endlich mal gut angelegtes Kapital. Übrigens wurde bereits Anfang November die ebenfalls in Frankfurt thronende Commerzbank-Zentrale mit dem “Green-Building-Award” ausgezeichnet. So sieht heutzutage also Bänker-Wettstreit aus. Abseits der Finanzwirtschaft hat auch der deutsche Handel das Potenzial zeitgemäßer Klimatechnologien erkannt. So eröffneten sowohl die REWE-Group als auch die Discounter-Kette Netto unlängst grüne Filialen, die als Pilotprojekte eine neue Generation von Umwelt-Märkten einleiten sollen.

Bedeutet diese Entwicklung nun im Umkehrschluss, dass sich unsere heimischen Bosse in Blaue Engel verwandelt haben? Nun ja, eingeschränkt. Finanzkrise, Konzernpleiten und Massenentlassungen haben während der letzten Jahre derart tiefe Furchen in den Imagelack gekratzt, dass das öffentlichkeitswirksame Thema Klimaschutz einen dankbaren Rettungsanker bietet. Aber noch viel wichtiger: Deutsche Unternehmen haben endlich auch das ökonomische Potential ökologischen Handelns erkannt und gewinnen zumindest diesbezüglich an Vorbildcharakter.

Foto © Pixelio, terramara

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Stromerzeuger – Das machen wir doch selbst

Samstag, den 5. Dezember 2009

Wenn Sie Eigentum besitzen, haben Sie vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, den Strom selbst herzustellen. Der Staat unterstützt dieses Projekt mit finanziellen Zuschüssen.

Photovoltaik heißt das Zauberwort

Wir haben bereits mehrfach über dieses Thema berichtet und die Methoden werden immer raffinierter: Solarziegel liefern Strom und Wärme. Weitere Infos zum Thema Photovoltaik finden Sie im Stromlexikon Stromauskunft.de bietet zu diesem Thema einen neues Service, den SolardachChecker. In wenigen Schritten hilft Ihnen der Ratgeber und rechnet vor, ob sich das Dach für eine Solaranlage eignet.

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Sie können interaktiv die Dachneigung einstellen und bekommen sogar über Google Ihr Haus angezeigt und können dann die Flächen markieren, die für eine Solaranlage in Frage kommen. Sinnvoll ist es aber sicherlich, die Fläche selbst auszurechnen. Am Ende bekommen Sie eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, also eine Information, nach wie vielen Jahren sich die Anlage amortisiert hat.

Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall über diese Option nachzudenken.

LinkTipps:

Foto © Screenshot Stromauskunft.de

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Neues Jahr, neue Preise

Donnerstag, den 3. Dezember 2009

Noch ein knapper Monat, dann bricht mal wieder eine neue Dekade an. Und bei schicksalsträchtigen Jahreswechseln ist man bekanntlich schnell bei der Hand mit guten oder schlechten Omen. Also wollen auch wir von StromAuskunft mal ein bisschen orakeln und Ihnen im Hinblick auf die Energiepreise 2010 die Zukunft weissagen. Soviel vorweg: Das Schicksal hat einen Namen – und der lautet Preiserhöhung.

Wechsel-Countdown für Strom und Gas

DSCN0144Bereits Mitte November ratterte die Schlagzeile von steigenden Strompreisen durch den Äther. Mindestens 40 Versorger, darunter auch viele der großen Energiekonzerne, erhöhen zum Jahreswechsel ihre Preise um durchschnittlich 5 Prozent. Ob nun steigende Beschaffungskosten, Neuregelungen des EEG, die allgemein schlechte Wirtschaftslage oder einfach fantasiereiche Konzernbosse Schuld am Preisanstieg sind, sei dahingestellt. Fakt ist: Millionen Verbraucher müssen ab 2010 für jede Kilowattstunde tiefer in die Tasche greifen. Und als wäre die Last steigender Strompreise nicht schon groß genug, steht uns in puncto Gas eine ähnliche Entwicklung ins Haus. Nachdem die Gaspreise im laufenden Jahr in paradiesisch pünktlichen Regelmäßgkeiten gefallen sind, deutet sich zum Jahreswechsel ein weitaus unerfreulicherer Trend an. Aktuellen Meldungen zufolge planen in 2010 rund 70 Versorgungsunternehmen Preiserhöhungen von bis zu 12 Prozent. Im Dezember und Januar kommen Verbrauchern vielerorts letztmalige Gaspreissenkungen zu Gute. Da die krude Marktlogik aber noch immer der Ölpreisbindung folgt, ist spätestens zum Frühjahr mit flächendeckenden Preisraketen zu rechnen.

Zusammengefasst: Strom ist teuer und wird noch teurer – Gas ist günstig, aber bleibt es nicht. Deshalb unser Tipp: Nutzen Sie die momentan noch guten Konditionen. Denn der Countdown für preisstabile Tarife sowie für Wechsel zu Anbietern, die entgegen dem Trend Strom und Gas nicht verteuern, tickt unaufhaltsam.

Linktipps:

- StromAuskunft: Tarifrechner Strom

- StromAuskunft: Tarifrechner Gas

Foto © Pixelio, S. Hofschlaeger

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Quecksilber in Energiesparlampen

Dienstag, den 1. Dezember 2009

(c) Pixelio

(c) Pixelio

Quecksilber, das weiß jedes Kind, ist gefährlich, auch in geringen Mengen. Leider befindet sich dieser Stoff in Energiesparlampen. Der Bundestag will jetzt die fachgerechte Rücknahme besser organisieren.

Quecksilber gehört nicht in den Hausmüll

Mögliche gesundheitliche Belastungen der Verbraucher durch Quecksilber in Energiesparlampen thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (17/65). Darin verweisen die Abgeordneten darauf, dass marktgängige Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthielten, der weitaus größte Teil der verbrauchten Leuchten aber gleichwohl in den Hausmüll gelange. Wissen wollen die Abgeordneten, mit welchen konkreten Maßnahmen die Bundesregierung die fachgerechte Rücknahme von Energiesparlampen “deutlich verbessern“ will.

Foto (c) Pixelio - Daniel Gast

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