Stromsparen als “Volkssport”
Donnerstag, den 31. Dezember 2009Alle reden vom Klimagipfel und wissen, wie wichtig es ist, die CO2-Belastung zu reduzieren. Aber wenn es darum geht, wirklich selbst zu sparen, vor allem dann, wenn es nicht unseren eigenen Geldbeutel trifft, da hört die Vernunft häufig auf.
Licht aus – Teelicht an
Natürlich wissen wir, dass auch Energie benötigt wird, um ein Teelicht zu produzieren – und mit nur einem Teelicht ist es im Wohnzimmer auch ziemlich “duster”. Der Ansatz sollte viel mehr sein, intelligent Strom zu sparen: Die Spül- und Waschmaschine erst dann einschalten, wenn es sich lohnt, also, wenn mit möglichst wenig Wasser und Energie, viel “schmutzige Wäsche” gewaschen wird.

Auch in der Firma, oder vielleicht jetzt in der Ferienwohnung, die Lichter – wie zu Hause auch – einfach löschen. Nicht nach dem Motto: Kostet ja nichts, lasse es einfach mal brennen.
In unserem wunderschönen Ferienhaus werden leider überhaupt keine Energiesparlampen verwendet, außer zwei bis drei Lampen mit LED-Technik. Besonders hier, wenn die Feriengäste nach dem Motto agieren – kostet ja nichts, ist ja bereits im Pauschalpreis enthalten, lohnt es sich, energiesparende Leuchtmittel einzusetzen.
In Dänemark wird der Strom übrigens am Ende separat bezahlt und zwar je nach Verbrauch. Aber wirklich sparen konnte man da auch nicht, da mit Strom geheizt wurde. Die energietechnisch schlechteste Lösung, ein Haus mollig warm zu bekommen.
Linktipps:
- Ökostromanbieter auf Stromauskunft.de
- Gütesiegel für Ökostrom auf Stromauskunft.de
Foto Urlaubsregion Ostsee, Heiligenhafen, Foto © Gerd Kebschull
Die Biographie von Gerald Hennenhöfer ist ein Paradebeispiel für munteres Ämter-Hopping. Von 1994 bis 1998 hatte der Mann schon einmal die Leitung der Abteilung für Reaktorsicherheit inne – übrigens unter der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel. Die Ära Helmut Kohl fand ihr Ende und Hennenhöfer einen neuen Job beim Energieriesen E.ON. Für selbigen handelte er als Generalbevollmächtigter den Atomausstiegsvertrag mit der rot-grünen Bundesregierung aus. Seit 2004 war Hennenhöfer als Anwalt für eine Kanzlei tätig, die unter anderem den Betreiber des umstrittenen Atommülllagers Asse vertrat. Und nun holt Bundesumweltminister Norbert Röttgen den ehemaligen Atom-Lobbyisten zurück ins alte Boot – sein Sessel dürfte noch warm sein.
Was da in den zurückliegenden zwei Wochen vor sich gegangen ist, hat in seiner Szenenhaftigkeit einen wirklich bizarren Charakter. Bereits die ausschweifenden Straßenkrawalle zu Beginn der Verhandlungen erinnerten eher an Bilder vom Rande eines G8-Gipfels als an ein gemeinschaftliches Treffen zur Rettung des Klimas. Zyniker könnten sagen: Eine globalpolitische Veranstaltung gerade in Kopenhagen mit seinem bekannt autonomen Stadtteil Christiania abzuhalten, ist ungefähr so als würde man zum Kuchenessen in ein Wespennest gehen. Und als wären die Ausschreitungen von den Straßen in die Sitzungssäle verlegt worden, verkam das ursprünglich geplante Miteinander zu einem knüppelharten Gegeneinander antiquierter Konflikte. Arm gegen Reich, Entwicklungs- gegen Industrieländer, Ost gegen West. Was gerade die beteiligten Nationen USA und China an Possen zum Besten gaben, bewegt sich irgendwo zwischen Dummheit und Frechheit. Statt Lösungen zu suchen, trat man lieber als ideologischer Sturrkopf oder gleich als beleidigte Leberwurst auf. Auch Barack “Friedensnobelpreis” Obama war da keine Ausnahme. Und dann die angesprochene Szenenhaftigkeit, mit der man ganze Fußballstadien zum Lachen bringen könnte: Saudi-Arabiens Chefunterhändler etwa forderte Kompensationszahlungen wegen etwaiger finanzieller Einbußen im Ölgeschäft durch den Klimaschutz. Das sind doch mal Prioritäten. Und als wollte man mit allen Mitteln den Kopenhagener Comedy-Preis gewinnen, ließ man von saudischer Seite gleich noch verlauten, der Klimawandel sei ohnehin nicht vom Menschen verursacht. Sehr spaßig auch folgendes Bild: Ein völlig übernächtigter Bundesumweltminister Norbert Röttgen steht umringt von den Lobbyisten der Energiekonzerne im Plenum und schüttelt leichenblass Hände, von denen er weiß, dass er sie gerade jetzt nicht schütteln sollte. “Der Arme”, hat man sich gedacht – und sowas ist nie gut für einen Politiker.
Die zurückliegenden Monate haben der heimischen Kohlekraft schwere Wunden zugefügt. Der Kampf gegen die Laufzeitverlängerung der Atomreaktoren scheint verloren – also starten Umweltverbände und Bürgerinitiativen nun einen neuen Frontalangriff. Denn nicht zuletzt durch gesellschaftlichen Druck wurden binnen kürzester Zeit diverse Neubauprojekte aufs Abstellgleis geschoben. Die geplanten Kohlekraftwerke in Mainz und Dörpen sind vom Tisch, das Projekt Staudinger im hessischen Großkrotzenburg steht wegen der Überschreitung von Quecksilber-Grenzwerten unter massivem Beschuss und im derzeit populärsten Fall Datteln erwägt die NRW-Landesregierung gar eine Gesetzesänderung, um den gerichtlich gestoppten Bau doch noch durchzuwinken. Hinzu gesellen sich geplatzte Pläne für Neubauten in Emden und Lubmin an der Ostsee. Harte Zeiten also für die Kohlekraft.
Die Energieeffizienz von neuen Gas- und Kohlekraftwerken soll durch neue Vorgaben für elektrische Mindestwirkungsgrade gesteigert werden. Bündnis 90/Die Grünen legten einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vor (
Das Ergebnis gleich vorweg: Beim Qualitätskriterium Kundennähe liegen Ökostromanbieter an der bundesdeutschen Spitze. Auf dem Prüfstand war vor allem das Beratungs- und Informationsangebot für Neukunden. Unter das Sieger-Triumvirat der grünen Anbieter Naturstrom, LichtBlick und Greenpeace Energy (durchweg gut bis sehr gut benotet) mischt sich mit ENTEGA lediglich ein konventioneller Versorger, der zudem ebenfalls über ein umfangreiches Ökostromangebot verfügt. Desweiteren wurden die günstigsten Tarife führender Anbieter hinsichtlich der Verbraucherfreundlichkeit ihrer Vertragsbedingungen getestet. Ergebnis: Bei den konventionellen Versorgern liegt die EnBW-Tochter Yello ganz vorn, unter den Ökostromanbietern kann sich Greenpeace Energy ein weiteres Mal an die Spitze schieben.