Der gemogelte Reaktor
Donnerstag, den 29. Oktober 2009Ein Hauch von Sizilien liegt in der Luft. Das Corpus Delicti: AKW Neckarwestheim 1. Der Vorwurf: Laut internen Unterlagen soll der Energiekonzern EnBW die Laufzeit des Reaktors durch gezielte Drosselung der Leistung künstlich verlängert haben, um eine Abschaltung vor der Bundestagswahl 2009 zu vermeiden. Und die Politik soll davon gewusst haben.
Polit-Posse um Laufzeitverlängerung
Gemäß der bisher geltenden Atomausstiegsvereinbarung wird die Restlaufzeit von Kernkraftwerken nach der jeweiligen Strommenge bemessen, die sie noch erzeugen dürfen.
Nach deren Produktion erlischt die Betriebserlaubnis. Im Falle des Reaktors Neckarwestheim 1 wäre die maximale Strommenge unter normalen Bedingungen bereits Mitte Juli dieses Jahres erreicht worden und der Meiler hätte stillgelegt werden müssen. Stattdessen – darauf deuten der Umweltorganisation Greenpeace vorliegende Unterlagen hin – wurde die Stromproduktion in den Jahren 2007 und 2008 soweit gedrosselt, dass das Betriebsende deutlich über den Termin der Bundestagswahl hinaus verschoben werden konnte.
Kurioserweise ist EnBW zum mogeln nicht etwa in den Keller gegangen, sondern hat seinerzeit offenbar verschiedene Politiker von Union und FDP in das Vorhaben eingeweiht. In einer internen Präsentation des EnBW-Vorstands aus dem Jahr 2007 heißt es, die Drosselung der Stromproduktion solle im Zuge einer “zeitnahen Unterrichtung eines ausgewählten Kreises” erfolgen. Man munkelt, dass zu diesem Kreis auch der damalige Wirtschaftsminister Michael Glos sowie Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, gezählt haben sollen. Weiterhin heißt es im vorliegenden Papier, dass von einer “proaktiven Unterrichtung der Presse” abzuraten sei. Proaktiv heißt hier nicht Joghurt, sondern umschreibt die Empfehlung, keine schnellforschen Informationen über die geplante Strategie kundzutun.
Das Geschehene lässt zwei Rückschlüsse zu. Erstens: Bei EnBW sieht man anscheinend regelmäßig das Politbarometer und die Sonntagsfrage. Und Zweitens: Wer glaubt, beim Ausstieg aus dem Atomausstieg ginge es vor allem um eine zukunftsfähige Energieversorgung und nicht etwa um Lobby-Interessen, hat die Augen wirklich ganz fest zugekniffen.
Foto © Pixelio, Konstantin Gastmann
Voraussetzung ist allerdings eine optimale Abstimmung des Heizungssystems auf das Gebäude. Für eine Altbaumodernisierung empfiehlt sich beispielsweise eher die Luft-Wasser-Wärmepumpe, da hier keine Sondenbohrungen notwendig sind.

So testen RWE und Daimler bereits seit Mitte des Jahres in einem bis 2012 laufenden Pilotverfahren die Alltagstauglichkeit der E-Mobility. Dazu installiert RWE zunächst in Berlin und anschließend in fünf weiteren Großstädten entsprechende Ladestationen, die Elektro-Smarts aus dem Hause Daimler füttern sollen. Ein nahezu identisches Projekt verfolgen aktuell auch E.ON und BMW. Die Marke heißt MINI E und der Feldversuch ist in München gestartet. Auch hier stehen die Testthemen Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge und Praktikabilität der Ladeinfrastruktur im Vordergrund.

