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Monatsarchiv für Juni 2009

Solarpark – Strom aus Sonnenenergie

Donnerstag, den 4. Juni 2009

Heute eröffnet E.ON im südfranzösischen Le Lauzet, rund 150 Kilometer nördlich von Marseille, den ersten Solarpark des Unternehmens.

E.ON eröffnet ersten Solarpark

Wenn alle Abschnitte fertig gestellt sind, wird der Solarpark auf einer Fläche von über 20 Hektar bis zu fünf Megawatt Leistung erzeugen. Die Anlage spart dann 4270 Tonnen CO2 pro Jahr. Der Standort im französischen Department Alpes de Haute Provence ist durch seine hohe Sonneneinstrahlung für die Erzeugung von Solarstrom besonders gut geeignet. E.ON rechnet mit mehr als 1400 Volllaststunden pro Jahr.

(c) E.ON

Der Stromerzeuger setzt in Le Lauzet Module verschiedener Hersteller ein, unter anderem auch Dünnschichtmodule aus der eigenen Produktion im gerade eröffneten Werk bei Magdeburg. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit verschiedener Module unter Alltagsbedingungen zu testen.

Wulf H. Bernotat: „Die Sonne und ihre enorme Kraft werden eine entscheidende Rolle für die Energieversorgung der Zukunft spielen. Voraussetzung dafür ist, dass wir es schaffen, sie ebenso konsequent und effizient zu nutzen wie das Wasser und den Wind. Mit der Wasserkraft erzeugen wir bereits seit einem Jahrhundert im industriellen Maßstab Strom ohne CO2. Bei der Windenergie sind wir auf dem Weg dahin. Und bei der Photovoltaik fangen wir jetzt damit an.“

E.ON investiert allein bis 2011 acht Milliarden Euro in den Ausbau Erneuerbarer Energien. Ziel ist es, bis 2015 über mindestens 10 Gigawatt Erzeugungskapazität aus Erneuerbaren Energien zu verfügen. Bis 2030 will E.ON seinen Strom zu 35 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewinnen, 25 Prozent davon überwiegend aus Windkraft, Solarenergie, Biomasse sowie Biogas. Etwa 10 Prozent werden auf Wasserkraft entfallen. Zusammen mit der Kernkraft wird dann rund die Hälfte der E.ON-Stromerzeugung CO2 frei sein. Die andere Hälfte wird durch effiziente Kohle- und Gaskraftwerke abgedeckt.

Linktipps:

Foto (c) E.ON

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Energie aus der Erde – Geothermieanlage

Mittwoch, den 3. Juni 2009

Gestern wurde in der »Tagesschau das Thema Geochemie vorgestellt. Die Geothermieanlage in Unterhaching bei München wurde „angeheizt“.

Aus Wasser mach Energie

Das Prinzip ist so einfach wie genial: Es wird Wasser in die Erde gepumpt, das durch die Erdwärme erhitzt wird. Das Ergebnis: Heißes Wasser als Fernwärme. Bereits vor fünf Jahren wurde in Unterhaching gebohrt. Im September 2004 wurde dann das erste heiße Wasser produziert: Aus einer Tiefe von 3.446 Metern sprudelt etwa 120 Grad Celsius heißes Wasser. Zirka 150 Liter pro Sekunde können mit dieser Anlage produziert werde.

Bayern übernimmt bei dieser Technologie eine Vorreiterrolle – mal wieder. Bereits in Erding, München-Riem, Simbach-Braunau, Unterschleißheim, Pullach und Straubing wird mit dieser Technik Energie erzeugt.

Natürlich gibt es aus Gegner. Kritikpunkt ist, dass es zu Erdbeben kommen kann. Deshalb ist es extrem wichtig, den richtigen Standort für eine Geothermieanlage zu finden.

Linktipps:

Foto Pohutu Geysir in Te Puia, bei Rotorua Neuseeland

Foto Pixelio | Ulla Trampert

» Energie aus der Erde – Geothermieanlage

Saubermann Hamburg – Modellregion für Elektromobilität

Dienstag, den 2. Juni 2009

Hamburg hat schon immer eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz und sauberen Verkehr übernommen. Was wenige wissen: In Hamburg fahren bereits drei mit Wasserstoff betrieben Busse.

Hamburg wird Modellregion für Elektromobilität

Der Strom soll zu 100% aus regenerativen Quellen kommen

HamburgDie heute von Bundesverkehrsminister »Tiefensee verkündete Entscheidung, Hamburg zu einer Modellregion für Elektromobilität zu machen, ist ein wichtiger Meilenstein für die Strategie des Senats, im Verkehrssektor klimafreundliche Technologien konsequent auszubauen. Hamburg wird dabei aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes unterstützt, das für den Bereich Elektromobilität insgesamt 115 Millionen Euro bereitstellt. Noch in diesem Jahr wird die Stadt in den Bereichen Bus, PKW, Lieferfahrzeuge und Schiene im Rahmen eines bundesweiten Modellvorhabens die notwendige Infrastruktur aufbauen und voraussichtlich ab Mitte kommenden Jahres erste batteriebetriebene Fahrzeuge im Straßenverkehr einsetzen.

Umweltsenatorin Anja Hajduk: „Die Förderung als Modellregion ist ein großer Erfolg für Hamburg und bestätigt unseren Ansatz, insbesondere auch im Verkehrsbereich klimafreundliche Konzepte durchzusetzen. Der Strom für die Batteriefahrzeuge wird zu 100 % aus regenerativen »Quellen stammen, wir erreichen damit eine neue Qualität, auch in Hinblick auf die perspektivische Möglichkeit, diese Fahrzeuge als Stromspeicher für die Rückeinspeisung ins Energienetz nutzen zu können.“

Das Vorhaben trägt den Titel „HH = more“ („hamburg modell region elektromobilität“) und basiert auf einem Prüfauftrag des Senats aus dem Hamburger Klimaschutzkonzept vom Dezember 2008. Der Senat hatte sich gemeinsam mit Industriepartnern im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens der Bundesregierung beworben und ist aus 130 Bewerbungen als eine von acht Modellregionen ausgewählt worden.

Hamburg will im Rahmen einer Qualitätsrichtlinie einheitliche Standards definieren, die für alle am Projekt Elektromobilität Beteiligten zu beachten sind. Voraussichtlich werden im öffentlichen Raum in einer ersten Ausbaustufe in den kommenden Jahren bis zu 100 Ladesäulen errichtet werden, die eine Versorgung der eingesetzten Fahrzeuge im innerstädtischen Verkehr ermöglichen sollen. Ab Mitte kommenden Jahres sollen bis zu 70 Fahrzeuge in einem ersten Flottenversuch eingesetzt werden. Hinzu kommen Teilprojekte bei der »HOCHBAHN im Busbereich, bei den Planungen für die Stadtbahn sowie im Fahrzeugeinsatz bei Logistikunternehmen.

Linktipps:

Fotos © Redaktionsbüro Kebschull

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