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Monatsarchiv für Juni 2009

Asse – kein Ass in der Hinterhand?

Dienstag, den 30. Juni 2009

TV-Tipp

Das Thema Asse ist und bleibt umstritten. Für die Befürworter der Kernenergie gibt es nur die Option über ein Endlager. In dem ZDF-Film wird die Frage gestellt: “Strahlender Sumpf – Atomlager Asse außer Kontrolle?”

“Strahlender Sumpf – Atomlager Asse außer Kontrolle?”

  • ZDF-Film von Oliver Deuker und Malin Ihlau

Die Asse, ein alter Salzstock in der Nähe von Wolfenbüttel, ist vielleicht Deutschlands gefährlichste Deponie. Vor über 40 Jahren übernahm der Bund die stillgelegte Anlage.

Das alte Bergwerk verwandelte sich in ein “Versuchsendlager” für radioaktive Abfälle. 126.000 Tonnen mit leicht und mittelschwer strahlendem Müll gelangten seitdem dorthin. Dazu hochgiftige Pestizide und Arsen sowie Tierkadaver. Am Mittwoch, 1. Juli 2009, 0.30 Uhr berichten Oliver Deuker und Malin Ihlau im ZDF über die Asse und fragen: “Strahlender Sumpf – Atomlager Asse außer Kontrolle?”.

Die Autoren fragen außerdem nach der Verantwortung für die Zustände in dem ehemaligen Salzbergwerk. Gab es Missstände, die die früheren Betreiber bewusst in Kauf genommen haben? Es kommen Arbeiter zu Wort, die über verheerende Zustände berichten. Mehrere von ihnen sind an Krebs erkrankt. Deuker und Ihlau gehen auch der Frage auf den Grund, welche Gefahren für die Menschen von der Asse ausgehen. Zudem ist es ihnen gelungen, Wolfram König, den Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz bei seinen Bemühungen um Schadensbegrenzung zu begleiten.

Die Asse war von Anfang an heftig umstritten. “Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind Wassereinbrüche auszuschließen”, argumentierten die Befürworter. Kritiker warnten vor der Instabilität der Asse und befürchteten immense Auswirkungen für die Menschen in der Region. Diese Gefahr wächst: 12.000 Liter so genanntes Zutrittswasser dringen täglich durch die rissigen Salzschichten. “Atommüll hätte hier niemals eingelagert werden dürfen”, sagt Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz heute, “keiner kann sagen, ob nicht morgen oder übermorgen unaufhaltbare Wassermengen zutreten. Dann könnten ganze Pfeiler und Kammerdecken zusammenbrechen.” Noch sind die Wassermassen beherrschbar, allerdings besteht die Gefahr, dass Wasser mit radioaktivem Material in Kontakt kommt. In geringem Maße ist das schon passiert. Es könnte dann auch in die Umwelt gelangen.

Neue Gutachten versuchen indes zu beruhigen: Die bergmännische Stabilität des Grubengebäudes sei bis 2020 gegeben. Eine Expertengruppe prüft derzeit verschiedene Optionen, wie die Asse saniert werden kann. Andere Wissenschaftler raten davon ab. Für sie ist die Asse eine tickende Zeitbombe.

Bilder
Das Atomlager bröckelt. Gerät die “Asse” außer Kontrolle?
Fotos © ZDF | Klaus Menkhaus, Achim Thömmes
Eine tickende Zeitbombe? Das Atomlager Asse in Niedersachsen

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Erdbeben durch Speicherung von Kohlendioxid?

Dienstag, den 30. Juni 2009

Wie der Bundestag berichtet, erwartet die Bundesregierung keine künstlichen Erdbeben durch die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid

Keine Erdbeben durch Kohlendioxid-Speicher erwartet

Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung erwartet keine künstlichen Erdbeben durch die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. Es sei zwar bekannt, dass durch Fluidinjektionen im Untergrund künstliche Erdbeben auftreten könnten, erklärt die Regierung in ihrer Antwort (»16/13333) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (»16/12616). Bei der Kohlendioxid-Speicherung in ehemaligen Erdgasfeldern müsse aber sichergestellt werden, dass der kritische Druck zur Rissbildung in den Deckschichten nicht überschritten werde. “Sofern der zulässige Druck richtig bestimmt und im Laufe des Betriebs nicht überschritten wird, sind die tektonischen Risiken durch induzierte Seismizität bei der Kohlendioxid-Speicherung als gering einzustufen”, schreibt die Bundesregierung.

(c) Pixelio

Auch Bergschäden in Form von Geländehebungen seien “über den Zentimeterbereich hinaus nicht zu erwarten”. Allerdings sieht die Bundesregierung Risiken bei den Verschlüssen der alten Gasfelder: “Ob und wieweit alte Bohrlochverschlüsse neu verfüllt werden müssen, um dauerhaft auch den korrosiven Eigenschaften des gespeicherten Kohlendioxid-Stroms und seinen Beimengungen widerstehen zu können, ist bislang noch nicht hinreichend geklärt. Hier besteht Forschungsbedarf.” Zu den bei der Abscheidung von Kohlendioxid entstehenden geringfügigen Beimengungen schreibt die Bundesregierung, es könne sich dabei um Staub, Schwefel- und Stickoxide, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, Wasserdampf, Sauerstoff, Stickstoff sowie um Lösungsmittelreste handeln. Die genaue Zusammensetzung dieses Kohlendioxidstromes, der dann unter die Erde gepumpt werde und auf unbegrenzte Zeit dort bleiben soll, hänge von der jeweiligen Prozessführung ab.

Foto: Pixelio | Olaf Schneider

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Wüstenstrom

Dienstag, den 23. Juni 2009

Wie der Bundestag berichtet, sieht die Bundesregierung das Thema Strom aus der Wüste eher skeptisch. Die Energielieferungen aus zentralasiatischen Staaten sind nach Angaben der Bundesregierung in den letzten Jahren stark gestiegen.

Regierung beurteilt Stromgewinnung in der Sahara zurückhaltend

(c) PixelioDie Bundesregierung will der Abhängigkeit von Energieimporten entgegenwirken und strebt daher einen “breiten Energiemix” an. Die jeweiligen Vorteile der einzelnen Energieträger sollten kombiniert werden, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen sollten ausgebaut werden, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (16/13276) auf die Große Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (16/10386). Eine langfristige und verlässliche Energiepolitik müsse die Endlichkeit fossiler Energieträger, die wachsende Nachfrage nach Energie durch aufstrebende Schwellen- und Entwicklungsländer und den Klimaschutz einbeziehen.

Prognosen einzelner Institutionen wie der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zum Energiemarkt will die Bundesregierung nicht kommentieren. Um den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2050 um 50 Prozent zu reduzieren, habe die IEA in einer ihrer Publikationen eine “technologische Revolution” gefordert. Das würde bedeuten, dass in großem Maßstab Technologien zur Kohlendioxid-Abscheidung, erneuerbare Energien, aber auch Kernkraft eingesetzt werden müssten. “Dabei spricht die IEA in der Tat von einem weltweiten Bedarf von 1.000 zusätzlichen Kernkraftwerken”, schreibt die Bundesregierung. Eigene Prognosen über die Verfügbarkeit bestimmter Energieträger erstellt die Bundesregierung nicht.

Zur Frage nach der Ausbeutung von Rohstoffen in der arktischen Region weist die Bundesregierung darauf hin, dass fünf Anrainerstaaten bekräftigt hätten, offene Fragen im Arktischen Ozean auf der Basis des Seevölkerrechts regeln zu wollen. Die Chancen auf Umsetzung eines Moratoriums bei der Ausbeutung von Ressourcen in der Arktis schätzt die Bundesregierung als nicht hoch ein. Norwegen und die Russische Föderation hätten bereits einen Antrag auf einen erweiterten Festlandsockel bei der Festlandsockelkommission der Vereinten Nationen gestellt. Auf die Frage nach Energieszenarien in Russland antwortet die Bundesregierung unter anderem, dass Russland den Einsatz von Erdgas zur Stromerzeugung bis 2020 um 50 Prozent verringern wolle. Dafür sollten bis 2015 jährlich zwei neue Kernkraftwerke ans Netz gehen.

Energielieferungen aus zentralasiatischen Staaten sind nach Angaben der Bundesregierung in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Anteil der zentralasiatischen Staaten am Ölimport der EU habe sich seit 2000 von 0,7 auf 3,7 Prozent erhöht. Der Anteil an den Gasimporten habe sich von 0,35 auf 0,97 Prozent erhöht. Die Umsetzung der Nabucco-Gaspipeline, die den Kaspischen Raum mit der Türkei und dem europäischen Binnenmarkt verbinden würde, wäre eine großer Fortschritt zu mehr Energiesicherheit. Daher unterstütze die Bundesregierung das Projekt. Zurückhaltender äußert sich die Regierung dagegen zur Nutzung der Sonnenenergie in der Sahara. Dieses DESERTEC genannte Konzept spiele zwar in den Szenariobetrachtungen der Bundesregierung eine Rolle, inwieweit es umsetzbar sei, hänge aber von den Gestehungskosten solarthermisch erzeugten Stroms und von der Mobilisierbarkeit der Finanzmittel ab. “Hinzu kommen weitere Probleme wie zum Beispiel die Akzeptanz neuer Stromleitungen”, schreibt die Bundesregierung.

Foto Pixelio | Daniel Gast

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Heizen mit klimaschonendem Erdwärmesystem

Mittwoch, den 17. Juni 2009

Moderne Technik hilft beim Sparen. Toyota Motor Europe will als Technologie-Experte da mit gutem Beispiel vorangehen. Das Projekt kann Vorbildfunktion für andere Industriebereiche haben.

TOYOTA STARTET DIE AKTION: „NACHHALTIGE AUTOHAUS“

Köln. Bereits im November stellte Toyota Motor Europe (TME) das Programm „Nachhaltiges Autohaus“ vor, nun hat TME mit Einsatz modernster Umwelttechnik damit begonnen, das europäische Händlernetz klima- und umweltschonend auszurichten.

Im französischen La Rochelle wurde jetzt der Grundstein für das landesweit ökologischste Toyota Autohaus gelegt. Der neue Betrieb an der Atlantikküste ist damit das erste von verschiedenen Pilotprojekten in Frankreich, Österreich, Slowenien und Deutschland, die als architektonische Vorbilder für diese flächendeckende Toyota-Initiative dienen. Der Automobilhersteller plant, mit umweltfreundlichen Neubauten und der Sanierung des rund 3.000 Standorte umfassenden europäischen Händlernetzes große Einsparungen beim Energie- und Wasserverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß zu erzielen. „Trotz der schwierigen Marktlage haben wir unsere Umweltziele nicht aus den Augen verloren“, betont Andrea Formica, Senior Vice-President Toyota Europa. „Zusätzliche Umweltkriterien bei den Händlerstandards drosseln nicht nur die CO2-Emissionen unserer Vertriebspartner, sondern senken auf lange Sicht auch deren Betriebskosten. Jeder einzelne Toyota-Händler ist zum Handeln verpflichtet.“

In La Rochelle entsteht ein Autohaus mit ökologischer Spitzentechnologie. So dient beispielsweise das begrünte Dach nicht nur als natürliche Klimaanlage, sondern nimmt auch Regenwasser auf und bietet Tieren einen geschützten Lebensraum. Beheizt wird das Gebäude über ein klimaschonendes Erdwärmesystem. Mit Hilfe sämtlicher Umweltmaßnahmen sollen der Wasser- und der Stromverbrauch am Standort La Rochelle nach der Eröffnung 2010 rund 60 Prozent unter dem eines durchschnittlichen Händlerbetriebs liegen.

Foto © Toyota Europa

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Erneuerbaren Energien neu geregelt

Dienstag, den 16. Juni 2009

Wie der Bundestag berichtet, soll das Thema erneuerbaren Energien für den Verbraucher transparenter werden.

Vereinfachter Ausgleichsmechanismus für Strom aus erneuerbaren Energien

Berlin: (hib/AS) Strom aus erneuerbaren Energien soll künftig effizienter, kostengünstiger und in einem transparenteren Verfahren an die Verbraucher gelangen.

(c) Pixelio

Eine Verordnung der Bundesregierung (»16/13188) sieht vor, dass der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütete Strom ab dem 1.1.2010 nicht mehr von den Übertragungsnetzbetreibern an die Vertriebsunternehmen weitergegeben werden muss. Bislang werden die nach dem EEG vergüteten Strommengen in einem aufwändigen Verfahren im Rahmen des so genannten EEG-Ausgleichsmechanismus auf alle Stromvertriebsunternehmen in Deutschland verteilt. Dies führte insbesondere bei kleinen und mittleren Stromvertriebsunternehmen zu Mehrkosten. Die Verordnung der Bundesregierung über die Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus sieht vor, dass der Strom künftig übergangsweise direkt an der Strombörse verkauft werden kann. Der Verkaufserlös wird voraussichtlich jedoch unter der durchschnittlichen Vergütung liegen, die die Netzbetreiber an die Anlagenbetreibenden zahlen müssen. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den an die Anlagebetreibenden gezahlten Vergütungen wird als Umlage von den Stromvertriebsunternehmen getragen. Die Umstellung des Ausgleichsmechanismus soll Aufwand und Risiken für alle Beteiligten minimieren.

Linktipps:

Foto: Pixelio | Olaf Schneider

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Nur wenige Gaskunden wechseln den Anbieter

Dienstag, den 16. Juni 2009

Wie der Bundestag berichtet, sind nur wenige Kunden bereit ihren Gasanbieter zu wechseln.

Recht auf freie Wahl des Gaslieferanten

GasAuskunftBerlin | Nur wenige Kunden sind bisher bereit, den Gasanbieter zu wechseln. Die Bundesregierung teilt in ihrer Antwort (16/13133) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/12935) mit, dass die Bundesnetzagentur im Bereich der Haushaltskunden nur eine Wechselquote von einem Prozent festgestellt habe. Zwar habe sich die Bereitschaft zum Wechsel des Anbieters erhöht, die Wechselraten seien aber noch erheblich steigerungsbedürftig. Seit dem Inkrafttreten des Energiewirtschaftsgesetzes 2005 haben alle Kunden das Recht auf freie Wahl ihres Gaslieferanten.

Siehe auch »Gasauskunft.de

Logo Gasauskunft.de

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Förderung von Geothermie

Montag, den 15. Juni 2009

Wie der Bundestag berichtet, soll das Projekt Geothermie noch bis 2020 gefördert werden.

Drei Geothermieprojekte zehn Geothermieheizwerke in Betrieb genommen

(c) PixelioBerlin: (hib/AS) Die Bundesregierung plant bis zum Jahr 2020 insgesamt 1,8 Milliarden Kilowattstunden Strom und 8,2 Milliarden Kilowattstunden Wärme aus Anlagen der tiefen Geothermie zu erzeugen. Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung über die Förderung, Erschließung und geothermische Strom- und Wärmeerzeugung (»16/13128) hervor. Danach soll die Geothermie in beiden Bereichen “langfristig eine wichtige Rolle” spielen. Nach Einschätzung der Bundesregierung ist die Technologie- und Marktentwicklung in diesem Bereich jedoch erheblich langsamer erfolgt als dies ursprünglich in dem Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung im Jahr 2003 prognostiziert worden war. Seit diesem Zeitraum seien in Deutschland drei Geothermieprojekte zur Strom- und Wärmeerzeugung und zehn Geothermieheizwerke in Betrieb genommen worden. Die Bundesregierung habe durch verschiedene Maßnahmen versucht, die Investitionsanreize in die Geothermie wie beispielsweise durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu verbessern. Durch die Finanzkrise habe sich die Möglichkeit der Finanzierung von Geothermieprojekten jedoch verschlechtert.

Linktipp:

Foto Pixelio | Daniel Gast

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Hauptsache Hauptschule

Montag, den 15. Juni 2009

Wer heute nur die Hauptschule abgeschlossen hat, bekommt keine Chance mehr für das Leben. Falsch! E.ON mit „Kraftpaket Ausbildung“.

E.ON bietet Hauptschülern eine Perspektive

  • Arbeitsminister Karl-Josef Laumann überreicht Abschlusszertifikat an Projektteilnehmer des „Kraftpakets Ausbildung“

„Junge Menschen brauchen eine Perspektive. Für sie darf es keine unüberwindbaren Hürden geben. Denn wer schon den Einstieg in das Berufsleben nicht schafft, der wird es immer schwer haben, von seiner eigenen Arbeit zu leben“, so der Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von E.ON Kraftwerke Dirk Jost beim Besuch der Gelsenkirchener Hauptschule „Am Dahlbusch“. Die Zahlen der Arbeitsagenturen belegen: Der Einstieg ins Berufsleben wird für viele schwieriger. Vor allem für Jugendliche mit Hauptschulabschluss ist die Suche nach einem Ausbildungsplatz häufig vergebens. Ein wesentlicher Grund ist die fehlende Ausbildungsreife der Jugendlichen. An dieser Stelle setzt das „Kraftpaket Ausbildung“ gezielt an. E.ON bereitet 200 Schülerinnen und Schüler dieser oder vergleichbarer Schulformen im direkten Umfeld von E.ON-Standorten gezielt auf einen reibungslosen Einstieg ins Berufsleben vor.

Nach der Übergabe der Abschlusszertifikate an die erfolgreichen Teilnehmer des „Kraftpaket Ausbildung“ bekräftigt der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann die Wichtigkeit des Engagements von E.ON für Hauptschüler: „Ich freue mich, dass so viele junge Erwachsene, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, die Chance auf eine Verbesserung ihrer beruflichen Perspektive genutzt und in ihrer Freizeit so manche Stunde dafür investiert haben. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit der Berufswahl auseinanderzusetzen, am besten gemeinsam mit Eltern und Lehrern“, sagte Laumann.

Besonders freute sich Laumann über die Wahl der Schulform, die E.ON mit seinem Projekt unterstützt hat. „Ich halte es für falsch, Abgänger von Hauptschulen von vornherein schlechter einzuschätzen als solche von Realschulen oder Gymnasien“, sagte Laumann. Er appellierte daher auch an die Unternehmen, Absolventen von Hauptschulen eine Chance auf eine gute Ausbildung zu geben. „Wir sind auf alle Jugendlichen angewiesen! Sie sind die Fachkräfte von Morgen“, so der Minister.

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BMBF fördert die Zukunft der Bioenergie

Freitag, den 12. Juni 2009

Junge Forscher gehen neue Wege zur energetischen Nutzung von Biomasse Beim Ideenwettbewerb Bioenergie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sind jetzt die besten vier Vorhaben von jüngeren Forschern ausgewählt worden.

Es fließen zehn Millionen Euro Fördergelder

(c) Pixelio“Mit insgesamt zehn Millionen Euro werden wir in den nächsten fünf Jahren grundlagenorientierte Forschungsvorhaben mit einem völlig neuen Ansatz zur Nutzung von Biomasse unterstützen”, sagte am Freitag Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. Damit sollen neue Umwandlungsprozesse von Biomasse – vor allem aus biologischen Abfall- und Reststoffen – vorangetrieben sowie die züchterische Optimierung von Energiepflanzen unter Einsatz moderner Verfahren der Biotechnologie ausgebaut werden.

Zu den Gewinnern zählen Dr. Stefan Jennewein am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Aachen, Prof. Christian Voigt von der Universität Hamburg – Biozentrum Klein Flottbek, Dr. Johannes Gescher und Sven Kerzenmacher von der Universität Freiburg sowie Dr. Jan Mumme vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. “Bei den ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern ist es gelungen, diese von renommierten ausländischen Universitäten nach Deutschland zurückzuholen”, betonte Rachel. Als Biologen, Chemiker und Ingenieure wurden die jetzt ausgewählten Wissenschaftler an namhaften nationalen und internationalen Universitäten in Berlin, Freiburg, Cambridge, Zürich, Stanford und Berkeley ausgebildet.

Mit dem “Ideenwettbewerb Bioenergie – Neue Wege beschreiten” im Rahmen der Förderinitiative BioEnergie 2021 wurden junge Forscherinnen und Forscher aufgerufen, sich mit neuen wissenschaftlichen Ideen und Konzepten jenseits der eingetretenen Pfade zu bewerben. Bei der Ausgestaltung des Ideenwettbewerbs wurden ebenfalls neue Wege beschritten: Nach einer Vorauswahl durchliefen die Nachwuchswissenschaftler eine Serie von Trainings- und Schulungsworkshops. Neben der Diskussion über neueste technologische Entwicklungen war es Ziel dieser Workshop-Serie, die ökonomischen und ökologischen Anforderungen bei der energetischen Nutzung von Biomasse zu vertiefen. Das BMBF zielte zusätzlich zu den fachlichen Kompetenzen auf den Ausbau der überfachlichen Qualifikationen: Das Arbeiten in interdisziplinären Teams und auch die Entwicklung von Führungskompetenzen wurden vertieft behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem direkten Kontakt und dem intensiven Austausch mit Praktikern. Exkursionen zu Firmen mit ausgewiesener Bioenergie-Expertise ermöglichten einen vertieften Blick in Produktionsstrukturen und Abläufe.

Neue Konzepte für die Bioenergienutzung sind notwendig, denn Deutschland ist bisher in großem Umfang abhängig von fossilen Energieträgern aus Importen: Beim Mineralöl zu 97 Prozent, beim Erdgas zu 83 Prozent und bei der Steinkohle zu 61 Prozent. “Durch die Nutzung von Biomasse kann ein wesentlicher Beitrag geleistet werden für die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und Energieträgern”, erklärte Forschungsstaatssekretär Rachel.

Mit dem Ziel, die Potenziale der Bioenergie zu nutzen, sind jedoch große Herausforderungen für Forschung und Technologie verbunden. Grundsätzlich ist eine Effizienzsteigerung bei der Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe notwendig, um den Anteil von Energie aus heimischer Biomasse substanziell und nachhaltig zu erhöhen. Zugleich muss eine Konkurrenz zwischen Energie- und Nahrungsmittelproduktion vermieden werden. Diesen Forschungs- und Entwicklungsbedarf greifen die jetzt geförderten Projekte auf.

Linktipp:

Foto Pixelio | Markus Kraft

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Kohle verdienen mit Kohle

Mittwoch, den 10. Juni 2009

Ob ein Kohlekraftwerk wirklich Sinn macht, darüber kann man trefflich streiten. Die Stromerzeuger sind in einem Dilemma. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist eine beschlossene Sache – und es wird weiterhin eine große Menge an Energie benötigt. Also her mit der Kohle…

Neubau eines neuen Steinkohlendoppelblocks in Hamm

  • Setzen der ersten Kesselstütze läutet neuen Bauabschnitt ein
  • Mehr als 800 Menschen arbeiten bereits auf der Baustelle

Die Arbeiten zur Errichtung des neuen Steinkohlenkraftwerks von RWE Power in Hamm schreiten mit großen Schritten voran. „Mit dem Setzen der ersten Kesselstütze und dem damit beginnenden Stahlbau hat nunmehr ein neuer Abschnitt begonnen. Stahlträger und Schweißkolonnen werden das Bild der Baustelle zunehmend prägen“, so Dr. Stefan Laarmann, Leiter des Kraftwerks Westfalen. Insgesamt werden für beide Kraftwerksblöcke 80.000 Tonnen Stahl benötigt.

Kohlekraftwerk

Mit 130 Metern ist der Kühlturm von Block D das derzeit höchste Bauwerk auf der Kraftwerksbaustelle. Seine endgültige Höhe von 165 Metern wird er im Juli dieses Jahres erreichen. Der Kühlturm steht auf insgesamt 40 Stützen, von denen jedes Element 40 Tonnen wiegt. Weithin sichtbar sind auch die vier bereits fertig gestellten bis zu 120 Meter hohen Treppentürme. „Die Fahrstühle von Block D sind seit einigen Tagen in Betrieb. Die 700 Stufen bis in die oberste Etage müssen nun nicht mehr zu Fuß erklommen werden“, zeigt sich Laarmann über den Baufortschritt erfreut.

22 Kräne sorgen dafür, dass die derzeit rund 800 Arbeiter mit Materialien versorgt und die Bauwerke fertig gestellt werden können. Mehr als 200.000 Tonnen Beton wurden bereits verarbeitet. 270.000 Tonnen werden es im Endausbau sein, wobei die Kühltürme nicht eingerechnet sind. Mit dieser Menge könnten rund 4.000 Fertighäuser errichtet werden.

Von den derzeit 14 Hauptauftragnehmern und rund 70 Nachunternehmen haben gut 80 Prozent ihren Stammsitz in NRW. Mehr als 20 Prozent kommen aus der Region von Hamm. Insgesamt existieren derzeit 90.000 Pläne und Dokumente über das Kraftwerksprojekt.

Die beiden Kraftwerksblöcke mit einer elektrischen Leistung von 1.600 MW sollen Mitte 2011 bzw. Anfang 2012 ans Netz gehen. Sie können rund drei Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Dank weltweit modernster Technik erreicht die Anlage, in die zwei Milliarden Euro investiert werden, einen Wirkungsgrad von 46 Prozent. Das sind etwa 30 Prozent mehr als bei Altanlagen. Bei gleicher Stromproduktion geht so der CO2-Ausstoß um rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zurück.

Fotos © RWE

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