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Monatsarchiv für Mai 2009

CO2-Handel

Mittwoch, den 6. Mai 2009

Ein weltweit einheitlicher CO2-Handel mit einer einheitlichen CO2-Preisbildung ist nach Meinung von E.ON das wirksamste und marktorientierteste Instrument für einen effektiven Klimaschutz.

E.ON setzt sich für weltweit einheitlichen CO2-Handel mit schrittweiser Auktionierung ein

  • Erwartungen an ein Klimaschutzabkommen in Kopenhagen
  • Veröffentlichung der neuen CR-Berichterstattung

(c) PixelioEin weltweit einheitlicher CO2-Handel mit einer einheitlichen CO2-Preisbildung ist für E.ON das wirksamste und marktorientierteste Instrument für einen effektiven Klimaschutz. „Wenn wir der Etablierung eines einheitlichen CO2-Marktes durch ein Klimaschutzabkommen näher kämen, wäre das ein großer Erfolg für die Kopenhagener Klimaschutzkonferenz“, betont E.ON-Chef Wulf Bernotat. Voraussetzungen dafür seien klare Emissionsobergrenzen, ein gemeinsames CO2-Handelssystem sowie eine schrittweise Auktionierung von CO2-Zertifikaten für alle Industrie- und Schwellenländer sowie alle wichtigen Treibhausgasemittierenden Industriesektoren. Bernotat: „Eine global einheitliche CO2-Preisbildung ermöglicht es, effiziente Technologien zur Reduzierung von CO2-Emissionen dort einzusetzen, wo sie dem Klima am meisten nutzen. Denn alle Investitionen für den Klimaschutz sollten möglichst effektiv sein, das heißt, es muss uns weltweit gelingen, aus jedem investierten Euro oder Dollar das Maximum an CO2-Vermeidung herauszuholen.“

In den Erwartungen an ein Kopenhagener Klimaschutzabkommen, die E.ON im Rahmen seiner neuen Berichterstattung zur Gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) aktuell veröffentlicht, wird deshalb vor allem die Notwendigkeit tragfähiger und einheitlicher internationaler Spielregeln betont. Bernotat: „Das Kopenhagener Klimaschutzabkommen muss die globale Perspektive fest im Blick behalten und darf nicht einseitig durch nationale wirtschaftliche Interessen bestimmt werden. Zudem können wir auch nur so einer Verlagerung von CO2-intensiver Produktion auf Länder ohne CO2-Begrenzungen vorbeugen.“

Geldmittel, die aus den nationalen Versteigerungen von CO2-Emissionsrechten resultieren, sollen hierbei gezielt zur Förderung klimafreundlicher Investitionen, zum Technologietransfer, für Energieeffizienz-Maßnahmen und zur Senkung von Energiesteuern eingesetzt werden. Zudem sollten die Möglichkeiten für Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM)-Maßnahmen deutlich vereinfacht, gestärkt und ausgeweitet werden, da diese die heute effektivsten Möglichkeiten zur Treibhausgasreduktion darstellen. Dazu gehören die Anerkennung neuer Technologien wie Carbon Capture and Storage (CCS) sowie eine unbegrenzte mengenmäßige Nutzung der Reduktionszertifikate im CO2-Handelssystem.

E.ON selbst hat sich das Ziel gesetzt, die spezifischen CO2-Emissionen seiner eigenen Erzeugung bis zum Jahr 2030 um die Hälfte auf 0,36 t CO2/MWh gegenüber 1990 zu reduzieren. Kernthemen der neuen CR-Berichterstattung bilden entsprechend E.ONs Aktivitäten für Klimaschutz und Energieeffizienz in der Erzeugung, aber auch Maßnahmen zur sicheren und verlässlichen Versorgung sowie zur Unterstützung der Kunden und Gesellschaft beim effizienten Umgang mit Energie. Bernotat: „Damit wollen wir ausgehend von der im letzten Jahr aufgeworfenen Frage „Teil des Problems oder Teil der Lösung?“ konkret aufzeigen, wie E.ON den Wandel unserer Energiewelt aktiv vorantreibt und an verantwortlichen Lösungen für die Zukunft arbeitet. Zugleich macht der Bericht aber auch die Zielkonflikte deutlich, mit der wir im Spannungsfeld von Umwelt- und Klimaschutz, Versorgungssicherheit sowie einer wirtschaftlicher Preisgestaltung konfrontiert sind. Deshalb setzt sich E.ON für eine gesellschaftliche Debatte ein, bei der diese Aspekte gleichberechtigt berücksichtigt und ideologiefrei diskutiert werden, denn nur so können wir zu tragfähigen und gesellschaftlich akzeptierten Konzepten einer zukunftsfähigen Energieversorgung gelangen.“

Foto Pixelio | Woti61

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