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Monatsarchiv für Mai 2009

Köln: Messe Power-Gen Europe 2009

Mittwoch, den 27. Mai 2009

Repräsentanten führender internationaler Energieunternehmen besuchen diese Woche in Köln die Messe Power-Gen Europe 2009 (PGE), um über den globalen Klimawandel und den Einfluss der Wirtschaftskrise auf die globale Energieindustrie zu sprechen.

Lösungen zur globalen Eindämmung des Klimawandels

Auf der PGE werden Führungskräfte von GE Wege aufzeigen, wie Kunden den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können, indem sie energieeffizientere Technologien zur Energieerzeugung und -übertragung installieren, um dazu beizutragen, regionale Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Steve Bolze, Präsident und CEO von GE Power & Water, und Ricardo Cordoba, Präsident von GE Energy Westeuropa und Nordafrika, werden kosteneffektive, sauberere Erzeugungstechnologien präsentieren, die bereits eingesetzt werden – wie zum Beispiel Systeme, die deutlich weniger fossile Brennstoffe verbrauchen, oder solche, die alternative und erneuerbare Energiequellen verwenden.

Bolze und Cordoba werden außerdem Gesetzesreformen diskutieren, die erforderlich sind, um die Erzeugung und Lieferung erneuerbarer und alternativer Energien zu steigern, die Wasserressourcen zu schützen, und so die regionale wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

„Viele Kunden haben bereits eine Vorreiterrolle übernommen und zeigen, dass eine effektive Politik zur Bekämpfung des Klimawandels zuerst einmal erkennen muss, dass jede Region ihre eigenen, einzigartigen Energieressourcen und Herausforderungen hat”, erklärte Bolze. „Die globalen Technologielösungen von GE sind beispielhaft für diese Strategie, denn sie bieten unseren Kunden eine größere Brennstoffflexibilität, mit der sich Projekte erstellen lassen, die auf die Kunden zugeschnitten und ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig sind.”

Um eine größere Brennstoffflexibilität und Energieauswahl auf lokaler Ebene zu fördern, arbeiten zahlreiche Firmen mit vielen europäischen Energieversorgungsunternehmen zusammen, um die Effizienz, Zuverlässigkeit und Kapazität ihrer Übertragungsnetzwerke zu steigern, damit mehr alternative Energien eingespeist werden können.

GE Energy liefert beispielsweise 90.000 seiner „Smart Meter” an Gothenburg Energy, das führende Energieunternehmen West-Schwedens, mit denen Kunden ihren Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten kontrollieren können. Mit diesem Projekt soll eine Vorgabe der schwedischen Regierung erfüllt werden, derzufolge alle Versorgungsbetriebe bis zum 1. Juni 2009 eine Advanced Metering Infrastructure (AMI) bereitzustellen haben.

Es sind jedoch zusätzliche Gesetzesreformen notwendig, um Energieversorgungsunternehmen darin zu bestärken, mehr erneuerbare und alternative Energien in ihre vorhandenen Netze aufzunehmen, erklärte Bolze und zitierte erfolgreiche Richtlinien der Europäischen Union (EU) zur Förderung des Einsatzes der Kraft-Wärme-Kopplung, die bereits einen bedeutenden Einfluss auf die Energieeffizienzpolitik von Regierungen und Versorgungsunternehmen haben.

  • Stromanbieter in »Essen

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Kommunen sollen in neuem Licht erstrahlen

Dienstag, den 26. Mai 2009

Die schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis ist die Zielsetzung des heute von Bundesforschungsministerin Annette Schavan gestarteten Wettbewerbs für Städte und Gemeinden.

Bundesforschungsministerium investiert 20 Millionen Euro in Beleuchtung

Der Stromverbrauch soll in Städten und Gemeinden / Stromverbrauch deutlich reduziert werden

“Neue, weltweit beachtete LED-Lampen aus Deutschland sind ein Ergebnis der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Jetzt geht es darum, diese Ergebnisse schnell in die Praxis umzusetzen”, sagte die Ministerin in Berlin.

Hintergrund ist die Beschleunigung des Technologietransfers, um deutschen Unternehmen einen Standortvorteil für das im Rahmen der Forschung entwickelte Know-How zu ermöglichen. Hierdurch können Arbeitsplätze in Deutschland gesichert und zusätzliche geschaffen werden.

Städte und Gemeinden sind aufgefordert, innovative und kreative Ideen zu präsentieren, die energie- und kosteneffizient bei Einrichtung und Betrieb sind, organisatorische Innovationen wie etwa contracting-Modelle ermöglichen sowie prinzipielle Übertragbarkeit auf andere Objekte zulassen. Die besten zehn Ideen und deren Umsetzung werden jeweils mit bis zu zwei Millionen Euro gefördert. Die Ideenauswahl erfolgt durch eine Fachjury, die Präsentation findet im Rahmen der Fachmesse “Light & Building” im April 2010 in Frankfurt statt, der geförderte Umsetzungszeitraum beträgt 18 Monate.

Der Wettbewerb “Kommunen in neuem Licht” ist ein Element der neuen LED-Leitmarktinitiative, in der das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit Partnern aus den betroffenen Branchen und der Wissenschaft die Umsetzung der LED-Technik in Deutschland vorantreibt.
Im Rahmen des Wettbewerbs werden die beiden Einsatzfelder der Allgemeinbeleuchtung

  • Innenbeleuchtung von Gebäuden mit LED > 100 lm/W (Neubau und Sanierung) und
  • Außenbeleuchtung mittels LED (Straßen- oder Tunnelbeleuchtung) adressiert.

Nach Berechnungen des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) können die deutschen Kommunen allein durch die Modernisierung von Straßenbeleuchtungen sowie kommunalen Büro- und Schulgebäuden fast die Hälfte ihres jährlichen Stromverbrauchs (knapp 6000 GWh) einsparen (knapp 900 Millionen von zwei Milliarden Euro). Im Übrigen werden durch die neue Lichttechnik beträchtliche Energie- und CO2-Einsparungen erwartet. Außerdem bieten die lichtdynamischen Eigenschaften von LEDs Einsatzmöglichkeiten mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Menschen. Mehr  Konzentrationsfähigkeit und Arbeitssicherheit abhängig von der Lichtfarbe haben positive gesundheitliche Auswirkungen und tragen damit mittelbar zur Senkung von Kosten im Gesundheitssystem bei. Solche Chancen können zu zusätzlichen Umsätzen bei den lichttechnischen Unternehmen führen, die frühzeitig die neue Technik beherrschen lernen.
In der BMBF-Leitmarktinitiative werden begleitende Themen wie Normierung und Messtechnik, Gütesiegel, Referenzobjekte und andere vorangetrieben.

Nähere Informationen zum Wettbewerb “Kommunen in neuem Licht” finden Sie im Internet auf den Seiten

Foto Rainbowroom im Rockefeller Center
Foto © Pixelio | O. Fischer

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Nachwachsende Windmühlen

Mittwoch, den 20. Mai 2009

Don Quichotte hätte seine helle Freude. Jetzt können Windmühlen sogar aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Bio erzeugt umweltfreundlichen Strom. Naturfaserverstärkte Kunststoffe in der Gondel und Bioschmierstoffe im Getriebe von Windkraftanlagen wurden bereits erfolgreich getestet.

Windkraftanlagen aus nachwachsenden Rohstoffen

Zwei Forschungsprojekte zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Windkraftanlagen (WKA) wurden vor kurzem erfolgreich abgeschlossen: Während die »Invent GmbH den Prototypen einer Gondel aus natur- und glasfaserverstärkten Kunststoffen für eine 1,5-MW-WKA herstellte, testeten die »Fuchs Petrolub AG mit ihren Gesellschaften Fuchs Lubritech GmbH und Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH gemeinsam mit 5 Partnern den Einsatz von Schmierölen und –fetten auf Pflanzenöl-Basis in Getrieben und Lagern von WKA. In beiden Projekten zeigten sich die nachwachsenden Rohstoffe in technischer Sicht mindestens ebenbürtig zu den bislang üblichen konventionellen Produkten. Der Bioschmierstoff-Einsatz ist künftig insbesondere auch für Offshore-WKA interessant.

Gefördert wurden beide Vorhaben durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

HauptgetriebeFür die Herstellung der Hybrid-Gondel aus natur- und glasfaserverstärkten Kunststoffen (NFK- bzw. GFK) mussten die etablierten Produktionsprozesse nur minimal modifiziert werden. Dass Naturfasern nicht so leicht splittern wie Glasfasern, haben die Mitarbeiter der Firma Fassmer, dem Projektpartner der Firma Invent, bei dem durch viel Handarbeit geprägten Herstellungsprozess schnell schätzen gelernt. Etwas aufwändiger gestaltete sich dafür die Drapierung der relativ steifen Naturfasermatten, die häufiger eingeschnitten werden mussten. Optimierungsbedarf besteht noch im Quellverhalten der Naturfasern, da momentan eine größere Harzmenge zur Benetzung benötigt wird. Aus diesem Grund ist die Hybrid-Gondel auch insgesamt noch schwerer als das reine GFK-Modell. Da der Laminataufbau jedoch bisher mit wenig angepasster Technik erfolgte, rechnen die Unternehmen künftig mit Gewichtsminimierungen. Hilfestellungen erwarten sie hierbei aus anderen FNR-Projekten, bei denen an der Fragestellung „Faser-Matrixhaftung und Oberflächenmodifizierung an Naturfasern“ geforscht wird.

Die Ergebnisse aus diesen beiden Forschungsprojekten zeigen, dass es zukünftig möglich sein wird, die Energiegewinnung aus Wind durch den Einsatz von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen noch nachhaltiger und umweltfreundlicher zu machen. Die vollständigen Abschlussberichte zu den Projekten »WKA-Gondel und Bioschmierstoffe für WKA stehen auf »www.fnr.de zum Download bereit.

Abb. 1: Äußerlich kaum erkennbar – der Faseranteil dieser WKA-Gondel besteht zu gut 50 % aus Flachsfasern
Abb. 2: Hauptgetriebe einer WKA, befüllt mit biologisch schnell abbaubarem Getriebeöl

Stromanbieter in »Hamburg.

Fotos © Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

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Neue Kernkraftwerke für Europa

Montag, den 18. Mai 2009

Wie der Bundestag berichtet, werden zurzeit sechs neue Kernkraftwerke in Europa errichtet.

Neue Kernkraftwerke in Bulgarien und der Slowakischen Republik

(c) Pixelio | M Hauck

Berlin: (hib/AS) In der Europäischen Union sind derzeit sechs Kernkraftwerke im Bau: jeweils zwei in Bulgarien und der Slowakischen Republik sowie jeweils eins in Finnland und in Frankreich.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (»16/12957) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (»16/12491) über die Nutzung der Kernenergie in Deutschland und Europa hervor. Die Bundesrepublik gehe momentan nicht davon aus, dass diese Projekte einen relevanten Einfluss auf die energiepolitische Situation in Deutschland haben, heißt es in der Antwort weiter. Auf die Frage nach dem Ausbau von Kernenergieprojekten in anderen Ländern erklärt die Regierung, dass es jedem Staat frei stehe, “über die Zusammensetzung seines Energiemixes einschließlich der Kernenergie selbst zu entscheiden”. Aus diesem Grund nehme die Regierung zu solchen Projekten nicht Stellung.

Hinsichtlich der im Moment ausgesetzten Erkundung des Salzstockes in Gorleben erklärt die Regierung, dass vor Ablauf des Moratoriums am 1. Oktober 2010 eine Entscheidung getroffen werde. Im Juni 2000 war in einer Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgern festgelegt worden, dass die Erkundung – bis zur Klärung konzeptioneller und sicherheitstechnischer Fragen – mindestens drei und längstens zehn Jahre unterbrochen werden solle. Die Betriebskosten für Gorleben vom Beginn des Moratoriums bis zum 31. Dezember 2008 werden von der Regierung mit 239,8 Millionen Euro beziffert.

(c) Pixelio | M Hauck

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Beratung durch Energiekatalog

Montag, den 18. Mai 2009

Die erste deutschlandweite übersichtliche Gesamtdarstellung zum Thema Energie kommt jetzt von RWE. Der Katalog kann Online bestellt oder im Kundenzentrum abgeholt werden.

RWE präsentiert deutschlandweit ersten Energiekatalog

  • Von „Energiethemen der Zukunft“ bis „Service vor Ort“
  • RWE Energiekatalog ab sofort in allen Kundencentern

(c) RWE

Thema Energie

(c) RWEDie erste deutschlandweite übersichtliche Gesamtdarstellung zum Thema Energie kommt jetzt von RWE. Heute präsentieren die regionalen RWE Vertriebsgesellschaften erstmalig bundesweit einen Energiekatalog, der umfassend die wichtigsten Themen rund um Energie auch emotional vorstellt und die Leser einlädt, mit RWE auf Entdeckungsreise zu gehen. Erleben kann der Leser dabei neben aktuellen RWE Angeboten, Services und Vor-Ort-Engagements auch die Energie-Perspektiven der Zukunft.

Der Energiekatalog zeigt alle RWE Angebote auf einen Blick.

Der regionalisierte RWE Energiekatalog macht Spaß und ist informativ. Spezielle Fragestellungen werden über weitere Kommunikationsangebote wie zum Beispiel im Internet vertieft. „Wie in einem Versandkatalog finden unsere Kunden alle Energiethemen und RWE Angebote auf einen Blick. So kann man von zu Hause in aller Ruhe dasjenige aussuchen, was zu einem passt“, erklärt Dr. Knut Zschiedrich, Vertriebsvorstand der RWE Energy AG.

Der Energiekatalog liegt ab heute in allen RWE Kundencentern zum Abholen bereit. Auf der Internetseite »www.rwe.de finden sich weitere Informationen und hier kann der Energiekatalog auch bestellt werden.

Weitere Infos auch auf »Stromauskunft – Stromanbieter

Foto © RWE

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HAMBURG ENERGIE ist da

Montag, den 18. Mai 2009

Hamburg, Foto KebschullNeuer kommunaler Energieversorger

Der Aufsichtsrat von Hamburg Wasser hat auf einer Sondersitzung Hamburgs neuen kommunalen Energieversorger HAMBURG ENERGIE offiziell gegründet.

HAMBURG ENERGIE wird die Stadt »Hamburg und die umliegenden Gemeinden ab Spätsommer/Herbst 2009 mit klimafreundlicher Energie versorgen – frei von Kohle- und Atomstrom. Weitere Informationen folgen.

Stromanbieter in »Hamburg.

» HAMBURG ENERGIE ist da

Fündig oder nicht?

Samstag, den 16. Mai 2009

Energieversorger müssen investieren, um den Energiehunger der Industrienationen weiter stillen zu können. Das ist kostenintensiv – aber meist lohnt es sich.

RWE Dea verstärkt Engagement in der norwegischen Barentssee

BohrturmRWE Dea Norge hat im Rahmen der 20. Ausschreibungsrunde des norwegischen Energieministeriums zwei vielversprechende Lizenzen erhalten und konnte sich dabei gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

Die beiden Lizenzen PL 531 und PL 533 befinden sich in der Barentssee und sind eine wichtige strategische Ergänzung des Explorationsportfolios. Sie liegen in unmittelbarer Nähe zu der großen Erdgaslagerstätte Snoehvit, an der RWE Dea Norge beteiligt ist. Das Kohlenwasserstoffpotenzial in dieser Region der Barentssee ist groß.

RWE Dea Norge erhält an der Lizenz PL 531 einen Anteil von 25 Prozent. An der Lizenz PL 533 beträgt die Beteiligung 20 Prozent. RWE Dea Norge verfügt damit über ein aussichtsreiches, breit gefächertes und stabiles Portfolio in der Barentssee.

„Unser Portfolio in der Barentssee ist sehr gut aufgestellt. Da RWE Dea Norge in diesem Gebiet schon seit langem aktiv ist, bringen wir neben der Finanzkraft auch die Erfahrung mit, die für eine erfolgreiche und sichere Erkundung erforderlich ist“, betont der Managing Director von RWE Dea Norge, Hugo Sandal.

Foto © Pixelio.de | khv24

» Fündig oder nicht?

Emissionshandel

Mittwoch, den 13. Mai 2009

Wie der Bundestag berichtet, soll der Emissionshandel mit Treibhausgasen soll ab 2013 ausgeweitet und neu geregelt werden.

Voraussetzung für Erweiterung des Emissionshandels geschaffen

Der Umweltausschuss billigte am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf der Koalition (16/12853). Bündnis 90/Die Grünen stimmten dem Gesetzentwurf zu, die FDP und Die Linke enthielten sich. Das geplante Gesetz sieht vor, dass bereits ab 2010 notwendige Daten gesammelt werden können, damit bestimmte Emittenten von CO2, die bislang noch nicht am Emissionshandel teilgenommen haben – wie beispielsweise Fluggesellschaften – in die Berechnungen miteinbezogen werden können.

(c) Pixelio

Nach einer Entscheidung des Europäischen Rates und des Europäischen Parlaments sollen der Luftverkehr ab 2012 und Betreiber von Anlagen mit C02-Ausstoss ab 2013 in den Emissionshandel integriert werden. Grundlegende Änderungen des Emissionshandels werden allerdings erst in der kommenden Legislaturperiode beschlossen.

SPD und CDU/CSU begrüßten, dass neue Sektoren in den Emissionshandel einbezogen werden und dafür die notwendigen rechtlichen Grundlagen geschaffen würden. Die FDP wollte mit einem Änderungsantrag 16 (16) 630 durchsetzen, dass in allen Fragen ein Parlamentsvorbehalt gelten solle, da eine Mitwirkung des Parlaments in klimapolitisch bedeutsamen Regelungen geboten sei. Dies wurde jedoch von der Mehrheit des Umweltausschusses abgelehnt. Die Linke wies darauf hin, dass sich bis zum Jahr 2026 die Zahl der Flugzeuge und bis zum Jahr 2015 die Zahl der CO2-Emissionen verdoppeln würde. Sie kritisierte, dass nur 15 Prozent der Emissionsrechte versteigert werden sollen. “Hier wird derselbe Fehler gemacht wie bei den anderen Zertifikaten”, erklärte Die Linke. Bündnis 90/Die Grünen schlossen sich dieser Kritik an, betonten aber, das Gesetz sei für die Ausweitung des Emissionshandels notwendig und stimmten dem Gesetzesentwurf daher zu.

Foto Pixelio.de | Olaf Schneider

» Emissionshandel

Energieeffiziente Stadt

Freitag, den 8. Mai 2009

Wettbewerb “Energieeffiziente Stadt” geht in die entscheidende Runde. Eine Stadt hat unzählige Möglichkeiten, Energie zu sparen. Diese simple Erkenntnis ist Ausgangspunkt für den Wettbewerb “Energieeffiziente Stadt” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der jetzt in die entscheidende Runde geht.

Meyer-Krahmer: “Welche Städte sparen am besten Energie?”

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Technologien und welche innovativen Dienstleistungen beim Energiesparen am meisten bringen. “Wir betrachten die Stadt als ein Gesamtsystem, das seinen Energieverbrauch auf vielen Wegen deutlich senken kann”, sagte Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer am Donnerstag in Hamburg, als er bei einem Kick-off-Meeting die zweite Phase des Wettbewerbs startete.

“Der Wettbewerb ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Und er ist ein sehr gutes Beispiel für die Hightech-Strategie, bei der die Umsetzung von Forschungsergebnissen und Innovationen im Mittelpunkt stehen.”

In der ersten Phase Ende vergangenen Jahres bewertete ein Expertengremium mehr als 70 Projektanträge. 15 Projekte wurden ausgewählt, die sich in Hamburg vorstellen. Die Wissenschaftler erhalten nun die Möglichkeit, ihre Konzepte weiter auszuarbeiten. Zu den Finalisten gehören große Städte wie Hamburg, mittelgroße wie Landau in der Pfalz und sehr kleine wie Göda in Sachsen. “Alle Finalisten zeichnen sich durch klare Merkmale aus”, sagte Meyer-Krahmer. “Sie fassen die Stadt als ein Gesamtsystem auf und haben innovative Ideen vorgelegt. Zudem sind die Konzepte nachhaltig angelegt, lassen sich gut umsetzen und auch auf andere Kommunen übertragen.”

Ein besonderer Aspekt des Wettbewerbs ist die Verbindung von Dienstleistung mit technologischen Entwicklungen als Forschungsgegenstand. Hiermit beschreitet das BMBF in seiner Forschungsförderung neue Wege. “Noch viel zu selten werden Dienstleistungen im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungen oder fachlichen Forschungsfragen als Forschungsgegenstand untersucht. Das wollen wir ändern”, sagte der Staatssekretär. Der Wettbewerb ist zugleich ein Pilotvorhaben für eine neue Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, mit der Dienstleistungsforschung stärker in andere Forschungsfelder einbezogen werden soll.

Für die zweite Phase des Wettbewerbs gibt das BMBF drei Millionen Euro aus. Im nächsten Jahr – nach Abschluss dieser Phase – werden aus den 15 jetzt geförderten Projekten drei bis fünf als Wettbewerbs-Gewinner für die Umsetzung ausgewählt.

Folgende Projekte gehen in die zweite Runde:

  • Historische Stadt Aachen – E³: Energieeinsparung 0 Energieeffizienz 0 Erneuerbare Energien
  • AGFW | Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. (Duisburg/Leipzig)
  • Wege in die energieeffiziente urbane Moderne – Entwicklung eines akteursorientierten kommunalen Energiemanagementsystems in Delitzsch
  • Energie- und Klimaschutzkonzept “Rheinknievillage” (Düsseldorf)
  • Klima-Initiative Essen
  • ENSO Energie Sachsen Ost AG (Göda)
  • Energieeffiziente Stadt, der Hamburger Weg: Ambitionierter Klimaschutz bei komplexen Entscheidungsstrukturen
  • Projektkonsortium Landau in der Pfalz
  • Im Osten geht die Sonne auf! Energie-räumliches Konzept für den Leipziger Osten
  • Magdeburg: EnergieEffiziente Stadt – Modellstadt für Erneuerbare Energien
  • Offene Innovationsprozesse für die energieeffiziente Stadt 2020+ (OFFIES 2020+), München
  • Energieeffizientes Oldenburg – Gemeinsam fit für die Stadt von Übermorgen
  • Energieeffiziente Stadt Schwäbisch Gmünd 2020
  • Stadt mit Energie-Effizienz  – SEE Stuttgart
  • Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Stadt Wolfhagen

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Foto Earth Hour“ 2009 “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”, Hamburg

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Bio-Rüben für Biogas

Freitag, den 8. Mai 2009

Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt, muss der Anteil der Bioenergie am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 deutlich erhöht werden.

Lindemann: Das Potenzial von Energierüben stärker nutzen!

„Energierüben haben ein hohes Potenzial als Substrat für die Biogasproduktion. Dieses Potenzial gilt es insbesondere durch Züchtung und Optimierung der Anbau- und Ernteverfahren sowie der Lagerung zu nutzen“, darauf verwies Staatssekretär Lindemann anlässlich eines Runden Tisches, zu dem das Bundeslandwirtschaftsministerium Vertreter von Züchtungsunternehmen, Wissenschaft, Landwirtschaft, Zuckerwirtschaft und Maschinenbau eingeladen hatte.

Um die Zielvorgaben des Maßnahmenpaketes der EU vom April 2009 und des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung vom August 2007 umzusetzen, muss der Anteil der Bioenergie am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 deutlich erhöht werden. Die zusätzlich benötigte Biomasse wird überwiegend aus der Land- und Forstwirt­schaft kommen müssen; Energiepflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle. Das BMELV fördert über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe allein seit 2004 bei Energiepflanzen rund 50 Projekte mit einem Fördervolu­men von mehr als 13,5 Mio. Euro, darunter auch der bundesweite Anbauversuch EVA.

„Unser Ziel ist es, eine breite Basis an Energiepflanzen zu entwickeln. Der Mais ist zwar bereits etabliert und in vielen Fällen unschlagbar, er ist jedoch auch nicht in allen Fällen und unter allen Bedingungen die beste Wahl. Allein aus Fruchtfolgegründen ist uns daran gelegen, den Landwirten auch Alternativen anbieten zu können. Eine solche Alternative kann die Rübe sein.“ führte Lindemann weiter aus.

Der Runde Tisch stellt fest, dass die Einbeziehung von Rüben in die Biogasproduktion noch am Anfang steht. Es wurde diskutiert, wie der Einsatz der Energierübe zur Biogasproduktion optimiert und wirtschaftlich gestaltet werden kann. Ausgehend vom Stand des Wissens wurden Optimierungspotenziale entlang der gesamten Verfahrenskette, beginnend bei der Züchtung und dem Pflanzenbau, über Ernte und Aufbereitung bis hin zur Nutzung in der Biogasanlage erörtert.

Staatssekretär Lindemann sagte zu, dass das BMELV geeignete Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützen werde, um die Nutzung von Energierüben voranzubringen.

Foto Pixelio | Gabi Schoenemann

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