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Monatsarchiv für April 2009

Doch Kohlekraftwerk in Hamburg

Donnerstag, den 30. April 2009

Am 30. September 2008 hatte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg mit Einschränkungen zugelassen. Diese Zulassung umfasst eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Kühlwasserentnahme aus der Elbe und eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb des Kraftwerks.

Moorburg: Einigung im Widerspruchsverfahren

BSU und Vattenfall verständigen sich auf Immissionsschutzgenehmigung – weiterhin Dissens zu wasserrechtlichen Auflagen

Vattenfall hatte daraufhin beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht Klage gegen die wasserrechtliche Erlaubnis eingereicht und in 34 Punkten Widerspruch gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung eingelegt. In diesem zweiten Verfahren haben sich jetzt die BSU und Vattenfall in allen Punkten geeinigt.

Umweltstaatsrat Christian Maaß: „In konstruktiven Gesprächen mit Vattenfall haben wir jeweils das Beste herausgeholt. Damit ist die immissionsschutzrechtliche Genehmigung noch differenzierter geworden. Mit der Einigung nimmt Vattenfall seinen Widerspruch zurück und wird die noch anhängige Untätigkeitsklage hinsichtlich der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung gegen die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt für erledigt erklären. Die BSU erlässt einen der Vereinbarung entsprechenden Änderungs- bescheid.”

Die wesentlichen Einigungspunkte im immissionsschutzrechtlichen Widerspruchs- verfahren sind:

  • Um Staubemissionen beim Entladen der per Schiff angelieferten Kohle zu mindern, haben sich die BSU und Vattenfall auf die sogenannte „optimierte Greifer-Technologie” geeinigt. Das sind energie- und materialoptimierte Bagger-Greifer, durch die besonders wenig Staub entweichen kann. Ursprünglich hatte die Genehmigung andere Techniken wie „Schneckenförderer” vorgeschrieben.
  • Die Baumaßnahmen auf dem Kraftwerksgelände werden durch gezielte Lärmmessungen begleitet. Bei besonders lauten Arbeiten wie z.B. Rammen, Gebäudeabbruch oder den Einsatz von Helikoptern muss vorher eigens eine Planung für Lärmmessungen gemacht werden, um die Einhaltung der Grenzwerte zu dokumentieren.
  • Vattenfall hat seinen Widerspruch bezüglich der Fassadengestaltung der Kraftwerksneubauten zurückgezogen. Die Fassaden werden teilweise in Backstein gemauert. Die Abstimmung erfolgt mit dem Oberbaudirektor.
  • Der Bescheid enthält weiterhin die Forderung nach dem Nachweis einer geeigneten Fläche für die Einrichtung einer C02-Abscheideanlage. Vattenfall hatte sich bereits in der Vereinbarung vom 26.11/4.12.2007 mit der Stadt Hamburg zur Einrichtung einer solchen Anlage verpflichtet. Der neue Wortlaut der diesbezüglichen Auflage verweist auf diese Vereinbarung.

Von all dem unberührt bleibt die Vattenfall-Klage gegen die mit Einschränkungen erteilte wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb des Kraftwerks.  „Die Vereinbarung zur Abhilfe des Widerspruchs zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung” für das Kraftwerk Moorburg steht ab sofort auch im »Internet.

Foto Pixelio | Kohlekraftwerk Sascha Sambale

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WWW – WissenWasWirkt

Donnerstag, den 30. April 2009

Eine interessante Veranstaltung für alle, die sich für Klima und Umwelt interessieren. Die Vorstellung der Studie ist kostenlos. Jeder kann teilnehmen.

KlimaCampus in Hamburg

(c) PixelioIm Rahmen des „WissenWasWirkt“ Hochschultages der Heinrich-Böll-Stiftung Hbg. e.V. findet folgende Veranstaltung statt:

Eine Europäische Gemeinschaft für Erneuerbare Energien

  • Datum: 6. Mai 2009
  • Ort: KlimaCampus, Grindelberg 5, EG, Universität Hamburg,
  • Uhrzeit:14:30 – 16:00 Uhr:

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Die Machbarkeitsstudie der Heinrich-Böll-Stiftung von Michaele Schreyer und Lutz Mez wird vorgestellt und diskutiert. Erneuerbare Energien spielen neben den beiden Säulen „Energieeinsparung“ und „Verbesserung der Energieeffizienz“ die Schlüsselrolle in einer Strategie nachhaltiger europäischer Energiepolitik.

Europa verfügt aufgrund seiner geologischen, klimatischen und hydrologischen Gegebenheiten über alle Formen erneuerbarer Energiequellen.

Schätzungen zeigen, dass die EU, Norwegen, Island, die Schweiz, die Beitrittskandidaten Kroatien und Türkei sowie die Staaten des westlichen Balkans zusammen über ein ökonomisches Potenzial für die Erzeugung von grünem Strom verfügen, dass erheblich größer ist als der heutige und für die Zukunft prognostizierte Strombedarf. Weitere »Infos.

Mit:

  • Michaele Schreyer, Autorin der Studie
  • Marcel Keiffenheim, Greenpeace-Energy
  • N.N., Vattenfall Europa
  • Moderation: Dorothee Dick, Heinrich-Böll-Stiftung

Foto Pixelio | Marco Barnebeck // telemarco

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Bio ist IN – Bioenergiedorf

Dienstag, den 28. April 2009

Neue Chance für die Landwirtschaft. Das machte mir ein Daimler-Mitarbeiter schon vor einigen Jahren klar. Möglich wäre es, dass unsere Wasserstoffautos direkt beim Bauern nebenan betankt werden könnten. Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Aber im Kleinen funktioniert es bereits.

Die Energieversorgung von morgen Eine große Chance für die Landwirtschaft

(c) Pixelio„Bioenergie ist schon heute eine Erfolgsgeschichte in vielen ländlichen Räumen. Nicht nur die Land- und Forstwirtschaft profitieren von der Bereitstellung von Biomasse als klimafreundlicher und nachhaltig erzeugter Energieträger, sondern auch wir alle als Energieverbraucher”, betonte Ursula Heinen, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundeslandwirtschaftsministerin anlässlich der Vorstellung des Aktionsprogramms „Energie für Morgen – Chancen für ländliche Räume”, heute in Berlin.

„Mit dem neuen Aktionsprogramm wollen wir“, so Heinen weiter, „die Potenziale der Bioenergie vor allem für die auf dem Land lebenden Menschen stärker erschließen. Wir werden gemeinsam mit der Wirtschaft die Stärken der Bioenergie noch besser herausstellen, gezielt Wissen vermitteln und Hemmnisse beseitigen, um neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung für die Menschen in unseren ländlichen Räumen zu schaffen.“

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat dieses Aktionsprogramm aufgelegt, um Maßnahmen zu bündeln, die auf die stärkere Produktion, Aufbereitung, Verteilung und Nutzung von Bioenergie vor Ort abzielen.

Insgesamt streben die geplanten Maßnahmen eine intensivere Nutzung von Biomasse für die Erzeugung von nachhaltiger und umweltfreundlicher Energie an und leisten in Verbindung mit der Schonung fossiler Ressourcen auch einen wichtigen Beitrag, um die hochgesteckten energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands und der EU zu erreichen.

Biomassenutzung im ländlichen Raum braucht nicht neu erfunden zu werden. Biomasse wird bereits genutzt. Diese Entwicklung soll effektiver ausgestaltet, weiterentwickelt und beschleunigt werden. Um dies zu erreichen, steht das Aktionsprogramm „Energie für Morgen – Chancen für ländliche Räume“ auf folgenden fünf Säulen:

  • Steigerung des Biomasseangebotes
  • Verstärkung und Ausbau der Wissensvermittlung
  • Abbau technischer Hemmnisse
  • Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen
  • Investitionsanreize

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sollen zum Beispiel auf ihrem Weg zu eigener Energieproduktion und Nutzung unterstützt werden. Aber auch jene Betriebe, die die Versorgung öffentlicher Einrichtungen oder örtlicher Gewerbegebäude mit Bioenergie planen, können Zuschüsse erhalten.

Frau Heinen-EsserFundierte individuelle Beratung land- und forstwirtschaftlicher Unternehmen zu den Themen Bioenergieerzeugung und -nutzung bzw. Energiepflanzen sollen durch Beratungsstellen auf regionaler Ebene in den Ländern angeboten werden. Gleichzeitig sollen Informationsveranstaltungen bei Endverbrauchern die Kenntnisse und Akzeptanz der Nutzung von Biomasse für energetische Zwecke verbessern.

Herausragende Beispiele bereits existierender zukunftsweisender Energiekonzepte stellen auch die immer zahlreicher werdenden Bioenergiedörfer in Deutschland dar. Seit kurzem gibt es eine Internetplattform »www.wege-zum-bioenergiedorf.de, auf der sich Bioenergiedörfer vorstellen und vernetzen können.

Das Aktionsprogramm des BMELV setzt mit seinen konkreten Maßnahmen bereits wesentliche Ziele des Nationalen Biomasseaktionsplans der Bundesregierung um, der sich mit Fragen der Verfügbarkeit von Biomasse und der nachhaltigen Bioenergieerzeugung beschäftigt und in Kürze vom Bundeskabinett verabschiedet wird.

Bei der heutigen Tagung mit rund 200 Teilnehmern wurden die Eckpunkte des BMELV-Aktionsprogramms „Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume“ vorgestellt und die Umsetzung mit entscheidenden Akteuren (Erzeuger von Biomasse und Bioenergie, Vertreter von Kommunen sowie Abnehmer von Wärme und Strom aus Biomasse) erörtert.

Fotos Pixelio | Markus Kraft (1), Pressefoto BMELV (1)

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Ökostrom für das Land Berlin

Samstag, den 25. April 2009

Vattenfall versorgt ab 1. Januar 2010 sämtliche Einrichtungen des Landes Berlin mit regenerativem Strom. Das Unternehmen hat die europaweite Ausschreibung für die Stromversorgung der Landesliegenschaften von 2010 bis 2012 gewonnen.

Berliner Energiedienstleister setzt sich bei europaweiter Ausschreibung durch

Der Vertrag umfasst die Lieferung von rund 900 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Die Energie stammt aus rein regenerativen Quellen und sorgt für eine CO2-neutrale Stromversorgung der Landesliegenschaften. Das Land Berlin hat sich für Strom aus Erneuerbare-Energie-Anlagen (Wasserkraft) entschieden.

Im Rahmen der europaweiten Ausschreibung konnte Vattenfall seine Kompetenz bei der Belieferung mit erneuerbaren Energien erfolgreich unter Beweis stellen. Das Unternehmen hat gezeigt, dass es sich im internationalen Wettbewerb bei der Versorgung mit umweltfreundlichem Strom behaupten kann.

Dr. Werner Süss, Generalbevollmächtigter von Vattenfall Europe für Berlin: “Wir freuen uns, dass Vattenfall und das Land Berlin zusammen den großen Schritt zu einer klimafreundlichen Stromversorgung des Landes gehen. Mit dieser ökologisch anspruchsvollen Ausschreibung lebt das Land Klimaschutz vor.”

Zu den großen öffentlichen Einrichtungen Berlins gehören zum Beispiel die Technische Universität, die Freie Universität und die Charité. Das Land Berlin hatte die Stromversorgung europaweit ausgeschrieben und in acht Lose aufgeteilt. Sämtliche Lose gingen an Vattenfall. Das Unternehmen hat die Landesliegenschaften auch von 2006 bis 2009 mit Strom versorgt.

Die 900 Gigawattstunden Strom pro Jahr entsprechen dem jährlichen Energieverbrauch von fast 400.000 Berliner Haushalten.

LinkTipps:

» Ökostrom für das Land Berlin

Preis und Vertragslaufzeit sind wichtig

Donnerstag, den 23. April 2009

Ich weiß, “Eigenlob stinkt”, heißt ein Sprichwort. Dennoch wollen wir auf eine wichtige Befragung aufmerksam machen und uns auch bei allen, die mitgemacht haben bedanken. Denn nur über Ihr Feedback, können wir den Service auf Stromauskunft.de weiter verbessern.

Entscheidungskriterien: Preisgarantie und Vertragslaufzeit

Im Rahmen der in Deutschland einzigartigen Online-Tarifberatung auf www.stromauskunft.de wurden von Dezember 2008 bis März 2009 mehr als 2100 wechselwillige Verbraucher befragt. Die Auswertung der Ergebnisse gibt nun exklusive Hinweise auf die ausschlaggebenden Kriterien bei der Stromtarifwahl.

Die Analyse des Verbraucherportals StromAuskunft.de zeigt, dass für wechselwillige Stromkunden neben dem Preis insbesondere die Preisgarantie das wichtigste Entscheidungskriterium ist. Am liebsten würden die Kunden den günstigsten Tarif mit normalen Laufzeiten abschließen. Da in der Regel aber der Tarif mit normalen Laufzeiten nicht der günstige ist, wäre knapp die Hälfte der befragten Verbraucher bereit, zugunsten einer Preisgarantie auf den günstigsten Tarif zu verzichten.

Für 42% der Befragten ist ein Stromvertrag mit normalen Laufzeiten wichtig, 35% entschieden sich für einen Stromvertrag mit Preisgarantie und 23% der Befragten wählen einen Vertrag mit Sonderabkommen (z. B. Bonuszahlungen, Vorauskasse, Kaution). 11% der deutschen Verbraucher legen Wert auf »Ökostrom und sind dafür auch bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.

Fazit: Wir hoffen, die Stromanbieter habe das Signal verstanden: Ein fairer Preis für eine gute Leistung führt zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Und – wollen wir das nicht alle?

Grafik © Stromauskunft.de

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Earth Day am 22. April

Mittwoch, den 22. April 2009

Der Zukunftsrat Hamburg plädiert mit zahlreichen Forderungen an die Politik für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort. Eine umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie soll das Vorgehen steuern und messen. Damit wird auch ein Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit geleistet. Privat kann jeder einzelne durch das persönliche Konsumverhalten zur Nachhaltigkeit beitragen: „Klug kaufen, um die Erde zu schützen.“

Global denken, lokal handeln – auch in Hamburg!

“Tag der Erde”am 22. April 2009

(c) PixelioDer Earth Day findet alljährlich am 22. April weltweit in über 150 Ländern statt. Das Earth Day-Motto, “Global denken, lokal handeln”, soll deutlich machen, dass es hier nicht nur um das heutige Wohlbefinden der Menschen geht. Gesunde Erde heißt gesunde Umwelt und lebenswerter Ort für die Zukunft. Dies bedeutet eine Verwirklichung der Visionen des UN-Erdgipfels in Rio 1992 in den Städten und Gemeinden, am Wohnort.

Den Initiatoren des Earth Day geht es darum, weltweit die Ziele der Agenda 21 von Rio zu realisieren. Mit demselben Ziel arbeitet der Zukunftsrat Hamburg unter dem Motto „Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können, überall auf der Welt“. Der Zukunftsrat Hamburg plädiert speziell für die Metropolregion Hamburg mit zahlreichen Forderungen an die Politik für eine nachhaltige Entwicklung. Dazu gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Ausgleich des sozialen Ungleichgewichtes in der Stadt, die Abwägung ökonomischer, ökologischer und sozialer Interessen in der Flächennutzung und Stadtplanung etc. Jedes Jahr misst der Zukunftsrat Hamburg anhand von Indikatoren (Hamburger Entwicklungsindikatoren Zukunftsfähigkeit – HEINZ), ob die Stadt sich in punkto Nachhaltigkeit verbessert oder verschlechtert hat.
Aktuell arbeitet der Zukunftsrat Hamburg dafür, dass die im Koalitionsvertrag angekündigte lokale Nachhaltigkeitsstrategie möglichst breit, verbindlich und ergebnisorientiert angelegt wird. Neben lokalen Fragen mit ausschließlichem Stadtbezug sollte eine Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie einen Beitrag zu einer globalen Nachhaltigkeit leisten. Eine solche Strategie muss aber Steuerungsinstrumente und Umsetzungsmaßnahmen -  z.B. finanzielle Anreize, gesetzliche Regelungen etc. – nicht nur benennen, sondern auch einsetzen und ihre Wirkung überprüfen. Verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung einer solchen Nachhaltigkeitsstrategie sind vor allem Politik und Verwaltung, aber auch die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft. „Daher ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Agenda 21 fordert eine „Konsultation“ zwischen Staat und BürgerInnen zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene“, stellt der Zukunftsrat Hamburg fest.

Der Earth Day will aber auch Mut machen zum privaten Handeln. Unter dem Motto „Klug kaufen, um die Erde zu schützen“ ruft er auf, bewusst und nachhaltig zu konsumieren. Dazu gehören natürlich Energie sparen, die Entscheidung für fair gehandelte und Bio-Produkte genauso wie schadstoffarme Mobilität oder der Verzicht auf Wegwerfprodukte.

Unter dem Motto „Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken“ setzt sich der Zukunftsrat Hamburg dafür ein, beim Einkauf auf Produkte aus der Region zu achten. Gerade in einer Zeit der Globalen Wirtschaftskrise besinnen sich viele VerbraucherInnen auf den heimischen Markt, nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch beim Tourismus und Handwerk, im Energie-, Kunst- und Kulturbereich. Damit helfen sie, Transportwege zu vermeiden, neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Regionale Betriebe können die lokale Nachhaltigkeit in vielfältiger Weise fördern: z.B. durch den Erhalt von Kulturlandschaft mit den dort heimischen Pflanzensorten oder Tierrassen, durch die Vermittlung von Wissen über lokale Traditionen und gesunde Ernährung. Regionalität bedeutet, nachbarschaftliche Beziehungen zu stärken, für einander und die gemeinsame Umwelt Verantwortung zu übernehmen.

Foto Pixelio | Rainer Sturm

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Vergrößerter Flugstromvergaser für Kohlevergasung

Dienstag, den 21. April 2009

HOUSTON, TEXAS | Einen größerer Flugstomvergaser mit einer erhöhten Leistung bietet GE Energy mit dem „High Capacity Quench Gasifier“ mit einem Volumen von 1,800 Kubikfuß (cft) an – das entspricht ca. 51 Kubikmetern (m3) oder 50,970 Litern. Da industrielle Vergasungsprojekte besonders in China immer größer werden, fragen Kunden diese größeren Kapazitäten nach.

Quenchvergaser für die Herstellung chemischer Produkte aus Kohle

Der neue Vergaser bietet einen Kohledurchsatz von  ca. 3,000 metrischen Tonnen am Tag, sowie eine Syngasproduktion (Wasserstoff + CO) von ca. 210,000 Nm3/h (Normkubikmeter pro Stunde) und baut auf den bestehenden Produktlinien  der zuverlässigen Quench-Vergaser von GE Energy mit Kapazitäten von 450 cft und 900 cft auf, die weltweit in industriellen Vergasungsanwendungen eingesetzt werden. Die größere Kapazität bietet eine kosteneffiziente Vergasungslösung, die Betriebsabläufe vereinfacht und es Kunden ermöglicht, Kapital- und Betriebskosten zu senken, indem die Anzahl der benötigen Vergasungslinien für aktuelle große Chemieprojekte reduziert wird.

“Wir stellen bei unseren Kunden eine stärkere Nachfrage nach höheren Kapazitäten fest, und der High Capacity Quench Gasifier mit seiner Kapazität von 1,800 cft ist dafür ausgelegt, diese Nachfrage zu erfüllen,” erklärte Monte Atwell, General Manager, Gasification & IGCC, GE Energy. “Dieser Vergaser mit seiner größeren Kapazität basiert auf bewährten Technologien und setzt unsere lange Tradition von Qualitätstechnologien fort.”

Der High Capacity Quench Gasifier von GE Energy mit seiner Kapazität von 1.800 cft wird besonders attraktiv für Kunden in China sein. Das Wirtschaftswachstum des Landes führt zu einer Vergrößerung vieler Anlagen für die Herstellung chemischer Produkte aus Kohle. Ein Großteil der Ausrüstung für Anlagen, die mit der lizensierten Vergasungstechnologie von GE Energy gebaut werden, wird vor Ort in China hergestellt.

GE Energy ist weltweit führend in der Anwendung von Vergasungstechnologien, die seit ueber 50 Jahren bei der Produktion von Chemikalien wie Ammoniak, Wasserstoff und Methanol eingesetzt werden.

Zurzeit sind weltweit 67 von GE Energy lizensierte Vergasungsanlagen in Betrieb, und weitere 20 befinden sich in der Planungs- und/oder Bauphase.

Vergasung wandelt Kohle in einen Treibstoff um, der Synthesegas oder Syngas genannt wird. Syngas kann vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Produktion von Chemikalien und Düngemitteln und zur Stromerzeugung. Vergasung ermöglicht die Nutzung von Chinas reichen Kohlevorkommen für Anwendungen in den Bereichen Energieerzeugung und Industrie.

Foto / Grafik (c) GE Energy

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Mitmachen – Energiesparmeister küren

Freitag, den 17. April 2009

Die Gewinner des Energiesparmeister-Wettbewerbs von “ZDF.umwelt”, Bundesumweltministerium und Klimaschutzkampagne stehen fest. Eine Jury hat die zehn besten Schulprojekte gekürt, die das Thema Energiesparen und Klimaschutz besonders innovativ und kreativ umgesetzt haben.

Start des Online-Votings für Platz eins

“ZDF.umwelt” sendet live aus “Gold-Schule”

Wald, HolzDer Wettbewerb ist noch nicht zu Ende: Nun sind die ZDF-Zuschauer aufgerufen, bis zum 27. April 2009 per Mausklick unter »www.energiesparmeister.de dasjenige Projekt auszuwählen, dem ihrer Meinung nach die “Goldmedaille” gebührt.

Die Gewinner des Wettbewerbs 2009 sind: die Schillerschule aus 79618 Rheinfelden und die Sophie-Scholl-Schule aus 72108 Rottenburg (beide Baden-Württemberg), aus Bayern das Dientzenhofer-Gymnasium aus 96052 Bamberg, das Gymnasium Neutraubling  aus 93073 Neutraubling und die Mathilde-Eller-Schule aus 80469 München; die Käthe-Kollwitz-Schule aus 30655 Hannover (Niedersachsen), die Emilie-Heyermann-Schule aus 53115 Bonn und das Steinhagener Gymnasium aus 33803 Steinhagen (beide Nordrhein-Westfalen); das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium aus Königs Wusterhausen in Brandenburg und die Gerhart-Hauptmann-Schule aus 06571 Roßleben in Thüringen.

Die zehn Energiesparmeister erhalten jeweils 5 000 Euro, eine Videokamera inklusive Schnittprogramm zur fortlaufenden Dokumentation ihrer Projekte sowie eine Projektpatenschaft mit renommierten Wirtschaftsunternehmen. Aus der “Gold-Schule”, die beim Online-Voting der Zuschauer auf Platz eins landet, wird “ZDF.umwelt” am Sonntag, 10. Mai 2009, 13.30 Uhr, eine Live-Sendung übertragen, in der auch über die anderen “Energiesparmeister 2009″ und ihre Projekte berichtet wird. Auch für die Teilnehmer am Online-Voting gibt es etwas zu gewinnen: Jeder, der seine Stimme abgibt, hat die Chance, eines von vier Fahrrädern sowie andere tolle Preise zu gewinnen.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb von “ZDF.umwelt“, Bundesumweltministerium und Klimaschutzkampagne fand bereits zum fünften Mal statt. Erstmals richtete sich der Fokus in diesem Jahr auf Energiesparprojekte an Schulen. Der Wettbewerb wurde kürzlich von der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” mit dem Status “offizielles Dekadenprojekt” ausgezeichnet.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Gewinnerschulen und ihren Projekten, zu den Patenfirmen und zur Abstimmung sind unter www.energiesparmeister.de abrufbar.

Foto © Pixelio | karl-heinz-liebisch

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Kuppelleitung zwischen Belgien und Deutschland

Donnerstag, den 16. April 2009

Die belgischen und deutschen Übertragungsnetzbetreiber Elia System Operator und RWE Transportnetz Strom beginnen heute mit der konkreten Planung einer Kuppelleitung zwischen Belgien und Deutschland. Es handelt sich hierbei um die erste direkte Verbindung zwischen beiden Ländern.

Lehren aus Ochtrup? Systemsicherheit verbessert

  • Das Projekt wird einen nachhaltigen Beitrag zum Ausbau des europäischen Marktes und einen besseren Zugang zu einem diversifizierten Energiemix für die Marktteilnehmer leisten
  • Die neue Kuppelleitung wird die Systemsicherheit in der Region nachhaltig verbessern

Strommast (c) Gerd KebschullDiese neue direkte Verbindungsleitung wird zum Ausbau des integrierten europäischen Marktes beitragen und den Zugang für die Marktteilnehmer zu einem diversifizierten Energiemix, einschließlich erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung, erweitern.

„Der erweiterte Zugang soll auch zu mehr Wettbewerb in der Region Mitte-West  sowie zur besseren Nutzung der verschiedenen Energieträger, einschließlich der erneuerbaren Energien, führen“, so Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer der RWE Transportnetz Strom. “Sobald die fünf Märkte verbunden sind, wird die neue Kuppelleitung auch zu einer stabilen Preiskonvergenz sowie der sicheren und zuverlässigen Versorgung der Kunden in der gesamten Region beitragen“, so Daniel Dobbeni, CEO von Elia.

Die Entscheidung, in die konkrete Planungsphase einzutreten, bestätigt nun die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die von beiden Übertragungsnetzbetreibern im Vorfeld gemeinsam durchgeführt wurde. Die endgültige Entscheidung zum Bau der Kuppelleitung erfolgt am Ende dieser Phase vorbehaltlich regulatorischer und gesetzlicher Auflagen sowie technischer Entscheidungen.

Elia und RWE Transportnetz Strom unterzeichneten heute eine Absichtserklärung anlässlich des Beginns dieser Planungsphase für die Kuppelleitung. Elia und RWE Transportnetz Strom hatten bereits am 06. Juni 2007 eine Absichtserklärung gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern, Strombörsen, Marktteilnehmern, Ministerien und Regulierungsbehörden Frankreichs, Belgiens, der Niederlande, Deutschlands und Luxemburgs unterzeichnet, um die mittel- und westeuropäischen Marktmechanismen zusammen zu führen. Vor dem Hintergrund neuer, komplexer Marktstrukturen treten beide Unternehmen nachhaltig ein für eine Verbesserung der Versorgungssicherheit bei gleichzeitig vermehrtem grenzüberschreitendem Stromaustausch und fortgesetztem Ausbau erneuerbarer Energien.

RWE Transportnetz Strom GmbH

Die RWE Transportnetz Strom GmbH bündelt sämtliche Aktivitäten des RWE-Konzerns rund um das Höchstspannungsnetz. Mit rund 11.300 km Länge besitzt die Gesellschaft das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Das Netz steht allen Akteuren am Strommarkt diskriminierungsfrei sowie zu marktgerechten und transparenten Bedingungen zur Verfügung. Darüber hinaus ist RWE Transportnetz Strom verantwortlich für die Koordination des Verbundbetriebs in Deutschland sowie im nördlichen Teil des europäischen Höchstspannungsnetzes.

Elia

(c) EliaElia ist der belgische Übertragungsnetzbetreiber, der Strom  von Erzeugern zu Verteilnetzbetreibern und industriellen Großkunden transportiert. Elia besitzt das gesamte belgische Höchstspannungsnetz (150 bis 380 kV) und ca. 94% (Eigentums- und Nutzungsrechte) der belgischen Hochspannungsnetzinfrastruktur (30 bis 70 kV). Elias Netz ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Strommärkten in Nord- und Südeuropa sowie zwischen belgischen Erzeugern und Verbrauchern.

Weiterführende Informationen als Links:

Foto © Gerd Kebschull, Logo © Elia

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Atomenergie: 50 Prozent Uran-Anreicherung

Donnerstag, den 16. April 2009

Wie der Bundestag berichtet, rechnet die Bundesregierung nicht vor 2016 damit, dass der “hochdichte” Brennstoff zur Verfügung steht. Die Gesamtkosten werden 20 Millionen Euro kalkuliert.

Neues Brennmaterial mit 50 Prozent Urananreicherung nicht vor 2016

(c) PixelioNeues Brennmaterial mit 50 Prozent Uran- Anreicherung wird im Forschungsreaktor FRM II der TU München nach Angaben der Bundesregierung nicht vor 2016 zur Verfügung stehen. Weiter schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/12359) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/12051), dass das bayerische “Staats- ministerium für Umwelt und Gesundheit”, das atomrechtlich zuständig ist, prüfen werde, “welche Konsequenzen sich aus den Verzögerungen bei der Entwicklung eines geeigneten niedrigerer angereicherten Brennstoffs und damit der Nichterfüllbarkeit” der Vereinbarung zwischen Bayern und dem Bund ergebe. Die Linksfraktion hatte sich danach erkundigt, ob für den Fall, dass das Brennmaterial erst nach 2010 einsatzfähig sei, die Genehmigung für den Betrieb von FRM II zurückgezogen werde. Dies entspreche einer Vereinbarung zwischen dem Land Bayern und dem Bund.

Die Gesamtkosten zur Entwicklung eines neuen “hochdichten” Brennstoffs schätzt die Regierung auf mehr als 20 Millionen Euro. Seit 2003 förderten die Bundesregierung und die bayerische Landesregierung die Entwicklung mit 2 Millionen Euro pro Jahr.

Foto © Pixelio | Daniel Gast

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