stromblog

Stromtarife, Stromanbieter, Nachrichten, Spartipps und mehr

Monatsarchiv für März 2009

„Earth Hour“ – 60 Minuten „Licht aus“ für das Klima

Sonntag, den 29. März 2009

Licht aus, Spot an

Hieß es mal früher in einer TV-Show. Diesmal wurde das Licht ausgemacht für eine gute Sache. Strom sparen für eine gute Sache. Hamburg hat mitgemacht.

Fast 3000 Städte beteiligten sich an der WWF-Kampagne – Hamburg war dabei

Die „Earth Hour“ 2009 am Samstag (28.3.09), bei der ab 20.30 Uhr viele tausend Lichter in der Stadt ausgeschaltet wurden, war ein voller Erfolg. Hamburg hatte sich umfangreich an der „Licht aus!“-Kampagne beteiligt. Die Lichter eines großen Teils der berühmten Stadtsilhouette rund um die Binnenalster und das Rathaus wurden für eine Stunde gelöscht. Einzelhandel, Unternehmer, Verlage, Kirchen und Privatpersonen in allen Bezirken der Stadt machten mit.

(1) Earth Hour in Hamburg: Binnenalster von der Lombardsbrücke um 19:30.

Die Resonanz der Hamburger zur Teilnahme an der Aktion überstieg die Erwartung der Veranstalter. Selbst auf dem Hamburger Dom wurde für eine Stunde in weiten Teilen die Beleuchtung heruntergefahren, ebenso bei den großen Veranstaltungsstätten der Stadt, wie etwa der HSH Nordbank Arena, der Color Line Arena und der Spielbank am Stephansplatz. Viele Kultureinrichtungen wie die Hamburgische Staatsoper, Kampnagel, das Deutsche Schauspielhaus und die Laeiszhalle machten mit und löschten das Licht. Auch Hamburgs Wahrzeichen, der Michel, war für 60 Minuten dunkel.

(2) 2. Foto Earth Hour in Hamburg: Binnenalster von der Lombardsbrücke um ca 20:29.

Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, bedankte sich bei den Hamburgern und sagte: „Ich freue mich sehr über die engagierte Teilnahme der Hamburger an dieser symbolischen Aktion zu mehr Klimaschutz. Es ist und bleibt wichtig, dass sich gerade die großen Städte weltweit für mehr Klimaschutz einsetzen. Hier leben 80 Prozent der Weltbevölkerung. Die Städte sind Teil des weltweiten Klimaproblems, aber auch Teil der Lösung. Hier werden wichtige Strategien zur Verminderung von CO2 entwickelt und umgesetzt. Hamburg hat gezeigt, dass es hierbei eine aktive Rolle übernimmt.“

(3) Das letztes Foto Earth Hour in Hamburg: Binnenalster von der Lombardsbrücke um ca 20:35.

Eberhard Brandes, Geschäftsführer des “World Wide Fund for Nature Deutschland” sagte: „Die Botschaft der Hamburger war eindeutig: Stoppt den Klimawandel! Jetzt sind Taten gefragt. Von jedem einzelnen, und natürlich von der Staatengemeinschaft. Damit kann es auch gleich heute losgehen, und zwar in Bonn auf der Tagung des Weltklimarates.“

Weltweit beteiligten sich mehr als 3200 Städte aus 84 Ländern über 18 Zeitzonen hinweg an der weltweiten „Licht aus!“-Aktion.

Fotos “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”, Hamburg

» „Earth Hour“ – 60 Minuten „Licht aus“ für das Klima

Große Ehre für „kaltes Netzwerk“

Donnerstag, den 26. März 2009

Hamburg bekommt für sein in Europa bisher einmaliges Energiespar-Vorzeigeprojekt „Netzwerk Kälteeffizienz Hamburg“ den „Förderpreis Netzwerke und Initiativen“.

Ein weiterer Umwelt-Preis für Hamburg

Netzwerk KälteeffizienzDer Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird heute Abend vom Bundesumweltministerium an den Chef der Energieabteilung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Jörn Pagels, übergeben. Es ist nach „Green Capital 2011“ bereits der zweite große Umweltpreis für Hamburg in diesem Jahr.

Die BSU möchte mit der Kampagne ‚Netzwerk Kälteeffizienz’ Hamburger Unternehmen das enorme Energie-Einsparpotenzial bei gewerblichen Kälteanlagen zeigen. Es gibt diese Anlagen in fast jedem Betrieb, und ihr Energiebedarf wird weiter stark steigen. Schon jetzt geht knapp ein Siebtel des gesamten Strombedarfs Deutschlands in diesen Sektor. Von der hier verbrauchten Energie lassen sich aber bis zu 40 Prozent durch effizientere Anlagen einsparen. Bisher verpuffen Millionen Kilowattstunden ungenutzt durch Anlagen mit schlechter Regelung. Allein in Hamburg ließen sich dadurch rund 370.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Das „Netzwerk Kälteeffizienz“ bringt alle Beteiligten zusammen. Projektpartner der BSU sind die Firmen Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und KLIMAhaus GmbH sowie die Innung für Kälte- und Klimatechnik Hamburg und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Das Netzwerk ist zunächst für zweieinhalb Jahre angelegt. Mittlerweile tauschen über 300 Mitglieder ihre Erfahrungen und Kenntnisse bei Veranstaltungen aus und informieren sich über aktuelle Themen und Aktionen. Den Hamburger Unternehmen wird ein standardisierter KälteCheck angeboten, den ausgewählte Berater durchführen. Durch finanzielle Unterstützung von E.ON Hanse kann er zu vergünstigten Konditionen angeboten werden. Für die Umsetzung energieeffizienter Kältetechnik in Hamburger Unternehmen bietet das BSU-Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ außerdem Zuschüsse an.

Weitere Informationen zum „Netzwerk Kälteeffizienz Hamburg“ und bei der Handelskammer Hamburg.

Logo © Stadt Hamburg

» Große Ehre für „kaltes Netzwerk“

CO2-Sparschwein

Mittwoch, den 25. März 2009

Wir müssen darauf achten, überall CO2 zu sparen. Auch Landschaftspflegeholz kann als Brennstoff genutzt werden. Eine kleine Lösung. Aber auch kleine Schritte führen zum Ziel.

Bezirk Spandau und Vattenfall sparen 3.300 Tonnen CO2 ein

  • Landschaftspflegeholz wird im Heizkraftwerk Reuter als Brennstoff genutzt

Wald, HolzDas Landschaftspflegeholz des Bezirkes Spandau wird in diesem Jahr als Brennstoff an das Heizkraftwerk Reuter geliefert. Eine entsprechende Kooperation gaben der Bezirk und Vattenfall Europe heute bekannt. Das Holz stammt von den Grünflächen Spandaus und wird als Schreddergut am Standort Reuter mit verbrannt.
Nach ersten Schätzungen werden über das gesamte Jahr rund 3.500 Tonnen Holzhackschnitzel anfallen. Durch die Nutzung dieser Biomasse kann Vattenfall fast 1.400 Tonnen Steinkohle einsparen und den Ausstoß von 3.300 Tonnen CO2 vermeiden. Mit der Energie des Holzes lassen sich etwa 800 Berliner Haushalte ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgen.

Für Vattenfall ist die Kooperation mit dem Bezirk Spandau ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des Energiekonzeptes für Berlin. “Wir haben uns die Nutzung von Biomasse für die Energieversorgung Berlins auf die Fahne geschrieben und konnten bereits zum Jahresanfang bei der Mitverbrennung von Weihnachtsbäumen gute Erfahrungen sammeln”, erklärte Dr. Frank May, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Berlin und zuständig für die Kraftwerke und Neuprojekte. “Durch die Mitverbrennung des Spandauer Holzes engagieren wir uns aktiv für niedrigere CO2-Emissionen. Das ist gut für Berlin, für Spandau und für Vattenfall”, fügte er hinzu. Gleichzeitig kündigte May an, auch mit anderen Berliner Bezirken ähnliche Kontrakte anstreben zu wollen.

Spandaus Baustadtrat Carsten-Michael Röding zeigte sich überzeugt, dass sein Bezirk durch die Kooperation mit Vattenfall maßgeblich zu den CO2 Einsparzielen des Berliner Senats beitragen kann. “Als Bezirk mit vielen Grünflächen verfügen wir über große Mengen Holzschnitt. Was liegt da näher, als diesen für die umweltfreundliche Energiegewinnung zur Verfügung zu stellen. Spandau profitiert dabei doppelt, denn die kleingehackte Biomasse heizt als Fernwärme anschließend viele hundert Wohnungen im Bezirk. Deshalb lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Spandau spart CO2.”

Foto Pixelio | Karl-Heinz Liebisch

» CO2-Sparschwein

Gute Zahlen – Dicker Gewinn

Dienstag, den 24. März 2009

In Zeiten der Krise, hat man sich an schlechte Nachrichten gewöhnt. Schön, wenn es dann doch einmal estwas Positives zu berichten gibt. Ein schaler Beigeschmack bleibt aber. Schließlich sind wir es, die Verbraucher, die das teure Gas und Öl kaufen müssen.

RWE Dea erzielt zweitbestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

„RWE Dea hat mit einem operativen Ergebnis von 494 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008 das zweitbeste Ergebnis der Unternehmens- geschichte erzielt und leistet damit erneut einen hohen Wertbeitrag für den RWE-Konzern“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Georg Schöning auf der heutigen Jahrespressekonferenz in Hamburg. „RWE Dea war bei der Suche nach Gas und Öl sehr erfolgreich und konnte die nachgewiesenen Ressourcen deutlich steigern“, so Schöning weiter. Das Unternehmen bewegt sich weiter auf dem Wachstumspfad und hält trotz des zuletzt bewegten Marktumfeldes an den geplanten Investitionen fest. Schöning: „Auf Basis der schon heute erbohrten Erdgas- und Erdölfunde nähern wir uns kontinuierlich dem strategischen Ziel: Verdoppelung der Produktion bis 2013.“

Foto: Gasfund North Idku, © RWE

» Gute Zahlen – Dicker Gewinn

Hochtemperatur-Wärmespeicher

Sonntag, den 22. März 2009

RWE Power startet die Entwicklung eines Hochtemperatur-Wärmespeichers für Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke (GuD). Gemeinsam mit den Unternehmen ThyssenKrupp Xervon Energy, Paul Wurth Gruppe sowie dem Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll das Projekt in den nächsten Jahren vorangetrieben werden.

RWE Power startet Entwicklung eines Hochtemperatur-Wärmespeichers für GuD-Kraftwerke

  • Kooperation mit ThyssenKrupp Xervon Energy, Paul Wurth Gruppe und Deutschem Zentrum für Luft und Raumfahrt vereinbart
  • Heizkraftwerk Dortmund als möglicher Standort für eine Pilotanlage

(c) PixelioDie Integration eines solchen Speichers in den Kraftwerksprozess erlaubt die zeitliche Entkopplung der Strom- und Wärmebereitstellung. So ermöglicht das Verfahren etwa, dass am Tage die über den Kundenbedarf hinaus produzierte Wärme im Speicher „geparkt“ wird und nachts – bei abgeschalteter Gasturbine – zur Verfügung gestellt werden kann. Diese Trennung ist bei GuD-Kraftwerken, die in der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden und somit einen hohen Brennstoffausnutzungsgrad sowie niedrige CO2-Emissionen vorweisen, bislang nicht möglich.

„Wir wollen die Einsatzmöglichkeiten der effizienten und Ressourcen schonenden Kraft-Wärme-Koppelung erweitern, indem wir diese Kraftwerke noch flexibler einsetzen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender, nicht bedarfsorientierter Kapazitäten im Erzeugungspool – etwa aus immer größeren Off-Shore-Windparks – erhöhen sich die Flexibilitätsanforderungen an unsere Kraftwerke“, erklärt Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. “In Kraft-Wärme-Kopplung betriebene GuD-Kraftwerke haben zurzeit häufig den Nachteil, dass sich der Betrieb nicht mehr am Strombedarf orientiert, sondern die Anlage in der Regel wärmegeführt betrieben wird. Deshalb müssen Kraftwerke mit Wärmeauskopplung auch dann weiterlaufen, wenn nur ein geringer Strombedarf im öffentlichen Netz besteht – beispielsweise in der Nacht. „Durch den Einsatz der innovativen Technologie steigt auch die Wirtschaftlichkeit der GuD-Kraftwerke. Ein Vorteil, den auch unsere Kunden zu schätzen wissen. So sind gerade viele Industriebetriebe und Stadtwerke stark an der Entwicklung des Wärmespeichers interessiert“, so Lambertz.

Für die Projektentwicklung sind rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Entwicklungsphasen streben die Kooperationspartner den Bau einer Pilotanlage mit einer Leistung von zehn Megawatt an. Möglicher Standort ab 2011 könnte das Heizkraftwerk von RWE Power in Dortmund sein. In den bereits durchgeführten Voruntersuchungen wurde die grundlegende technisch-wirtschaftliche Machbarkeit bestätigt. Die Realisierbarkeit eines GuD-Kraftwerks mit integriertem thermischen Speicher hängt von der Verfügbarkeit eines kosteneffizienten, zuverlässigen und langlebigen Hochtemperatur-Wärmespeichers in großtechnischer, kommerzieller Ausführung ab.

Für die Integration des Wärmespeichers in den GuD-Prozess wurde mit der ThyssenKrupp Xervon Energy ein Partner gefunden, der über langjährige Erfahrung mit dem Bau von GuD-KWK-Anlagen verfügt. „Wir sind zuversichtlich, in dieser Kooperation hochflexible Wärmespeicher-GuD-Kraftwerke in absehbarer Zeit zur Marktreife zu entwickeln. Neben Neubauprojekten ist gerade auch die Nachrüstung vorhandener Anlagen eine wichtige Option für uns“, so Hans-Josef Sandkaul, Geschäftsführer der Duisburger ThyssenKrupp Xervon Energy.

Know-how zum Thema Hochtemperatur-Wärmespeicher bringt die Paul Wurth Gruppe in das Projekt ein: „Ähnliche Konzepte kommen bei uns bereits zur Heißluftbereitstellung in der Metall- und Glasindustrie als so genannte  Winderhitzer zur Anwendung. Sie müssen aber an die speziellen Anforderungen eines GuD-Kombikraftwerks angepasst werden“, sagt Dr. Manfred Möller, Geschäftsführer der Paul Wurth Refractory & Engineering GmbH, Wiesbaden.

Das DLR übernimmt im Rahmen der Kooperation die thermische Auslegung des Wärmespeichers, Untersuchungen an möglichen Speicherinventarmaterialien im Labor, und den Betrieb eines kleinen Prototyps im Technikumsmaßstab. „Die Entwicklung und Erprobung von Technologien zur Hochtemperaturspeicherung unter Nutzung neuer Materialien sind eines unserer Kerngebiete”, so Dr.  Stefan Zunft vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart.

Foto Pixelio | marco-barnebeck telemarco

» Hochtemperatur-Wärmespeicher

Atomausstieg

Donnerstag, den 19. März 2009

Wie der Bundestag berichtet, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dass das Thema Atomausstieg beraten wird.

Grüne fordern Fortsetzung des Atomausstiegs

(c) PixelioBerlin – Die Energiewende voranzubringen und den 2001 beschlossenen Atomausstieg ohne jegliche Abstriche fortzusetzen, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (16/12288), der am heutigen Donnerstag in erster Lesung im Bundestag beraten wird. Der Ausstieg sei “heute so richtig wie gestern”, schreiben die Abgeordneten. Atomkraft sei lebensgefährlich und teuer, sie schütze das Klima nicht und erzeuge hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen könne, heißt es weiter. Die Fraktion verlangt, die Laufzeit der sieben Atomkraftwerke, die keinen oder nur einen völlig unzureichenden Schutz gegen den gezielten Absturz eines Verkehrsflugzeuges besitzen würden, auf eine kurze Übergangsfrist zu beschränken. Weiterhin seien die Sicherheitsanforderungen für Atomkraftwerke zu aktualisieren und in Kraft zu setzen sowie die gesetzliche Entschädigungspflicht bei der Anordnung von Nachrüstungen zu beseitigen.

Bundestag Pixelio | Daniel Gast

» Atomausstieg

Stromhändler

Sonntag, den 15. März 2009

Strom ist ein internationales Geschäft geworden. Energie wird wie eine Aktie gehandelt. Zehn Jahre nach der Gründung der Energiehandelsgesellschaft im RWE- Konzern bezieht die RWE Supply & Trading ihre neue Unternehmenszentrale in Essen. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort tätig sein.

Startschuss für Europas größten Energiehandelsraum

  • Europas größter Trading Floor mit rund 250 Arbeitsplätzen für den Handel mit Strom, Gas, Kohle, CO2 und Öl
  • Neue Unternehmenszentrale wird bis Ende März bezogen
  • Wegweisende Technik und modernes Arbeitsumfeld unterstützen Europas Marktführer

In Essen entsteht Europas größten und modernsten „Energy Trading Floor”: Auf rund 3.000 Quadratmetern konzentriert das Unternehmen hier den gesamten Energiehandel und die Gasbeschaffung des RWE-Konzerns an den kontinentaleuropäischen Großhandelsmärkten für Energie. Der internationale Handel mit Kohle, Gas und Öl sowie der Stromhandel in Großbritannien werden weiterhin an den Standorten Swindon und London (beide Vereinigtes Königreich/UK) betrieben. Neben dem Energiehandel und der Gasbeschaffung organisiert RWE am neuen Standort die Lastverteilung für die konzerneigenen Kraftwerke in Deutschland.

StromhandelszentrumAuch die Betreuung von Industriekunden und das Portfoliomanagement werden künftig von der Altenessener Straße aus erfolgen. Peter Terium, CEO von RWE Supply & Trading: „Die Zeit der räumlichen Provisorien ist vorbei. Unser neues Haus passt genau zu unserem Geschäft. Hier können wir unsere Position als europäischer Marktführer ausbauen und die Möglichkeiten dieser Märkte bestmöglich für RWE und ihre Kunden nutzen.“

Der „Energy Trading Floor“ bietet eine weitere Europa-Premiere: Die Händler können das Marktgeschehen nicht allein an den Arbeitsplatz-Monitoren verfolgen. 20 Großbildschirme bieten einen umfassenden Blick auf das Geschehen an den internationalen Energiemärkten. Die größten dieser TFT-Bildschirme haben eine Diagonale von 108 Zoll. Der Durchmesser von umgerechnet rund 3 Metern macht diese Monitore zu den bislang größten in Europa.

RWE Supply & Trading ist im April vergangenen Jahres aus der Verschmelzung von RWE Trading und RWE Gas Midstream hervorgegangen. Das Unternehmen ist heute Europas führendes Energiehandelshaus. Im Geschäftsjahr 2008 wurden rund 1.200 Terawattstunden Strom und 124 Milliarden Kubikmeter Gas mit physischen Produkten und Finanzprodukten umgesetzt. Zu den Geschäftsschwerpunkten gehören außerdem der Handel mit Kohle, Öl, CO2-Zertifikaten und Biomasse. Ferner verantwortet das Unternehmen die Gasbeschaffung von RWE für Kunden und Kraftwerke, das sind derzeit zirka 40 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Bis 2013 will RWE Supply & Trading dieses Gasaufkommen (s.a. »Gas-Auskunft.de) für den RWE-Konzern auf etwa 60 Milliarden Kubikmeter steigern. Dafür engagiert sich das Unternehmen beispielsweise im Konsortium zum Bau der „Nabucco“-Pipeline, die ab 2014 Gas aus der kaspischen Region über die Türkei nach Europa bringen soll. Mit dem US-amerikanischen Partner Excelerate Energy ist das Unternehmen zudem auf dem weltweiten Markt für verflüssigtes Erdgas (LNG) aktiv. Geplant ist unter anderem der Bau eines Importterminals („GasPort“) für LNG an der deutschen Nordseeküste, der voraussichtlich 2012 in Betrieb gehen kann.

Foto © RWE

» Stromhändler

Finanzkrise im Energiebereich?

Donnerstag, den 12. März 2009

Irgendwie kann man das Wort Finanzkrise schon nicht mehr hören. Wenn wir in unserem Redaktionsbüro einen Umsatzanstieg von 15 Prozent verkünden, dann jubilieren wir! Wenn im Energiebereich das Nettoergebnis auf Vorjahresniveau liegt, ist man eher enttäuscht. Ich denke, wir jammern manchmal auch auf hohem Niveau – oder?

Lechwerke legen Bilanz vor

  • (c) PixelioNettoergebnis und Dividendenvorschlag stabil
  • Auswirkungen Finanzkrise konnten in Grenzen gehalten werden
  • Stabilisierende Impulse für die Region
  • Chancen für Wachstum

Die LEW-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro verzeichnen. Diesem Anstieg liegen zum einen Absatzsteigerungen bei Geschäftskunden zugrunde; zum anderen ist er auf gestiegene Vergütungen der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Erzeugungsanlagen und die Weitergabe gestiegener Beschaffungskosten an die Kunden zurück zu führen. Das Nettoergebnis lag mit 94 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau.

Insgesamt war die Ergebnisentwicklung der Lechwerke im Jahr 2008 noch stärker als in den Vorjahren durch Sondereffekte geprägt: Belastungen ergaben sich durch eine Verschlechterung des Finanzergebnisses um 22 Millionen Euro im Zuge der Finanzkrise. Dem gegenüber standen Verbesserungen aus erstmaligen Rückflüssen aus der Beteiligung an der Rhein-Main-Donau AG sowie Steuererstattungen. Im Saldo haben sich die Sondereffekte annähernd ausgeglichen, so dass das Nettoergebnis stabil gehalten werden konnte.

„Die Finanzkrise hat in der Bilanz der LEW Spuren hinterlassen. Die Vermögensverluste im Bereich der Finanzanlagen hielten sich jedoch dank der sehr konservativen Anlagestrategie in Grenzen. Allerdings werden sich die Auswirkungen auf den Stromabsatz im Zuge der Wirtschaftskrise weiter verstärken“, erläutert LEW-Vorstandsmitglied Ulrich Kühnl bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Erfreulich entwickelte sich 2008 der Einstieg von LEW in das Gasgeschäft. „Wir haben 2008 mit der Belieferung erster Geschäftskunden begonnen und werden diesen Geschäftsbereich zügig ausbauen. Bereits im ersten Jahr konnten Verträge über Gaslieferungen mit einer Absatzmenge von rund 835 GWh geschlossen werden. Für dieses Jahr planen wir erste Gasangebote (s.a. »Gas-Auskunft) für das Privatkundensegment”,  erklärt LEW-Vorstandsmitglied Paul Waning.

Die Lechwerke AG gehört zur RWE-Gruppe. LEW beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter und ist innerhalb der RWE Energy AG die regionale Energiegesellschaft für Süddeutschland.

Foto (c) pixelio | Marco Barnebeck

» Finanzkrise im Energiebereich?

Neues Pumpspeicherkraftwerk

Sonntag, den 8. März 2009

Pumpspeicherkraftwerke werden benötigt, um Leistungsspitzen abzudecken. Wir haben in einer großen Reportage darüber berichtet. Jetzt wurde der Grundstein für ein neues Kraftwerk in Vianden gelegt.

Grundstein für Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Vianden gelegt

  • RWE verstärkt die Energiepartnerschaft mit Luxemburg
  • Neue Pumpturbine für 150 Millionen Euro macht Vianden zu einem der größten Pumpspeicherkraftwerke Europas

Der Großherzog von Luxemburg hat heute den Grundstein für die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks in Vianden gelegt. Den feierlichen Akt vollzog er gemeinsam mit Ministern der luxemburgischen Regierung und dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Großmann. Durch die neue Pumpturbine, die über eine Leistung von 200 Megawatt verfügt, wird die Anlage mit dann 1.300 MW zu einem der größten Pumpspeicherkraftwerke Europas.

Das Projekt entsteht unter Führung der Société Electrique de l´Our (SEO). Hauptaktionäre sind das Großherzogtum Luxemburg und die RWE Power. Die Investition hat ein Volumen von 150 Millionen Euro. 2012 soll die Inbetriebnahme erfolgen.

Vor über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstrich der Wirtschaftsminister Jeannot Krecké die Bedeutung des Projekts für sein Land. Die Erweiterung des Kraftwerks in Vianden ist nicht nur energiepolitisch sinnvoll, sondern derzeit die größte private Einzelinvestition in Luxemburg. Vor allem der regionale Wirtschaftsraum in Vianden soll von diesem Projekt profitieren.

RWE-Chef Jürgen Großmann betonte: „Pumpspeicherkraftwerke stellen Strom bei besonders großer Nachfrage flexibel bereit und helfen so, die nicht immer verfügbaren erneuerbaren Energien effizient ins Stromnetz zu integrieren. Vianden gehört zu den größten Pumpspeicherkraftwerken in Europa. Hier wird emissionsfrei und zuverlässig gearbeitet. Ich freue mich, dass RWE dabei ist, wenn diese erfolgreiche Anlage erweitert wird und neue Wachstumsmöglichkeiten genutzt werden können.“

Erst vor wenigen Wochen hatte RWE ihre Beteiligung an dem integrierten nationalen Strom- und Gasunternehmen bekannt gegeben, das der Staat Luxemburg derzeit aufbaut. Der RWE-Konzern liefert heute bereits Strom an den luxemburgischen Versorger Cegedel und erbringt umfangreiche Dienstleistungen für das Luxemburger Strom-Übertragungsnetz.

Das Erweiterungsprojekt in Vianden stärkt die Energiepartnerschaft mit Luxemburg. Während der dreijährigen Bauphase soll das Projekt rund 300 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Mindestens zehn Prozent der Investitionssumme werden in der Region bleiben. Am Standort Vianden betreibt die SEO, die fast 200 Mitarbeiter beschäftigt, schon seit Anfang der 60er Jahre ein Pumpspeicherkraftwerk. Nach Fertigstellung der neuen Turbine verfügt das Kraftwerk in Vianden über eine Leistung von rund 1.300 MW. „Damit sind wir in der Lage, in circa 80 Sekunden für vier Stunden die Leistung eines Großkraftwerks zur Verfügung zu stellen“, betonte Dr. Gerd Jäger, Vorstandsmitglied der RWE Power. „Der Bedarf, Strom zu speichern, wird weiter stark steigen. Das liegt vor allem am Ausbau der Windenergie, die nicht immer kontinuierlich bereitsteht“, so Jäger weiter. Um die Versorgung auch in windstillen Zeiten sicherzustellen, sind Kraftwerke wie in Vianden unverzichtbar.

Weitere Infos zu einem »Pumpspeicherkraftwerk

Foto (c) RWE

» Neues Pumpspeicherkraftwerk

Stromsparen ist IN

Donnerstag, den 5. März 2009

Deshalb versucht auch die weltweit größte Computermesse CeBIT auf diesen Zug aufzuspringen. Aber es muss nicht gleich ein neuer Computer sein, um Strom sparen zu können.

Vernetzung und Strom sparen

Das sind die großen Themen der CeBIT 2009. Es gibt Computer, die nach dem Abschalten rigoros keinen Strom mehr verbrauchen. Auch Notebooks werden zu echten Stromsparkünstler. Wir haben bereits darüber berichtet »Stromauskunft.de. Es geht aber auch einfacher. Eine simple Steckerleiste erfüllt den gleichen Zweck. Ausschalten und Strom sparen. So einfach ist das. Bei IKEA zurzeit im Angebot: Zwei Steckerleisten (etwa 6-8 Anschlüsse) kosten nicht einmal fünf Euro. Das ist vor allem auch wichtig für die andere Hardware eine sinnvolle Anschaffung. Die meisten Geräte werden über Netzteile betrieben, wie beispielsweise Scanner, USB-Platten usw. und die brauchen immer minimal Strom.

Auch andere Geräte wie z.B. WLAN-Router werden immer intelligenter. Sie merken, wenn kein Empfänger Daten abfordert und drosseln dann die Leistung, sparen Strom. Es muss aber nicht gleich ein neues Gerät sein. Die Fritzbox! von der Firma AVM wird regelmäßig mit frischer und vor allem kostenloser Software versorgt. Es lohnt sich daher einmal zu überprüfen, ob ein Update sinnvoll ist. Auch hier bietet AVM einen guten Service. Das Updaten durch zu führen ist kinderleicht.

Foto Pixelio | Dieter Kienitz

» Stromsparen ist IN

Pages: 1 2 Next