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Monatsarchiv für Oktober 2008

Stromanbieter Porträts

Freitag, den 31. Oktober 2008

Die Zahl der deutschen Stromanbieter wächst stetig – bis heute zählt der Markt knapp 900 regional und bundesweit aktive Unternehmen. Da fällt die Wahl des passenden Anbieters nicht gerade leicht, zumal neben der Preisfrage auch weitere Faktoren entscheidend sein können: Welche Tarifvarianten gibt es? Wie sehen die Vertragsbedingungen aus? Woher kommt der Strom? Kurzum: Stimmt das Gesamtpaket? Um etwas Licht ins Dickicht der Möglichkeiten zu bringen, stellen wir Ihnen ab sofort einzelne Stromanbieter im Profil vor. Diese Rubrik versorgt Sie neben grundsätzlichen Informationen zu den jeweiligen Unternehmen auch mit wichtigen Details zum konkreten Leistungsumfang. Wir haben für Sie die angebotenen Tarife inklusive vertraglicher Besonderheiten und der exakten Herkunft des Stroms genauer unter die Lupe genommen. So erhalten Sie einen kompakten Überblick, welcher Anbieter in Sachen Preis, Service, Erfahrung, Flexibilität und Klima am Besten zu Ihnen passt. Unsere Auswahl berücksichtigt dabei sowohl deutschlandweit verfügbare als auch regional begrenzte Stromangebote, die für Sie von besonderem Interesse sein könnten. Ob wechselwillig oder wissbegierig – wir hoffen, Sie werden fündig.

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    Strom-Dilemma

    Donnerstag, den 30. Oktober 2008

    Alle wollen, brauchen Strom. Beim Atomstrom, die vermeintliche saubere Lösung, gibt es das Endlagerproblem (s.a. Asse, Linktipps). Gegen Kohlekraftwerke gibt es ebenfalls erheblichen Widerstand: Unsauber, Belastung für die Umwelt. Gibt es Lösungen? Mit alternativen Energien werden wir letztendlich den Bedarf nicht decken können.

    Strengere Grenzwerte sollen Neubau von Kohlekraftwerken verhindern

    (c) Pixelio28.10.08 | Der Bundestag berichtet: Die Grünen wollen das Genehmigungsrecht für Kohlekraftwerke drastisch verschärfen. In einem Antrag (16/10617) fordern sie den so genannten elektrischen Mindestwirkungsgrad auf 58 Prozent festzulegen, um “so den Neubau von Kohlekraftwerken zu verhindern”. Dieser Wirkungsgrad stelle sicher, dass nur noch moderne Gas- und Dampf-Kraftwerke mit einem CO2-Ausstoß von 365 Gramm je Kilowattstunde Strom gebaut werden könnten. Da der CO2-Ausstoß von Braun- und Steinkohlekraftwerken maximal 43 beziehungsweise 46 Prozent betrage, wären diese Kraftwerkstypen nicht mehr genehmigungsfähig, begründen die Grünen ihren Antrag. Damit sollen weitere Emissionen im Kraftwerkssektor eingespart werden, denn es reiche nicht aus, “allein auf den bestehenden Emissionshandel zu setzen”.

    Hinsichtlich der CO2-Abscheidung und -Lagerung (Carbon Capture and Storage, CCS) sei es bislang noch “völlig offen”, ob sich diese Technik als praktikabel, wirtschaftlich, umweltverträglich und sicher herausstellen werde. Sollte dies eines Tages der Fall sein, würde sich die Kohlefrage neu stellen. Bis dahin müsse aber ein Moratorium für neue Kohlekraftwerke durchgesetzt werden. Zudem fordern die Grünen in ihrem Antrag, dass bei den derzeitigen Verhandlungen der Europäischen Emissionsrichtlinie seitens der Bundesregierung darauf hingewirkt werde, weitergehende nationale Regelungen zur Minderung des C02-Ausstoßes zu ermöglichen.

    Linktipps:

    Quelle: Deutscher Bundestag :: Foto: Pixelio | Daniel Gast

    » Strom-Dilemma

    StromNews auf dem Handy

    Dienstag, den 28. Oktober 2008

    (c) EONDer Stromerzeuger EON bietet einen neuen Service. Wer will kann die Daten auch via Handy empfangen.

    Infos via Handy, Palm oder Smartphone

    Wie der Stromerzeuger mit einer Pressemitteilung bekannt gibt, können die Daten weltweit auch mobil abgerufen werden:

    “Ob Handy, Palm oder Smartphone – von aktuellen Pressemitteilungen, den Kennzahlen des Unternehmens über den Kurs der E.ON-Aktie bis hin zu aktuellen Stellenangeboten. Kurzum: Alle Informationen, die Sie mit Ihrem Computer auf http://www.eon.com finden, gibt es jetzt unter der Adresse http://mobil.eon.com auch für Ihr Handy.”

    Der Link kann auch per SMS bestellt werden. Weitere Infos können per Newsletter angefordert werden. Einen SMS-Service gibt es leider nicht.

    LinkTipps:

    Screenshot © EON

    » StromNews auf dem Handy

    Land der Windräder

    Donnerstag, den 23. Oktober 2008

    Don Quichotte der Ritter mit der traurigen Gestallt hätte seine helle Freude gehabt. Denn Gegner gibt es hierzulande jede Menge. Daher wundert es nicht – und macht energetisch auch Sinn, die Windräder aufs Wasser auszulagern.

    Offshore-Windanlagen heißt das Zauberwort

    • RWE Innogy beteiligt sich an Initiative zur Kostensenkung bei Offshore-Windanlagen
    • Britische Carbon Trust bündelt Kompetenzen von fünf internationalen Energieunternehmen im Offshore Wind Accelerator (OWA)

    (c) PixelioRWE Innogy beteiligt sich an der britischen Initiative „Offshore Wind Accelerator“ (OWA), die heute vom britischen Carbon Trust ins Leben gerufen wurde. Der Carbon Trust ist ein von der britischen Regierung im Jahr 2001 gegründetes, unabhängiges Unternehmen, das die Vermeidung von CO2-Emmissionen, Energieeinsparung und die Entwicklung von klimafreundlicher Technologie zum Ziel hat. Zu diesem Zweck arbeitet Carbon Trust mit Unternehmen und staatlichen Stellen zusammen.

    Im Rahmen des Offshore Wind Accelerator bündelt Carbon Trust die Kompetenzen von fünf führenden Energieunternehmen, um Forschung und Entwicklung von Offshore-Windtechnologie voranzutreiben. Neben RWE Innogy handelt es sich um Dong Energy (Dänemark), Airtricity Developments (Großbritannien), Scottish Power Renewables (Großbritannien) und StatoilHydro (Norwegen). Gemeinsames Ziel ist es, die Kosten für offshore Windprojekte zukünftig um durchschnittlich zehn Prozent zu senken. Im Fokus stehen Verbesserungen beim Anlagenbau und Leistungssteigerungen der Windparks auf See. Rund 30 Millionen britische Pfund stehen dieser Initiative in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung.

    Kevin McCullough, COO von RWE Innogy: “Diese gemeinsame Anstrengung ist wichtig, um die enormen Herausforderungen, welche die Windenergieerzeugung auf See mit sich bringt, zu meistern. Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, neue Möglichkeiten zur Leistungssteigerung und zur Erhöhung der wirtschaftlichen Lebensdauer von Offshore-Windkraftanlagen zu entwickeln.“

    In einem ersten Schritt unterstützt RWE Innogy deshalb zunächst die Machbarkeitsstudien im Rahmen des OWA. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung von neuen und kostengünstigen Tiefseefundamenten wie auch die Erstellung von Studien zu spezifischen Strömungsverhältnissen und zur Verbesserung der Energieausbeute innerhalb großer offshore Windparks. Darüber hinaus geht es um eine verbesserte Beschaffung und Logistik von Komponenten, die für die Wirtschaftlichkeit beim Bau und Betrieb eines Windparks von hoher Bedeutung sind. Auch die Forschung und Entwicklung für ein intelligentes Netzsystem, das Energieverluste beim Transport des Stroms innerhalb des Windparks wie auch zur Küste hin minimiert, soll vorangetrieben werden. In der zweiten Phase der Offshore-Wind-Initiative wird es ab 2010 um den Bau von großtechnischen Demonstrationsanlagen gehen.

    Foto Pixelio | Marco Barnebeck(Telemarco)

    » Land der Windräder

    Warmes Wasser

    Dienstag, den 21. Oktober 2008

    …sollte man da erzeugen, wo man es braucht. Am besten mit einem Untertischgerät. Das erhöht nur unwesentlich den Stromverbrauch, senkt aber den Gas- und Wasserverbrauch.

    Verluste durch den Transport

    (c) PixelioWenn man im eigen Haus wohnt, wird in der Regel das Warmwasser zentral im Hauswirtschaftraum oder im Keller erzeugt und muss dann über zig Meter durchs ganze Haus transportiert werden, damit es dann beispielsweise im Badezimmer am Spülstein ankommt. Bis das warme Wasser ankommt fliesen einige Liter teurer Trinkwasser ungenutzt in Abwasser. Es gibt zwei Möglichkeiten das zu verhindern.

    Einmal kann man das warme Wasser ständige zirkulieren lassen. Dass hat den Vorteil, wenn man das warme Wasser anfordert, ist es sofort verfügbar. Der Nachteil ist, dass eine Pumpe ständige läuft, um das Wasser zu transportieren und natürlich entstehen beim Transport auch Wärmeverluste. Natürlich kann man über eine Zeituhr festlegen, dass das Wasser beispielsweise nur von 7 bis 8 Uhr bewegt wird. Wer sich nach 8 Uhr die Zähne putzt, wartet wieder.

    Eine andere Option, sind so genannte Untertischgeräte. Ein kleines Elektrogerät bereitet etwa 5 Liter Wasser auf. Das Wasser ist sofort verfügbar. Da die Geräte gut isoliert sind, und die Wassertemperatur genau vorgewählt werden kann, z.B. 35 Grad, ist der Stromverbrauch überschaubar. Ein Untertischgerät kostet etwa 50 Euro. Wichtig ist, dass ein spezialer Wasserhahn noch benötigt wird. Gesamtkosten etwa 100 Euro.

    Erhöhter Stromverbrauch kann also helfen Geld zu sparen; beim Wasser-, Gas- oder Ölverbrauch.

    Linktipps:

    Foto © Pixelio | Gitti Moser

    » Warmes Wasser

    Unterm Hammer gekommen

    Samstag, den 18. Oktober 2008

    An der vierten und damit letzten RWE Stromauktion im Jahr 2008 beteiligten sich 42 europäische Industrieunternehmen. Insgesamt ersteigerten die bei der Auktion erfolgreichen Unternehmen die komplette Angebotsmenge von knapp 400 Megawatt (MW) zur Lieferung im nächsten Jahr.

    RWE beendet letzte Stromauktion im Jahr 2008

    • Insgesamt 1.575 MW Strom versteigert
    • Vierteljährliche Auktionen werden 2009 fortgesetzt

    (c) PixelioDie Auktion lief über mehrere Runden und wurde wie zuvor von dem unabhängigen Auktionator CRA International durchgeführt und von einem Treuhänder überwacht. Die erfolgreichen Bieter wurden über die genauen Ergebnisse informiert.

    Die Preise lagen am Ende bei 73,35 EUR/MWh für das Baseload-Produkt und 82,10 EUR/MWh für das Profilprodukt. Am Auktionstag, dem 15. Oktober 2008, wurde das Baseload-Produkt an der Strombörse EEX mit 74,15 Euro gehandelt.

    RWE bietet europäischen Industrieunternehmen für die Lieferzeit von 2009 bis 2012 jährlich rund 1.600 MW aus Stein- und Braunkohleerzeugung im Rahmen von vierteljährlichen Auktionen an. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 6.300 MW bzw. 46.000 GWh und damit nahezu einem Jahresabsatz von RWE an Industriekunden in Deutschland.

    • Die nächste Stromauktion für das Lieferjahr 2010 findet Mitte Februar 2009 statt. Interessierte Unternehmen können sich unter »www.rwe-stromauktion.de informieren.
    • Baseload: Grundlast für das Jahr 2009
    • Profilprodukt: Kombination aus Lieferungen zu Grund- und Spitzenlastzeiten für das Jahr 2009

    LinkTipps:

    Foto © Pixelio | woti61

    » Unterm Hammer gekommen

    Mehr Geld für den Energiebereich

    Donnerstag, den 16. Oktober 2008

    Bündnis 90/Die Grünen haben einen Antrag gestellt einen Energiesparfonds einzurichten, der mit drei Milliarden Euro ausgestattet werden soll. Mit diesem Geld sollen einkommensschwacher Haushalte unterstützt werden. Prinzipiell eine gute Idee. Aber wo soll das Geld herkommen. Die Finanzkrise hat uns alle fest im Griff.

    Grüne wollen Energiesparfonds mit 3 Milliarden Euro einrichten

    Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung soll einen mit 3 Milliarden Euro ausgestatteten Energiesparfonds einrichten, fordern Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (16/10585). Daraus sollen Programme zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden in Stadtteilen mit einem hohen Anteil einkommensschwacher Haushalte sowie Programme für den Austausch teurer und umweltschädlicher Stromheizungen finanziert werden. Auch Programme zur Optimierung von Heizungsanlagen sowie zur Installation hocheffizienter Wärmepumpen sollen aus dem Fonds gespeist werden.

    Darüber hinaus wird die Bundesregierung aufgefordert, die Energiewirtschaft zu verpflichten, eigene Mittel für die Ausstattung des Energiesparfonds bereitzustellen und so die “ungerechtfertigten Gewinne aus der Einpreisung gratis zugeteilter Kohlendioxid-Zertifikate” abzuschöpfen. Die Fraktion empfiehlt, für alle Haushalte einen jährlichen Energiespar-Bonus in Höhe von 50 Euro pro Person einzuführen, der für Produkte und Dienstleistungen eingelöst werden kann, die zur Energieeinsparung oder zur Nutzung erneuerbarer Energien beitragen. Genannt werden effiziente Geräte, energiesparende Handwerksleistungen, Energieberatungen oder Spritsparkurse. Auf EU-Ebene müsse sich die Regierung dafür stark machen, dass die verbrauchsärmsten Modelle einer Produktklasse den Standard setzen, den drei Jahre später alle Produkte dieser Klasse erfüllen müssen. Ebenso soll die Regierung den Wärmeverbrauch von Gebäuden reglementieren und Anreize zur Investition in die energetische Sanierung schaffen, indem Mindeststandards für den Heizenergieverbrauch und den Anteil erneuerbar erzeugter Wärme im Gebäudebestand gesetzlich festgelegt werden. Diese Standards sollten nach einer Übergangsphase für alle Gebäude gelten.

    Bei den Leistungen für einkommensschwache Haushalte wollen die Abgeordneten die Energiepreise stärker berücksichtigt sehen. So wird vorgeschlagen, das Arbeitslosengeld II auf 420 Euro monatlich aufzustocken, den Leistungsbeziehern einen Anspruch auf kostenlose Energieberatung einzuräumen und das völlige Absperren von Privathaushalten von der Gas- und Stromversorgung gesetzlich einzuschränken, sodass eine Minimalversorgung gesichert bleibe. Schließlich rät die Fraktion dazu, mit den Bundesländern und Kommunen ein Konzept zur flächendeckenden Einführung von Sozialtickets im öffentlichen Personenverkehr zu erarbeiten.

    Zur Begründung heißt es, die Energiekosten überforderten die finanziellen Möglichkeiten einer wachsenden Zahl einkommensschwacher Haushalte und belasteten die Kommunen, die überwiegend die steigenden Heizkostenrechnungen von Hartz-IV-Haushalten bezahlten.

    Quelle: Deutscher Bundestag :: Foto Pixelio // Dehn

    » Mehr Geld für den Energiebereich

    Essen als Kulturhauptstadt

    Dienstag, den 14. Oktober 2008

    Was hat das mit Strom zu tun? Werden Sie sicherlich fragen. Eigentlich nichts. Aber oft werden die Stromerzeuger bei uns gescholten, weil schon wieder die Strom- und Gaspreise erhöht wurden. Dann haben Sie es auch mal verdient, als Sponsor gelobt zu werden. Wenn auch mit “unserem” Geld.

    RWE AG sponsert die Aktion mit 2,5 Millionen Euro

    Die Kulturhauptstadt 2010 verdient besondere Aufmerksamkeit – regional, national und international. Als Hauptsponsor leistet die RWE AG dazu einen Beitrag und stellt der Ruhr.2010 GmbH einen Betrag von insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

    Die Unternehmensgeschichte von RWE ist eng verbunden mit der Geschichte des Ruhrgebiets: Aus dem einstigen „Kohlenpott“ ist eine moderne Metropolenregion geworden – und aus dem 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk einer der führenden europäischen Energieversorger. Die Kulturhauptstadt 2010 ist eine einmalige Chance, diese Beziehung erlebbar zu machen. „Mit diesem Engagement zeigen wir unsere Verbundenheit mit der Region und ihren Bürgern“, sagt RWE-Vorstandsmitglied Alwin Fitting, „Ruhr.2010 macht nicht zuletzt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Region lebenswerter und attraktiver.“

    “EnergieKulturRuhr”

    RWE stellt alle Aktivitäten unter die Überschrift „EnergieKulturRuhr“. Die spannungsgeladene Beziehung zwischen Energie und Kultur manifestiert sich in einer Vielzahl von Einzelprojekten, Nukleus des Engagements ist die Installation „Ruhr-Atolle“. Mit Unterstützung von RWE werden ab April 2010 bis zu fünf Kunstinseln einen schwimmenden Energiepark auf dem Essener Baldeneysee bilden. Begleitet wird das Projekt von zahlreichen Veranstaltungen, mit denen RWE in den Dialog mit Politikern, Wissenschaftlern, Jugendlichen und den eigenen Mitarbeitern treten wird.

    „Als europäischer Energieversorger wollen wir aber auch mit den beiden anderen Kulturhauptstädten Istanbul und Pécs in Kontakt treten“, betont Alwin Fitting. Die im Ruhrgebiet ansässigen Konzerngesellschaften werden mit ihren selbst initiierten regionalen Projekten ebenfalls zum Programm der Kulturhauptstadt beitragen. Darüber hinaus fördert RWE 2010 die zentrale Foto-Ausstellung „A star is born – Fotografie und Rock seit Elvis Presley“ in den neuen Räumen des Folkwang Museums.

    LinkTipps:

    Foto und Logo © RUHR.2010 GmbH

    » Essen als Kulturhauptstadt

    Umverteilung

    Samstag, den 11. Oktober 2008

    Energie und Wärme wird zum Luxusgut. Die, die genug Geld haben für eine warme, helle Wohnung empfehlen einfach zwei Pullover anzuziehen. Besserer Vorschlag: Jeden Abend alle Nachbarn ins Wohnzimmer einladen – dann wird es auch warm. Die Linken schlagen vor, dass der Staat einspringt.

    Linke plädiert für Sozialtarife bei der Energieversorgung

    (c) PixelioBerlin: (hib/VOM) Die Energieversorgungs- unternehmen sollen nach dem Willen der Linksfraktion verpflichtet werden, beim Strom Sozialtarife anzubieten. Wie es in einem Antrag (16/10510) heißt, sollen die Sozialtarife 50 Prozent des jeweils kostengünstigsten Tarifs jedes Anbieters ausmachen, um einkommensschwachen Haushalten sofort zu helfen. Darüber hinaus solle eine Sockelversorgung mit Strom kostenfrei gestellt werden, damit ein Stromverbrauch unterhalb des Durchschnittsverbrauchs deutlich kostengünstiger wird und so Anreize für einen sparsamen Umgang mit Energie gesetzt werden.

    Darüber hinaus will Die Linke, dass die Versorger regelmäßig kostenlose Energieberatungen anbieten, um bei den Verbrauchern Energieeinspar- potenziale auszuschöpfen. Die Bundesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, eine Strompreisaufsicht einzuführen, für die die Länder zuständig sind, bei der alle Energieversorger die Zusammensetzung ihrer Tarife offen legen müssen. Der Preisaufsicht solle in jedem Bundesland ein Verbraucherbeirat zur Seite gestellt werden. Ebenso müsse die Regierung einen Energiesparfonds mit einem jährlichen Volumen von 1,5 Milliarden Euro einführen, aus dem Förder-, Weiterbildungs- und Beratungsprogramme finanziert werden, die das Energiesparen für Privathaushalte, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung erleichtern. Besondere Förderprogramme sollten sich dabei an die einkommensschwachen Haushalte richten. Beispielsweise sollten “Klima-Checks” in Höhe von 250 Euro ausgegeben werden, die beim Kauf von Haushaltsgeräten der jeweils höchsten Energieeffizienzklasse eingelöst werden können.

    Zur Begründung heißt es, mehr als fünf Millionen Privathaushalte in Deutschland müssten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von nur 900 Euro und weniger auskommen. Die notwendigen Ausgaben lägen in diesen Haushalten fast immer höher als das Einkommen. Unmittelbar von Energie-Armut betroffen seien mindestens sieben Millionen Menschen in Deutschland. Die Abgeordneten sprechen sich für eine Pflicht zur Energieversorgung und für ein Verbot von Stromsperren aus. “Hauptkostentreiber” beim Strom seien die vier großen Energiekonzerne RWE, Eon, Vattenfall Europe und EnBW, deren Gewinn 2007 rund 18 Milliarden Euro betragen habe.

    Quelle: Deutscher Bundestag :: Foto: Pixelio | Daniel Gast

    » Umverteilung

    Windkraft ist ein gutes Geschäft

    Donnerstag, den 9. Oktober 2008

    E.ON hat an Siemens Energy einen Auftrag über die Lieferung von 90 Windenergieanlagen für den Offshore-Windpark Rødsand II in Dänemark vergeben. Das neue Großprojekt entsteht südlich der Insel Lolland in der Ostsee und wird mit einer installierten Kapazität von 207 Megawatt (MW) einer der weltweit größten Offshore-Windparks sein.

    Auftragsvolumen für das Projekt Rødsand II liegt bei über 275 Mio EUR

    (c) Pixelio

    Die 90 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 MW und Rotordurchmessern von 93 Metern werden im Jahr 2010 errichtet. Das Auftragsvolumen inklusive eines zweijährigen Servicevertrags liegt bei rund 275 Mio EUR.

    Das neue Offshore-Projekt von E.ON und Siemens wird rund drei Kilometer westlich des Windparks Rødsand I entstehen, der bereits 2003 ans dänische Stromnetz angeschlossen wurde. Für den Offshore-Windpark Rødsand I hatte Siemens 72 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt geliefert und aufgestellt. Das Projekt, in Fachkreisen auch als Offshore-Windpark Nysted bezeichnet, wird von E.ON und dem dänischen Unternehmen DONG Energy betrieben. Mit einer Gesamtleistung von 165,6 Megawatt ist es der bisher größte dänische Meereswindpark.

    Im neuen Projekt Rødsand II werden ebenfalls 2,3-Megawatt-Anlagen von Siemens zum Einsatz kommen, die bisher im Offshore-Betrieb eine sehr hohe Zuverlässigkeit bewiesen haben. Nach Fertigstellung wird der Offshore-Windpark Rødsand II jährlich CO2-Emissionen in der Größenordnung von 700.000 Tonnen einsparen.

    „Siemens hat Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 1.800 Megawatt installiert oder im Auftragsbestand und ist damit der führende Lieferant von Offshore-Windenergieanlagen“, sagte René Umlauft, CEO der Siemens-Division Renewable Energy. „Wir besitzen schon heute die bewährte Technologie, um den geplanten Ausbau der Offshore-Windenergie in die Tat umzusetzen. Wir freuen uns, nun gemeinsam mit E.ON dieses dänische Großprojekt zu realisieren“, ergänzte Umlauft.

    Cord Landsmann, CFO von E.ON Climate & Renewables, sagte: „Bereits der Bau des Offshore-Windparks Rødsand I war ein voller Erfolg und den wollen wir nun mit der Errichtung von Rødsand II wiederholen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir großartige Ingenieure und eine großartige Technologie zur Verfügung haben, um diese anspruchsvolle Aufgabe umzusetzen.“

    Unabhängig von diesem Auftrag hatten Siemens Energy und E.ON erst vor wenigen Wochen die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für die Lieferung von 500 Windenergieanlagen gemeldet. Die Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.150 Megawatt werden in Onshore-Projekten in Europa und in den USA in den Jahren 2010 und 2011 installiert.

    Foto © Pixelio | Stephan Kaminski

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