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Monatsarchiv für Juni 2008

5. Teil: Interview mit Prof. Dr. Herbert Schui

Montag, den 30. Juni 2008

Die Atomkraftwerke sollen sukzessive abgeschaltet werden. Aber wie wird die “Stromlücke” geschlossen? Zu diesem Thema werden wir Politiker und Verantwortliche der Stromindustrie befragen. Stromauskunft.de sprach mit dem Energieexperten Prof. Dr. Herbert Schui DIE LINKE, Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie.

Frage 1: Der Atomausstieg ist eine beschlossene Sache. Es stellt sich nun die Frage, wie kann die produzierte Energiedifferenz ausgeglichen werden?

(c) BundestagDr. Herbert Schui: Im Strombereich sind vor allem folgende drei Ziele wichtig: mehr erneuerbare Energien, ein geringerer Energieverbrauch und ein effizienterer Umgang mit Energie. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verzeichnen wir in den letzten Jahren schon einen rasanten Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien, hier ist das EEG das richtige Instrument (s. Frage 2).Daneben brauchen wir aber eine Energiespar- und -effizienzoffensive. Hier liegen viele Potenziale brach, obwohl sie relativ leicht erschließbar wären. Auf Seite der Stromerzeugung bedeutet dies die konsequente Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die gleichzeitig Wärme und Strom produzieren und so zu einer optimalen Energieausbeute des eingesetzten Brennstoffs kommen. Das kürzlich beschlossene Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bleibt hier leider auf halber Strecke stehen.

Noch viel weniger passiert jedoch bei der Förderung eines effizienten und sparsamen Umgangs mit dem produzierten Strom. Hier geht es um Ordnungsrecht wie strengere Standards für Elektrogeräte, aber auch um eine geschickte Investitionsförderung. So fordern wir einen “Energiesparfonds”, der ein breites Angebot an Energieeffizienz und -sparprogrammen für private Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung umfasst. Natürlich muss man dafür auch etwas Geld in die Hand nehmen. Mit einer Milliarde Euro jährlich ausgestattet, könnte ein solcher Fonds nach Berechnungen des Wuppertal-Instituts jährlich rund 75 TWh Strom und etwa 102 TWh Gas, Öl, Fernwärme und Kohle einsparen.

Die Energierechnung der Verbraucherinnen und Verbraucher würden dadurch netto um 9 Mrd. Euro pro Jahr und die Atmosphäre um Treibhausgasemissionen von jährlich bis zu 72 Mio. t CO2 entlastet. Und ganz nebenbei würden dadurch mehr als 40.000 Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen. Wenn die politischen Weichen richtig gestellt würden, wäre auch ein beschleunigter Atomausstieg kein Problem.

Frage 2: Gibt es eine Prognose, wie hoch etwa der Anteil an Erneuerbaren Energien (EN) in fünf Jahren (2013) sein wird?

Schui: In den letzten sechs Jahren hat sich der Anteil erneuerbarer Energien mehr als verdoppelt. Im Jahr 2007 kamen über 14 Prozent des verbrauchten Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien. Dieser Aufwärtstrend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Konkrete Zahlen für ein bestimmtes Jahr zu benennen wäre aber unseriös – zumal bislang jede Prognose übertroffen wurde.

Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch betrug im Jahr 2007 hingegen erst 8,5 Prozent. Dies liegt vor allem daran, dass der Ausbau erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärmebedarfs viel zu schleppend verläuft. Hier hat die Koalition erst kürzlich mit der Verabschiedung des “Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz” eine Chance vertan. In der jetzigen Form hätten sie sich das Gesetz sparen können. Zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien im Wärmebereich wird es jedenfalls kaum beitragen, auch nicht bis 2013. Als politische Richtschnur für den Ausbau erneuerbarer Energien halten

wir bei einer entsprechenden politischen Weichenstellung eine Deckung eines Viertels des Gesamtenergieverbrauchs durch Erneuerbare bis 2020 für möglich, im Strombereich sogar eine Steigerung auf 35 Prozent.

Frage 3: Wie bewerten Sie die Option “Fusionsenergie”? Gibt es eine Chance, durch Erhöhung der Fördermittel den Fortschritt zu beschleunigen? Ist die Industrie an diesem Projekt involviert?

Schui: Vor 40 Jahren hieß es, die “Fusionsenergie” werde in 40 Jahren zur Verfügung stehen. Heute wird sie wieder als Lösung aller Probleme angepriesen, allerdings wieder erst in 40 Jahren. Seit Jahrzehnten fließen hunderte Millionen Euro Forschungsmittel in die Fusionsforschung. Wo ständen wir heute, wenn dieses Geld stattdessen in die Forschung zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz geflossen wäre? Wir sind strikt gegen eine Ausweitung der Fördermittel für die Kernfusionsforschung. Die Forschungsmittel können in anderen Bereichen der Energieforschung viel sinnvoller eingesetzt werden.

Linktipps

Foto © Bundestag

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Solarstrom erzeugt den Dreck im Ausland

Mittwoch, den 25. Juni 2008

Wie PlusMinus gestern berichtete, verfehlt die Solarförderung das Ziel, Emission zu verringern. Zwar wird hierzulande weniger Strom durch Kohlekraftwerke erzeugt, aber durch den Verkauf der Emissionsrechte, entsteht der Dreck dann beim Nachbarn.

Fördergeld fließt ins Ausland

Auch die heimische Solartechnik profitiert kaum vom Boom der Solarenergie, weil die meisten Photovoltaik-Anlagen, die in Deutschland verbaut werden, aus dem Ausland bezogen werden. Wichtigstes Importland, wie könnte es anders sein, ist Weltmarktführer China. Die Hälfte der Solarelemente stammt aus dem asiatischen Raum.

(c) Pixelio

Die Zeche zahlt am Ende der Stromkunde. “Denn die zusätzlichen Kosten für den Solarstrom trägt nicht der Staat, sondern sie werden einfach allen Stromkunden in Rechnung gestellt”, heißt es bei PlusMinus, “und das jahrzehntelang. Allein die bis 2007 installierten Module belasten die Stromkunden in den nächsten 20 Jahren mit 26,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 wird die gesamte Last auf über 62 Milliarden Euro steigen.”

Mein persönliches Fazit: Solarenergie, ein guter Schritt in die richtige Richtung. Aber die Politiker haben es mal wieder gründlich vermasselt. Bravo den Lobbyisten, die wieder ihr Geld WERT waren. Denn die haben es geschafft, dass wir alle für die Kosten aufkommen.

Linktip:

Foto Pixelio | Norbert Staub, Rikon

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Sollen die Netze unabhängig werden?

Donnerstag, den 19. Juni 2008

Ohne Stromnetz kein Strom im eigenem Haus. So einfach ist das. Dass die Netzsysteme marode sind, hat uns nicht erst die Situation in Gronau gezeigt. Hilft es uns Verbraucher, wenn die Stromnetze von den Versorgern abgekoppelt werden? Die Grünen fordern unabhängige Netzgesellschaften.

Grünes Konzept für unabhängige Netzgesellschaft

Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin, und Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher stellen anlässlich der EU-Energieministerkonferenz das grüne Konzept für eine unabhängige Netzgesellschaft vor: Wir müssen jetzt mittel- und langfristige Perspektiven für die Netze diskutieren. E.On verkauft, RWE und Vattenfall denken, unter dem Druck drohender Kartellverfahren, über den Verkauf ihrer Hochspannungsnetze nach, RWE auch über sein Gasnetz.

(c) Pixelio

“Wir müssen diese Chance offensiv zur Neuordnung nutzen”, fordern die Grünen.

Wirtschaftsminister Glos muss jetzt seinen unverständlichen Widerstand gegen die Trennung von Übertragungsnetzen und Energieerzeugung aufgeben. Er kämpft für Pyrrhussiege, die keinen mehr interessieren und agiert nicht auf der Höhe der Zeit.

Wir fordern die Bundesregierung auf:

  • die Überführung der Übertragungsnetze von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW in eine von den Energieversorgungsunternehmen unabhängige nationale Netzgesellschaft gesetzgeberisch und organisatorisch vorzubereiten. Diese soll transparente, kosteneffiziente und faire Zugangsbedingungen für alle Betreiber von Energieerzeugungsanlagen sicherstellen;
  • die Wahrung des gesellschaftlichen Interesses am Betrieb und Ausbau der Energienetze durch eine Mehrheitsbeteiligung der öffentlichen Hand sicher zu stellen und Länder und Kommunen dabei einzubinden;
  • dafür Sorge zu tragen, dass es nationalen wie internationalen Energieanbietern untersagt ist, sich an der Gesellschaft zu beteiligen;
  • bei der Beteiligung von privaten Investoren Kriterien für ein langfristiges Engagement festzulegen sowie eine Anteils-Obergrenze einzuführen, die ein Übergewicht einzelner Investoren verhindert;
  • die zu gründende Netzgesellschaft auf eine Reinvestition der Netzentgelte in den Netzausbau zu verpflichten;
  • die Finanzierung des öffentlichen Eigentumserwerbs an der Netzgesellschaft sowie die dafür zu verwendenden Einnahmen aus dem Betrieb der Netzgesellschaft in den öffentlichen Haushalten gesondert auszuweisen;
  • unverzüglich ihren Widerstand gegen die Entflechtungspläne der EU-Kommission aufzugeben und die Kommission bei der Umsetzung der entsprechenden Richtlinie zu unterstützen;
  • über den Strombereich hinaus eine analoge Entflechtungsregelung auch im Gasbereich vorzubereiten.

Linktipps:

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen · Foto Pixelio | Dietmar Böhmer

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An den Stromverbrauch denken…

Dienstag, den 17. Juni 2008

Wer baut sollte sich frühzeitig mit der Möglichkeit beschäftigen, den Energieverbrauch so niedrig wie möglich zu halten. Der Staat fördert diese Maßnahmen mit Steuergeldern.

KfW fördert energieeffizientes Bauen mit 5 Milliarden Euro

(c) PixelioBerlin: (hib/HIL, 16.06.08) Im Jahr 2007 hat die staatliche KfW Bankengruppe energieeffizientes Bauen und Sanieren mit Krediten und Zuschüssen in Höhe von 5 Milliarden Euro gefördert. Der größte Anteil des Kreditvolumens mit 2,1 Milliarden Euro entfällt auf das Programm “Ökologisch Bauen”, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/8818) auf eine Kleine Anfrage der Grünen (16/8552). 1,9 Milliarden Euro seien ins CO2-Gebäudesanierungsprogramm geflossen. Die Zahl der in der Initiative “Wohnen, Umwelt, Wachstum” geförderten Wohneinheiten sei in den Jahren 2006 und 2007 von 654.439 auf 466.814 gesunken. Die unter dem Begriff “Energieeffizientes Bauen und Sanieren” zusammengefassten KfW-Programme “CO2- Gebäudesanierung”, “Wohnraum Modernisieren – Öko Plus”, “Ökologisch Bauen”, “KfW-Kommunalkredit energetische Sanierung” und “Sozial investieren energetische Sanierung” hätten 2006 und 2007 eine dauerhafte Minderung des CO2-Austoßes um 1,6 Millionen Tonnen erbracht, schreibt die Bundesregierung. Seit 2001 habe der Kohlendioxidausstoß dank der KfW-Programme insgesamt um 4,5 Millionen Tonnen reduziert werden können, heißt es in der Antwort.

Quelle: Deutscher Bundestag

Foto: Pixelio | Wohnheimmel

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Kraft-Wärme-Kopplung

Montag, den 16. Juni 2008

Kraft-Wärme-Kopplung könnte die Lösung aus dem Strom-Dilemma sein. Immerhin verspricht diese Technik etwa 50 Prozent Energieersparnis.

Neue Technologie soll bis zum Jahr 2020 gefördert werden

Berlin | Bündnis 90/Die Grünen fordern die Bundesregierung in einem Antrag (16/9432) auf, sich zum Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) auf einen Anteil von mindestens 25 Prozent der Stromerzeugung bis 2020 zu verpflichten. Der Förderzeitraum des KWK-Gesetzes solle bis zum Jahr 2020, die Förderdauer pro Anlage auf 40.000 Betriebsstunden oder acht Jahre ausgedehnt werden.

(c) Pixelio

Dies solle für alle neuen oder umfassend modernisierten KWK-Anlagen, unabhängig von der Netzeinspeisung, gelten, wobei für Kleinstanlagen ein erhöhter Zuschlag einzuführen wäre. Der Regierungsentwurf zur KWK-Novelle (16/8305) sieht eine Förderung nur bis Ende 2016 vor. Auf eine Obergrenze für die jährliche Förderung wollen die Bündnisgrünen, anders als die Bundesregierung, verzichten, weil sie die betriebswirtschaftliche Rentabilität der Anlagen unberechenbar mache und so als Investitionshemmnis wirke.

Strom aus hocheffizienter KWK müsse auch über den Förderzeitraum voraus Vorrang bei der Einspeisung ins Netz gegenüber fossil oder atomar erzeugtem Strom aus herkömmlichen Kraftwerken eingeräumt werden. Die Förderkriterien im KWK-Gesetz wollen die Abgeordneten so ergänzen, dass eine Bezuschussung von KWK-Strom aus Kohlekraftwerken ausgeschlossen wird. Der Regierungsentwurf, den der Bundestag am morgigen Freitag verabschieden will, lasse zu, dass auch große, neue Kohlekraftwerke anteilig gefördert werden, was den Aufbau einer klimafreundlichen und dezentralen Energieversorgung konterkariere, heißt es in dem Antrag. Anlagen ab einer Modernisierungsinvestition von mindestens 50 Prozent der Kosten einer Neuanlage sollten vollständig, mit einem geringeren Prozentsatz modernisierte Anlagen anteilig gefördert werden, betont die Fraktion. Sie fordert die Regierung darüber hinaus auf, ein Konzept zum Abbau nichtfinanzieller Hemmnisse für den Ausbau der KWK-Technik vorzulegen und dabei auch zu prüfen, ob eine KWK-Quote für die Stromerzeugung eingeführt werden sollte. Zur Begründung heißt es unter anderem, durch die gemeinsame Erzeugung von Strom und nutzbarer Wärme sei die KWK besonders effizient und damit umwelt- und klimafreundlich.

Laut einer Erhebung des Bremer Energieinstituts könnten in Deutschland im Jahr 2020 351 Billionen Wattstunden aus KWK-Anlagen stammen, was 55 Prozent der heutigen Stromerzeugung oder 65 Prozent des Verbrauchs entspreche.

Linktipp:

Quelle: Deutscher Bundestag · Foto: Pixelio | Olaf Schneider

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TecTV, Die Sendung mit der Maus für Erwachsene

Freitag, den 13. Juni 2008

Wer wissen will, wie beispielsweise eine Biogasanlage funktioniert, ist bei TecTv genau richtig. Einfach und auf den Punkt gebracht, werden die Infos vermittelt.

Wie aus Rohstoffen Bioerdgas wird

Deutschlands erster Technik-Sender im Internet wächst weiter und ist jetzt mit seinem dritten Magazin auf Sendung. Leicht verständliche Beiträge erklären besonders jungen Zuschauern die Welt der Technik. Im dritten Magazin zeigen Experten, warum nicht nur Lebensmittel ein Biosiegel verdient haben, sondern auch Landmaschinen der Deutz AG. Wie Erdwärme zur Energiegewinnung genutzt werden kann, das verdeutlichen die Forscher von E.ON sehr anschaulich. Entwickelt sich die Technik weiter, könnte die gesamte benötigte Energie auf der Erde durch Erdwärme erzeugt werden.

„Deutschland fehlt technischer Nachwuchs, besonders Ingenieure. Wir möchten mit TecTV bei den jungen Menschen das Interesse für Technik wecken“, erklärt Dr. Willi Fuchs, Sprecher der Initiative SACHEN MACHEN, das Konzept. Das Internet ist dabei genau die richtige Plattform, denn bereits heute schaut gut die Hälfte der14- bis 19-Jährigen einmal pro Woche Web-TV.

Fazit: Es lohnt sich dort mal zu “stöbern”. Der Beitrag “Wie aus Rohstoffen Bioerdgas wird” ist sehr informativ.

Linktipp:

Foto © TecTV, VDI GmbH IT, Düsseldorf

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Erster Gasfund in North El Amriya

Dienstag, den 10. Juni 2008

Gas! Wir brauchen neue Gasfunde. Denn nur so ist sichergestellt, dass die Gaspreise stabil bleiben. Von einer Senkung der Energiepreise spricht sowieso schon keiner mehr. Gute Nachrichten werden leider kaum publiziert. Über die 40 Prozent höheren Gaspreise schreibt jeder!

Geht der Gaspreis runter?

RWE Dea hat im ägyptischen Nildelta wieder Erdgas gefunden. Im Landbereich der Konzession North El Amriya stieß die Bohrung Amriya-1x im Pliozän auf zwei gasführende Horizonte mit einer Mächtigkeit von insgesamt 19 Metern.

Die Bohrung Amriya-1x wurde im Pliozän auf eine Endteufe von 1.697 Meter niedergebracht und ist die erste Explorationsbohrung von RWE Dea in dieser Konzession. Die gasführenden Gesteinshorizonte liegen in Tiefen zwischen 1.471 Meter und 1.479 Meter sowie zwischen 1.585 Meter und 1.597 Meter. Die Bohrung wurde auf der Grundlage einer neu aufgenommenen 3D-Seismik niedergebracht. Erdgas versprechen auch andere Strukturen im Pliozän.

Die Konzession North El Amriya wurde RWE Dea im Juli 2006 zugeteilt. Sie ist 2.066 Quadratkilometer groß und befindet sich hauptsächlich im Flachwasserbereich des Nildeltas vor Alexandria, erstreckt sich aber auch über einen kleineren Küstenstreifen.

RWE Dea ist bereits seit 1974 im Upstream-Bereich in Ägypten aktiv und fördert seit 25 Jahren als Betriebsführungsgesellschaft Öl im Golf von Suez. Außerdem ist das Unternehmen als Betriebsführer und Konsortialpartner an Projekten zur Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas im Nildelta und onshore westlich des Nildeltas beteiligt. RWE Dea ist in Ägypten an 15 Onshore- und Offshore-Konzessionen mit einer Gesamtfläche von rund 15.500 Quadratkilometern beteiligt.

Linktipps:

Foto Gasfund North Idku, © RWE

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Stifte und tu GUTES

Sonntag, den 8. Juni 2008

Steigende Energiepreise rücken die Effizienz beim Stromverbrauch immer stärker in den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Fokus. Industrie und Wissenschaft sind gemeinsam gefordert, technische Systeme und Konzepte zur Einsparung von Energie zu entwickeln, zu optimieren und anzuwenden.

RWE Stiftungsprofessur „Energieeffizienz“

Prof. Christian RehtanzDie RWE Energy AG und die TU Dortmund nehmen diese Aufgabe in Zukunft gemeinsam an. Für fünf Jahre hat das Energieunternehmen eine Stiftungsprofessur am Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik eingerichtet. Die Höhe des finanziellen Engagements des Unternehmens beträgt rund eine halbe Million Euro für die gesamte Stiftungsperiode.

Der wissenschaftliche Fokus des neuen Lehrstuhls richtet sich auf ausgewählte Felder des industriellen und privaten Energieverbrauchs. Ein Bereich ist die Einsparung von Energie, zum Beispiel durch Energiemanagement von Prozessen und Gebäuden oder durch die Einbindung effizienter Komponenten wie leistungselektronischer Antriebe. Zusätzlich gilt es aber auch, den Effizienz steigernden Einsatz elektrischer Energie – im Gegensatz zu anderen Energieformen wie etwa bei der Wärmepumpe oder bei Elektro- und Hybridfahrzeugen – zu untersuchen. Die Kooperation mit der regionalen und überregionalen elektrotechnischen Industrie und der ef. Ruhr GmbH, dem Netzwerk der Energieforschung in der Ruhrregion wird hierbei eine zentrale Rolle spielen.

Für RWE ist die Stiftungsprofessur ein konsequenter weiterer Schritt im Rahmen seines großen 150-Millionen-Euro-Energieeffizienz-Paketes. „Wir unterstützen die Forschung und Lehre auf dem wichtigen Gebiet Energieeffizienz gerne, denn eine Steigerung der Energieeffizienz ist ein maßgeblicher Beitrag zur Zukunftssicherung. Dies schont unsere Ressourcen, bedeutet aktiven Umwelt- und Klimaschutz und hilft zugleich Energiekosten zu sparen“, erklärt Dr. Joachim Schneider, Mitglied des Vorstands der RWE Energy AG.

Prof. Christian Rehtanz, Inhaber des Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft, an dem die Stiftungsprofessur eingerichtet wird, sieht gleichzeitig neue Chancen für die Kooperation mit anderen Fachdisziplinen: „Wir besetzen ein brandaktuelles Thema mit einer Professur, die einerseits den Energietechnikschwerpunkt in der Fakultät und an der TU stärkt und andererseits viele interdisziplinäre Verknüpfungen zum Maschinenbau, dem Bio- und Chemieingenieurwesen oder dem Bauwesen bietet.“

Foto © TU Dortmund

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Störfall in Slowenien – alles kein Problem?

Donnerstag, den 5. Juni 2008

Die WELT Online melde sogar, dass es nur eine Übung war. In Deutschland werden die Atomkraftwerke (AKW) abgeschaltet und im Ausland wird munter weiter Atomstrom produziert.

Von überall Entwarnung

Foto (c) Gerd KebschullAuch Sigmar Gabriel gibt Entwarnung. Heute Morgen im Frühstückfernsehen (Morgenmagazin) hieß es, es sei keine Radioaktivität ausgetreten – also in die Umwelt gelangt. All das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Atomkraftgegner, die – wenn möglich – die sofortige Abschaltung der AKWs in Deutschland fordern. Aber die Bedrohung, wie der aktuelle Fall zeigt, kommt von ganz woanders her. Macht es dann Sinn unsere, mit größter Wahrscheinlichkeit wesentlich sicheren AKWs abzuschalten und dafür Atomstrom aus Slowenien zu beziehen?

Auf der Homepage des Ministeriums (BMU, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) gibt es zu dem Thema bislang keinen Beitrag. Schade, gerade hier hätte ich erwartet, kompetente Antworten zu finden. Auch der Focus berichtet, dass Gabriel keine Gefahr für Deutschland sieht. Die Bildzeitung titelt Atomalarm schockt Europa.

Foto © Gerd Kebschull Minister Sigmar Gabriel auf dem VW-Stand (IAA, 2007)

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Prima Klima

Dienstag, den 3. Juni 2008

Bayern geht in die Offensive. Unter dem Motto “Klimabewusst leben” startet der Radiosender Bayern 3 eine Klima-Initiative.

Klimawoche Bayern: Klimabewusst leben – aber wie?

“Sie haben Fragen rund um Energiesparen”, heißt es auf der Homepage von Bayern3, “um klimabewusstes Einkaufen, Bauen und Wohnen? Heute Vormittag beantworten Energie-Eperten von 10.00 bis 12.00 Uhr im Bayern 3-Studio Ihre Fragen:
Anrufen unter der kostenlosen Nummer 0800 / 800 3 800“.

(c) Byerischer Rundfunk

Weitere Themen sind “Klimabewusst Wohnen” und “Klimabewusst einkaufen”. Nicht verpassen: Bei der Aktion “Klima schützen per Knopfdruck” am Mittwoch, den 4. Juni, werden 150.000 Dreifachstecker mit Ein-Aus-Schalter kostenlos in rund 200 bayerischen Baumärkten abgegeben.

Linktipp:

Screenshot © Bayerischer Rundfunk

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