Vom Winde verweht…
Samstag, den 10. Mai 2008Die Errichtung des Offshore Windparks Rhyl Flats vor der Walisischen Küste schreitet voran. Am Wochenende wurde das Fundament der ersten Windkraftanlage auf dem Meeresboden in einer Tiefe von rund 15 Metern erfolgreich gesetzt. Die Gründung der insgesamt 25 Windkraftanlagen soll in den folgenden drei Monaten abgeschlossen sein.
Der Offshore Windpark Rhyl Flats vor der Walisischen Küste
Dabei wird jeweils ein 40 Meter langes zylindrisches Stahlrohr mit einem Durchmesser von fast fünf Metern von einem Spezialschiff aus ca. 25 Meter in den Meeresboden getrieben. Das Gewicht eines solchen Fundaments beträgt rund 240 Tonnen. Über der Wasseroberfläche ist von dieser Gründungskonstruktion lediglich das für diese Anlagen typische gelbe Verbindungsstück zu sehen, auf dem später die eigentliche Windanlage installiert wird. Das Schiff, von dem aus die Ingenieure bei Wellengang aus agieren, ist für diese Arbeiten mit einem 80 Meter hohen Kran ausgerüstet, der in der Lage ist über 8.500 Tonnen zu heben.
In 2009 soll der Offshore-Windpark Rhyl Flats ans Netz gehen. Ab dann werden die 25 Turbinen der 3,6 Megawattklasse Strom für rund 61.000 Haushalte erzeugen und jährlich ca. 250.000 Tonnen CO2 einsparen. RWE Innogy investiert 280 Millionen Euro in den Bau dieses Windparks. Die neu gegründete Gesellschaft für regenerative Energieerzeugung im RWE-Konzern betreibt über ihr Tochterunternehmen npower renewables in Großbritannien 16 Laufwasserkraftwerke und 19 Windparks, darunter North Hoyle, den mit 60 Megawatt Leistung größten Offshore-Windparks des Landes. Weitere Windparks auf See mit einer installierten Leistung von 3.900 Megawatt will RWE Innogy in den kommenden Jahren in ganz Europa errichten.
Bohr- und Förderinsel Mittelplate Luftaufnahme
Fotos (2) © RWE




