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Monatsarchiv für April 2008

Auf dem Holzweg

Sonntag, den 6. April 2008

Holz als Brennstoff für die Stromerzeugung? Macht das wohl Sinn? RWE ist davon überzeugt. Der Stromerzeuger will seine Biomasse-Aktivitäten und besonders den Einsatz von Holz als Brennstoff in Heizkraftwerken weiter ausbauen.

RWE Innogy legt Energieholzplantagen an

  • Erstes Projekt in Deutschland hat eine Größe von 10.000 Hektar
  • Einsatz in Biomasse-Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung

Dazu unterzeichneten die RWE Innogy Cogen GmbH, eine Tochter der RWE Innogy, und die renommierte Forstbaumschule P&P mit Sitz in Eitelborn einen Vertrag. Er bildet die Grundlage für die Anpflanzung von bis zu 10.000 Hektar Energieholzplantagen in den nächsten vier Jahren in Deutschland.

Die RWE Innogy Cogen betreibt bereits vier große Biomasse-Heizkraftwerke auf Basis von Altholz. Die Erschließung von Frischholz aus Energieholzplantagen ist ein bedeutender Schritt zur Absicherung der Brennstoffversorgung der zukünftig geplanten Biomasse-Heizkraftwerke. Diese Heizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Aufgrund der kombinierten Erzeugung von Strom und Dampf gelten sie als besonders energieeffizient. Hinzu kommt, dass Holz ein CO2-neutraler Brennstoff ist; d.h. bei der energetischen Nutzung von Holz entsteht nicht mehr CO2 als die Pflanze während des Wachstumsprozesses aufgenommen hat.

Auf dem Holzweg

Foto Pixelio.de | Fotograf: hauku

Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy: „Dieses Modell, das wir kurzfristig in Deutschland umsetzen, ist für uns die Ausgangsbasis für den Ausbau unserer Biomasseaktivitäten im europäischen Ausland. Überall da, wo es sich anbietet, werden wir weitere Energieholzplantagen anlegen.“

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Kernenergie – Nein Danke?

Mittwoch, den 2. April 2008

Politiker debattieren immer noch ernsthaft über den Ausstieg aus der Kernenergie. Sind diese Überlegungen wirklich seriös? Haben wir eine Chance ohne Kernenergie aus zukommen?

Ein Tropfen auf dem heißen Stein

Erneuerbare Energie (EN) sind ein guter und richtiger Ansatz. Aber können wir damit allen ernstes die Energie-Lücke schließen, wenn wir alle unsere Atomkraftwerke (AKW) abschalten, vom Netz nehmen? Der Spiegel prognostiziert in seiner Ausgabe (Nov. 2007) eine Verdoppelung des Bedarfs bis 2050.  Leider habe ich bei meiner Recherche keine seriöse Studie gefunden, die uns vorrechnet, wie man ohne AKWs auskommt. Sind Sie fündig geworden? Einen Lösungsansatz haben wir schon einmal angerissen, Strom via Fusionsenergie. Diese Technologie wird aber voraussichtlich erst ab 2030 verfügbar sein – wenn überhaupt. Aber so lange können wir nicht warten.

Beim Stromsparen ist es wie beim Autofahren. Alle reden von sparsamen Autos, alle finden die Energiesparfahrzeuge toll, aber bislang konnten die sich nicht wirklich durchsetzen. Unsere Bundeskanzlerin hat einen Mercedes F-Cell in ihrem Fuhrpark – also ein Brennstoffzellenfahrzeug. Gesehen habe ich sie damit noch nie. Wie der Focus im April letzten Jahres berichtet hat die Bundesregierung nur “Spritfresser und Dieselstinker” im Fuhrpark. Ich werde zu diesem Thema einmal die Vorsitzende des Ausschusses Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Ulla Burchardt (SPD) befragen und die Fragen an Greenpeace und an die CDU weitergeben. Wir bleiben an dem Thema dran – versprochen!
Pixelio | O. Fischer

Foto: Atomkraftwerk Mitten in der Natur © Pixelio | O. Fischer

Linkstipps:

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